Parteienforscher sieht die AfD innerlich tief zerrissen
Der Mainzer Parteienforscher Jürgen Falter ist der Meinung das inhaltliche Differenzen der Alternative für Deutschland (AfD) zu schaffen machen. Trotzdem könnte es der AfD gelingen, sich in der Parteienlandschaft zu halten. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte Falter: "Die AfD hat die Chance, sich zumindest mittelfristig zu etablieren und auch bundesweit über fünf Prozent zu kommen. Das hat sie selbst in der Hand." Es gibt "zwei Themen an, die sie vereinnahmen" könne, so Falter: "Einerseits die Eurokrise und die Angst vor deren langfristigen Kosten. Und andererseits die Einwanderungspolitik. Damit könnte sie sich im Parteienspektrum längerfristig positionieren." Die Zerrissenheit der AfD ist jedoch ein Problem, so der Politikwissenschaftler: "Sie ist außenpolitisch gespalten in Atlantiker und Putinversteher, gesellschafts- und wirtschaftspolitisch in Neoliberale und Altkonservative. Alles hängt zurzeit an Parteichef Lucke, er hält die Partei zusammen."
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