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UKD-Tumorzentrum ist Partner: Netzwerk soll Versorgung von Lungenkrebs- Patienten verbessern Krebshilfe fördert bundesweites Verbundprojekt mit knapp drei Millionen Euro

Prof. Dr. Irene Esposito, Direktorin des Instituts für Pathologie am UKD.  Foto: UKD
Prof. Dr. Irene Esposito, Direktorin des Instituts für Pathologie am UKD. Foto: UKD
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Prof. Dr. Irene Esposito, Direktorin des Instituts für Pathologie am UKD.  Foto: UKD
Prof. Dr. Irene Esposito, Direktorin des Instituts für Pathologie am UKD. Foto: UKD

Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) ist Partner eines bundesweiten
Netzwerks, das die Versorgung von Lungenkrebs-Patienten verbessern soll.
Über das Netzwerk sollen künftig viel mehr Patienten mit fortgeschrittenem
Lungenkrebs Zugang zu molekularer Diagnostik und innovativen Therapien
erhalten. Insgesamt haben sich 15 universitäre Krebszentren im „Nationalen
Netzwerk Genomische Medizin (nNGM) Lungenkrebs“ zusammengeschlossen. Die
Düsseldorfer Uniklinik ist über das Universitätstumorzentrum (UTZ) Teil
des Netzwerks, das insgesamt mit 2,94 Millionen Euro von der Deutschen
Krebshilfe gefördert wird.

Das Ziel des bundesweiten Netzwerkes ist es, den schwer kranken Patienten
Zugang zu modernster molekularer Diagnostik und neuesten Therapien zu
ermöglichen – auch im Rahmen klinischer Studien. „Und genau das ist eine
Stärke der Standorte der Universitätsmedizin. Denn dort gibt es oft ein
enges Netzwerk zu den niedergelassenen Ärzten und zu anderen Kliniken.
Auch den dort versorgten Patienten kann so der Zugang zum Netzwerk zu
ermöglicht werden“, erklärt Prof. Dr. Peter Albers, Direktor der Klinik
für Urologie am UKD und des Düsseldorfer Universitätstumorzentrums.

„Die Patienten werden also weiter durch ihre behandelnden und vertrauten
Ärzte betreut, die molekulare Diagnostik wird dann im Rahmen des Netzwerks
zentral in unseren Speziallabors erledigt. Natürlich unterstützen wir auch
bei der Therapieempfehlung anhand der molekularen Ergebnisse, wenn es
gewünscht wird“, betont Prof. Dr. Irene Esposito, Direktorin des Instituts
für Pathologie am UKD. Dort läuft ein Großteil der Diagnostik zusammen.

Hintergrund: Lungenkrebs (auch Bronchialkarzinom genannt) ist weltweit die
häufigste Krebserkrankung und die häufigste Krebstodesursache.
Jahrzehntelang standen Patienten im fortgeschrittenen Stadium außer
Chemotherapien und Bestrahlungen keine weiteren Therapiemöglichkeiten zur
Verfügung. Dank der Fortschritte im Bereich der Genomforschung können nun
mehr und mehr personalisierte, das heißt maßgeschneiderte, Therapien zum
Einsatz kommen. Diese setzen eine umfassende molekulare Untersuchung vor
der Therapie voraus.

Die Deutsche Krebshilfe unterstützt die Anschubfinanzierung der
molekularen Diagnostik, die Koordination der regionalen Netzwerke, das
Datenmanagement und die Qualitätssicherung der Diagnostik. Die
Krankenkassen und der Medizinische Dienst der Kassen sind im Beirat von
nNGM vertreten, um die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen
schrittweise in die Regelversorgung zu überführen. Das Projekt nNGM soll
außerdem Strukturen zur Implementierung und Weiterentwicklung
personalisierter Krebstherapien in Deutschland beispielhaft etablieren, um
diese später auf andere Krebserkrankungen übertragen zu können. Offiziell
startete das Netzwerk in diesem April.

Das Institut für Pathologie versorgt alle Abteilungen des UKD, aber auch
auswärtige Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte in der Umgebung mit
einem diagnostischen Service, der die feingewebliche und auch die
molekularpathologische Untersuchung von Untersuchungsmaterial aller
klinischen Sparten umfasst. Mit ca. 55.000 Untersuchungen pro Jahr zählt
das Institut für Pathologie des UKD  zu den größten Universitätsinstituten
dieser Art in Deutschland und ist in der Lage, alle diagnostischen Belange
eines Universitätsklinikums abzudecken. Darüber hinaus ist das Institut
für Pathologie auch in viele klinische Studien eingebunden und seit Jahren
maßgeblich an der Erarbeitung interdisziplinärer Leitlinien für die
Diagnose und Therapie von Tumorerkrankungen beteiligt.