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Lucerne Festival am Piano, Tastentag 3 Yulianna Avdeeva, 19. November 2017, besucht von Léonard Wüst

Avdeeva Yulianna c Christine Schneider
Avdeeva Yulianna c Christine Schneider

Besetzung und Konzertprogramm:

Solistin am Piano Yulianna Avdeeva

Bach | Debussy | Chopin

Rezension:

Die gebürtige Moskauerin (*3.7.1985), spielt seit ihrem fünften Lebensjahr Klavier, absolvierte das Klavierstudium an der Moskauer Gnessin Hochbegabten-Musikschule und schloss ihre Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Die Gewinnerin des Chopin-Klavierwettbewerbs in Warschau 2010 erzeugte im Konzertsaal eine fast sakrale Atmosphäre mit ihrer Interpretation von Johann Sebastian Bachs Ouvertüre nach französischer Art (Partita h-Moll) BWV 831. Für diese Komposition verwendete Bach französische und italienische Musik – Stilelemente, was gar nicht so einfach war, gab es doch zu jener Zeit nur selten gedruckte Musiknoten. Die Französische Ouvertüre stellt grosse An- und Herausforderungen, ist sie doch für das zweimanualige Cembalo und Orgel komponiert. Dabei bewies Yulianna Avdeeva sehr viel Stilbewusstsein und Feingefühl. Äusserst konzentriert arbeitete sie die Feinheiten heraus und wirkte dabei immer sehr ernst, mit angespannten Gesichtszügen.

Estampes von Claude Debussy als Highlight des Konzertes

Mit den drei Sätzen Pagodes, La soirée dans Grenade (Ein Abend in Granada) und Jardins sous la pluie (Gärten im Regen) lässt Debussy im Zyklus „Estampes“ in Bildern eine poetische Welt aus Landschaften und fernen Ländern entstehen. Sichtlich entspannter liess die Künstlerin hier die Töne perlen, spielte die fernöstliche des ersten, die maurisch geprägte Exotik des zweiten Satzes feinfühlig aus. Debussy komponierte die Stücke im Sommer 1903 während eines Aufenthalts in Bichain im nördlichen Burgund. Von dort bekräftigt er in einem Brief: „Wenn man sich Reisen nicht leisten kann, muss man sie durch Fantasie ersetzen.“ Im virtuosen Schlusssatz knüpft er an seine zukunftsweisenden Images aus dem Jahr 1894 (HN 846) an.

Furioses Finale mit Chopins Klaviersonate Nr. 3H Moll

Yulianna Avdeeva, Solistin am Klavier c Christine Schneider
Yulianna Avdeeva, Solistin am Klavier c Christine Schneider

Nach Bachs Werk in H Moll zu Beginn, beschloss mit der Klaviersonate Nr. 3H Moll von Frédéric Chopin eine Komposition in derselben Tonart das Konzert. Mit ihren vier Sätzen ist sie in der  Sonatensatzform der Wiener Klassik gehalten. Obschon Russin, scheint Avdeeva die Musik Chopins mit der Muttermilch aufgesogen zu haben – die Musik, nicht die gängige Sichtweisen auf diesen Komponisten: Ihre Interpretationen hat sie sich selbst erarbeitet, unter anderem durch seriöses Quellenstudium. Nicht von ungefähr gewann sie 2010 den Chopin-Wettbewerb. Sie  huscht im Scherzo des zweiten Satzes auf einer Seite vom Piano zum (synkopierten) Fortissimo, schwebt durch das Largo des dritten, das einer Nocturne gleicht. .Den 4. Satz eröffnen wuchtige Doppeloktaven mit dissonanten und modulierenden Mittelstimmen das Rondo mit großer Gebärde. In den Zwischengruppen wird die Bewegung verdoppelt.

„Die Gesamtsteigerung ist klug berechnet, in ihrer edel-virtuosen Fassung bewundernswert, in der rauschhaften Art slawisch überschäumend, beinahe zügellos, technisch und gestalterisch nur von wirklichen Meistern des Klaviers zu bewältigen urteilte der deutsche Musikwissenschaftler Otto Schumann. (1897 – 1981) über das Werk.

Da Chopin, ebenso wie Debussy, ein grosser Bach-Verehrer war – seine Préludes sind eine Reverenz an das „Wohltemperierte Klavier“ –, spannte sich an diesem Konzertabend eine interkulturelle Traditionslinie durch zwei Jahrhunderte, die in Debussys „Estampes“ ihre Vollendung fand.

Die Künstlerin erfreute sich an einer „Standing Ovation“ und wir uns an zwei kurzen Zugaben.

Text: www.leonardwuest.ch Fotos: www.lucernefestival.ch

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Luzerner Theater, Der unzerbrochene Krug Alternative Fakten zu Heinrich von Kleist, Premiere 16. November 2017, besucht von Léonard Wüst

Der unzerbrochene Krug Alternative Fakten zu Heinrich von Kleist, Foto Ingo Höhn
Der unzerbrochene Krug Alternative Fakten zu Heinrich von Kleist, Foto Ingo Höhn

Produktionsteam
Inszenierung: Bram Jansen Bühne und Kostüme: Sophie Krayer Dramaturgie: Hannes Oppermann Video: David Röthlisberger Musik: Marcel Babazadeh

Besetzung

Christian Baus Wiebke Kayser Verena Lercher Jakob Leo Stark Alina Vimbai Strähler

Rezension:

Christian Baus als Richter Adam und Alina Vimbai Strähler als Eve
Christian Baus als Richter Adam und Alina Vimbai Strähler als Eve

Ein Scherbenhaufen war die Grundlage für Kleist, ebenso für Regisseur Bram Jansen am Luzerner Theater, der aber irgendwie von einem Krug ausgeht, der noch intakt ist. Bei Kleist weist alles auf Richter Adam als Verursacher des zerbrochenen Krugs hin, Jansen beleuchtet aber jede Sichtweise. also je nachdem, wie die involvierten Personen die Szene gesehen haben, kommen fast alle als Täter in Frage. So entstehen, ganz im Usus zeitgenössischer Politiker, alternative Fakten. Die Erinnerungen der Menschen in der Video-Installation zu Beginn der Inszenierung von Kleists Komödie «Der zerbrochene Krug» in der Box des Luzerner Theaters sind so lückenhaft und ungenau, wie es bei Augenzeugen oft der Fall ist. Ein Lehrer, mehrere Teenager und ein Armeeangehöriger schubsen da beim Spiel mit den Fakten Krug um Krug  von der Tischkante, mal absichtlich, mal aus Versehen.

Wahrheit, Lüge, bewusste Denunziation  oder einfach nur Irrtum?

Jakob Leo Stark und Alina Vimbai Strähler
Jakob Leo Stark und Alina Vimbai Strähler

Wer hat Recht? Derjenige der sagt. das Glas ist halb voll, oder jener, der sagt: das Glas ist halb leer? Unsere subjektive Wahrnehmung lässt beide Wahrheiten zu, je nach Standpunkt (real visuell oder spirituell). Bewusst reduziertes Bühnenbild, das zu Beginn hauptsächlich aus einer fliessend drapierten Leinwand besteht auf die sämtliche vorgetragenen Standpunkte als Spielszenen projiziert werden. Später gesellen sich noch Fenster und Türen dazu, die auf Gabelstaplern parkiert, je nach Bedarf durch die Akteure umplatziert werden. Unpassend, gar unnötig störend die Musik, wenn man die psychedelischen Geräusche überhaupt als solche bezeichnen kann

Beispiel einer Wahrnehmung  der Wahrheit:

Ceci n'est pas une pipe
Ceci n'est pas une pipe

Einen noch viel ausgeprägteren Ansicht, was Realität ist, hatte ausgerechnet ein Surrealist. Der Belgier René Magritte notierte unter einem seiner bekanntesten Bilder „La trahison des images“ (wörtlich: „Der Verrat der Bilder“), abgebildet ist eine Pfeife: „Ceci n’est pas une pipe.“, französisch für „Dies ist keine Pfeife.“). Der verbreitetsten Interpretation zufolge war es die Absicht Magrittes, zu demonstrieren, dass selbst die realistischste Abbildung eines Objekts nicht mit dem Objekt selbst identisch ist. Stattdessen hat man es bei dem Dargestellten mit einem Bild zu tun, nicht mit einer tatsächlichen Pfeife, die man stopfen oder rauchen könnte.

Einmal mehr ausgezeichnete Schauspieler/innen

Wiebke Kayser als Mutter Marthe
Wiebke Kayser als Mutter Marthe

Die Schilderungen, wie der Krug zerbrochen sei, werden nachgespielt, mal aus der Sicht von Eve, mal aus derjenigen ihres Verlobten Ruprecht und nicht zuletzt die Schilderung von Eves  Mutter Marthe, die ihre Version bei Richter Adam zu Protokoll gab und damit Ruprecht bezichtigte, der Übertäter zu sein. Jede Zeugenaussage, für sich genommen, klingt eigentlich plausibel, wenn man die Sichtweise des Beobachters berücksichtigt und nicht miteinrechnet, was die andern Zeugen gesagt haben. Beim Ur Kleist ist man sich schlüssig, dass nur Richter Adam der Täter sein kann.

Jakob Leo Stark und Verena Lercher
Jakob Leo Stark und Verena Lercher

Wie Wiebke Kayser als Witwe Marthe, Eves Mutter, ihre Monologe runterrattert, Jakob Leo Stark mit vollem Körpereinsatz Ruprecht, den Verlobten von Eve gibt, Verena Lercher alles investigiert und laufend hinterfragt, Eve die naive Unschuld vom Lande markiert und Christian Baus fast unbeteiligt teilnahmslos stoisch die Prozedur über sich ergehen lässt. Eindrücklich in Mimik, Gestik und Didaktik.

Kleine Fotodiashow der Produktion von Ingo Höhn, Luzerner Theater:

fotogalerien.wordpress.com/2017/11/19/luzerner-theater-der-unzerbrochene-krug-alternative-fakten-zu-heinrich-von-kleist/

Fotos: www.luzernertheater.ch

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Opéra des Nations Genf, Jacques Offenbachs „Fantasio“ , besucht von Gabriela Bucher – Liechti

Fantasio Katija Dragojevic c Emelie Joenniemi
Fantasio Katija Dragojevic c Emelie Joenniemi

Besetzung:
Direction musicale Gergely MadarasMetteur en scène Thomas JollyCollaboration artistiqueAlexandre DainDécors Thibaut FackCostumes Sylvette DequestLumières Antoine TravertAssistante à la mise en scène et dramaturgeKajia KrügerAssistant à la mise en scène pour les chœursPier Lamandé  Fantasio Katija DragojevicLe roi de Bavière Boris GrappeLa princesse ElsbethMelody Louledjian*Le prince de Mantoue Pierre DoyenMarinoni Loïc FélixFlamel Héloïse MasSpark Philippe EstèpheFacio Fernando CuellarMax Jaime CaicompaiHartmann Fabrice FarinaLe Pénitent Harry DraganovRutten / Le Tailleur / Le Garde Suisse Bruno BayeuxL’Homme qui passeDimitri Tikhonov

Rezension:

Das Grand Theatre de Genève zeigt die Opéra Comique «Fantasio» von Jacques Offenbach, ein Werk, welches bis anhin nur sehr selten aufgeführt worden ist, zu Unrecht, wie sich nun in Genf zeigt.

 

Fantastischer Fantasio

 

La princesse Elsbeth Melody Louledjian c Lionel Monnier
La princesse Elsbeth Melody Louledjian c Lionel Monnier

Zur Geschichte: Der junge Student Fantasio (Katija Dragojevic) übernimmt die Rolle des kürzlich verstorbenen Narren Saint Jean am Hofe des bayrischen Königs und will so der Prinzessin Elsbeth (eine wunderbar feenhafte Melody Louledjian) helfen, denn diese soll gegen ihren Willen den Prinzen von Mantua (Pierre Doyen) heiraten, um einen Krieg zwischen den beiden Ländern zu verhindern. Der Prinz zieht sich seinerseits die Kleider seines Dieners (Loïc Félix) an, eine übrigens umwerfende Szene, um herauszufinden, ob die Prinzessin ihn auch als Menschen liebt und nicht nur als Prinzen. Fantasio schafft es, die Heirat zu verhindern, aber auch den drohenden Krieg abzuwenden.

 

Fulminanter Einstieg ins Geschehen

Le prince de Mantoue Pierre Doyen c ClaireLeGoff
Le prince de Mantoue Pierre Doyen c ClaireLeGoff

«Krieg» steht auf zwei Plakaten auf der Bühne des Grand Théâtre, eine Gruppe Menschen steht dicht und scheinbar etwas ratlos beieinander, es ist düster und schneit. Dann öffnet sich im Hintergrund, hinter der zweiten Bühnenebene, eine riesige Fotolinse, ein Mann kommt die grosse Treppe zwischen oberer und unterer Bühnenebene herunter und ersetzt die beiden Plakate. Jetzt steht «Frieden» drauf, darunter «Heirat». So beginnt «Fantasio» in Genf, meisterhaft inszeniert von Thomas Jolly, atmosphärisch schon so dicht, dass man bereits während der Ouvertüre mitten im Geschehen ist.

 

Ungewöhnliche Ein- und Ausblicke

Flamel Héloïse Mas
Flamel Héloïse Mas

Die Fotolinse wird sich immer wieder öffnen und den Blick freigeben, mal auf ein Schloss, dann auf eine Häusersilhouette, einen Friedhof. Scherenschnittähnlich heben sich diese zusätzlichen Kulissen gegen den je nach Situation rot, weiss oder farbig erleuchteten Hintergrund. Das Bühnenbild (Thibaut Fack) ist eins der Highlights dieser Aufführung. Mobile Elemente werden immer wieder von drei Lakaien hereingeschoben, mal witzig (ein Teppich mit wedelnden Blumen) mal poetisch (der lichterbesetzte Balkon). Dazu kommen die magischen Lichteffekte (Antoine Travert und Philippe Berthomé). Da gibt’s unzählige kleine Lämpchen, Lichtergirlanden und kunstvoll eingesetzte Lichtkegel, die dem Raum eine ganz neue Proportion geben, eine andere Atmosphäre. Das verzaubert und erzeugt magische Momente, wie z.B. beim Duett zwischen Fantasio und der Prinzessin Elsbeth, zart und zerbrechlich im weissen Kleid auf dem blumenumrankten Balkon. Oder bei der Anprobe des Hochzeitskleides mit dem unendlich langen Schleier. Bei den Hochzeitsvorbereitungen ist alles in den Farben Weiss und Rosa gehalten, Ballongirlanden in Form eines riesigen Herzes werden aufgefahren und erinnern an eine gigantische Kindergeburtstagsparty. Auch der Klamauk fehlt nicht, überzeichnete Charakteren, witzige Aktionen. Die Inszenierung ist eine wahre Augenweide, oft passiert auf dieser Bühne so viel gleichzeitig, dass man nicht allem folgen kann.

Eindrückliches Ensemble

Direction musicale Gergely Madaras c Balazs Borocz
Direction musicale Gergely Madaras c Balazs Borocz

Auch musikalisch wird das Publikum auf höchstem Niveau verwöhnt. Ein hervorragendes Ensemble singt, spricht und spielt gleichzeitig, wobei die gesprochenen Passagen, bis auf eine Ausnahme (Fantasio), in perfektem Französisch vorgetragen werden. Da gibt es keine Brüche, die Handlung bleibt fliessend, das hilft, die eher dürftige Geschichte annähernd glaubhaft zu machen. Und dann ist da noch der Chor des Grand Théâtre, von einer unglaublichen Dichte, präsent, präzise in allen Schattierungen, stark, raumfüllend. Das Orchestre de la Suisse Romande unter Gergely Madaras überzeugt ebenfalls durchgehend, Flöten und Streicher schwelgen in den wunderbaren Motiven Offenbachs.

Facio Fernando Cuellar c Jess Hoffman
Facio Fernando Cuellar c Jess Hoffman

Ein höchst vergnüglicher, bereichernder Opernabend, der eine ganze Weile nachhallt mit seinen fantastischen Bildern und mehr als ein Besucher verliess das Theater,  leise «pour un peu d’amour» vor sich hinsummend.

Kleine Fotodiashow der Genfer Produktion:

fotogalerien.wordpress.com/2017/10/31/opera-des-nations-genf-jaques-offenbachs-fantasio-besucht-von-gabriela-bucher-liechti/

Text: www.gabrielabucher.ch

Fotos: https://www.geneveopera.ch/accueil/

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Martinibot der Zunft Heini von Uri Sursee,12. November 2017

Zunft Heini von Uri, Sursee

Mit seinem Fasnachtsmotto „Glöön“ hat der amtierende Heinivater Oliver Schnieper zusammen mit seiner Heinifamilie dazu beigetragen, dass  Gross und Klein mit x-beliebigen, originellen Sujets die  Soorser Fasnacht bereicherten. Das Fasnachtsmotto 2018 reiht sich nahtlos in die „einfach umzusetzenden“ Mottos ein und wird Soorsi eine Fasnacht bescheren an der sich Kinder, Familien, Freunde, Gruppen und Einzelmasken mit individuellen, tollen Sujets tummeln werden. Die Katze ist aus dem Sack, am Martinibot vom Freitag, 10. November gab Zunftmeister Peter Wyder das Motto „WÖUDE WÖUDE WESCHTE“ bekannt.

Heinifamilie mit Heinivater Oliver Schnieper, Heinimamme Ursi und den Heinigoofen Eugen und Rosa

Er schloss die Motto-Erklärung mit den Worten „welcher Zünftige sich hinter dem Motto verbirgt und somit unser Heinivater 2018 werden wird, bleibt bis zum Dreikönigsbot vom 6. Januar 2018 ein gut gehütetes Geheimnis. Wie an dieser Stelle üblich, begannen die ersten Mutmassungen unter den anwesenden Zünftigen, welcher Gleichgesinnte sich hinter dem Motto verbirgt.

Weiter wurden die Jahresrechnung sowie das Budget für das kommende Vereinsjahr beschlossen, über das Tätigkeitsprogramm des Fasnachtsjahres 2018 befunden, die Teilnahme am Städtlifescht 2018 besiegelt und Informationen aus den unterschiedlichen Komitees abgegeben. Doch was ist eine Fasnacht ohne neue Zunftgesellen. Auch hier kann für das folgende Jahr sozusagen aus dem Vollen geschöpft werden. Mit  Pascal Bühler, Markus Reber, Martin Senn und Danny Uwiera stellen sich vier Gesellenanwärter für die Wahl ins „Probejahr“ als Geselle zur Verfügung. Sie werden am Dreikönigsbot zur Wahl aufgestellt. Ihnen steht der Austritt des ehemaligen Mitmeisters (MM) Tee Petersen gegenüber.

Auch unter Personelles, fanden Ersatzwahlen für drei Mitglieder des Zunftrates statt:

  • MM Bruno Meyer übernimmt das Amt des Säckelmeisters von MM André Baumgartner
  • AHV (Altheinivater) Beat Felder übernimmt das Amt des Beirats von AHV Urs Troxler
  • MM Giovanni Guglielmo gibt das Amt des Stubenmeisters ab. Ein Nachfolger konnte per Martinibot 2017 nicht aufgestellt werden, sodass die Stubenkommission die Verfügbarkeit und Termine des Stubenmeisters sicherstellen wird.

Last but not least stellte MM Damian Sidler als Chef des Plakettenkomitees die Fasnachtsplakette 2018 vor. Die neue Plakette einer 3er-Serie wurde vom Soorser Maskengestalter Roger Stalder entworfen. Das erste Sujet zeigt „s’Ondertor“, die darauffolgende „s’Rothus“ und die letzte sodann „de Diebetorm“. Mit der Abbildung der drei historischen und prägnanten Gebäude in „unserem Soorsi“ ist es Roger Stalder gelungen, einen echten Bezug zur Stadt herzustellen. Insbesondere die Bevölkerung sowie alle Fasnachtsgewaltigen werden sich mit der Plakette und deren Sujets identifizieren und ein Stück echte Geschichte erwerben können. Die Plakette wird wie gewohnt in den drei bewährten Ausführungen der Heini-, Gold- und Silberplakette erhältlich sein.

Das diesjährige Martinibot hatte also wiederum viel zu bieten und war mit 63 teilnehmenden Zünftigen äusserst gut besucht. Zunftmeister Peter Wyder schliesst die Generalversammlung traditionell mit den Worten „Glück auf, Heinivater 2017. Glück auf, Zunft Heini von Uri Sursee“

Zunft Heini von Uri

Der Ausrufer

Florian Felber

www.zunftheinivonuri-sursee.ch

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