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Gesundheit

Prof. Dr. Stefan Zimmer  Foto Jürgen Appelhans

Hospitationen sollen zahnärztliche Versorgung auf dem Land sichern Universität Witten/Herdecke, Kassenzahnärztliche Vereinigung und Zahnärztekammer stoßen Pilotprojekt an

Prof. Dr. Stefan Zimmer  Foto Jürgen Appelhans
Prof. Dr. Stefan Zimmer Foto Jürgen Appelhans

Mit einem neuen Hospitationsprogramm für Studierende der Zahnmedizin
fördert die Universität Witten/Herdecke (UW/H) mit der
Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV WL) und der Zahnärztekammer (ZÄK WL)
Westfalen-Lippe die zahnmedizinische Versorgung in ländlichen Gebieten.
Bei den Hausärzten ist das Problem bekannt: Immer weniger Ärzte lassen
sich in ländlichen Gebieten nieder. Die Folge ist eine schlechtere
hausärztliche Versorgung, was vor allem für ältere, nicht mehr mobile
Patienten zu einem Problem wird. Soweit möchten es die Zahnärzte im Bezirk
Westfalen-Lippe nicht kommen lassen und bieten deshalb gemeinsam mit der
Universität Witten/Herdecke ein Hospitationsprogramm für Studierende der
klinischen Semester an.

Teilnehmende Zahnarztpraxen haben sich bereits im Vorfeld nach einem
Aufruf der KZV Westfalen-Lippe gemeldet und ihr Interesse bekundet. Mitte
Juli fand die Auftaktveranstaltung im Audimax der Universität statt. Dr.
Holger Seib, Vorstandsvorsitzender der KZV WL und Dr. Klaus Bartling,
Präsident der ZÄK WL haben das Projekt, an dem auch die Universität
Münster teilnimmt, von Seiten der zahnärztlichen Körperschaften initiiert.
Sie sehen es als einen Versuch, den Berufsalltag als Zahnarzt im
ländlichen Raum erfahrbar zu machen. Studierende der UW/H können sich für
eine ein- bis zweiwöchige Hospitation in einer Praxis in einer Region mit
drohender Unterversorgung anmelden und erhalten dafür von der KZV WL eine
kleine Aufwandsentschädigung. Die Teilnahme an diesem Projekt wird auf die
160 Stunden Hospitationen, die jeder angehende Zahnmediziner der UW/H
bereits seit vielen Jahren im Laufe seines Studiums nachweisen muss,
angerechnet. Der Leiter des Departments für Zahn-, Mund- und
Kieferheilkunde der UW/H, Prof. Dr. Stefan Zimmer, unterstützt das Projekt
aus voller Überzeugung. „Als Universität haben wir neben der Erfüllung
unserer Aufgaben in Lehre und Forschung immer auch den Anspruch, einen
positiven Beitrag für das Gemeinwesen zu leisten. Mit diesem Programm
möchten wir einer zahnmedizinischen Unterversorgung im ländlichen Raum
vorbeugen.“

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Prostatakrebsbroschuere des Krebsinformationsdienstes

Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft Neuauflage Ratgeber Prostatakrebs

Prostatakrebsbroschuere des Krebsinformationsdienstes
Prostatakrebsbroschuere des Krebsinformationsdienstes

Die Broschüre „Örtlich begrenzter Prostatakrebs – ein Ratgeber für Betroffene“ vom Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums gibt es ab sofort in aktualisierter Fassung und gemäß der neuen Leitlinie. Sie richtet sich an Patienten sowie ihre Familien und informiert in verständlicher Sprache zu Diagnose, Tumorstadien und Behandlungsmöglichkeiten.  

Informiert entscheiden
Bei örtlich begrenztem Prostatakrebs stehen nach der Diagnose unter Umständen mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur Wahl. Die neu aufgelegte Broschüre des Krebsinformationsdienstes bietet dann eine wertvolle Entscheidungshilfe, um gemeinsam mit dem behandelnden Arzt zu überlegen, welche Vorgehensweise am besten mit der jeweiligen Krankheitssituation und den individuellen Bedürfnissen vereinbar ist. Was sind die Vor- und Nachteile von radikaler Operation, Bestrahlung oder aktiver Überwachung, und welches Vorgehen eignet sich am besten? Diese und weitere Fragen werden ausführlich behandelt und strukturiert dargestellt.

Neue Leitlinie verabschiedet  
Leitlinien sind wissenschaftlich begründete und praxisorientierte Empfehlungen für die angemessene ärztliche Vorgehensweise. Die neue Leitlinie zur Früherkennung, Diagnose und Behandlung des Prostatakarzinoms, ist seit April 2018 in Kraft. Alle Änderungen, die sich aus der Leitlinie ergeben, wurden in die Broschüre aufgenommen. So zum Beispiel das Vorgehen im Falle der sogenannten aktiven Überwachung. Gemeint ist damit die engmaschige Kontrolle von Patienten mit Prostatakrebs, ohne eingreifende Behandlung. Seit neuestem wird empfohlen, zusätzlich zur Tastuntersuchung und einer Blutentnahme zur PSA-Bestimmung, die Prostata in festgelegten Abständen sowohl bildgebend, mittels Magnetresonanz-Tomografie (MRT), als auch feingeweblich durch Entnahme von Gewebeproben zu kontrollieren.

Praktische Kommunikationshilfe
Der zusätzliche Flyer „Fragen an den Arzt“ kann aus der Broschüre herausgelöst werden und dient als Leitfaden für das Gespräch mit den behandelnden Ärzten – damit keine Frage offen bleibt. Mit knapp 57.400 Neuerkrankungen im Jahr 2014 ist Prostatakrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern. Über die Ursachen dieser oft sehr langsam wachsenden Tumorart ist relativ wenig bekannt. Als Hauptrisikofaktor gilt das Alter. Männer unter 50 Jahren erkranken nur sehr selten an Prostatakrebs. 2014 betrug das mittlere Erkrankungsalter 72 Jahre. Die Diagnose erfordert meist kein sofortiges Handeln. Jeder Betroffene hat also Zeit, sich gründlich zu informieren und mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen über das weitere Vorgehen zu sprechen. 

Die aktualisierte Broschüre „Örtlich begrenzter Prostatakrebs – ein Ratgeber für Betroffene“ kann kostenlos über das Sekretariat des Krebsinformationsdienstes bestellt werden:

Krebsinformationsdienst
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Telefon: 06221/422890
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Unter https://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/iblatt/prostatakrebs-lokal.pdf
ist sie als PDF-Dokument auf den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes abrufbar oder kann mithilfe des Online-Bestellformulars unter https://www.krebsinformationsdienst.de/bestellformular.php bestellt werden.
Alle Informationsmaterialien des Krebsinformationsdienstes sind unter
https://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/iblatt/index.php zu finden. Kostenlose Informationen zum Thema Krebs bietet der Krebsinformationsdienst (KID) täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr unter 0800 – 420 30 40 oder unter der E-Mail-Adresse krebsinformationsdienst@dkfz.de.

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Immer mehr Fälle von weißem Hautkrebs: KNAPPSCHAFT setzt auf Prävention

Ob ein ausgiebiger Tag am Strand oder ein Nickerchen im heimischen Garten – für viele Menschen gehört das Sonnenbaden genauso zu einem gelungenen Sommer wie Eiscreme oder lange Abende im Freien. Das kann negative Folgen nach sich ziehen: Immer mehr Menschen in Deutschland erkranken an weißem Hautkrebs. Die KNAPPSCHAFT setzt daher auf Aufklärung und bietet ihren Versicherten ein kostenloses Hautkrebsscreening.

Keine andere Tumorart ist weltweit so stark verbreitet wie Hautkrebs. Vor allem die Fälle von weißem Hautkrebs nehmen rasant zu. In Deutschland gilt er als häufigste Krebserkrankung. „Wenn man von Hautkrebs spricht, denken die meisten Menschen an veränderte Leberflecken oder Muttermale und dem damit verbundenen schwarzen Hautkrebs. Dabei tritt der helle Hautkrebs viel häufiger auf. Man geht von etwa 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr allein in Deutschland aus. Beim schwarzen Hautkrebs sind es lediglich 20.000“, erläutert Prof. Dr. Rolf-Markus Szeimies, Experte der KNAPPSCHAFT und Chefarzt an der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Vest.

Keine Trendwende in Sicht
Obwohl allgemein bekannt ist, dass zu viel UV-Strahlung schädlich sein kann, unterschätzen viele Menschen die Gefahr von weißem Hautkrebs. Welche Folgen das mit sich bringt, zeigen die Ergebnisse einer Studie von Dermatologen der Universität Tübingen, die auf Daten der Krebsregister im Saarland und in Schleswig-Holstein basiert. Danach sind die Neuerkrankungen in Deutschland seit den 1970er-Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Forscher gehen sogar davon aus, dass sich die Krankheitsfälle gegenüber 1970 bis zum Jahr 2030 verdoppeln werden. Eine Trendwende sei nicht in Sicht. Die Sterberate hingegen sei laut Studienautoren in den letzten Jahrzehnten stagniert oder gesunken. „Dass die Sterberate trotz steigender Fallzahlen teilweise sogar sinkt, hängt wahrscheinlich mit dem wachsenden Bewusstsein der Bevölkerung für weißen Hautkrebs sowie mit der Einführung des Hautkrebsscreenings zusammen“, meint Prof. Dr. Rolf-Markus Szeimies. „Denn wenn weißer Hautkrebs frühzeitig erkannt wird, ist er in der Regel gut behandelbar.“ Vorbeugende Maßnahmen und regelmäßige Hautkrebsscreenings sind aus Sicht des Dermatologen deshalb besonders wichtig.

Kostenloses Hautkrebsscreening
Die Krankenkasse KNAPPSCHAFT setzt sich aus diesem Grund gezielt dafür ein, dass insbesondere junge Menschen für die Gefahren von Hautkrebs sensibilisiert werden und die Aufklärung vorangetrieben wird. Als besondere Präventionsmaßnahme bietet die Krankenkasse alle zwei Jahre ein kostenloses Hautkrebsscreening für alle Altersgruppen an, obwohl der Gesetzgeber kostenlose Screenings erst ab dem 35. Lebensjahr vorsieht. „Mit dieser Sonderleistung möchten wir insbesondere junge Menschen sensibilisieren, sich mit den Gefahren von Hautkrebs auseinanderzusetzen, und dazu beitragen, die Gesundheit unserer Versicherten zu fördern“, erklärt Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT. Zur Früherkennungsuntersuchung gehört neben der ärztlichen Untersuchung auch eine Beratung durch fachlich geeignete Hautärzte, bei der das persönliche Hautkrebsrisiko und geeignete Schutzmaßnahmen im Fokus stehen.

Mehr Infos zum Hautkrebsscreening gibt es unter: www.knappschaft.de/hautkrebsscreening

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Prof. Dr. Dieter Häussinger und Prof. Dr. Hans Süssmuth bei der Buchpräsentation im Leber- und Infektionszentrum der Düsseldorfer Uniklinik.  Foto: Dr. Tobias Buschmann.

„Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie – Kompendium und Praxisleitfaden“ Prof. Dr. Dieter Häussinger präsentiert neues Fachbuch

Prof. Dr. Dieter Häussinger und Prof. Dr. Hans Süssmuth bei der Buchpräsentation im Leber- und Infektionszentrum der Düsseldorfer Uniklinik.  Foto: Dr. Tobias Buschmann.
Prof. Dr. Dieter Häussinger und Prof. Dr. Hans Süssmuth bei der Buchpräsentation im Leber- und Infektionszentrum der Düsseldorfer Uniklinik. Foto: Dr. Tobias Buschmann.

Sein neues Buch trägt den gleichen Namen wie die Klinik, die er seit 1994
am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) leitet: „Gastroenterologie,
Hepatologie und Infektiologie“. Am 4. Juli hat Prof. Dr. Dieter Häussinger
gemeinsam mit seinen Mitautoren das neue, über 1.100 Seiten starke
Fachbuch im Leber- und Infektionszentrum der Düsseldorfer Uniklinik
präsentiert.

„Die Arbeit an dem Buch hat viel Mühe aber auch Freude gemacht. Ich hoffe,
dass es vielen Kolleginnen und Kollegen ein hilfreicher Leitfaden ist und
natürlich auch angehende Mediziner für diese Fachdisziplinen begeistert.
Zugleich gilt mein Dank den vielen Personen, die bei der Verwirklichung
dieses Buches geholfen haben, vor allem auch den beiden Geschäftsführern
der düsseldorf university press (d|u|p), Prof. Hans Süssmuth und Wolfgang
Teubig. Ganz besonders freut es mich, dass wir für die Covergestaltung den
renommierten Bildhauer und ehemaligen Rektor der Kunstakademie Düsseldorf
Tony Cragg gewinnen konnten“, betont Prof. Häussinger. Bei dem
vorliegenden Werk handelt es sich um den ersten von den
Wissenschaftsverlagen d|u|p und De Gruyter gemeinsam verlegten Titel.

Ein „Kompendium und Praxisleitfaden“ soll das Buch laut offiziellem
Untertitel sein. Zutreffender wäre aber wohl die Bezeichnung
„Standardwerk“. Auch orientiert sich das Buch nicht zwingend an bekannten
vergleichbaren Strukturen, was allerdings auch nicht verwundert. In der
Verlagsinformation heißt es daher zu Recht: „Dieses Buch bricht mit
klassischen Lehrbuchkonzepten, indem es sich auf ausgewählte Kapitel der
Inneren Medizin konzentriert und die Alltagserfahrung von Ärzten der
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie der Heinrich-
Heine-Universität Düsseldorf in den Vordergrund rückt. Pathophysiologische
Grundlagen und Überlegungen werden dabei nur kurz angesprochen, im
Vordergrund stehen das praxisorientierte Handeln sowie Standard Operation
Procedures der eigenen Klinik, auch bei der Vielzahl sehr seltener
Krankheiten, die üblicherweise in Lehrbüchern keine Erwähnung finden.
Schwerpunkte sind nicht nur die Gastroenterologie, Endoskopie und
Hepatologie, sondern auch die gastroenterologische Onkologie,
Infektionskrankheiten, Tropenmedizin und seltene angeborene
Stoffwechselkrankheiten. Die pragmatische Behandlung dieser
Krankheitsbilder ist Ausdruck des Alltags einer Klinik der
Maximalversorgung.“

Bestellinformation: ISBN 978-3-11-060166-4, auch als eBook erhältlich.

Zur Person:
Prof. Dr. Dieter Häussinger ist seit 1994 Ordinarius für Innere Medizin
und Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und
Infektiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf. Darüber hinaus ist er
Gründer und Direktor des Hirsch Instituts für Tropenmedizin an der Arsi
Universität in Äthiopien. Prof. Häussinger war von 1998 bis 2002 Dekan der
Medizinischen Fakultät und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums
Düsseldorf.

Neben seiner Funktion als Sprecher der beiden Sonderforschungsbereiche 575
„Experimentelle Hepatologie“ (2000-2011) und 974 „Kommunikation und
Systemrelevanz bei Leberschädigung und Regeneration“ (seit 2012) war er
Sprecher der Klinischen Forschergruppe 217 „Hepatobiliärer Transport und
Lebererkrankungen“ (2009-2017), gefördert durch die Deutsche
Forschungsgemeinschaft.

Von 2000 bis 2007 gehörte Prof. Häussinger dem Medizinausschuss des
Wissenschaftsrates an. Er ist Mitglied zahlreicher Wissenschaftsgremien,
u.a. war er 2010-2018 Senator der Wissenschaftsgemeinschaft Leibniz.
Weiterhin ist er aktives Mitglied in wissenschaftlichen Akademien, wie
beispielsweise der Leopoldina und ist Vizepräsident der Nordrhein-
Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Prof. Häussinger
erhielt 1991 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen
Forschungsgemeinschaft und ist seit 2011 Träger des Verdienstkreuzes 1.
Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

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