IW-Studie belegt: Finanziell ungedeckte Wahlversprechen gefährden den Bundeshaushalt
Finanziell ungedeckte Wahlversprechen gefährden den Konsolidierungskurs des Bundeshaushalts. Sie sind für die künftige Haushaltsplanung bedrohlicher, als die Kosten der Beseitigung der Flutschäden. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Kurzstudie, mit der das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), den Bundeshaushalt 2014 analysiert hat. Im März dieses Jahres hatte das Bundesfinanzministerium den ersten Eckwerteentwurf für den Bundeshaushalt 2014 und die Finanzplanung bis 2017 vorgelegt. Der dort eingeschlagene Kurs stellt aus Sicht der Wissenschaftler eine ausgewogene Mischung von notwendiger Haushaltskonsolidierung und hinreichenden konjunkturellen Impulsen dar. „Diese Balance muss beibehalten werden", fordert der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr. „Die Regierung sollte keine zusätzlichen Ausgaben beschließen. Davon ausgenommen sind selbstverständlich die Hilfsmaßnahmen zur Bekämpfung der Flutfolgen. Sie sind eine notwendige und einmalige Belastung, die die Einhaltung der Schuldenbremse nicht grundsätzlich gefährdet", so Pellengahr weiter.
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SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hält die Sparpolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Euro-Krise für gescheitert. "Tatsache ist doch: Der Schuldenstand in Europa ist höher als vor drei Jahren", sagte er der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Nach seinen Worten wäre Merkels Philosophie ohne das Einschreiten der Europäischen Zentralbank (EZB) auch schon "am Ende". Wenn 26 europäische Staaten gleichzeitig kürzten, führe das in die Rezession. "Es geht nicht ohne Strukturreformen. Und Konsolidierung funktioniert nicht, wenn man das Wachstum aufgibt", kritisierte er.