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Schweiz: Stefano Severini, KONZERTREIHE VON PIANO:ATTIVO MEETING 2014

 

Stefano Severini, locker und entspannt vor dem Auftritt

 

Vorab einige allgemeine Informationen über den Protagonisten Stefano Severini 

Stefano Severini wurde kürzlich von der Liszt Society of London als 1. Preisträger mit dem Liszt Society Piano Prize 2013ausgezeichnet.

2009 verlieh ihm Crédit Agricole Suisse den 1. Preis der Association des Membres de l’Ordre des Palmes Académiques Suisse in Lugano.

Anerkennung als Finalist bei internationalen Wettbewerben wurde ihm unter anderem in Stresa (1994), beim Wettbewerb G. B.Pergolesi in Neapel (1998), beim Wettbewerb C.Vidusso in Mailand (1998), an der Università Cattolica in Rom (2000) sowie in Görz (2001) zuteil.

 

 

KONZERTREIHE VON PIANO:ATTIVO MEETING 2014

Haus zum Lindengarten Zürich, Mittwoch 7. Mai

KONZERT von Stefano Severini

Programm 1. Teil:

Johannes Brahms

Drei Klavierstücke Opus 118

Intermezzo, A Moll

Intermezzo, A Dur

Ballade, G Moll

 

Programm 2. Teil:

Franz Liszt

“Années de Pèlerinage, Première Année: Suisse”
Chapelle de Guillaume Tell
Au lac de Wallenstadt
Pastorale
Au bord d’une source
Orage

Vallée d’Obermann
Eglogue

Während einer kurzen Unterhaltung mit Stefano Severini vor dem Konzert kündigte er uns einen Konzertprogrammwechsel an: Statt wie vorgesehen nur Liszt – Kompositionen, neu der erste Programmteil mit Werken von Johannes Brahms.

Stefano Severini, konzentriert am Instrument

 

 

 

Der anstrengende Aufstieg über das alte Treppenhaus im Haus zum Lindengarten wurde belohnt mit dem Eintritt in die Welt einer früheren Zeit, als Hauskonzerte die Regel waren und grosse Konzertsäle kaum zur Verfügung standen, ausser bestehende Theatersäle, die man aber vor allem für Orchesterkonzerte beanspruchte. So kamen wir in den Genuss in einem schönen Raum in kleinem, intimen Rahmen der Darbietung des oft preisgekrönten Klaviervirtuosen (u.a. 1. Preisträger des Liszt Society Piano Prize 2013) beizuwohnen.

 

Bechstein-Flügel

 

Severini zelebrierte die, von Johannes Brahms 1983 in Bad Ischl und Clara Schuman zu deren Geburtstag gewidmeten Klavierstücke mit viel Wärme, ja liebevoll zärtlich, die unerfüllte Liebe Brahms zu Clara Schumann erahnen lassend. Fast ehrfürchtig lauschten die Anwesenden dem Virtuosen Severini zu. (Dargeboten wurde das Konzert auf einem Bechstein –Flügel, einem der diversen Tasteninstrumente die im Haus zum Lindengarten zur Verfügung stehen und dort auch sorgfältig und mit viel Liebe gewartet und gepflegt werden).

 

 

Es folgte der zweite Programmteil mit Liszt- Kompositionen, eindrückliche Interpretationen aus der „Pèlerinage suisse“, vom preisgekrönten Pianisten mit viel Engagement und Verve energisch, aber nie bombastisch umgesetzt.

Impression zu Lac de Wallenstadt

 

Die Zuhörer würdigten dies auch entsprechend mit ihrem Applaus und bekamen dafür als Zugabe: Franz Liszt, Sonetto 104 del Petrarca (Petrarca–Sonett 104).

Ueberaus sympathisch, dass der junge Künstler anschliessend das eine oder andere Wort mit den Besuchern wechselte, auch Fragen mit viel Geduld und lateinischem Charme beantwortete.

 

Auch bemerkenswert, dass Severini nicht nur als Pianist bei dieser Konzertreihe auftritt. Er ist der Gründer, Initiant, Intendant, Manager, Marketingstratege, Programmgestalter usw., also Männchen für alles, des PIANO:ATTIVO MEETING http://piano-attivo.net/

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Homepage Attivo meeting, Facebookseite Stefano Severini und

http://www.lindengarten.ch/home

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Schweiz: Migros Kulturprozent Tanzfestival Steps: «L-E-V» mit «HOUSE» im Luzerner Theater

«L-E-V» mit «HOUSE»

 

Im ImRahmen des Tanzfestivals Steps zeigte die Choreographin Sharon Eyal mit der von ihr und Gai Behar im 2012 gegründeten Compagnie L¬E¬V im Luzerner Theater das Stück «House».

Impression der DarbietungEs mutet etwas seltsam an, wenn einerseits die Tänzer des Luzerner Theaters an einem Ballettabend selber im Saal sitzen, andererseits an der Eingangstüre zum Theatersaal Oropax angeboten wird. Aber es war eben alles etwas anders an diesem Abend. Die Bässe der Technomusik von Ori Lichtik seien ziemlich durchdringend, meinte die Dramaturgin und Compagnie Managerin des Luzerner Tanzensembles Lucie Machan in ihrer Einführung, und der Tanzstil, «Gaga» genannt, speziell. Eine Übung z.B. bestehe darin, dass die Tänzer sich vorstellen, ein Ball rolle dem Körper entlang, dem folgen sie in ihren Bewegungen.

Steps Solotänzerin

 

Das Stück beginnt mit schemenhaften, beigefarbenen Figuren im Lichtkegel einer Deckenlampe. Aus diesem neblig-gelblichen Licht schälen sich mit der Zeit alle 8 Tänzer, tanzen mal synchron, mal schiebt sich einer in den Vordergrund, mal bilden sich Paare. Oft fangen sie an mit ganz normalen, klassischen Bewegungen, um sich dann in unglaublichen Biegungen, Wellenbewegungen, Verrenkungen, Verschiebungen von Becken, Füssen, Beinen, Händen, Armen zu verlieren, teilweise roboterhaft eckig, dann wieder fliessend poetisch. Da bewegt sich alles mit- und doch losgelöst voneinander, Hände fliegen, Finger stehen zitternd im Raum, Becken scheinen sich loslösen zu wollen, Wangen beben, Wellen gehen durch den ganzen Körper. Es wird getanzt mit allem, was zur Verfügung steht, auch mit Gesicht, Augen, Zunge.


Es sind nicht wirklich Geschichten, die sich da abspielen, viel mehr Emotionen. Da wird gelitten, geliebt, begehrt, da wird geschrien, gekämpft, da ist Lust, Leidenschaft, Angst, Demut, Neugier. Als Zuschauer verliert man sich ab und zu fasziniert im Betrachten eines Tänzers, eines Paares, einer Emotion und verpasst, was drum herum geschieht.

Choreografin Sharon Eyal

 

Die Trikots der Tänzer, enganliegend wie eine zweite Haut, lassen jede Bewegung mit verfolgen und unterstreichen sie. Die Choreografin selber tritt in ihren Soloauftritten in glänzendem Schwarz auf, was je nach Beleuchtung den Fokus auf ihre Hände und ihr Gesicht legt und sie wie körperlos erscheinen lässt. Die Lichttechnik ist faszinierender Bestandteil des Stücks: manchmal lässt sie die Tänzer nur schemenhaft im Nebel erahnen, dann wieder werden nur einzelne Körperteile beleuchtet, Unterschenkel, Gesicht, Hände. Das kann bedrohlich wirken, beängstigend, befremdlich, ausserirdisch, aber immer faszinierend.

Choreograf Gai Behar

 

Als Zuschauer bleibt man hochkonzentriert, beinahe atemlos. Im letzten Stück zur etwas leichter zugänglichen Musik passiert dann eine Art Auflösung, man lehnt sich zurück, geniesst das Spiel mit dem Licht, die ungewohnten Bilder. Und hat man sich anfänglich bei den ersten Takten gefragt, ob man das 60 Minuten durchstehen wird, fragt man sich am Schluss, wenn der schwarze Vorhang ganz langsam die letzten zwei Tänzer in den Boden zu drücken scheint, wie es möglich ist, dass bereits eine Stunde vergangen sein soll.

Die Compagnie L¬E¬V wurde vom Publikum im fast ausverkauften Theater frenetisch gefeiert!

Text:  www.gabrielabucher.ch

Fotos  http://2012.steps.ch/Hintergrund/Steps

http://www.luzernertheater.ch/

http://www.migros-kulturprozent.ch/

 

Kurzfilm Interview mit den Choreografen der Produktion der Produktion:

http://art-tv.ch/10730-0-Tanzfestival-Steps-2014-Interview-LEV.html?reg=3144

 


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Schweiz: Luzerner Theater Don Pasquale Dramma buffo in drei Akten von Gaetano Donizetti

Dramatisches Geschehen rund um Don Pasquale

 

Die Handlung des Dramas ist über zuunterst eingefügten Link zu lesen, deshalb beschränke ich mich auf die Beurteilung der Umsetzung, Interpretation und Ausführung durch das Ensemble des Luzerner Theaters und des Luzerner Sinfonieorchesters

Er führte uns vorgängig in Donizettis Werk ein:

Dr. Christian Kipper, Musikdramaturg des Luzerner Theaters

 

 

 

 

Bereits die interessant informative, aber auch humorvoll-schalkhafte Einführung durch Dr. Christian Kipper, Dramaturg des Musiktheaters, war ein Highlight und auch aussergewöhnlich gut besucht, einige mussten sogar stehen.

So begab man sich nachher optimal eingestimmt und vorbereitet an den Ort des Geschehens, in den Theatersaal. Bald schon öffnete sich der Vorhang und erlaubte den Blick auf das, von Werner Hutterli entworfene, relativ karge aber stückgerechte Bühnenbild. Dank Hutterli`s Zurückhaltung und der, für einmal sehr spärlichenoder überhaupt nicht eingesetzten Bühnentechnik, kamen die Protagonisten, auch in Gestik und Mimik viel besser zur Geltung. Dies ist ja, für ein an die Commedia dell Arte angelehntes Werk von ausserordentlicher Bedeutung.  Köstlich Flurin Caduff als zittriger Tattergreis Don Pasquale im Outfit eines Oldtime-Dandys im Zusammenspiel mit seinem auch schon betagteren und etwas schrulligen Diener (Otto Burri).

Ich war mir bis jetzt eigentlich nie wirklich schlüssig: sind das jetzt hervorragend singende Schauspieler, oder überdurchschnittlich begabte schauspielende Sänger?

Die Antwort ist relativ einfach: es trifft beides zu.

Ebenso hat der Dirigent Michael Wendeberg Donizettis Musik mit dem Luzerner Sinfonieorchester zielgenau herausgearbeitet, sodass ein harmonisches Ganzes entsteht, da auch die Kostüme, Maske, Beleuchtung und Requisiten adäquat gehalten sind.

Zurück zur Handlung: nach und nach stossen die weiteren Figuren dazu und es kann begonnen werden mit dem Einfädeln der Intrige rund um Don Pasquale`s Vermählung mit der von Malatesta (Todd Boyce) organisierten passenden Braut.

Dass aber diese Dame nicht so fügsam, unterwürfig und handlich ist, wie Pasquale sich wünscht, stellt sich dann schnell heraus und die Dinge nehmen ihren Lauf, aber in eine andere Richtung als geplant.

Dank der perfekten Inszenierung von Johannes Pölzgutter verkam, trotz der turbulenten Handlung, das ganze nie zu einem Klamauk oder Jahrmarktspektakel.

Dass eine Reduzierung auf das Wesentliche meistens bessere Resultate ergibt als unnötige Aufbauschungen mit Spezialeffekten, wird mit diesem Geniestreich eindrücklich demonstriert.

Commedia dell Arte Masken

 

Fotodiashow der Aufführung von Tanja Dorendorf über diesen Link:

fotogalerien.wordpress.com/2014/04/29/fotodiaschow-von-tanja-dorendorf-don-pasquale-luzerner-theater-30-april-2014

Kurzfilm über die Produktion im Luzerner Theater:https://www.youtube.com/watch?v=wMtdPuepvWE&feature=youtu.be

Link auf die Geschichte des Don Pasquale http://www.luzernertheater.ch/don-pasquale

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Tanja Dorendorf http://www.ttfoto.ch/T+T_Fotografie/Startseite__.html


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Schweiz: BBC Symphony Orchestra (Migros – Kulturprozent Classics) in der Tonhalle Zürich, besucht von Irène Hubschmid

BBC Symphony Orchestra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Sakari Oramo

 

Konzertprogramm:

Boost für Orchester von Dieter Amman (1962) Schweizer Komponist

Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47 von Jean Sibelius (1865-1957)

Geigenvirtuose Leonidas Kavakos

 

 

 

Solist mit Stradivarivioline: Leonidas Kavakos

Sinfonie Nr. 4 G-Dur von Gustav Mahler (1860-1911)

Mit der Sopranistin: Anu Komsi

 

Rezension:

Die Komposition von Dieter Amman, “Boost” im Sinne von Anschub ist gewöhnungsbedürftig. Kein Ohrwurm, man fühlte sich eher in eine klingende Tropfsteinhöhle versetzt. Es kommt zu einer gewaltigen Stauung, die gleich darauf in ihr Gegenteil umkippt: Übrig bleibt das starre Geläut zweier Almglocken f-a. Die Musik endet mit Verlöschungsgesten. 5 Schlagzeuge verschiedenster Varianten waren im Spiel. Die Zuhörer applaudierten begeistert, einzelne Bravorufe waren sogar zu hören.

Die drei Sätze von Jean Sibelius mit dem meisterhaften Solisten Leonidas Kavakos waren hingegen eine wahre Sinnesfreude. Der erste Satz begann sehr sanft aber fröhlich, dann steigerten sich die Klänge bis im dritten Satz zum Allegro. Dirigent, Solist und das Orchester verschmolzen geradezu. Nach dem frenetischen Applaus spielte der Virtuose noch eine Zugabe ohne Orchester. Auch die Kammermusik hat bei dem aus Athen stammenden Leonidas Kavakos einen hohen Stellenwert.

Solistin Anu Komsi, Sopran

 

Mit seiner 4. Sinfonie beschritt Gustav Mahler in mehrerer Hinsicht Neuland. (aus dem Programmheft). Die Sinfonie hat 4 Sätze und endet im vierten Satz mit einem Lied „Das himmlische Leben“ nach einem Text aus „Des Knaben Wunderhorn“. Die finnische Sopranistin Anu Komsi hatte die schwierige Aufgabe, eine grosse Orchesterbegleitung mit ihrer glockenreinen, schönen Stimme zu übertönen. Es ist ihr gelungen. Die Diskographie der Sopranistin umfasst zahlreiche Werke aus dem 20. Jahrhundert.

Dirigent Sakari Oramo

 

Seit 2013 ist der, aus Finnland stammende Dirigent Sakari Oramo Musikdirektor des BBC Symphony Orchestra. Als Gastdirigent leitet er auch zahlreiche Klangkörper von Weltrang. Charmant gab er mit seinem Orchester am Schluss des beeindruckenden Konzertes noch eine Zugabe. Den selten gehörten Handschuhtanz, komponiert von Matthäus Nagiller (1815-1874)

Text: www.irenehubschmid.ch

Ein Event des http://www.migros-kulturprozent-classics.ch/de/Home (auch Fotos vom Kulturprozent)

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