Bauindustrie fordert Gesetz gegen Zahlungsverzug
Der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Michael Knipper, warnt davor, den Gesetzentwurf der Bundesregierung gegen Zahlungsverzug aufzuweichen. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Knipper: "Das Gesetz sollte jetzt schnell und ohne wesentliche Änderungen verabschiedet werden." Nur so sei es möglich, den rund 70 000 Bauunternehmen zu ihrem Recht zu verhelfen, zügig ihre Rechnungen bezahlt zu bekommen, betonte Knipper. Noch immer seien "Zahlungsausfälle und damit verbundene Liquiditätsengpässe Insolvenzgrund Nummer eins für Bauunternehmen", betonte er.
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Wie das Forschungsinstitut IAB feststellt, arbeitet nur noch jeder zweite Beschäftigte in einem Unternehmen, für das ein Branchentarifvertrag gilt im Westen. Im Osten gilt lediglich für etwa jeden Dritten ein Tarifvertrag. Der Trend ist klar: Die Tarifbindung geht beständig zurück. Grund ist weniger der schwindende Organisationsgrad der Arbeitnehmer in den Gewerkschaften, sondern eher die abnehmende Akzeptanz von Tarifverträgen auf der Arbeitgeberseite. Den Ausstieg streben nicht nur notleidende Unternehmen an, die sich die Tarife nicht mehr leisten können. Mitunter hat die Abkehr vom Tarif auch irrationale Gründe.
Der fünfte Bericht über Wohnortswechsel internationaler Fachkräfte (Global Professionals on the Move Report) der Hydrogen Group, einer führenden globalen Personalvermittlungsagentur, ergab, dass die Anzahl an Fachkräften, die bereit wären im Ausland zu arbeiten, sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt hat. 35 % der Befragten würden auch im Ausland arbeiten, im Vergleich zu 16 % vor fünf Jahren; darüber hinaus denken 40 %, dass einem Umzug ins Ausland nichts im Wege stehen würde.