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Deutscher Lebertag: Ausrichter fordern Aufnahme von Leberwerten in Gesundheitsuntersuchungen

Lebererkrankungen sind häufig, doch es gibt relativ wenige Frühdiagnosen.
Experten fordern schon seit einigen Jahren die Etablierung strukturierter
Früherkennungsprogramme für infektiöse und nicht-infektiöse
Lebererkrankungen. Die Ausrichter des 21. Deutschen Lebertages am 20.
November 2020 – Gastro-Liga e. V., Deutsche Leberhilfe e. V. und Deutsche
Leberstiftung – betonen mit dem Motto: „Check-up für die Leber“ die
Notwendigkeit, bei Gesundheitsuntersuchungen (früher bekannt unter dem
Begriff „Check-up 35“) auch die Leber-Blutwerte zu erheben und das
Screening auf Hepatitis B und auf Hepatitis C zu integrieren.

Im Vorfeld des Lebertages kündigen die Ausrichter außerdem zwei
kostenfreie Telefonaktionen an, bei denen Leber-Experten die individuellen
Anrufer-Fragen zu Leber und Lebererkrankungen beantworten werden.

„Vorbeugen ist besser als heilen“ lautet ein Sprichwort des Arztes
Christoph Wilhelm Hufeland (1762 – 1836). Bereits damals betonte Hufeland
die besondere Bedeutung der Prävention als Baustein in der Medizin. Sein
Sprichwort ist noch immer aktuell – speziell bei Lebererkrankungen – und
unter Berücksichtigung der heutigen diagnostischen Möglichkeiten könnte
das Sprichwort auch abgewandelt werden in: „Früherkennung ermöglicht
besseres Heilen“.

Weltweit stellen Lebererkrankungen eines der größten Gesundheitsprobleme
dar und gehören zu den häufigsten Todesursachen. Allein in Deutschland
gibt es schätzungsweise mindestens fünf Millionen Leberkranke. Die
Ursachen für Lebererkrankungen sind vielfältig: Häufigste Ursache für eine
Leberentzündung ist die Fettleber durch Übergewicht, Diabetes mellitus
oder Alkohol, gefolgt von Virusinfektionen. Die Virushepatitis ist eine
durch Viren verursachte akute Leberentzündung. Abhängig vom Virustyp
unterscheidet man derzeit Hepatitis A, B, C, D und E. Aktuelle Daten (Juli
2019) des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen, dass in Deutschland die
Anzahl der gemeldeten Infektionen zu allen fünf Virustypen in den
vergangenen Jahren angestiegen sind.

Alle Lebererkrankungen haben eine tückische Gemeinsamkeit: Die Leber ist –
im Gegensatz zu anderen Organen – nahezu schmerzunempfindlich. Häufig
verlaufen Lebererkrankungen über einen langen Zeitraum symptomarm und
werden erst in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium entdeckt, wenn
zum Beispiel bereits eine Zirrhose vorliegt, die im weiteren Verlauf auch
Leberzellkrebs (Hepatozelluläres Karzinom, HCC) verursachen kann.

Mit dem Motto ‘Check-up für die Leber‘ unterstützen die Ausrichter des 21.
Deutschen Lebertages die langjährige Forderung, in Deutschland Screening-
Programme zu etablieren, die auf die Früherkennung von Lebererkrankungen
abzielen. Dazu gehört die Forderung, anlässlich der
Gesundheitsuntersuchung für Erwachsene die Überprüfung der Blut-Leberwerte
(beispielsweise GPT oder auch ALT genannt) vorzunehmen. Wenn der GPT-Wert
erhöht ist, kann das auf verschiedene Lebererkrankungen hinweisen. „Die
Gesundheitsuntersuchungen können von gesetzlich Versicherten ab dem
vollendeten 35. Lebensjahr alle drei Jahre in Anspruch genommen werden,
enthalten aber aktuell nicht den GPT-Test“, erklärt Professor Dr. Michael
P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung, und ergänzt:
„Jeder erhöhte Leberwert muss dann hinsichtlich seiner Ursache abgeklärt
werden. Damit könnten viele Lebererkrankungen erkannt werden. Nur eine
frühzeitige Diagnose und anschließende Behandlung nach aktuellen Standards
optimiert die Behandlungschancen. Ein Beispiel erfolgreicher Behandlung
von Lebererkrankungen sind die Therapieerfolge bei Hepatitis C. So ist es
bereits zu einem starken Rückgang von Lebertransplantationen bei
Hepatitis-C-bedingten Erkrankungen gekommen. Spender-Organe, die geheilte
Hepatitis-C-Patienten nicht mehr benötigen, können jetzt Patienten mit
schweren anderen Lebererkrankungen zur Verfügung stehen.“

Ein erster Erfolg für die Bemühungen, die Leber bei der
Gesundheitsuntersuchung zu berücksichtigen, ist die diskutierte Aufnahme
der Screenings auf Hepatitis B und Hepatitis C, die sich aktuell im
Beratungsverfahren des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), dem höchsten
Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen
Gesundheitswesen, befinden. Hier geht es um die Tests auf HBs-Antigen und
Anti-HCV, um festzustellen, ob eine Hepatitis B- oder
Hepatitis-C-Virusinfektion vorliegt. Experten bewerten die Chancen
positiv, dass die Labortests auf Hepatitis B und Hepatitis C zeitnah in
die Gesundheitsuntersuchung als Präventionsleistung aufgenommen werden.
Dies wird als wichtige Voraussetzung gesehen, das im Jahr 2016 von der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebene Ziel zu erreichen, Hepatitis
B und Hepatitis C bis 2030 weltweit zu eliminieren. Auch die deutsche
Bundesregierung hat sich 2016 zu einer strategischen Neuausrichtung
verpflichtet und beschloss die Strategie „BIS 2030“ – zur „Eindämmung von
HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen“.

Theoretisch könnte das angestrebte Ziel einer Eliminierung von Hepatitis B
und Hepatitis C erreicht werden – vorausgesetzt, die Erkrankten werden
beim Screening identifiziert: Als Therapie gegen eine chronische Hepatitis
B können wirksame Medikamente verordnet werden, mit denen bei fast jedem
Patienten eine Viruskontrolle erreicht werden kann. Eine Impfung, die von
der WHO seit 1992 empfohlen wird, schützt vor Hepatitis B – und
gleichzeitig auch vor Hepatitis D (delta), da diese Erkrankung nur mit
einer Hepatitis B gemeinsam vorkommen kann. Eine Impfung gegen das
Hepatitis-C-Virus existiert zwar nicht, aber seit 2014 sind in Deutschland
zahlreiche Medikamente zur Behandlung der chronischen Hepatitis C
zugelassen, die direkt in den Vermehrungszyklus des Virus eingreifen
(sogenannte DAAs – Direct Acting Antiviral Agents). Mit diesen
Medikamenten kann die chronische Hepatitis C bei fast allen Patienten in
kurzer Zeit und nahezu nebenwirkungsfrei geheilt werden. Frühere
Hepatitis-C-Therapien mit Interferonen hatten mehr Nebenwirkungen und
führten im Erfolgsfall zwar auch zur Heilung, erreichten dieses Ziel aber
deutlich seltener.

Auch für die frühzeitige Entdeckung der Volkskrankheit nicht-alkoholische
Fettlebererkrankung (Non-Alcoholic Fatty Liver Disease, NAFLD), der
häufigsten Lebererkrankung in westlichen Ländern, fordern viele Mediziner
ein Screening als Bestandteil der Gesundheitsuntersuchung. Die Leber hat
enorme Regenerations-fähigkeiten: Beispielsweise ist eine Fettleber in der
Lage, sich vollständig zu erholen, wenn die Diagnose frühzeitig erfolgt,
damit die Entstehungsursachen rechtzeitig ausgeschaltet werden können.
Dann können auch eine Fettleberentzündung und eventuelle Spätfolgen wie
Leberzirrhose und Leberzellkrebs vermieden werden.

Details zu den Lebertag-Telefonaktionen

Bei den großen Telefonaktionen im Rahmen des Deutschen Lebertages
beantworten drei erfahrene Ärzte alle Anrufer-Fragen rund um die Themen
Leber, Lebergesundheit und Lebererkrankungen.

Am Mittwoch, 4. November 2020, und am Mittwoch, 18. November 2020, sind
die Leber-Spezialisten jeweils von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr unter der
kostenfreien Telefonnummer 0800 666 39 22 für jeden Interessierten und
Betroffenen erreichbar.

Mit diesem Angebot möchten die Ausrichter des 20. Deutschen Lebertages
dazu beitragen, dass das lebenswichtige Organ und seine Erkrankungen mehr
öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Sie weisen gleichzeitig darauf hin,
dass die Beratungsgespräche am Telefon keinen persönlichen Arztbesuch und
keine individuelle Diagnose ersetzen.

Diese Leber-Experten stehen als Ansprechpartner bei der ersten Lebertag-
Telefonaktion am 4. November 2020 von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr bereit:

Dr. med. Julia Benckert, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Priv. Doz. Dr. med. Anton Gillessen, Herz-Jesu-Krankenhaus Münster
Prof. (apl.) Dr. med. Uta Merle, Universitätsklinikum Heidelberg

Diese Leber-Experten stehen als Ansprechpartner bei der zweiten Lebertag-
Telefonaktion am 18. November 2020 von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr bereit:

Dr. med. Michael Nagel, Johannes-Gutenberg-Universitätsmedizin Mainz
Prof. Dr. med. Elke Roeb, Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Prof. Dr. med. Siegbert Rossol M.Sc., Krankenhaus Nordwest, Frankfurt am
Main

Mehr Infos zum 21. Deutschen Lebertag unter: http://www.lebertag.org

Alle Institutionen, die im Rahmen des Deutschen Lebertages mit einer
lokalen Veranstaltung aufklären und informieren möchten, werden von den
Ausrichtern bei der Pressearbeit und mit Veranstaltungsmaterialien
unterstützt. Informationen, Anmeldungen und Downloads unter
http://www.lebertag.org

Die Ausrichter des 21. Deutschen Lebertages am 20. November 2020:
Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten
von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des
Stoffwechsels und der Ernährung (Gastro-Liga) e. V.
Prof. Dr. Peter R. Galle, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats
Friedrich-List-Straße 13, 35398 Gießen
Tel 0641 – 97 48 10
<geschaeftsstelle@gastro-liga.de>
https://www.gastro-liga.de

Deutsche Leberhilfe e. V.
Prof. Dr. Christoph Sarrazin, Vorstandsvorsitzender
Krieler Straße 100, 50935 Köln
Tel 0221 – 28 29 980
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>
https://www.leberhilfe.org

Deutsche Leberstiftung
Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender
Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover
Tel 0511 – 532 6815
<presse@deutsche-leberstiftung.de>
https://www.deutsche-leberstiftung.de

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Universitätsklinikum Dresden erneut eines der besten Krankenhäuser Deutschlands

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden nimmt erneut einen
Spitzenplatz im Reigen deutscher Krankenhäuser ein. Auf der Klinikliste
des Nachrichtenmagazins „Focus“ erreicht das Klinikum Platz vier unter
Deutschlands Krankenhäusern und behält damit seine Spitzenposition.
Weiterhin ist das Uniklinikum erneut bestes Krankenhaus in Sachsen. Der am
heutigen Dienstag (20. Oktober) erscheinende Klinikwegweiser 2021 zeichnet
in diesem Rahmen elf Kliniken des Dresdner Uniklinikums für die
Behandlungsqualität bei 19 Krankheitsbildern mit der Spitzenkategorie „TOP
Nationales Krankenhaus“ aus – das sind drei Fachgebiete mehr als im
vergangenen Jahr.

„Wir sind sehr stolz, erneut einen Platz in der Spitzengruppe erreicht zu
haben und sehen die hervorragende Platzierung als Beweis und Wertschätzung
unserer kontinuierlich guten Arbeit zum Wohle der Patienten“, sagt der
Medizinische Vorstand des Dresdner Uniklinikums, Prof. Michael Albrecht.
Bereits zum neunten Mal hat der „Focus“ den Qualitätsvergleich deutscher
Krankenhäuser initiiert. Ein Rechercheteam des Magazins wertete dafür über
Monate eine Vielzahl unabhängiger Quellen aus. Dazu zählt eine Befragung
von Ärzten aus ganz Deutschland, die um ihre Klinik-Empfehlungen gebeten
wurden. Hinzu kommen Qualitätsberichte der Kliniken sowie
Patientenumfragen der Techniker Krankenkasse. Für die aktuelle Erhebung
wurden 40 Krankheitsbilder betrachtet – das sind zwölf mehr als im
vergangenen Jahr. Für jeden Fachbereich wurde eine Gewichtung der
Ergebnisse vorgenommen. Da nicht für alle Bereiche die gleichen Kriterien
herangezogen werden konnten, verschieben sich die Gewichtungen.
Insbesondere in den nichtchirurgischen Fächern entfielen aussagekräftige
Daten aus der externen Qualitätssicherung. In diesen Fächern wurde der
Reputation ein größeres Gewicht zugewiesen. Insgesamt stellte der „Focus“
1640 Kliniken in Deutschland auf den Prüfstand.

Die in dem Sonderheft „Focus Gesundheit“ komplett veröffentlichte
Bestenliste platziert das Dresdner Uniklinikum erneut für seine
medizinische und pflegerische Qualität in der Spitzengruppe der Kategorie
„TOP nationales Krankenhaus“ unter den insgesamt 1640 bewerteten Kliniken.
Das Nachrichtenmagazin hat einschließlich der vom Klinikum selbst nicht
vorgehaltenen Kardiologie und Kardiochirurgie insgesamt 40
Krankheitsbilder beurteilt. Dabei schaffte es das Klinikum bei 19
Krankheitsbildern, die in elf Kliniken behandelt werden, in die jeweilige
Spitzengruppe (im vorhergehenden Ranking war dies bei 16 Indikationen in
elf Kliniken der Fall). „Besonders freuen wir uns, dass wir es mit unseren
Angeboten in den erstmals geprüften Indikationen Gynäkologische
Krebserkrankungen sowie Psychosomatik auf Anhieb in die Spitzengruppe
geschafft haben“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des
Klinikums. Die Fachbereiche Risikogeburten und Wirbelsäulenchirurgie haben
es in der aktuellen Klinikliste ebenfalls neu in die Spitzengruppe
geschafft.

Folgende Kliniken werden in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Focus
Gesundheit“ als „Top-Kliniken“ gelistet:
- Dermatologie (Hautkrebs)
- Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Risikogeburten, Brustkrebs,
Gynäkologische Krebserkrankungen)
- Medizinische Klinik I (Darmkrebs)
- Medizinische Klinik III (Diabetes)
- Neurochirurgie (Hirntumoren)
- Neurologie (Parkinson, Schlaganfall, Multiple Sklerose)
- Psychiatrie und Psychotherapie (Depression)
- Psychotherapie und Psychosomatik (Angststörungen, Depression,
Psychosomatik)
- UniversitätsCentrum für Orthopädie, Plastische & Unfallchirurgie
(Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie, Unfallchirurgie, Plastisch-
Rekonstruktive Chirurgie)
- Urologie (Prostatakrebs)
- Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (Darmkrebs, Gallenblasen-
Operationen)

Für folgende Indikationen und Krankheitsbilder ist das
Universitätsklinikum Dresden ebenfalls als kompetenter Ansprechpartner in
der Focus-Klinikliste aufgeführt:
- Alzheimer
- Gefäßchirurgie
- Haut
- Kinderchirurgie
- Leukämie
- Nuklearmedizin
- Strahlentherapie
- Zahnklinik
- Zwangsstörungen

„Das Universitätsklinikum Dresden hat sich als verlässlicher Partner sowie
Anlaufpunkt für moderne Patientenversorgung auf Spitzenniveau in der
Region etabliert. Mediziner und Wissenschaftler arbeiten innerhalb der
Hochschulmedizin Dresden an neuen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten,
um eine bestmögliche Versorgung zu garantieren. Die erneute Auszeichnung
im Klinikranking des Focus würdigt dieses Engagement, das ohne die
Beschäftigten in der Pflege und Verwaltung nicht möglich wäre“, sagt Prof.
Michael Albrecht. „Wir sind sehr stolz auf unser Team und das gemeinsame
Wirken auch in den vergangenen Monaten, die große Herausforderungen
gebracht haben.“ „Nun gilt es, bei allen Einschränkungen, die durch die
Corona-Pandemie aufgetreten sind, die Spitzenversorgung weiter auszubauen
und kontinuierlich anzubieten“, ergänzt Janko Haft, Kaufmännischer
Vorstand.

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World Health Summit 2020 findet als reine Digital Konferenz statt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, EU-Kommissionspräsidentin Ursula
von der Leyen, Virologe Christian Drosten und UN-Generalsekretär António
Guterres sprechen zu Covid-19 und globaler Gesundheit

Aufgrund der sich verschärfenden Situation in der Corona Krise wird der
World Health Summit (25.-27. Oktober) in diesem Jahr ausschließlich
digital stattfinden.
Es wird keine Vor-Ort Veranstaltungen geben und somit ist auch keine
persönliche Anwesenheit vor Ort möglich: Die Teilnahme am World Health
Summit 2020 ist auch für Journalisten ausschließlich online. Eine
Akkreditierung ist dafür nicht erforderlich.

Die Eröffnungsveranstaltung am kommenden Sonntag, den 25.10. um 18:00 Uhr
mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von der Leyen, UN-Generalsekretär Anónio Guterres, WHO-
Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus und weiteren SprecherInnen wird
als Livestream zur Verfügung stehen: worldhealthsummit.org
Bild und Ton können nach Absprache gerne genutzt werden.

Alle anderen insgesamt 50 Sessions werden ebenfalls live digital
übertragen: Die jeweiligen Zoom-Links zu den Keynotesessions,
Paneldiscussions und Workshops sind kostenfrei und ohne Anmeldung auf
https://www.worldhealthsummit.org abrufbar oder direkt im Programm:
https://www.conference.worldhealthsummit.org/Program/WHS2020.
Dort finden sich auch alle Informationen zu Sprechern und Themen.

Bei allen Sessions können Fragen über die Zoom Q&A Funktion gestellt
werden, Bild und Ton können nach Absprache genutzt werden. (Copyright:
World Health Summit)

Zu den rund 300 SprecherInnen des World Health Summit gehören:
•       Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident (25.10. 18:00)
•       Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU Kommission (25.10. 18:00)
•       Gerd Müller, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung, Deutschland (27.10.  9:00 & 11:00)
•       Jens Spahn, Gesundheitsminister, Deutschland (26.10. 9:00 & 11:00)
•       Marta Temido, Gesundheitsministerin, Portugal (26.10. 11:00)
•       Tomaž Gantar, Gesundheitsminister, Slowenien (26.10. 11:00)
•       António Guterres, Generalsekretär, Vereinte Nationen (25.10.
18:00)
•       Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor,
Weltgesundheitsorganisation WHO (25.10. 18:00, 26.10. 9:00 & 27.10. 16:00)
•       Michelle Bachelet, Hohe Kommissarin für Menschenrechte, Vereinte
Nationen (27.10. 14:00)
•       Christian Drosten, Leiter, Institut für Virologie, Charité –
Universitätsmedizin Berlin (26.10. 11:00 & 14:00, 27.10. 9:00 & 14:00)
•       Lothar H. Wieler, Präsident, Robert Koch Institut (25.10. 14:00 &
16:00, 26.10. 9:00 & 11:00)
•       Winnie Byanyima, Direktorin, UNAIDS (25.10. 16:00 & 18:00)
•       Andrea Ammon, Direktorin, European Centre for Disease Prevention
and Control (25.10. 14:00 & 16:00, 27.10. 11:00)
•       Nanette Cocero, Präsidentin für globale Impfstoffentwicklung,
Pfizer (25.10. 18:00)
•       Victor Dzau, Präsident, National Academy of Medicine, USA (25.10.
16:00)
•       Jeremy Farrar, Direktor, Wellcome Trust (27.10. 16:00)
•       George F. Gao, Direktor, Chinese Center for Disease Control and
Prevention (25.10. 14:00, 27.10. 14:00)
•       Paul Hudson, CEO, Sanofi (25.10. 18:00)
•       John Nkengasong, Direktor, Africa Centres for Disease Control and
Prevention (27.10. 11:00)
•       Michael Ryan, Nothilfedirektor, Weltgesundheitsorganisation WHO
(27.10. 11:00)

Zur Entscheidung, den World Health Summit 2020, der als Hybrid-
Veranstaltung unter Corona-Bedingungen geplant war, in eine reine Digital-
Konferenz umzuwandeln sagt Prof. Dr. Detlev Ganten, Gründer und Präsident
des World Health Summit: „Für den World Health Summit stehen globale
Gesundheit und die persönliche Gesundheit der Teilnehmer an erster
Stelle.“ Die COVID-19 Pandemie zeige, wie entscheidend internationale
Zusammenarbeit sei, so Ganten weiter: „Der World Health Summit als eine
der führenden Konferenzen zu globaler Gesundheit ist wichtiger denn je.
Das digitale Format ermöglicht eine weltweite Teilnahme, aktive
Beteiligung und eine noch größere Verbreitung.“

Im Mittelpunkt des World Health Summit 2020: Aktuelle Erkenntnisse zu
COVID-19, neue globale Strategien für Pandemie-Prävention und -Bekämpfung,
die Rolle Europas und der WHO in der globalen Gesundheit.

Der World Health Summit ist eine der weltweit wichtigsten strategischen
Konferenzen für globale Gesundheit und bringt international führende
Wissenschaftler, Politiker sowie Vertreter aus Industrie und
Zivilgesellschaft zusammen. Das Forum wurde 2009 zum 300-jährigen Jubiläum
der Charité gegründet und steht unter der Schirmherrschaft von
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel
Macron, der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen
und Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der
Weltgesundheitsorganisation WHO.

Presse Informationen: https://www.worldhealthsummit.org/media/presskit

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Bekämpfung von Bluthochdruck als gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Am Samstag ist Welt Hypertonie Tag!

Anliegen des Welt Hypertonie Tags ist, über die hochriskante, jedoch
sowohl in der Bevölkerung als auch von der Gesundheitspolitik oft weit
unterschätzte Erkrankung Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) zu
informieren. Denn kaum bei einer anderen Erkrankung ist die Prävention und
Therapie so einfach und gleichzeitig so effektiv. Die US-
Gesundheitsbehörden haben das erkannt und einen „Call to Action to Control
Hypertension” initiiert. Zeit, in Deutschland ein ähnliches Programm
aufzulegen. Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® hat bereits Ende 2019
eine Nationale Bluthochdruckstrategie vorgelegt.

Der Welt Hypertonie Tag findet jedes Jahr am 17. Mai statt – doch 2020
wurde er erstmals wegen der SARS-CoV-2-Pandemie verschoben. Nun wird am
Samstag, den 17. Oktober, dieser Aktionstag begangen. Anliegen ist, über
die hochriskante, jedoch sowohl in der Bevölkerung als auch von der
Gesundheitspolitik oft weit unterschätzte Erkrankung Bluthochdruck
(arterielle Hypertonie) zu informieren. Denn kaum bei einer anderen
Erkrankung ist Prävention so einfach und gleichzeitig so effektiv. Allein
die Hälfte aller Schlaganfälle und Herzinfarkte könnte durch die Senkung
erhöhter Blutdruckwerte verhindert werden! Blutdruck ist ein Volksleiden,
das unbehandelt immense gesundheitlichen Folgen nach sich zieht und zu
viel persönlichen Leid, letztlich aber auch zu einer schweren Belastung
der Gesundheitsbudgets führt. Die Amerikaner sprechen bereits von den drei
„C“, die die Erkrankung beschreiben: ‚common, costly and controllable‘
(häufig, teuer und kontrollierbar).

Das hat die US-Gesundheitspolitik erkannt und beginnt,
Präventionsmaßnahmen zu stärken und in große Public Health-Programme
einzubauen. Das Gesundheitsministerium in den USA hat einen „Call to
Action to Control Hypertension” initiiert, ein umfangreiches
Strategiepapier, das nicht nur die Notwendigkeit, Bluthochdruck den Kampf
anzusagen, begründet, sondern auch konkrete Maßnahmen aufführt, um die
Prävalenz und Krankheitslast zu senken. Die Motivation ist einfach:
Bereits jetzt verursachen die Folgen von Bluthochdruck Kosten von 130-190
Milliarden Dollar in den USA, Berechnungen zufolge werden es im Jahr 2035
bereits 220 Milliarden Dollar sein [1]. Da Bluthochdruck im Prinzip
einfach zu diagnostizieren und bei einem Großteil der Patienten auch
einfach und kostengünstig zu behandeln ist, zahlen sich
Präventionsmaßnahmen schnell aus.

Die deutsche Gesundheitspolitik ist hier leider noch nicht so weit: Im
November 2019 hatte die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutsche
Gesellschaft für Hypertonie und Prävention eine Nationale
Bluthochdruckstrategie [2] ausgearbeitet und an das
Bundesgesundheitsministerium geschickt – bislang jedoch ohne Resonanz.
„Sicher hat die Corona-Pandemie alle anderen Gesundheitsthemen in den
Hintergrund gedrängt, aber ohne Krankheiten gegeneinander ausspielen zu
wollen, sollte man nicht nur den Infektionsschutz, sondern auch die
Prävention von Bluthochdruck zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe
machen“, erklärt Professor Ulrich Wenzel, Vorstandsvorsitzender der DHL®.
Wie er ausführt, versterben pro Jahr in Deutschland fast 47.000 Menschen
an einem Herzinfarkt und über 27.000 Menschen an einem Schlaganfall [3] –
und die Hälfte dieser Fälle geht auf das Konto von Bluthochdruck, immerhin
sind das fast 40.000 Todesfälle pro Jahr. Darin seien noch nicht einmal
die einberechnet, die an einem blutdruckbedingten Nierenversagen oder
einer blutdruckbedingten Demenz verstorben sind – sowie auch nicht die
Kosten, die durch die Behandlung, Rehabilitation und Pflege der vielen
Patienten entstehen, die glücklicherweise einen Herzinfarkt oder
Schlaganfall überleben. Durch eine verbesserte Prävention, früheres
Erkennen und einer konsequenten Behandlung von Bluthochdruck lasse sich
die Zahl der dramatischen Folgeerkrankungen insgesamt deutlich senken und
damit auch die Todesopfer sowie die Behandlungskosten.

„Wir hoffen auf die Unterstützung der Politik bei der Umsetzung der
Nationalen Bluthochdruckstrategie. In dem Strategiepaper haben wir
sinnvolle Maßnahmen in vier Handlungsfelder unterteilt: (1) Prävention und
Früherkennung, (2) Versorgung von Menschen mit Bluthochdruck, (3)
Forschungsförderung im Bereich Bluthochdruck, Bluthochdrucktherapie und
-versorgung und (4) Stärkung der Patientenermächtigung („patient
empowerment“). Es bedeutet ein gewisses gesamtgesellschaftliches
Investment, aber das wird sich auszahlen. Die Präventionsmaßnahmen würden
nicht nur die Mortalität und Morbidität von Bluthochdruck senken, sondern
nebenbei auch die von Herz-Kreislauferkrankungen, von Diabetes mellitus
und Krebs. Wir investieren damit in die Gesundheit der Menschen und in die
Zukunft.“

Quellen:
[1] https://www.cdc.gov/bloodpressure/docs/SG-CTA-HTN-Control-Report.pdf
[2] https://www.hochdruckliga.de/ueber-uns/nationale-
bluthochdruckstrategie
[3] Statistisches Bundesamt (Destatis), 2020 | Stand: 11.05.2020

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