Welt-Pneumonie-Tag am 12. November: „Die Folgen einer Lungenentzündung werden unterschätzt!"
Mehr als 650.000 Menschen erkranken jährlich an einer Lungenentzündung –
alleine in Deutschland. Vor allem für Kinder unter fünf Jahren und ältere
Menschen kann das tödlich enden. „Noch immer unterschätzen Betroffene die
Folgen einer Lungenentzündung“, sagt Dr. Anja Kwetkat (Foto), Direktorin
der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der
Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).
Pneumokokken sind die häufigsten Erreger. „Dabei kann eine rechtzeitige
Impfung Leben retten – in jedem Alter“, so Kwetkat. Deshalb unterstützt
die Arbeitsgruppe Impfen der DGG den Welt-Pneumonie-Tag der International
Federation on Ageing (IFA) am 12. November.
„Wir laden Mediziner und Bürger ein, gerade am Aktionstag über die
positiven Auswirkungen einer Impfung aufzuklären. So können wir viele
Leben retten.“
Die IFA lädt alle Interessierten dazu ein, vorbereitete Kurznachrichten
zum Thema Pneumonie über die sozialen Netzwerke zu teilen. „Wir
unterstützen diese Idee, weil wir so auf unkomplizierte Weise weite Teile
der Bevölkerung erreichen und zukünftig mehr Menschen durch eine passende
Impfung schützen können“, so Kwetkat. Damit der Arbeitsaufwand so gering
wie möglich bleibt, hat die IFA einen Social-Media-Kalender
zusammengestellt. Verwenden Sie die fertigen Textvorlagen, Links und
Bilder, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Nutzen Sie zum Teilen Ihrer
Nachrichten die Hashtags #WorldPneumoniaDay und #VaccinesWork sowie die
Markierungen @IntFedAgeing zusammen mit @Vaccines4Life.
Gegen Pneumonien: Impfempfehlungen für ältere Menschen ergänzt
In den vergangenen Jahren hat die Arbeitsgruppe Impfen der DGG die STIKO-
Empfehlungen um spezifische Empfehlungen speziell für ältere Menschen
ergänzt. „Es wurde lange Zeit nur ungenügend darauf eingegangen, dass das
Immunsystem alter Patienten anders auf Impfungen reagiert, als bei
jüngeren Patienten“, sagt Dr. Anja Kwetkat. Die Kenntnisse zur
Immunseneszenz bei Hochaltrigen und Senioren mit Multimorbidität sollten
immer in den Impfempfehlungen berücksichtigt werden. „Influenza-und
Pneumokokkenimpfung sind ein starkes Team gegen Pneumonien“, sagt Kwetkat.
Gerade jetzt zum Start der Grippesaison solle der Impfstatus von Patienten
nochmals grundsätzlich geprüft werden. „Es ist die passende Gelegenheit,
bestehende Impflücken zu schließen. Hier sind sowohl Hausärzte als auch
Patienten in der Pflicht“, so Kwetkat.
Die AG Impfen der DGG hat die aktuellen Impfempfehlungen der STIKO für den
Jahreswechsel 2018/2019 speziell für ältere Menschen als PDF-Datei
zusammengestellt und mit geriatriespezifischen Informationen ergänzt.
