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NRW: 34 Prozent mehr Operationen in zehn Jahren

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obwohl die Bevölkerungszahl in NRW seit 2004 um rund 500.000 Einwohner gesunken ist, stieg in den letzen zehn Jahren die Zahl der operativen Eingriffe um 34 Prozent. Detaillierte Informationen zu dieser "Zahl des Tages" finden Sie in der folgenden Meldung:

NRW: 34 Prozent mehr Operationen in zehn JahrenÜber 3,7 Millionen Operationen wurden den nordrhein-westfälischen Kliniken im vergangenen Jahr durchgeführt. In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl um über 34 Prozent. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) heute in Düsseldorf mit und beruft sich auf aktuelle Auswertungen des Statistischen Bundesamts. 

Durch das Versorgungsstärkungsgesetz haben Versicherte Anspruch auf eine unabhängigen ärztlichen Zweitmeinung. So können Patienten bei bestimmten operativen Eingriffen sich eine weitere Meinung durch einen unabhängigen Experten einzuholen. Günter van Aalst, Leiter der Landesvertretung der TK in NRW: "So manchem Patienten können dadurch Klinikaufenthalte und Operationsrisiken wie Nerven- und Gefäßschädigungen oder Narbenprobleme erspart bleiben." Hinzu käme noch ein wesentlicher wirtschaftlicher Aspekt. "Die Kosten für den Kliniksektor steigen rasant - in den zehn letzten Jahren um 44 Prozent von 47,2 Milliarden auf 67,9 Milliarden. Beitragssteigerungen sind da vorprogrammiert," so van Aalst.
Seit fünf Jahren bietet die TK ihren Versicherten das Modellprojekt "Zweitmeinung vor Wirbelsäulen-Operationen" an. Auswertungen zeigen, dass 85 Prozent dieser Rücken-Eingriffe unnötig sind. Seit Start des Projekts haben sich mehr als 1.700 TK-Versicherte bereits eine Zweitmeinung eingeholt. Bei gut 1.450 der Patienten haben Spezialisten den operativen Eingriff als nicht notwendig eingestuft und eine nicht-operative Behandlung empfohlen - zum Beispiel eine Physio- oder eine Schmerztherapie.

Techniker Krankenkasse
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen
Bismarckstr. 101, 40210 Düsseldorf