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Gesundheit

Blasen an den Füßen nicht aufstechen

Blasen an den Füßen sollte man am besten in Ruhe lassen. "Keinesfalls aufschneiden", warnt die Berliner Podologin Berit Storch in der "Apotheken Umschau". Allenfalls könne der Fachmann mit einer sterilen Kanüle die Blase anstechen, um den Druck zu reduzieren, und dann die Wunde versorgen. Spezielle Blasenpflaster oder ein entlastender Schutzring reichen meist aus. Und vor allem: Bequeme Schuhe tragen!

Quelle: Apotheken Umschau

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Grippeimpfstoff wird in Deutschland knapp

Grippeimpfstoff in Deutschland knappZu den etwa zwei Dutzend Impfstoffen, bei denen es aktuell Lieferengpässe gibt, gehören auch die beiden einzigen Vierfach-Grippeimpfstoffe, die in Deutschland für die Grippesaison 2015/2016 zugelassen sind. Der Hersteller des Vierfachimpfstoffs Influsplit Tetra Glaxosmithkline (GSK) erklärte gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung", der Stoff sei bereits ausverkauft. Eine kurzfristige Nachproduktion sei nicht möglich.

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Verzicht auf Röntgen in der Notaufnahme: Akute Bauchschmerzen mit Ultraschall abklären

Plötzlich einsetzende heftige Bauchschmerzen können Zeichen eines lebensbedrohlichen Notfalls, etwa eines Darmverschlusses, sein. Um ein „akutes Abdomen“ abzuklären, sollten Ärzte eine Ultraschalluntersuchung anhand des sogenannten FAS-Konzepts durchführen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).
FAS steht für „Fokussierte Abdomen Sonografie“ und dient als systematischer Wegweiser durch die Untersuchung. Es ermöglicht auch wenig erfahrenen Ärzten in der Notfallstation schnell die richtige Diagnose zu stellen und die Patienten rasch der notwendigen Behandlung zuzuführen. Anders als die Computertomografie kommt der Ultraschall ohne Röntgenstrahlen aus und steht den Ärzten in der Notaufnahme unmittelbar zur Verfügung.

Suchen Patienten mit akuten heftigen Bauchschmerzen die Notaufnahme auf, müssen die Ärzte möglichst schnell die Ursache klären und entscheiden, ob und wie der Patient behandelt werden muss. In vielen Fällen, etwa bei Nieren- oder Gallensteinen, ist keine Operation notwendig. Bei einer Blinddarmentzündung hingegen kann ein chirurgischer Eingriff lebensrettend sein. Auch bei einem Darmverschluss, der bei vier bis neun Prozent der Patienten die Ursache von kolikartigen Bauchschmerzen ist, müssen die Mediziner schnell handeln. Ist die normale Passage des Darminhaltes blockiert, können zum Beispiel Risse in der Darmwand entstehen, Bakterien in die Bauchhöhle gelangen und dort lebensbedrohliche Infektionen verursachen.

„Neben Koliken sind Erbrechen und fehlender Stuhlgang Hinweise auf einen Darmverschluss“, erklärt Dr. med. Matthias Wüstner, Leitender Arzt der Zentralen Interdisziplinären Sonographie (ZIS) am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier. Um dem Verdacht nachzugehen, gilt es in den meisten Kliniken immer noch als Standard, zunächst Röntgenbilder des Bauches anzufertigen, entweder im Stehen oder im Liegen. Flüssigkeitsspiegel in den Darmschlingen zeigen in solchen Röntgenbildern an, dass der Darm stillsteht. Oberhalb des Verschlusses sind die Darmschlingen stark erweitert, unterhalb zum sogenannten Hungerdarm entleert. Die Röntgendiagnostik werde weiterhin eine gewisse Rolle spielen, sie müsse jedoch nicht mehr notwendigerweise als erstes Bildgebungsverfahren zum Einsatz kommen, so Wüstner.

Heute nutzen Ärzte an vielen Kliniken die Computertomographie zur Diagnostik des „akuten Abdomens“. „Die CT ist jedoch aufwändig und mit einem Strahlenrisiko verbunden“, so Wüstner. Der Leiter der DEGUM-Sektion Chirurgie empfiehlt stattdessen, den Ultraschall als Methode der ersten Wahl einzusetzen. Dieser könne bereits in der Notfallaufnahme durchgeführt werden und damit die Entscheidungen beschleunigen. Als Wegweiser durch die anspruchsvolle Untersuchung sollte dabei das FAS-Konzept dienen, so der Experte.

Das Konzept sieht einen systematischen Schallkopf-Rundgang durch den Bauch des Patienten vor. Dabei berücksichtigt der Untersucher bestimmte richtungweisende Veränderungen, die per Ultraschall gut und sicher zu erkennen sind. Neben auffälligen Ansammlungen von Flüssigkeiten oder Luft sind dies vor allem krankhafte Erweiterungen von flüssigkeitshaltigen Hohlorganen. So kann etwa der Harntrakt im Rahmen einer Harnsteinkolik oder der Gallentrakt im Fall einer Gallensteinkolik erweitert sein. Findet der Untersucher auffällig erweiterte Darmschlingen, tastet er sich mit dem Schallkopf an den Ort heran, an dem der Darm verschlossen oder geplatzt ist.

FAS diene als Basis, sozusagen als „kleines Einmaleins“, für den Ultraschall-Anfänger auf der Notfallstation, sagt Wüstner. In der Ultraschalldiagnostik erfahrenere Ärzte könnten darüber hinaus auch Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, des Blinddarms oder von Ausstülpungen des Dickdarms (Divertikulitis) sonografisch diagnostizieren.

„In klinischen Studien hat die Sonografie zu allen vorgenannten Fragestellungen gleichwertige diagnostische Treffsicherheit erzielt wie das CT“, betont Wüstner. Die richtige Interpretation der Ultraschallbilder sei jedoch vom Wissen, der Erfahrung und der Qualifikation des Arztes abhängig, der die Ultraschalluntersuchung durchführt. Beispielsweise sei es für wenig routinierte Untersucher schwierig, zu unterscheiden, ob sich Luft innerhalb oder außerhalb des Darms befindet. Die DEGUM organisiert Fortbildungen für Ärzte im Bereich der Ultraschalldiagnostik und arbeitet kontinuierlich an deren Optimierung im Rahmen des medizinischen Fortschritts. Sie vergibt Zertifikate, mit denen Mediziner ihre Kenntnisse den Kliniken und den Patienten gegenüber dokumentieren können.

Literatur:
Bowel Obstruction: Sonographic Evaluation
A. Hollerweger, M. Wüstner, K. Dirks
Ultraschall in der Medizin 2015; 36 (03): 216-238, Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Über die DEGUM:
Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) bietet ein Forum für den wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des medizinischen Ultraschalls. Sie vereint rund 10 000 Ärzte verschiedener Fachgebiete, medizinische Assistenten, Naturwissenschaftler und Techniker. Ultraschalldiagnostik ist heute das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin. Ultraschallanwendern bescheinigt die DEGUM eine entsprechende Qualifikation mit einem Zertifikat der Stufen I bis III. DEGUM zertifizierte Ärzte finden Patienten im Internet unter: www.degum.de

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Wittener Zentrum g-plus veröffentlicht neues Themenheft zur Versorgung chronisch Erkrankter

“Care for Chronic Condition” lautet der Titel der ab sofort erhältlichen, kostenlosen Ausgabe


„Care for Chronic Condition – Leben mit chronischer Krankheit gestalten“ – unter diesem Titel widmet sich das neue Themenheft transferplus der Versorgung von chronisch und mehrfach erkrankten Menschen.

Wie kann die Versorgung chronisch und mehrfach erkrankter Menschen in Deutschland verbessert werden? Welche Konzepte gibt es, um die Betroffenen mit ihren spezifischen Bedürfnissen stärker in den Mittelpunkt der Versorgung zu stellen und ihre Selbstmanagementkompetenz zu stärken? „Die Autorinnen und Autoren berichten unter anderem über Versorgungskonzepte, bei denen Beispiele aus dem Ausland wichtige Impulse geliefert haben“, so Prof. Dr. Elke Donath, Herausgeberin des Heftes und Leiterin des Instituts g-plus der Universität Witten/Herdecke.

Die Themen sind breit gefächert und reichen von den grundsätzlichen Herausforderungen bei der Versorgung von chronisch und mehrfach Erkrankten, über die Versorgung von chronisch kranken Kindern in der Schule bis zur Steigerung der Selbstwirksamkeit am Beispiel von Epilepsie. Darüber hinaus werden unter anderem zwei Modelle zur Versorgung von Menschen mit Herzinsuffizienz vorgestellt sowie eine Initiative für Selbstmanagement bei chronischer Krankheit.

Das Themenheft ist ab sofort kostenlos als PDF-Download erhältlich:
http://www.g-plus.org/wp-content/uploads/2015/10/10_transferplus_Leben-mit_Oktob...

Die Druckversion kann gegen einen frankierten Rückumschlag unter www.g-plus.org angefordert werden.

Care for Chronic Condition (CCC) – Internationales Hospitations- und Fortbildungsprogramm

Das Programm Care for Chronic Condition fördert die Robert Bosch Stiftung und ermöglicht so Aufenthalte im Ausland, durch die neue Erkenntnisse zur Versorgung chronisch und mehrfach erkrankter Menschen gewonnen werden können. Dazu gehören Hospitationen an Bildungs- und Praxiseinrichtungen, Fort- und Weiterbildungen, die Teilnahme an Konferenzen sowie weiterqualifizierende Studiengänge. Die Robert Bosch Stiftung gewährt dafür Zuschüsse zu Reise- und Aufenthaltskosten sowie zu Teilnahmegebühren. Anträge können jeweils zum Ende eines Quartals beim Institut g-plus eingereicht werden.

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.100 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.
Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.uni-wh.de/universitaet/presse/presse-details/artikel/wittener-zentrum-g-plus-veroeffentlicht-neues-themenheft-zur-versorgung-chronisch-erkrankter/
https://www.uni-wh.de/fileadmin/media/g/pflege/g_plus/logo_gplus.jpg

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