Angela im Wunderland - Die CDU öffnet das Füllhorn
In die ehemaligen Ost-Berliner Opernwerkstätten, wo einst Kulissen gezimmert wurden, haben die Unions-Parteien gestern ein paar Hundert Funktions- und Mandatsträger eingeladen. An der Stelle, wo auch Bühnenbilder für Franz Lehars gleichnamige Operette entstanden, probierten die Merkel, Seehofer und Co. eine Art Aufführung vom "Land des Lächelns". Das etwas großspurig als "Regierungsprogramm" titulierte 127-Seiten Epos der Union ist die Wohlfühl-Ankündigung eines "Weiter so, mit Mutti!" Mit ihrem Wahlprogramm haben nun auch CDU und CSU das Füllhorn sozialer Wohltaten geöffnet. Allen soll es besser gehen, keinem schlechter. Mehr Geld für Familien und Kinder. Mehr Lohn für Geringverdiener, wenn sich die Tarifpartner darauf einigen. Mehr Geld für Normalverdiener, denen endlich der Steuerbauch operiert werden soll. Mehr Rente für Mütter. Mietpreisbremse und Schutz vor Altersarmut.
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Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat der Union einen Rentenwahlkampf angekündigt. Grund ist, dass CDU und CSU in ihrem Wahlprogramm auf eine gesetzliche Angleichung der Renten in Ost und West verzichten. "Die Union hängt die Ostrentner ab", sagte sie der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung". "Merkel hat ihr Wahlversprechen von 2009 gebrochen, und jetzt will sie die Ostrentenangleichung still und heimlich ganz kassieren. Das werden wir nicht zulassen. Jetzt kommt ein Rentenwahlkampf."