Schmerzpräsident Prof. Schmelz: „Jeder Mensch hat das Recht auf eine angemessene Schmerzb
HEUTE: Bundesweiter Aktionstag gegen den Schmerz
Schmerzpräsident Prof. Dr. Martin Schmelz:
„Schmerz-Indikator einführen und Lücken der Schmerzversorgung schließen!"
„Jeder Mensch hat das Recht auf eine angemessene Schmerzbehandlung“
„Die Krankenhausqualtiät muss auch bei der Schmerzbehandlung besser und
vergleichbar werden“,
"Krankenhäuser müssen so organisiert werden, dass Patienten beispielsweise
nach Operationen keine unnötigen Schmerzen erleiden. In rund der Hälfte
der Kliniken ist das derzeit nicht gut geregelt und deshalb erleiden
Patienten unnötige Schmerzen“
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„Schmerz-Indikator einführen und Lücken der Schmerzversorgung schließen!
Schmerzpräsident Prof. Dr. Martin Schmelz: „Jeder Mensch hat das Recht auf
eine angemessene Schmerzbehandlung“
„Jeder Mensch hat das Recht auf eine angemessene Schmerzlinderung“, so
Schmerzpräsident Prof. Dr. Martin Schmelz. Ähnlich wie im Bereich der
Hygiene müsse die Gesundheitspolitik einen „Schmerz-Indikator“ zur
Sicherstellung der Qualität in der Schmerztherapie einführen. „Die
Krankenhausqualtiät muss auch bei der Schmerzbehandlung besser und
vergleichbar werden“, fordert Schmerzpräsident Prof. Schmelz. Anlässlich
des diesjährigen „Aktionstags gegen den Schmerz“ fordert die Deutsche
Schmerzgesellschaft, Krankenhäuser so aufzustellen, dass Patienten
beispielsweise nach Operationen keine unnötigen Schmerzen erleiden.
„Studien zeigen: In rund der Hälfte der Kliniken ist das derzeit nicht gut
geregelt, und deshalb erleiden Patienten unnötige Schmerzen“, so
Schmerzpräsident Prof. Dr. Martin Schmelz.
„Doch auch bei der Versorgung mehrerer Millionen Patienten mit chronischen
Schmerzen gibt es enorme Probleme“, so Prof. Schmelz. „Bei chronischen
Schmerzen, wenn also der Schmerz über Monate anhält und lebensbestimmend
wird und die Patienten erheblich leiden, brauchen wir einen besseren
Zugang zu Schmerzspezialisten, beispielsweise im Rahmen einer Therapie,
die auch Physiotherapeuten und Schmerzpsychologen in die Behandlung eng
einbezieht“, so der Experte. Doch derzeit dauert es oftmals Jahre, bis
Patienten den Weg zu einer guten Therapie im Dschungel des
Gesundheitswesens finden. „Hier müssen die Akteure der Gesundheitspolitik,
wie z.B. Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigungen sowie Landes- und
Bundesregierung wirksamer als bisher handeln, um die angemessene
Schmerzbehandlung der Patienten, aber auch den Nachwuchs an
Schmerzspezialisten sicherzustellen“, fordert der Schmerzpräsident. Das
aktuelle vollständige Papier mit Detailempfehlungen an die
Gesundheitspolitik finden Sie im Anhang sowie auf der homepage
www.dgss.org sowie www.aktionstag-gegen-den-
Anlässlich der aktuellen Debatte um die Umsetzung des Gesetzes „Cannabis
als Medizin“ fordert die Deutsche Schmerzgesellschaft ganz klar: Auch wenn
Cannabis keineswegs als Wundermedizin zu betrachten ist, so kann es nicht
sein, dass gerade die Patienten, die bisher schon eine Ausnahmegenehmigung
vom bisher zuständigen Bundesamt hatten oder bei denen im Einzelfall die
Verordnung von Cannabis als Medizin eine Hilfe sein kann, nach der
erfoltgten Gesetzesänderung schlecht gestellt werden und oftmals keinen
Zugang zur Kostenübernahme durch die Krankenkassen haben. „Ich fordere
Politik und Kassen auf, diese Umsetzungshürden unverzüglich zu beseitigen“
so Schmerz-Präsident Prof. Dr. Martin Schmelz.
