Männer doppelt so häufig in Führungspositionen wie Frauen
Nach den Ergebnissen des Zensus zum Stichtag 9. Mai 2011 waren von insgesamt 21,4 Millionen erwerbstätigen Männern 6,8 % (1,5 Millionen) als Führungskräfte tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, betrug der Anteil der Frauen in Führungsfunktionen an allen 18,2 Millionen erwerbstätigen Frauen dagegen 3,1 % (0,6 Millionen). Danach hatten Männer doppelt so häufig eine Führungsposition inne wie Frauen. In den jüngeren Altersklassen fällt der Unterschied zwischen Frauen und Männern in Führungspositionen noch gering aus. Bei den 30- bis 45-Jährigen liegt der Anteil an Führungskräften bei den Männern jedoch deutlich höher als bei den Frauen, deren Anteil im Altersverlauf nur moderat zunimmt.
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Für eine "Spätfolge des milden Winters" hält der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, die ausgefallene Frühjahrsbelebung auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Mai. Da es witterungsbedingt zu Jahresanfang weniger Entlassungen als üblich gegeben habe, würden nun eben auch die Einstellungen ausbleiben. Es gebe ja nichts zu "beleben". Die Erklärung ist durchaus plausibel in ihrer arithmetischen Logik, verstellt aber den Blick auf die Gesamtlage am Arbeitsmarkt.
In der Debatte um befristete Arbeitsverträge übte Lars Uwe-Riek von der Gewerkschaft Verdi bei stern TV scharfe Kritik an der Deutschen Post: "Ich habe hier ein Dax-Unternehmen, was wirklich ein Standing hat in diesem Land, das auf solche Methoden zurückgreift. Dann muss ich sagen, das muss ich moralisch angehen, die muss ich anprangern." Natürlich müsse ein Unternehmen flexibel reagieren können, aber der Post-Chef "Herr Appel muss, wenn er tatsächlich 2,1 Milliarden Euro Gewinn macht, auch an die Menschen denken, die diesen Gewinn erwirtschaftet haben."