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Lucerne Festival an Ostern 2013: Junge Philharmonie Zentralschweiz, Akademiechor Luzern, Leitung: Howard Arman, 19. März in der Jesuitenkirche, besucht und rezensiert von Léonard Wüst

Junge Philharmonie Zentralschweiz der Musikhochschule Luzern

Die Junge Philharmonie Zentralschweiz wurde 1987 als Orchester der Hochschule Luzern – Musik von Thüring Bräm gegründet; sie wird seit 2006 von Andreas Brenner betreut. CD-Aufnahmen und Gastverpflichtungen ergänzen die innerschulische Arbeit. Das Ensemble musiziert gemäss seiner pädagogigsch-künstlerischen Zielsetzung in unterschiedlich grossen Formationen als Kammerorchester oder in sinfonischen Besetzungen. >Der Akademiechor Luzern wurde 1953 von Johann Baptist Hilber gegründet. Seine Mitglieder sind in erster Linie musikalisch und stimmlich begabte Studierende der Hochschule Luzern – Musik sowie qualifizierte Sängerinnen und Sänger mit entsprechender Ausbildung. Das Repertoire des Ensembles reicht von Palestrina bis Penderecki, wobei die Besetzung werkadäquat gehandhabt wird und Kammerformationen wie sinfonische Chorstärke umfassen kann. Seit 2010 steht der Akademiechor unter der Leitung von Ulrike Grosch und Prof. Stefan Albrecht.

Akademiechor der Musikhochschule Luzern

  «Ich habe den Glauben eines Landpfarrers», bekannte Francis Poulenc. «Meine Vorstellung von geistlicher Musik ist im Wesentlichen unmittelbar, ja, ich wage sogar zu sagen: familiär.» Diese ganz private Spielart von Religiosität prägt auch Poulencs Stabat mater, das er 1950 im Gedenken an den Maler Christian Bérard komponierte: ein anrührendes Zeugnis ungekünstelter Frömmigkeit und eine tönende Fürsprache für den verstorbenen Freund. Poulencs Landsmann Georges Bizet verfuhr ebenfalls recht unorthodox, als er 1858, als 20-jähriger Stipendiat des «Prix de Rome», in der ewigen Stadt sein Te Deum schuf. Einzelne Passagen hätten gut und gerne auch Eingang in ein Bühnenwerk finden können: Das Sopransolo «Te ergo quaesumus» etwa erinnert an eine «preghiera», wie man sie aus Belcanto-Opern kennt, und das «Pleni sunt coeli» hat Bizet tatsächlich in seinen Pêcheurs de Perles wiederverwendet. Auch so kann Sakralmusik klingen!

Sopranistin Brigitte Fournier

 


 

Junge Philharmonie Zentralschweiz | Akademiechor Luzern (Ulrike Grosch und Stefan Albrecht Einstudierung) | Howard Arman, Dirigent | Brigitte Fournier, Sopran | Rolf Romei, Tenor

Francis Poulenc (1899-1963)Stabat mater für Sopran, gemischten Chor und Orchester

Georges Bizet (1838-1875)
Te Deum für Sopran, Tenor, gemischten Chor und Orchester

Tenor Rolf RomeiApplaus in einer katholischen Kirche? Eine Art Verunsicherung am Ende des Konzertes, darf man oder doch eher nicht? Es war schön, dass dann doch fast so etwas wie ein Begeisterungssturm durch die grandiose Jesuitenkirche an der Reuss brandete. Eine verdiente Honorierung des Dargebotenen aller Beteiligten. Sakrale Chorgesänge in der heutigen, schnelllebigen digitalen Welt. So wie hier zelebriert kein Gegensatz. Ersichtlich und auch hörbar, dass es nicht immer die sogenannt, oder vermeintlich grossen Namen braucht um Säle, Hallen oder eben auch Kirchen zu füllen. Diese Massnahmen durch die Verantwortlichen des Lucerne Festivals, das Festival in ganz Luzern, also auch in anderen Räumlichkeiten, aber auch auf Plätzen und Strassen, ausserhalb des KKL zu veranstalten, bewährt sich jetzt schon seit ein paar Jahren und wird auch von Leuten sehr geschätzt, die sich nicht immer einen Claudio Abbado im Konzertsaal für Fr. 120.00 leisten können.

 

besucht und rezensiert von www.leonardwuest.ch

www.lucernefestival.ch

www.gabrielabucher.ch   www.irenehubschmid.ch

 

 

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Lucerne Festival an Ostern 2013, Chorkonzert 4 am 23. März im KKL Konzertsaal: Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks, Tölzer Knabenchor Dirigent Mariss Jansons, besucht und rezensiert von Gabriela Bucher – Liechti

 Sinfonieorchester Bayerischer Rundfunk

 

 


 

Magischer Moment mit dem Symphonieorchester und dem Chor des Bayerischen Rundfunks in Benjamin Brittens «War Requiem»

 

Tölzer KnabenchorIm Oktober 1958 wurde Benjamin Britten vom «Coventry Arts Committtee» beauftragt, für die Einweihung der neuen Kathedrale ein abendfüllendes Chorwerk zu komponieren.

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Lucerne Festival an Ostern 2013, Chorkonzert 2 am 20. März im KKL Konzersaal: Los Angeles Philharmonic und Los Angeles Master Chorale geleitet von Gustavo Dudamel

Los Angeles Philharmonic


 

 

Programm:Los Angeles Philharmonic | Los Angeles Master Chorale (Grant Gershon Einstudierung) | Gustavo Dudamel Dirigent | Peter Sellars Regie | Kelly O’Connor Mary Magdalene | Tamara Mumford Martha | Russell Thomas Lazarus | Daniel Bubeck Erzähler | Brian Cummings Erzähler | Nathan Medley Erzähler | Michael Schumacher Tanz | Anani Sanouvi Tanz | Mark Grey Klangregie | James Ingalls Lichtdesign | Dunya Ramicova Kostüme

John Adams (*1947)
The Gospel According to the Other Mary
Ein Oratorium für Soli, Chor und Orchester
Szenische Präsentation | Schweizer Erstaufführung

Mit Nixon in China schufen John Adams und der Regisseur Peter Sellars die erfolgreichste amerikanische Oper seit Porgy and Bess, mit El Niño ein «Weihnachtsoratorium für das 21. Jahrhundert». Nun folgt das nächste Gemeinschaftswerk: das Oratorium The Gospel According to the Other Mary, dessen szenische Premiere im März 2013 unter der Leitung von Gustavo

Gustavo Dudamel

 

Dudamel in Los Angeles erfolgt – nur zwei Wochen vor der Luzerner Aufführung.

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luzerner theater: begeisternder balletabend : snap, crackle, pop! besucht und rezensiert von gabriela bucher – liechti

 

für den ballettabend «snap, crackle, pop!» hat die künstlerische leitung des luzerner theaters, kathleen mcnurney, zwei gastchoreografen verpflichtet, den amerikaner maurice causey und den österreicher georg reischl. sie haben der jungen compagnie vier spannende stücke auf den leib geschrieben.

Ensemble Tanz des Luzerner Theaters

 

für «howl» liess sich maurice causey von allan ginsbergs gleichnamigem epos und der beatgeneration der 50iger und 60iger jahre inspirieren. das abstrakte ballett erzählt keine geschichte, zeigt emotionen und baut dynamiken auf. die rein elektronische komposition von gabriel prokofjew unterstreicht den zorn und die aggressivität dieser revolutionären zeit. es geht um annäherung und verschmelzung in der gruppe, gleichzeitig auch um ausgrenzung. die themen werden umgesetzt durch uniforme, silbrig-graue trikots aber vor allem durch die präzision und das zusammenspiel der tänzerinnen und tänzer. titel und kostüme spielen zwar auf wölfe an. wenn sich die tänzerinnen und tänzer aber wie zusammengeschweisst über den bühnenboden schieben, denkt man unweigerlich an einen schwarm unheimlicher insekten. das spiel mit dem licht lässt bilder von einer kühlen schönheit entstehen, lichtkegel suchen die tänzerinnen und tänzer, kreisen sie ein, schieben sie an den rand und lassen sie auf sich zusammenziehenden und verschmelzenden gitterlinien herumirren.

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