Arbeitslosigkeit: Am Arbeitsmarkt sind keine ''großen Sprünge'' zu erwarten
Für eine "Spätfolge des milden Winters" hält der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, die ausgefallene Frühjahrsbelebung auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Mai. Da es witterungsbedingt zu Jahresanfang weniger Entlassungen als üblich gegeben habe, würden nun eben auch die Einstellungen ausbleiben. Es gebe ja nichts zu "beleben". Die Erklärung ist durchaus plausibel in ihrer arithmetischen Logik, verstellt aber den Blick auf die Gesamtlage am Arbeitsmarkt.
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In der Debatte um befristete Arbeitsverträge übte Lars Uwe-Riek von der Gewerkschaft Verdi bei stern TV scharfe Kritik an der Deutschen Post: "Ich habe hier ein Dax-Unternehmen, was wirklich ein Standing hat in diesem Land, das auf solche Methoden zurückgreift. Dann muss ich sagen, das muss ich moralisch angehen, die muss ich anprangern." Natürlich müsse ein Unternehmen flexibel reagieren können, aber der Post-Chef "Herr Appel muss, wenn er tatsächlich 2,1 Milliarden Euro Gewinn macht, auch an die Menschen denken, die diesen Gewinn erwirtschaftet haben."