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Gesundheit

Logo der Kampagne „Intensiv.Pflege.Leben!“

Gegen Personalmangel in der Pflege: Neue Aktion „Intensiv.Pflege.Leben!“ startet heute

Logo der Kampagne „Intensiv.Pflege.Leben!“
Logo der Kampagne „Intensiv.Pflege.Leben!“

Bessere Zukunft in der Pflege: „Wir wollen der Intensivpflege ein
positiveres Gesicht in der Öffentlichkeit geben, den Personalmangel im
pflegerischen Bereich direkt angehen und echte Menschen vom Fach zeigen“,
sagt Professor Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und
Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler und Präsident der
Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
(DIVI). Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internistische
Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) startet die DIVI heute die
gemeinsame Kampagne „Intensiv.Pflege.Leben!“.

Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, den Pflegenden eine Stimme zu
verleihen und zu zeigen, wie facettenreich und anspruchsvoll der Beruf
ist. Im Zuge der Kampagne stellen sich Pflegekräfte aus der
Intensivmedizin in regelmäßigen Abständen in kurzen Videoclips vor und
berichten von ihrem Arbeitsalltag, den Herausforderungen, aber auch über
die Gründe, warum sie ihren Beruf lieben.

Aufruf an Klinikleitungen: Den Pflegekräften ein Gesicht geben!

„Die Intensivmedizin ist ein Hochleistungsbereich. Hier zu arbeiten heißt,
schwerstkranke Patienten zurück ins Leben zu begleiten. Mit der Kampagne
wollen wir den Pflegekräften, die dieser Aufgabe mit großem Engagement
nachgehen, ein Gesicht geben. Die ständigen Weiterentwicklungen in der
Intensivmedizin und die damit verbundenen Herausforderungen sind die
wesentlichen Gründe, warum dieser Beruf für Pflegende so attraktiv ist.
Gleichzeitig wollen wir zeigen, wie zukunftsträchtig die Intensivmedizin
als Fachbereich ist“, erläutert Professor Uwe Janssens. Er ruft andere
Klinikleitungen und Pflegedienstleitungen dazu auf, sich an der Aktion zu
beteiligen und auch zu zeigen, was die Intensivpflege zu bieten hat. „Nur
gemeinsam haben wir die Chance, so den Personalmangel anzugehen und für
den wichtigen Pflegeberuf zu werben.“

Sie wollen die Aktion „Intensiv.Pflege.Leben!“ unterstützen? Melden Sie
sich gerne per E-Mail bei Professor Uwe Janssens: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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Möglicher neuer Therapieansatz gegen Neurodermitis gefunden

Wie reagiert das Immunsystem auf Pilze auf unserer Haut? Forschende der
Universität Zü-rich weisen nach, dass die gleichen Abwehrzellen, die vor
Hefepilzen schützen, die ent-zündlichen Symptome der Neurodermitis
begünstigen. Eine Therapie mit Antikörpern könnte die chronische
Hautkrankheit lindern.

Die Haut von Mensch und Tier ist dicht mit Pilzen besiedelt. Man vermutet,
dass die kleinen Hefe-pilze namens Malassezia, die nebst Bakterien und
Viren Bestandteil der gesunden Mikroflora der Haut sind, die Abwehrkräfte
stärken und das Immunsystem auf die Begegnung mit gefährlichen
Krankheitserregern vorbereiten - ähnlich wie gewisse Bakterien dies tun.
Anders als bei den Bak-terien weiss man jedoch noch wenig über die
physiologischen Prozesse, die die allgegenwärtigen Pilze auf der Haut
unter Kontrolle behalten.

Immunologinnen und Immunologen der Universität Zürich zeigen nun, dass das
Immunsystem für das Gleichgewicht auf der Haut verantwortlich ist. Sie
konnten erstmals bei Mäusen und beim Menschen nachweisen, dass die
Malassezia-Pilze das Immunsystem dazu anregen, den Boten-stoff
Interleukin-17 zu bilden. "Wird der Botenstoff nicht ausgeschüttet oder
fehlen die Interleu-kin-17-produzierenden Abwehrzellen, kann der Pilz
uneingeschränkt wachsen und überwuchert die Haut", erklärt Salomé
LeibundGut-Landmann, Professorin und Leiterin der Abteilung für Im-
munologie an der Vetsuisse-Fakultät der UZH.

Pilz kann Hautallergie fördern

Was aber passiert, wenn das Gleichgewicht auf der Körperoberfläche aus den
Fugen gerät? Es gibt Hinweise, dass die normalerweise harmlosen
Malassezia-Pilze gerade bei Neurodermitis eine Rolle spielen. Bei dieser
chronisch-entzündlichen Hautallergie kommt es zu einer Überreaktion des
Immunsystems gegen Antigene aus der Umwelt, etwa gegen Hausstaubmilben. Es
bilden sich Ekzeme, die sich durch trockene, gerötete Haut und starken
Juckreiz zum Beispiel in den Gelenkbeugen kennzeichnen und bis zu 20
Prozent der Kinder und bis zu 10 Prozent der Er-wachsenen betreffen. Auch
bei Hunden gehört diese allergische Dermatitis zu den allerhäufigs-ten
Hauterkrankungen.

Die vorliegende Studie bestätigt, dass die Interleukin-17-produzierenden
Immunzellen, die norma-lerweise vor den Pilzen schützen und deren Wachstum
in Schach halten, zur Entstehung von Neurodermitis beitragen. Der Pilz
wird sozusagen auf der Haut zum Allergen und ruft eine Über-reaktion des
Immunsystems mit entsprechenden Entzündungsmerkmalen auf der Haut hervor.
Experimente mit Zellen von betroffenen Neurodermitis-Patienten, die
zusammen mit dem Universi-tätsspital Zürich und der ETH Zürich
durchgeführt wurden, untermauern diese Erkenntnis.

Behandlung mit therapeutischen Antikörpern

"Die Ergebnisse unserer Studie legen nahe, dass bei Neurodermitis
therapeutische Antikörper, die die Wirkung von Interleukin 17
neutralisieren, wirksam sein könnten. Diese Antikörper existie-ren bereits
und werden bei der Behandlung von Schuppenflechten mit grossem Erfolg
einge-setzt", sagt die verantwortliche Autorin LeibundGut-Landmann.
Allerdings bleibt noch zu klären, warum die Immunantwort gegen den
allgegenwärtigen Malasse-zia-Pilz krankhaft werden kann und warum die
normalerweise schützenden Immunmechanismen bei Neurodermitis-Patienten
versagen.

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Freistellungs-Stipendiaten der Deutschen Leberstiftung 2019 – Urkundenverleihung im Rahmen der GASL-Jahrestagung (v.l.n.r.): T. Longerich, P. Schirmacher, S. Hohenester, D. Lenz, R. Bartenschlager  Foto: Deutsche Leberstiftung

Stipendien der Deutschen Leberstiftung für zwei klinische hepatologische Projekte vergeben

Freistellungs-Stipendiaten der Deutschen Leberstiftung 2019 – Urkundenverleihung im Rahmen der GASL-Jahrestagung (v.l.n.r.): T. Longerich, P. Schirmacher, S. Hohenester, D. Lenz, R. Bartenschlager  Foto: Deutsche Leberstiftung
Freistellungs-Stipendiaten der Deutschen Leberstiftung 2019 – Urkundenverleihung im Rahmen der GASL-Jahrestagung (v.l.n.r.): T. Longerich, P. Schirmacher, S. Hohenester, D. Lenz, R. Bartenschlager Foto: Deutsche Leberstiftung

Um die Initiierung und Planung von klinischen Projekten oder klinischen
Studien im Bereich der Hepatologie zu unterstützen, lobte die Deutsche
Leberstiftung auch für das Jahr 2019 Freistellungs-Stipendien aus. Das
Gutachterkomitee beschloss die Förderung von zwei Projekten. Gefördert
werden so eine Studie zur nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung und ein
Projekt, das sich mit neuen genetischen Ursachen für akutes Leberversagen
im Kindesalter befasst.

Für die Verbesserung der Patientenversorgung ist die klinische Forschung
besonders wichtig. Daher fördert die Deutsche Leberstiftung diesen Bereich
schon seit einigen Jahren durch das Freistellungs-Stipendium. Dieses
Stipendium kann eingesetzt werden, um eine Freistellung von Ärzten von
ihrer eigentlichen Tätigkeit für die Projekt- bzw. Studienplanung zu
finanzieren. Die Stipendien umfassen die Übernahme von Personalkosten
eines Arztes für bis zu drei Monate (bis 20.000,- Euro).

Um die Freistellungs-Stipendien haben sich zahlreiche Ärzte mit
interessanten klinischen Studien und Projekten beworben. Die Prüfung und
Begutachtung der Anträge erfolgte durch ein unabhängiges Gutachterkomitee,
dessen Mitglieder Professor Dr. Verena Keitel-Anselmino, Düsseldorf,
Professor Dr. Frank Lammert, Homburg/Saar und Professor Dr. Christoph
Sarrazin, Wiesbaden waren. Die Gutachter beschlossen einstimmig die
Unterstützung für zwei Antragsteller mit ihren Projekten.

„Alle Bewerbungen für die Stipendien waren sehr gute Anträge mit
hochinteressanten Projekten, die verschiedene Lebererkrankungen mit
vielfältigen Forschungsansätzen verfolgen. Das zeigt die Akzeptanz, die
diese Förderung der Deutschen Leberstiftung genießt und beweist, wie
wichtig diese Förderung ist“, betont Prof. Dr. Frank Lammert, Präsident
der Fachgesellschaft DGVS (Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie,
Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten) und einer der Gutachter für die
Vergabe der Stipendien.

Die Gutachter beschlossen die Förderung von zwei Stipendiaten mit ihren
Projekten:

Priv. Doz. Dr. med. Simon Hohenester vom Klinikum der Universität München,
Campus Großhadern, plant eine klinische Studie zur probiotischen Therapie
der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung bei morbider Adipositas.

Dr. med. Dominic Lenz vom Universitätsklinikum Heidelberg befasst sich in
seinem Projekt mit der Untersuchung von neuen genetischen Ursachen für
akutes Leberversagen im Kindesalter.

Professor Dr. Frank Lammert erläutert die Auswahl des Komitees: „Die
nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist ein sehr relevantes
Thema. Die Erkrankung ist inzwischen eine Volkskrankheit, die zur
Leberzirrhose und zum Leberzellkrebs führen kann. Es gibt derzeit keine
Medikamente, die zur Behandlung zugelassen sind. Sicher ist, dass eine
Lebensstiländerung wie bspw. Gewichtsreduzierung zur Verbesserung der
Gesundheit beiträgt. Wir gehen davon aus, dass das Mikrobiom – also unsere
Darmflora – eine kritische Rolle bei der Entwicklung der Leberentzündung
spielt. Bisher wurde noch nicht systematisch untersucht, wie das Mikrobiom
bei NAFLD-Patienten durch eine probiotische Therapie positiv beeinflusst
werden kann. Genau das soll in dem geförderten Projekt erfolgen. Diese
klinische Studie verfolgt einen innovativen Ansatz und ist unbestritten
förderungswürdig.“

Auch das zweite Projekt hat die Gutachter überzeugt: „Akutes Leberversagen
im Kindesalter ist ein lebensbedrohliches Ereignis. Wenn die Ursache dafür
unbekannt ist, erschwert dies die Auswahl der geeigneten Therapie. Häufig
wird das Leberversagen im Kindesalter durch seltene
Stoffwechselerkrankungen oder genetisch bedingte Krankheiten ausgelöst.
Daher ist es elementar, die Ursachen und ihre möglichen Therapien besser
zu erforschen, was durch die Förderung im Rahmen einer bundesweiten Studie
erfolgen soll. Es bietet sich damit eine einmalige Chance, für diese
seltenen Erkrankungen neue Daten zu erfassen und auszuwerten. Ziel ist es,
eine Grundlage für zukünftige Handlungsempfehlungen zur Diagnostik und
Therapie bei Kindern zu erarbeiten“, erläutert Professor Lammert.

Die mit einer Freistellung geförderten Stipendiaten wurden am 22. Februar
2019 im Rahmen der 35. Jahrestagung der GASL (German Association for the
Study of the Liver) in Heidelberg bekannt gegeben. Die Stipendiaten
erhielten ihre Urkunden von Prof. Dr. Peter Schirmacher, Mitglied des
Stiftungsvorstandes.

Das Freistellungs-Stipendium zur Förderung von klinischen Studien und
Projekten wird auch für das Jahr 2020 ausgeschrieben: http://www.deutsche-
leberstiftung.de/foerderung.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung zu
verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung
die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher
erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet
außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für
Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die
Stiftung sehr erfolgreich.
Weitere Informationen: http://www.deutsche-leberstiftung.de.

JETZT NEU: Website-Relaunch der Deutschen Leberstiftung http://www
.deutsche-leberstiftung.de – wichtige Basisinformationen, umfangreicher
Service und Presseinformationen/-bilder im neu gestalteten Online-Portal
für Betroffene und Angehörige, Fachkreise sowie Medienvertreter.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert
umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen,
ihre Diagnosen und Therapien – inzwischen in dritter, aktualisierter und
erweiterter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN
978-3-89993-899-9, 16,99 Euro.
Weitere Informationen: http://www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch.

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Künstliche Intelligenz in Medizin und Pflege

Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz: Wissenschaft kontrovers-
Veranstaltung in Oldenburg

Wird künstliche Intelligenz die medizinische Versorgung revolutionieren?
Um diese Frage geht es in der Diskussionsveranstaltung „Was fehlt mir, Dr.
Robot?“, zu der Wissenschaft im Dialog alle Interessierten am Donnerstag,
21. März 2019, um 19 Uhr ins Schlaue Haus Oldenburg einlädt (Schlossplatz
16 in 26122 Oldenburg). Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht
erforderlich.

Lernende Computersysteme können den medizinischen Werkzeugkasten nicht nur
erweitern, sondern die Möglichkeiten von Ärztinnen und Ärzten in einigen
Bereichen wohl übertreffen. So ist Software durch die Analyse zahlreicher
Bilddaten bereits heute in der Lage, Hautkrankheiten schneller und
zuverlässiger zu erkennen als Menschen. Die Auswertung von Patientenakten
könnte in Zukunft genauere Prognosen ermöglichen. Und in der Kranken- und
Altenpflege könnten intelligente Roboter Pflegebedürftigen Gesellschaft
leisten und bei alltäglichen Aufgaben helfen. Welche Entwicklungen sind
heute tatsächlich absehbar? Und inwieweit stoßen sie bei den Patientinnen
und Patienten auf Akzeptanz? Darüber diskutiert das Publikum mit
Fachleuten aus verschiedenen Bereichen.

An der Podiumsdiskussion beteiligt sind der Medizintechniker Prof. Dr.
Andreas Hein und die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Gesa Lindemann von
der Universität Oldenburg sowie Petra Rothe, zuständig für die
Pflegeentwicklung am Klinikum Oldenburg. Die Moderation übernimmt die
Journalistin Ulrike Nehls.

Die Diskussion ist Teil von Wissenschaft kontrovers, einer
Veranstaltungsreihe und Online-Plattform von Wissenschaft im Dialog (WiD)
im Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz. Das Projekt wird vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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