Schmerz im Diskurs zwischen Medizin, Psychologie und Theologie
Heinrich Bedford-Strohm und die Universitäten Bamberg sowie Würzburg
stellen interdisziplinären Promotionsschwerpunkt vor
Bei psychischen und körperlichen Schmerzen suchen die meisten Menschen
medizinische Hilfe. Chronischer Schmerz kann aber auch zu Sinnfragen und
Selbstzweifeln führen, wodurch eine theologische Perspektive eröffnet
wird. An dieser Schnittstelle arbeiten Medizin, Psychologie und
evangelische Theologie im Promotionsschwerpunkt „Resilienzfaktoren in der
Schmerzverarbeitung“ zusammen. Ermöglicht und gefördert wird der
Schwerpunkt vom Evangelischen Studienwerk Villigst, dem
Begabtenförderungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland. Die
Universitäten Bamberg und Würzburg erforschen hierbei gemeinsam und
interdisziplinär den Schmerz. Der Promotionsschwerpunkt wird am
Donnerstag, den 10. Januar 2019, von 14 bis 18.30 Uhr der Öffentlichkeit
vorgestellt. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und ehemaliger Professor an der
Universität Bamberg, wird bei der Festveranstaltung Denkanstöße aus
christlicher Perspektive geben. Die Veranstaltung findet in Raum U2/00.25
statt, An der Universität 2, Bamberg.
Die weiteren Veranstaltungsvorträge betrachten den Schmerz aus
medizinischer, psychologischer und theologischer Sicht. Die Bandbreite
reicht von: „Placebo und Nocebo-Effekte – Dr. Jekyll und Mr. Hyde in der
Schmerztherapie“ bis hin zu: „Sinnloser Sinn. Religiöse Deutung und
medizinische Erklärung von Krankheit und Schmerz“. Außerdem stellen vier
Stipendiatinnen ihre Doktorarbeiten vor, die sie im Promotionsschwerpunkt
„Resilienzfaktoren in der Schmerzverarbeitung“ schreiben. Ihren Arbeiten
liegt die Frage zugrunde, ob es Faktoren gibt, die sich positiv auf die
Gesundheit auswirken und die Entstehung von Schmerzerkrankungen
verhindern. Mögliche positive Faktoren könnten genügend Schlaf oder
Optimismus sein. Auch eine religiöse Deutung des eigenen Lebens kann zu
einem veränderten Umgang mit Schmerz beitragen.
Weitere Informationen unter: www.uni-bamberg.de/physiolpsyc
/resilienzfaktoren-in-der-schm
