Masern der unterschätzte Feind
Wir Deutschen sind ein putziges Volk. Wir glauben gerne, dass Substanzen in T-Shirts zu lebensgefährlichem Hautausschlag führen, lehnen den Kauf von Gummibooten wegen der damit verbundenen Todesgefahr ab und fürchten uns vor Rinderwahnsinn. Die Schweinegrippe hat zur Produktion von Hektolitern Serum geführt, das Meiste konnte man wegkippen. Es gab nach einer letzten Zählung weltweit rund 15.000 Todesopfer zu beklagen. Jeder einzelne Fall ist schrecklich, doch verglichen mit dem Massenmord, den die angebliche Kinderkrankheit Masern anrichtet, war es Hysterie. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wüteten die Masern bis Ende der 90er Jahre derart, dass mehr als 870.000 Todesopfer jährlich zu beklagen waren, bis 2011 haben Aufklärungskampagnen und Impfaktionen dafür gesorgt, dass diese Zahl auf knapp 160.000 gesunken ist.
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Die Ausgaben der Krankenkassen für Selbsthilfegruppen liegen auf Rekordniveau. Sie sind seit 2008 um mehr als neun Prozent auf erwartete 42 Millionen Euro in diesem Jahr gestiegen. Dies geht aus einer internen Aufstellung des GKV-Spitzenverbandes hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt.
Schwangere sollen sich vor einer Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii schützen. Weniger sie selbst, als das ungeborenes Kind ist dadurch bedroht. Fehlgeburt, Missbildungen oder geistige Beeinträchtigung sind häufige Folgen. Ein erster Schritt ist, sich möglichst schon vor einer Schwangerschaft auf Toxoplasmose-Antikörper testen zu lassen. Sind bereits Antikörper vorhanden, besteht keine Gefahr für das Kind, berichtet die "Apotheken Umschau". Ist das nicht der Fall, gilt erhöhte Sorgfalt im Alltag: Auf rohe Wurst- und Fleischwaren verzichten.