Viele Krankheiten - eine Ursache: das Immunsystem
Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 24.06.2016 von 17:00Uhr bis 24:00
Uhr bringt das Leibniz-Institut Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin,
DRFZ, Experten der verschiedenen chronisch-entzündlichen Krankheiten wie
Rheuma, Multiple Sklerose oder Allergien zusammen, um über neue
Forschungsansätze und Therapien zu informieren. Wissenschaftler, Ärzte aus
Kliniken und Praxen sowie Patienten-Organisationen geben einen umfassenden
Einblick in den aktuellen Wissenstand zu Rheuma und anderen entzündlichen
Erkrankungen.
Mit einem Tropfen ihres eigenen Bluts, können Besucher ihre Zellen unter
dem Mikroskop anschauen oder am Nachbarstand ihre eigene DNA isolieren und
mitnehmen. Bei Führungen durch die Labore werden neueste Arbeitsmethoden
und Forschungsergebnisse vorgestellt. Die Deutsche Gesellschaft für
Immunologie informiert spielerisch über Immunzellen – wie sie uns schützen
oder warum sie krankmachen können. In Vorträgen werden aktuelle
Entwicklungen bei der Entzündungs- und Versorgungsforschung vorgestellt.
„Warum das Immunsystem ein 2schneidiges Schwert ist“ erklärt z.B.
anschaulich die Bedeutung des Immunsystems für den Menschen. Die Vorträge
beginnen jeweils zur vollen Stunde und werden von Ärzten und
Wissenschaftlern gehalten.
Ein Besuch im Neuro-Immunologie-Labor ist zum ersten Mal im Programm des
DRFZ. Dabei werden schmerzfrei die feinen Strukturen im Auge, wie
Blutgefäße oder Nerven untersucht. Mithilfe der „Optischen
Kohärenztomographie“ (OCT) öffnet sich so quasi ein Fenster zum Gehirn.
Die Führung ins Labor beginnt zu jeder vollen Stunde.
Beim Besuch der „Mobilen Entzündungssprechstunde“ können sich die Besucher
von Rheumatologen, Neurologen und Allergologen beraten lassen. Drei
Berliner Rheuma-Kliniken, die Charité, das Immanuel-Krankenhaus und die
Schlosspark-Klinik stellen im Foyer des DRFZ ihre Kompetenzen vor. Die
Blutgefäße der Hände werden mit dem Kapillarmikroskop untersucht und beim
Gesundheitscheck werden Blutwerte, Lungenvolumen und Zucker auf den
Prüfstand gestellt. Am Ultraschallgerät werfen Fachärzte einen Blick auf
die Gelenke der Gäste.
Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ erfahren Betroffene und Angehörige
Hintergründe über verschiedene rheumatologisch-bedingte Krankheitsbilder,
erhalten Informationen zu Früherkennung, Bewegungsangebote,
Therapiemöglichkeiten und Rehabilitation. Die Patientenorganisationen
Deutsche Rheuma-Liga Berlin und die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew
e.V. stellen ihr Netzwerk zur Selbsthilfe vor.
Die Veranstaltungspunkte sind barrierefrei. Eine Anmeldung ist nur bei der
Institutsführung und der Führung ins Neuro-Immunologie-Labor am Infopoint
notwendig.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.drfz.de
