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Plasma-Therapie, Vor-Ort-Diagnostik und Mini-Fasersonde

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Der Forschungsverbund Leibniz Gesundheitstechnologien (LGT) präsentiert
sich vom 21. bis 22. Juni auf der Medizintechnik-Messe „MT-Connect“ in
Nürnberg. In Halle 10.0 am Stand 304 stellt der Leibniz-Forschungsverbund
gemeinsam mit der Firma neoplas tools den „kINPen Med“ vor – ein kompaktes
Gerät, das die direkte Behandlung von chronischen, infizierten Wunden
sowie entzündlichen Hauterkrankungen mit kaltem Plasma ermöglicht. Leibniz
Gesundheitstechnologien präsentiert vor Ort auch neueste Ansätze zur
Speckle-Photometrie in der Hautdiagnostik und eine miniaturisierte
Fasersonde für endoskopische Anwendungen.

Bei der Medizintechnik-Messe „MT-Connect“ in Nürnberg wird „Leibniz
Gesundheitstechnologien“ am 21. und 22. Juni erste konkrete gesundheits-
technologische Lösungen seiner interdisziplinären Forschung vorstellen.

Mit dem „kINPen MED“ wird eine besonders innovative Technologie für
plasmamedizinische Anwendungen gemeinsam mit der Greifswalder Firma
neoplas tools vorgestellt: Das Hightech-Gerät ähnelt einem Stift und
erzeugt ein sogenanntes kaltes Plasma – ein ionisiertes Gas, das eine
besonders gewebeschonende und schmerzfreie Dekontamination und
Heilungsförderung bei Wunden und Hautinfektionen ermöglicht.

„Da ein Plasma in erster Linie durch rein physikalische Mechanismen wirkt,
lassen sich typische Problemkeime sehr gut abtöten, ohne dass sich
Resistenzen entwickeln. Zugleich stimuliert das Plasma die körpereigenen
Heilungsprozesse, die so selbst bei chronischen Wunden wie einem ‚offenen
Bein‘ wieder in Gang gesetzt werden können“, erläutert Renate Schönebeck,
Geschäftsführerin von neoplas tools. Die Greifswalder Firma ist eine
Ausgründung aus dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie
e.V. (INP), einem Mitglied von Leibniz-Gesundheitstechnologien.

Weiterhin wird der Leibniz-Forschungsverbund neue Technologien aus seinen
Kompetenzfeldern „Point-of-Care-Diagnostik“ und „Bildgebende Methoden“
vorstellen: So präsentiert der Verbund ein Vor-Ort-Diagnose-System auf
Basis der Speckle-Photometrie, das eine schnelle Hautcharakterisierung und
frühzeitige Erkennung von Hautkrebs möglich macht. Zudem wird eine neue
miniaturisierte Fasersonde vorgestellt, die eine kostengünstige und
kompakte Lösung zur multimodalen endoskopischen Bildgebung liefert.

„Für die Signalleitung der neuen Sonde nutzen wir eine spezielle
Multikernfaser, die aus tausenden lichtleitenden Elementen besteht. Das
erlaubt es uns, alle beweglichen Teile und auch die Stromversorgung
außerhalb des Sondenkopfes unterzubringen. Die Sonde ist deshalb nur
wenige Millimeter groß und ermöglicht eine einfache und sichere Anwendung
innerhalb des Körpers“, erläutert Prof. Jürgen Popp, wissenschaftlicher
Direktor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-
IPHT) und Direktor des Instituts für Phyikalische Chemie an der Friedrich-
Schiller-Universität Jena. Das Leibniz-IPHT koordiniert den
Forschungs¬verbund und leitet sowohl die Weiterentwicklung der
multimodalen, faseroptischen Bildgebung als auch die der Speckle-
Photometrie.

Die Medizintechnik-Messe MT-Connect vernetzt Zulieferer mit Spezialisten
für Medizin, Elektronik und IT, Optoelektronik und minimalinvasive
Technologien, Diagnostik, Vertrieb und Marketing. Darüber hinaus ist der
MedTech Summit parallel zur Fachmesse ein international ausgerichtetes
Forum, das sich den Zukunftsthemen der Branche widmet.