Zum Hauptinhalt springen

Ohnmacht immer ärztlich abklären lassen

Pin It

Hinter Bewusstlosigkeit können Herzprobleme stecken/ Checkliste der
Herzstiftung hilft bei der Klärung der Ursache

Eine kurze Bewusstlosigkeit kann harmlos oder lebensbedrohlich sein, je
nach zugrunde liegender Ursache. Bei  bestehenden Herzerkrankungen ist das
Risiko für einen plötzlichen Herztod deutlich erhöht. Kurze
Ohnmachtsanfälle oder Stürze mit unklarer Ursache sollten daher in jedem
Fall vom Arzt abgeklärt werden. „Unbedingt erwähnen sollten Sie bei der
Abklärung zum Beispiel, ob Sie kurz vor der Bewusstlosigkeit Hinweise auf
Herzrhythmusstörungen gespürt haben“, sagt Prof. Dr. med. Wolfgang von
Scheidt, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung  und
Kardiologe am Klinikum Augsburg. Diese können sich etwa durch
Herzstolpern, Herzklopfen, Herzrasen oder auch einen deutlich langsameren
Puls bemerkbar machen. Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie
auch online unter <https://www.herzstiftung.de/ohnmacht-was-tun.html> .
Eine „Checkliste Ohnmacht“ zur Zusammenstellung der Informationen für den
Arztbesuch bietet die Herzstiftung kostenfrei per Telefon unter 069
955128400 oder per E-Mail unter <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.> an.

Bewusstlosigkeit lässt sich manchmal verhindern
Leider tritt die Ohnmacht infolge von Herzrhythmusstörungen jedoch zumeist
plötzlich und ohne Vorboten auf. In den Fällen einer harmlosen
Reflexursache gehen der Bewusstlosigkeit häufig Vorwarnzeichen wie
Schwindel, Benommenheit oder ein Schwächegefühl voraus. Teilen Sie dies
Ihrem Arzt unbedingt mit. Er kann Ihnen einen einfachen Handgriff zeigen,
wie sich eine Ohnmacht und damit auch ein Sturz in diesen Fällen meistens
verhindern lässt.

Diese Informationen braucht Ihr Arzt
Informationen zum Ablauf der Ohnmachtsattacke liefern dem Arzt wichtige
Anhaltspunkte für eine mögliche Ursache. Ein wichtiger Hinweis für den
Kardiologen ist beispielsweise die Angabe, ob die Bewusstlosigkeit unter
körperlicher Anstrengung aufgetreten ist, etwa beim Treppensteigen oder
Sporttreiben. Auch psychische Aufregung oder sexuelle Aktivitäten im
Vorfeld der Ohnmacht sollten Sie dem Arzt mitteilen. Eine weitere wichtige
Information ist die Einnahme Ihrer Medikamente. Nicht selten lösen zu hoch
dosierte Blutdruckmedikamente Schwindel oder kurze Bewusstlosigkeit aus.
Angaben zu Vorerkrankungen sowie zur Dauer sowie zum Ablauf der
Bewusstlosigkeit helfen dem Arzt ebenfalls bei der Suche nach der
Diagnose.