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Hochschule Trier erforscht Strukturen zur Regeneration von Nerven

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Insbesondere bei der Heilung von Verletzungen des Rückenmarks ist das
Wachstum von neu gebildeten Nervenfasern nicht ausreichend, um eine
funktionelle Überbrückung der Verletzung zu ermöglichen.

Abhilfe sollen hier Mikrofasern bieten, die als Leitstruktur die
Regeneration der Nervenfasern über die Verletzung hinweg ermöglichen
sollen. Hierzu wurden Mikrofasern entwickelt, die mit leitfähigen
Kunststoffen beschichtet sind. Erste Ergebnisse in Zellkulturen zeigen wie
Nervenfasern entlang dieser Mikrofasern gerichtet wachsen.

Im Rahmen der Forschungsarbeiten an der Hochschule Trier arbeitet Prof.
Hernández zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Klaus Peter Koch (Studiengangleiter
Medizintechnik) an der elektrischen und elektrochemischen
Charakterisierung dieser Mikrofasern. Prof. Koch arbeitet seit über 20
Jahren auf dem Gebiet implantierbarer Mikroelektroden für
elektrophysiologische Anwendungen und hat in dieser Zeit zusammen mit
seinem Team spezielle Messtechniken zur Charakterisierung von
Mikroelektroden entwickelt. Die Ergebnisse des halbjährigen
Forschungsaufenthalts von Prof. Hernández sollen zur Optimierung der
Mikrofasern eingesetzt werden, um diese in Kooperation mit
Forschungspartnern der Universität des Saarlandes in Homburg im
praktischen Einsatz weiter zu erforschen. Mit diesen Forschungsarbeiten
könnten sich neue Perspektiven in der Behandlung von
Rückenmarksverletzungen ergeben.