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Wie Ernährung unsere Gesundheit beeinflusst

Prof. Dr. Dorothea Portius von der SRH Hochschule für Gesundheit mit
Erfolgsgeschichte aus ihrer Praxistätigkeit zu Gast bei „MDR um 11“.

„Die Ernährung hat großen Einfluss auf unsere Lebensqualität und unser
Energielevel. Wachstum, Entwicklung und Leistungsfähigkeit können durch
gesundheitsförderndes Essen und Trinken ebenso gezielt unterstützt werden
wie das allgemeine psychische und physische Befinden. Wie stark dieser
Einfluss ist, sehe ich regelmäßig bei meinen Patient:innen. Auch wenn der
Anfang schwer ist, so verspüren sie bereits nach 2 bis 3 Monaten mehr
Energie und können ihre Medikamentendosis reduzieren oder sogar absetzen“,
schildert Prof. Dr. Dorothea Portius, praktizierende Ernährungstherapeutin
und Studiengangsleiterin im Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und
-beratung an der SRH Hochschule für Gesundheit am Campus Gera.

In der Sendung „MDR um 11“ wird am 16. Februar 2022 ein Beitrag über eine
ihrer Patient:innen ausgestrahlt. Die Patientin kam mit Übergewicht,
Bluthochdruck und starken Refluxbeschwerden. Innerhalb eines halben Jahres
konnte sie ihre Blutdrucktabletten auf eine minimale Dosis reduzieren.
Zudem waren ihre Refluxbeschwerden verschwunden, sie hatte mehr Energie
und musste ihren Kleiderschrank aufgrund von erheblicher Gewichtsabnahme
komplett neu bestücken. Diese Erfolgsgeschichte zeigt, wie die eigene
Gesundheit und das Energielevel davon abhängen, was man in den Körper gibt
und wie man ihn behandelt.

Ihr Wissen darüber gibt Prof. Dr. Dorothea Portius auch als Professorin an
der SRH Hochschule für Gesundheit an angehende Ernährungsberater:innen und
Ernährungstherapeut:innen weiter. Studierende lernen im NC-freien
Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung an den Campus in
Gera und Rheinland in Leverkusen alles rund um die Zusammensetzung und
Wirkungsweise unserer Ernährung. Dabei wird von Anfang an nicht nur
medizinisches und ernährungstherapeutisches Fachwissen sowie
Methodenkompetenz vermittelt, sondern auch mit zahlreichen praxisnahen
Projekten wissenschaftlich fundiert und durchdacht der Weg für die Arbeit
als Ernährungstherapeut:in geebnet. Damit sind die Studierenden nach ihrem
Abschluss in der Lage, ernährungsbedingte Krankheiten zu erkennen, zu
verstehen und zu behandeln.

Einen besonderen Fokus auf das Thema Ernährung legt die SRH Hochschule für
Gesundheit, die ihr 15-jähriges Bestehen 2022 mit dem Themenjahr „365 Tage
Leidenschaft für Gesundheit“ feiert, im März. Der Monat wird ganz unter
dem Motto „Food and Mood: Wie Ernährung unser Wohlbefinden beeinflusst“
stehen. Zahlreiche Veranstaltungen hierzu sind geplant.

Sie möchten mehr zum Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung
sowie zu geplanten Aktionen erfahren?

Interessierte können sich bereits jetzt den Gesundheitsdenkertag am 27.
April 2022 vormerken.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/dorothea-portius/

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Erfolgreiches Pilot-Projekt: Intelligente High-Tech-Roboter bestehen Praxis-Test als Pflege-Assistenten im Klinikalltag

Roboter, die das Gepäck von Reha-Gästen direkt aufs Zimmer bringen, intelligente Rollatoren, die Klinikpatienten zum Bluttest oder zur nächsten Behandlung begleiten und High-Tech-Roboterarme, die nach einer Operation bei pflegerischen Tätigkeiten assistieren: Was heute noch nach Science-Fiction klingt, könnte nach Meinung von Experten bereits in fünf Jahren Wirklichkeit sein. In einem groß angelegten, rund dreijährigen Pilotprojekt haben Roboter-Hersteller und Spezialisten für Künstliche Intelligenz jetzt den Praxiseinsatz erprobt. Modernste Robotertechnik kam im Alltag einer echten Klinik, der Johannesbad Fachklinik Saarschleife in Mettlach, mit realen Patienten und Mitarbeitern zum Einsatz.


Die Interaktion zwischen Mensch und Technik war der Fokus des Projekts "Intuitiv", das das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund zwei Millionen Euro förderte und finanzierte. Das Fazit fällt äußerst positiv aus: "Wir haben festgestellt, dass Patienten und Mitarbeitende der Klinik sehr begeistert auf unsere robotischen Systeme reagiert haben", sagt Karsten Bohlmann, einer der Koordinatoren.
 
An dem komplexen Forschungsprojekt arbeiteten verschiedene Unternehmen mit: unter anderem ek robotics, ein Hersteller und Systemintegrator von High-Tech-Transportrobotik, Gestalt Robotics, ein Dienstleister für Industrieautomatisierung sowie Human Factors Consult, ein Gestaltungs- und Auslegungsspezialist von technischen Systemen und Softwareschnittstellen. Die Johannesbad Fachklinik Saarschleife stellte die Versuchsumgebung sowie die freiwilligen Probanden für die Praxis-Anwendung. "Aus der Praxis heraus haben sich drei Anwendungsbereiche ergeben, in denen wir das Pflegepersonal entlasten könnten", sagt Dr. Rolf Mayer. Der langjährige Chefarzt der Orthopädie betreute das Projekt auf Seiten der Klinik. 
 
Ein speziell entwickelter Transport-Roboter begleitete als intelligenter "Kofferträger" die Gäste nach dem Check-In ins Zimmer. Ein zweiter Roboter, ein computergesteuerter, autonomer Rollator, holte Patienten ab und begleitete sie zu den Therapien und Sprechstunden innerhalb des Hauses. Zudem assistierte ein Roboter-Arm bei pflegerischen Tätigkeiten. Das Ziel des Projekts: ein vertrauensvolles Miteinander von Roboter und Mensch zu testen, um zukünftig einen Roboter-Einsatz in Pflegeeinrichtungen etablieren zu können. "Kommunikation und Interaktion sind dafür die zentralen Elemente", sagt Karsten Bohlmann. 
 
Die Herausforderung ist dabei außerordentlich komplex: In der sozialen Interaktion der Roboter mit den Patienten im Alltag spielten Faktoren wie die Dynamik der Annäherung, die Erkennung, das Vergleichen von Personen und auch das Verstehen der Umgebung eine große Rolle. Als Teil des Projekts entstand eine Plattform für sozial-intelligente Assistenten: "Inhaltlich ging es darum, dass abstrakte Forschung in die Praxis und, in unserem Fall, an den Patienten bestmöglichst herangebracht wird, was im Bereich der Anwendungsforschung nicht selbstverständlich ist", sagt Dr. Mayer. 
 
Das Feedback der Patienten auf die automatischen Helfer war außerordentlich positiv: "Das hat sehr gut funktioniert und für mich war das ein ganz tolles Erlebnis", sagte einer der Probanden. "Unsere Vision ist es nun, diese technischen Systeme zu realen Produkten weiterzuentwickeln, die die Menschen in ihrem Alltagsleben unterstützen", sagt Projektkoordinator Bohlmann. Er sieht einen tatsächlichen Klinik-Einsatz von Transport- und Assistenzrobotern wie dem autonomen Rollator in Deutschland bereits in ein paar Jahren - im Zeitfenster zwischen 2025 und 2030 - als realistisch an. 
 
Dennoch sind die High-Tech-Roboter, die in der Johannesbad Fachklinik zum Einsatz kamen, Prototypen und noch nicht serienreif, wie Bohlmann verdeutlicht. Neben der technischen Weiterentwicklung wollen die Experten die Mensch-Roboter-Interaktion weiter optimieren. Denn die Menschen sollten sich mit den Robotern schließlich "anfreunden" und sich mit diesen "wohlfühlen". Die Ergebnisse aus dem Praxistest liefern dafür eine wertvolle Grundlage. 
 
In einem Video geben die Initiatoren des Projekts einen Einblick in ihre Arbeit vor Ort in der Johannesbad Fachklinik Saarschleife, es ist abrufbar unter https://youtu.be/sOrkS3uKwpg
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Uniklinikum Würzburg: Antiinfektiva-App als neue Informationsplattform

Mit einer eigenentwickelten Web-App können die Ärztinnen und Ärzte des
Uniklinikums Würzburg jetzt von ihren Smartphones und Tablets aus schnell
und unkompliziert auf die beim Einsatz von Antiinfektiva geltenden
Standards zugreifen.

„Um Antiinfektiva, also zum Beispiel Antibiotika, verantwortungsvoll
einsetzen zu können, müssen die verschreibenden Ärztinnen und Ärzte
möglichst schnell und unkompliziert über die hierbei aktuell geltenden
Standards informiert werden“, sagt Dr. Güzin Surat.
Als Antimicrobial-Stewardship (AMS)-Beauftragte strebt sie am Uniklinikum
Würzburg (UKW) danach, die Qualität der Antiinfektiva-Behandlung zu
sichern und – wo erforderlich – zu verbessern.

Auf Initiative der Arbeitsgruppe AMS des UKW und als weiterer Schritt auf
diesem Weg entwickelte das Servicezentrum Medizin-Informatik (SMI) des UKW
in einem zweijährigen Prozess eine Antiinfektiva-Web-App, die nun in die
Anwendung ging.
Seit Anfang Februar dieses Jahres finden alle Ärztinnen und Ärzte des UKW
auf ihren Dienst-Smartphones und -tablets ein Icon, das mit einer für
mobile Endgeräte optimierten Webseite verknüpft. „Hierüber haben sie
Zugriff auf alle Antiinfektiva-Standards des UKW in immer neuester
Version“, schildert Philipp Leßnau, der am SMI für die Programmierung
dieses digitalen Angebots zuständig ist. Weiterhin ersetzt die Webseite
auch das bisherige Dokumentenlenkungssystem im Bereich der AMS.

Kommunikationskanal und Schulungsmedium

„Das Medium ist allerdings weit mehr als ein digitales Nachschlagewerk und
Qualitätsmanagement-Instrument“, betont Dr. Surat. So dient die Anwendung
nach ihren Worten auch als Kommunikationskanal, der die Nutzerinnen und
Nutzer mit aktuellen Meldungen und monatlichen Tipps übersichtlich und
bequem auf dem aktuellen Stand hält. In Zukunft soll über die App auch ein
direkter Austausch – zum Beispiel über relevante mikrobiologische Befunde
– mit dem AMS-Team des UKW möglich sein.
Als weitere Funktion ist ein Antiinfektiva-Quiz geplant, das auf eine
spielerische Wissensvermittlung abzielt.
„Im Moment sammeln wir Praxiserfahrungen mit dem zunächst auf das UKW
beschränkten Einsatz“, erläutert Philipp Leßnau und fährt fort: „Es ist
aber geplant, das Angebot auch auf das regionale AMS-Kliniknetzwerk
auszurollen.“ Bei diesem Netzwerk berät und schult die Arbeitsgruppe AMS
des Uniklinikums auf Basis von Kooperationsverträgen andere Krankenhäuser
in Mainfranken zu den Themen der Antimicrobial Stewardship.

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Herzinfarkt-Verdacht: Jede Minute zählt! Keine Scheu vor dem Notruf 112

Kardiologen warnen: Bei Verdacht auf Herzinfarkt oder andere Herznotfälle
wie Herzstillstand niemals zögern, sondern sofort den Notruf 112 absetzen.
Besondere Aufmerksamkeit für Herzereignisse auch nach überstandener
Covid-19-Infektion geboten

Der Herzinfarkt ist weiterhin eine der häufigsten Todesursachen. Dabei
müsste dank der notfallmedizinischen und kardiologischen Infrastruktur
hierzulande niemand mehr am Herzinfarkt sterben. Dennoch: Bundesweit
starben im Jahr 2020 über 44.500 Menschen am Herzinfarkt. Rund 30 Prozent
der Herzinfarktpatienten versterben außerhalb der Klinik, auch weil sie zu
spät oder gar nicht den Notarzt (112) alarmieren. „Bei Herzinfarkt-
Verdacht zögern immer noch viele Betroffene davor, den lebensrettenden
Notruf 112 abzusetzen, häufig aus Scheu vor dem Rettungswagen vor der
eigenen Haustür oder weil sie die Symptome nicht ihrem Herz richtig
zuordnen“, berichtet der Kardiologe Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Ein Herzinfarkt kann
jederzeit in bösartige Herzrhythmusstörungen („Kammerflimmern“) übergehen:
die Pumpfunktion des nur noch flimmernden Herzmuskels kommt zum Erliegen,
der Patient verstirbt innerhalb weniger Minuten am plötzlichen Herztod.
Ebenso kann durch den Infarkt ein größerer Teil des Herzmuskels
irreparabel zerstört werden und der Patient entwickelt dadurch akut oder
auch langfristig eine Herzschwäche. „Beim Herzinfarkt zählt deshalb jede
Minute nach dem Prinzip: Zeit ist Herzmuskel. Deshalb ist bei Verdacht auf
Herzinfarkt sofort der Rettungsdienst mit der Notrufnummer 112 zu
alarmieren“, betont Voigtländer. Das gelte übrigens auch bei anderen
Herznotfällen wie eine akut entgleiste Herzschwäche oder lebensbedrohliche
Herzrhythmusstörungen. Anlässlich des „Europäischen Tag des Notrufs 112“
bietet die Herzstiftung zur Ersten Hilfe bei Herzinfarkt und
Herzstillstand Informationen an unter www.herzstiftung.de/herznotfall-
verhalten Ein kostenfreies Herznotfall-Set kann unter www.herzstiftung.de
/herznotfall-set bestellt werden.

Im Zuge der Covid-19-Pandemie kann es auch nach überstandener
Covid-19-Erkrankung – auch bei nicht-hospitalisierten Covid-Patienten und
Covid-Patienten ohne Vorerkrankungen - zu einer höheren Rate an
kardiovaskulären Ereignissen kommen. Darauf deuten erste Hinweise einer
aktuellen US-Studie anhand von Daten aus den Pandemiewellen vor den Delta-
und Omikron-Varianten von SARS-CoV-2 hin. Zu den erfassten Herzeignissen
zählten u. a. Herzinfarkt, Schlaganfall, akute Herzmuskelschwäche,
Herzentzündungen und Herzrhythmusstörungen (1). „Wer eine
Coronaviruserkrankung hinter sich hat, sollte daher aufmerksamer für
mögliche Herzereignisse sein“, rät der Ärztliche Direktor des Agaplesion
Bethanien-Krankenhauses und Kardiologe am Cardioangiologischen Centrum
Bethanien (CCB) Frankfurt am Main.

Herzinfarkt-Verdacht: auf diese Warnzeichen achten!
Typische Herzinfarkt-Symptome sind insbesondere plötzlich einsetzende
starke Schmerzen, die länger als fünf Minuten anhalten und sich in Ruhe
nicht bessern (häufig: kalter Schweiß, Blässe, Übelkeit, Atemnot, Unruhe
und Angst). Die Schmerzen sind überwiegend im Brustkorb, häufig hinter dem
Brustbein, bisweilen auch nur im Rücken zwischen den Schulterblättern oder
im Oberbauch. Die Schmerzen können in den Arm, den Hals oder Kiefer
ausstrahlen. Mehr Infos zu den Herzinfarkt-Schmerzorten sind abrufbar
unter: www.herzstiftung.de/herzinfarkt-anzeichen

Herzstillstand: Was tun, wenn das Herz versagt?
Jederzeit kann es passieren – zu Hause, am Arbeitsplatz oder auf der
Straße: ein Familienmitglied, eine Kollegin oder Kollege bricht plötzlich
zusammen, liegt bewusstlos am Boden und atmet nicht mehr. Ein
Herzstillstand mit Herzkreislaufversagen könnte mit großer
Wahrscheinlichkeit der Grund sein und erfordert sofortiges Handeln. Ein
Herzstillstand führt innerhalb weniger Minuten zum plötzlichen Herztod,
wenn nicht sofort ein Notarzt (112) gerufen und mit
Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird. „Je schneller mit der
Wiederbelebung durch Herzdruckmassage begonnen wird, desto größer ist die
Chance, dass der Patient überlebt“, betont Voigtländer. Was Ersthelfer als
Zeugen eines Herzstillstands unbedingt nach dem Prinzip der Vier-Schritte-
Regel

1. Prüfen (Bewusstlosigkeit und Atmung)
2. Rufen (Notruf 112)
3. Drücken (Herzdruckmassage)
4. Schocken (AED-Anwendung)

tun müssen, erläutert die Herzstiftung unter
www.herzstiftung.de/wiederbelebung „Jedes Jahr in Deutschland sterben etwa
65.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Umso wichtiger ist deshalb, dass
jeder weiß, wie man richtig wiederbelebt, um so mit Hilfe der
Herzdruckmassage das Überleben des Patienten bis zum Eintreffen des
Notarztes zu sichern.“
Die Deutsche Herzstiftung appelliert deshalb an alle Menschen,
insbesondere an Herzpatienten und Menschen mit Vorbelastung für
Herzinfarkt und andere Herzkrankheiten, bei Verdacht auf Herzinfarkt
sofort den Notruf 112 abzusetzen.

Literatur
(1) Xie, Y. et al., Long-term cardiovascular outcomes of COVID-19, in:
Nature Medicine, https://doi.org/10.1038/s41591-022-01689-3


Service: Ratgeber, Notfall-Set, App zum Herznotfall
Ein Notfallset mit dem Ratgeber „Was tun im Notfall?“ und zwei
Notfallkärtchen fürs Portemonnaie mit Darstellungen der Herzinfarkt-
Alarmzeichen und Erläuterungen zur Laien-Reanimation bietet die
Herzstiftung kostenfrei unter Tel. 069 955128400 oder unter
www.herzstiftung.de/herznotfall-set an.  (Collage: DHS)

Die Herzinfarkt-Alarmzeichen sind abrufbar unter: www.herzstiftung.de
/herzinfarkt-anzeichen

Wie man sich bei Herzinfarkt richtig verhält, wie die Herzdruckmassage
funktioniert und sein persönliches Herzinfarkt-Risikoprofil ermittelt,
zeigt die neue Lebensretter-App der Herzstiftung, die kostenlos über
www.herzstiftung.de/app heruntergeladen werden kann.

Die Schlaganfall-Warnzeichen, bei denen auch sofort der Notarzt (112) zu
alarmieren ist, sind abrufbar unter www.herzstiftung.de/schlaganfall


Zusatz-Information: Bei diesen Warnzeichen für eine Herzerkrankung sofort
zum Arzt!
Generell sollten Betroffene bei den folgenden Warnzeichen umgehend zum
Internisten oder Kardiologen. Sie können untersuchen, ob z. B. eine
Herzrhythmusstörung als Folge einer koronaren Herzkrankheit (die
Grunderkrankung des Herzinfarkts), oder andere Herzerkrankungen wie
Herzklappenerkrankungen oder eine Herzschwäche vorliegt. Unbehandelt
können diese Erkrankungen zu schwerwiegenden, auch notfallmäßigen,
Komplikationen führen:

- Schmerzen oder ein unangenehmes Engegefühl im Brustkorb (Angina
pectoris) und/oder Luftnot
- Herzrasen mit Einschränkung der Belastbarkeit
- Hartnäckiges Herzstolpern
- Kurze Bewusstlosigkeiten (Synkopen)
- Schwindelanfälle, drohende Bewusstlosigkeiten

Diese Beschwerden können Warnzeichen auch für mehrere Herzerkrankungen
zugleich sein. „Angina pectoris-Beschwerden können Vorboten für eine
fortgeschrittene Herzkranzgefäßverengung bis hin zum Herzinfarkt sein,
aber auch Anzeichen einer operationsbedürftigen Herzklappeninsuffizienz“,
erläutert Voigtländer. Auch Atemnot und Leistungsschwäche sind, wie der
Herzspezialist betont, typische Symptome für eine Herzschwäche oder eine
andere Herzproblematik wie Herzklappenerkrankung oder aber Vorhofflimmern.
Kurze Synkopen können ein harmloses neurologisches Problem, aber auch
Vorboten einer bösartigen Herzrhythmusstörung (Kammerflimmern) sein.
„Deshalb sollte man bei diesen Symptomen einen Facharzt aufsuchen“, rät
Voigtländer.

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