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Reden ist Gold! An der TU Dresden entwickelte Online-Schulung hilft beim Arzt-Patienten-Gespräch.

Arzt-Patienten-Kommunikation.  Foto: Medizinische Fakultät der TU Dresden / Stephan Wiegand
Arzt-Patienten-Kommunikation. Foto: Medizinische Fakultät der TU Dresden / Stephan Wiegand
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Arzt-Patienten-Kommunikation.  Foto: Medizinische Fakultät der TU Dresden / Stephan Wiegand
Arzt-Patienten-Kommunikation. Foto: Medizinische Fakultät der TU Dresden / Stephan Wiegand

Eine an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden
entwickelte Online-Schulung hilft beim Arzt-Patienten-Gespräch: Das
gemeinsam mit europäischen Projektpartnern entstandene
Kommunikationstraining ist in mehreren Sprachen frei verfügbar und bietet
Ärzten das nötige Wissen für schwierige Gesprächssituationen oder in der
Kommunikation mit unterschiedlichen Patientengruppen.

Eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient hilft dabei, die
Behandlung zu verstehen, mit dem Erfolg, dass Medikamente besser
eingenommen und wichtige Therapieschritte konsequent mitgegangen werden.
Aber wie rede ich als Arzt mit den Patienten am besten und was darf ein
Patient von seinem behandelnden Arzt kommunikativ erwarten?

Speziell für Kollegen aller Gesundheitsbereiche steht ab sofort ein
Training zur Arzt-Patienten-Kommunikation online. Der Kurs und alle
Materialien sind für interessierte Personen nach Registrierung frei
verfügbar. Das Trainingsprogramm umfasst Grundlagen der Kommunikation und
spezifische Kommunikationskompetenzen für schwierige Gesprächssituationen
im Arzt-Patienten-Kontakt.

Wie verbessere ich die Kommunikation mit meinen Patienten? Mit dieser
Frage beschäftigen sich nicht nur in Deutschland tätige, sondern auch
praktizierende Ärzte und Pflegefachkräfte aus anderen europäischen
Ländern. Entwickelt wurde das Training durch die europäischen
Projektpartner aus Griechenland, Polen, Spanien und Zypern, Mitarbeiter
des Bereiches Psychosoziale Medizin der Medizinischen Fakultät Carl Gustav
Carus der TU Dresden sowie dem Forschungsverbund Public Health Sachsen.
Aufgrund der europäischen Vernetzung des Projektes stehen alle Materialien
des Trainings in fünf europäischen Sprachen (Deutsch, Englisch,
Griechisch, Polnisch und Spanisch) zur Verfügung.

Gefördert wurde das Kommunikationstraining von Erasmus+ im Rahmen des
Projektes "Health Communication Training for Health Professionals in
Europe" (H-Com). Das Projekt hat seit 2015 das Ziel, innerhalb der EU
einheitliche Standards beim Erwerb von Gesprächsführungskompetenzen im
Gesundheitswesen zu fördern. Infolgedessen fanden auch Workshops in den
einzelnen Projektländern statt. Hierfür reisten drei Studierende der
Medizinischen und weiterer Fakultäten der TU Dresden und der Universität
Chemnitz an die Universidad de Laguna, um an dem spanischsprachigen
Workshop teilzunehmen. Dabei lernten sie nicht nur etwas über die Arzt-
Patienten-Kommunikation, sondern konnten sich zudem mit anderen
Teilnehmern aus verschiedenen Gesundheitsberufen aus Spanien und
Griechenland fachlich austauschen.

„Unsere Arbeitsweise war von Anfang an praxisorientiert", sagt Victoria-
Luise Batury, Koordinatorin des H-Com Projektes auf deutscher Seite. So
wurden in den vergangenen beiden Jahren im Projekt unter anderem
europaweit existierende Programme zur Arzt-Patienten-Kommunikation
systematisch erfasst und in einer Online-Datenbank auf www.h-com.eu
veröffentlicht. Darüber hinaus fanden in allen beteiligten Ländern
moderierte Gruppendiskussionen mit Ärzten, Patienten und weiteren Experten
aus dem Gesundheitswesen zur Identifikation von Problemfeldern der Arzt-
Patienten-Kommunikation statt. An einer europaweiten Online-Umfrage zum
Thema haben sich mehr als 700 Personen beteiligt. Eine systematische
Literaturrecherche in den wichtigsten Datenbanken mündete in einem
ausführlichen Überblick, der ebenfalls über die Website einsehbar ist.
„All das war für uns die Grundlage, um ein europaweit einsetzbares
Workshop-Programm zu entwickeln", fügt Prof. Hendrik Berth, Leiter des
deutschsprachigen H-Com Projekts, hinzu.

Und die ersten Reaktionen auf das Programm klingen ermutigend: „Ich finde
es sehr schön, dass man sich europaweit darum bemüht, die medizinische
Versorgung wieder mehr patientenzentriert zu gestalten." (Elena Nikitin,
Medizinstudentin im 10. Fachsemester, Workshopteilnehmerin auf Teneriffa)

„Wir finden es toll, dass nicht nur Mediziner dabei sind, sondern ein
interdisziplinärer Austausch stattfindet.“ (Josell Loreto, Studentin der
Soziologie und Psychologie im 6. Fachsemester, Workshopteilnehmerin auf
Teneriffa)

Die Anerkennung als ärztlichen Fortbildungsveranstaltung ist bei der
Sächsischen Landesärztekammer beantragt. Das Online-Training mit allen
Materialien zum Kommunikationsworkshop ist unter folgender Adresse
abrufbar: https://elearning.h-com.eu