Zum Hauptinhalt springen

Gesundheit

Stiftung Kindergesundheit launcht Podcast „Hör Dich fit!“ – Ernährungsbildung für Kinder c

„Hör dich fit!“, so heißt der neue Podcast der
Stiftung Kindergesundheit, welcher sich an alle Kinder im Vor- und
Grundschulalter richtet und in insgesamt 10 Folgen alles Wissenswerte zum
Thema gesunde Ernährung auf den Tisch bringt.

Gemeinsam mit ihrem Papa tauchen Lina und Milo in geheimnisvolle Welten
ein und erfahren dort vom schlauen Vitamin Corbi allerhand Interessantes,
um fit in den Tag zu starten und auf Dauer gesund zu leben. Der Podcast
bietet den jungen Zuhörer*innen hilfreiche Informationen und gibt ihnen
praktische Tipps, um die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung zu
verstehen und in ihren Alltag einzubauen. Zum Beispiel erfahren sie wie
man erkennt, ob ein Lebensmittel gesund ist oder nicht, oder warum
Wassertrinken so enorm wichtig ist. Auch allgegenwärtigen Begriffe wie
„Bio“ und der Zusammenhang von Klima und Ernährung nimmt Corbi genau unter
die Lupe.

Die ersten drei Folgen des Podcast sind ab sofort auf allen gängigen
Podcast-Plattformen, darunter Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts,
verfügbar. Im Zeitraum von Juli bis Dezember werden dann die weiteren 7
Folgen veröffentlicht.

Die Stiftung Kindergesundheit trägt bereits seit über 25 Jahren mit ihren
Präventionsmaßnahmen zur Bildung eines gesunden Lebensstils bei und betont
auch durch diesen Podcast die Bedeutung einer gesunden Ernährung, um
gesund groß zu werden. „Wir freuen uns sehr, wenn wir auf diesem Wege noch
mehr Kinder erreichen können und ihnen auf unterhaltsame Weise die
Grundlagen einer gesunden Ernährung vermitteln können", sagt der Münchner
Kinder- und Jugendarzt Professor Dr. Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender
der Stiftung Kindergesundheit. „Wir hoffen, dass der Podcast dazu
beiträgt, die Gesundheitskompetenz von Kindern zu stärken."

Den Startschuss zur Entwicklung der Podcast-Serie legt die erfolgreiche
Kooperation zwischen der Stiftung Kindergesundheit und der BNP Paribas
Cardif. Gemeinsam engagierten sich beide Partner bereits 2022 gegen die
Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit mit zahlreichen Videoformaten
zur Ernährungsbildung. „Wir sind sehr stolz, dass wir gemeinsam das
Bewusstsein für dieses Thema schärfen und mit diesem Podcast nun ein
weiteres Aufklärungsformat geschaffen haben“, sagt Nicolas Pöltl, CEO von
BNP Paribas Cardif in Deutschland.

Alle Interessierten, Kinder und Eltern, sind herzlich eingeladen, den
Podcast „Hör dich fit!" gleich zu abonnieren, um keine der spannenden
Folgen zu verpassen. Noch ein kleiner Tipp von Corbi: Der Podcast eignet
sich auch sehr gut für Pädagog*innen zur Unterstützung ihrer
Bildungsarbeit in Kita und Grundschule. Hier geht’s direkt zum Podcast
„Hör dich fit!“.

Die Stiftung Kindergesundheit

Als gemeinnützige Organisation mit direkter Anbindung zur Ludwig-
Maximilians-Universität München und der dortigen Kinderklinik und
Kinderpoliklinik agiert die Stiftung Kindergesundheit an der Schnittstelle
zwischen Wissenschaft und Praxis. Sie vernetzt wissenschaftliche
Erkenntnisse mit praktischer Anwendung innerhalb ihrer Programme und
Projekte. Mit ihren evidenzbasierten Programmen gestaltet sie
zielgruppengerechte Prävention - von der Schwangerschaft über den
Kindergarten, von der Grundschule bis hin zum Jugendlichen. Ziel ist es,
Erkenntnisse aus der Wissenschaft für die Praxis nutzbar zu machen.
Gegründet wurde die Stiftung 1997 von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Berthold
Koletzko, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit Tätigkeit am Dr. von
Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er
ist bis heute ihr Vorstandsvorsitzender.

Über BNP Paribas Cardif in Deutschland

In Deutschland ist das Versicherungsunternehmen BNP Paribas Cardif seit
dem Jahr 1996 aktiv und hat seinen Sitz in Gerlingen. Das Unternehmen ist
Anbieter von Produkten wie Restkredit- und Reparaturkostenversicherungen,
Baufinanzierungsabsicherungen, Einkommensschutz sowie Rundum-Absicherung
von Mobilität. Als Tochtergesellschaft von BNP Paribas verfügt das
Versicherungsunternehmen über ein einzigartiges Geschäftsmodell, das in
Partnerschaften verankert ist. Mit einer Präsenz in über 30 Ländern und
starken Standorten in Europa, Asien und Lateinamerika ist BNP Paribas
Cardif ein globaler Spezialist für Personenversicherungen und leistet
einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Realwirtschaft. Weltweit
beschäftigt BNP Paribas Cardif 8.000 Mitarbeitende. BNP Paribas Cardif ist
über die Cardif Lebensversicherung und Cardif Allgemeine Versicherung in
Deutschland tätig.

  • Aufrufe: 113

Bessere Gesundheitsversorgung dank KI

Die Komplexität in der Medizin nimmt ständig zu, nicht zuletzt aufgrund
neuer Technologien. Künstliche Intelligenz (KI, englisch AI) soll
Ärztinnen und Ärzten helfen, die Informationsflut handhabbar zu machen und
die bestmögliche Entscheidung für ihre Patient:innen zu treffen. Mit dem
kürzlich gegründeten „AI Center for Health Care“ fördert das Land Bremen
über die U Bremen Research Alliance (UBRA) die institutionenübergreifende
Zusammenarbeit an diesem Zukunftsthema – und stärkt die
Gesundheitsforschung in Bremen.

Dabei adressiert der Aufbau des „AI Center for Health Care“ als eine der
Aktivitäten im Leitprojekt „Künstliche Intelligenz“ der U Bremen Research
Alliance die kritische Relevanz von KI in der Gesundheitsforschung. Das
Vorhaben dient der Vernetzung der Mitgliedseinrichtungen in diesem
Themenbereich und insbesondere der Förderung von Promovierenden, die in
interdisziplinären, die Mitglieder der UBRA verbindenden Projekten
engagiert sind.

Ein spannender Beitrag zur erfolgreichen Arbeit der Projekte im AI Center
for Health Care ist vor kurzem in Ausgabe 7 des Wissenschafts-Magazin
„Impact“ der U Bremen Research Alliance erschienen und kann auf der
nachstehenden Internetseite abgerufen werden:  https://www.bremen-
research.de/einblicke/bessere-gesundheitsversorgung-dank-ki

Über die UBRA:
In der U Bremen Research Alliance kooperieren die Universität Bremen und
zwölf Institute der bund-länder-finanzierten außeruniversitären Forschung
– alle mit Sitz im Bundesland Bremen. Sie umfasst Forschungsinstitute der
vier großen deutschen Wissenschaftsorganisationen, also Fraunhofer-
Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-
Gesellschaft, sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche
Intelligenz. Das Themenfeld Künstliche Intelligenz ist eines der
Leitprojekte der UBRA.

Originalpublikation:
Impact – Das Wissenschaftsmagazin der U Bremen Research Alliance

In der U Bremen Research Alliance kooperieren die Universität Bremen und
zwölf Forschungsinstitute der vier deutschen Wissenschaftsorganisationen
sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz - alle mit
Sitz im Bundesland.

Das seit 2019 erscheinende Magazin Impact dokumentiert die kooperative
Forschungsstärke der Allianz und ihre gesellschaftliche Relevanz. „Bessere
Gesundheitsversorgung dank KI“ wurde in Ausgabe 7 (Februar 2023)
veröffentlicht.

https://www.bremen-
research.de/fileadmin/user_upload/Einblicke/Impact_7_B_Human/Ausgabe_7_IMPACT_Magazin_U_Bremen_Research_Alliance.pdf

  • Aufrufe: 130

Preisgekrönte ISM-Bachelorarbeit beleuchtet Potenziale von KI-Chatbots im Gesundheitswesen

KI-Chatbots wie ChatGPT von Open AI oder Bard von
Google revolutionieren zurzeit das Internet. Auch für das Gesundheitswesen
bieten Chatbots viel Potenzial, wie Luisa de Alzaga Achter von der
International School of Management (ISM) in ihrer Abschlussarbeit zeigt.
Ihre Bachelor-Thesis „KI-basierte Chatbots - eine kritische Analyse der
Patientenerwartungen“ wurde mit dem Best Thesis Award der ISM sowie dem
Preis des Verbandes der Privaten Hochschulen ausgezeichnet.

ISM-Absolventin Luisa de Alzaga Achter hat in ihrer Bachelorarbeit im Fach
International Management die Erwartungen von Patienten im deutschen
Gesundheitsmarkt anhand von KI-basierten Chatbots untersucht und Ansätze
aufgezeigt, die die Nutzung dieser Chatbots fördern könnten.

Die Forschungsergebnisse verweisen auf das große Potenzial der KI-Chatbots
für die Informationsbeschaffung der Patienten, wie Luisa de Alzaga Achter
erklärt: „Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten Chatbots als
vielversprechende Informationsquelle zur Partizipation und Mitsprache bei
der eigenen Gesundheit ansehen. Eine patientenzentrierte Entwicklung von
KI-basierten Chatbots kann somit nicht nur den Erfolg der Technologie
fördern, sondern auch das Empowerment der Patienten im Gesundheitswesen
unterstützen.“ Voraussetzung dafür sei aber eine positive User Experience,
die Zugänglichkeit, Nützlichkeit, Benutzerfreundlichkeit und Spaß für die
Anwender beinhaltet.

Nach Ansicht der Autorin de Alzaga Achter verspricht der Einsatz von
Chatbots im Gesundheitswesen viele Vorteile: „Chatbots könnten dazu
beitragen, den Zugang zu medizinischen Informationen und Dienstleistungen
zu erleichtern und die Patientenversorgung zu verbessern. Auch Zeitaufwand
und Kosten für die Patienten könnten mit Chatbots reduziert werden und so
die Gesundheitsdienstleister in ihrer Arbeit entlasten.“

Für eine erfolgreiche Nutzung von KI-Chatbots im Gesundheitswesen sei es
aber wichtig, sich auch der Grenzen und Risiken der neuen Technologie
bewusst zu sein, so die ISM-Alumna: „Chatbots dürfen nicht als Ersatz für
die medizinische Fachkompetenz und den menschlichen Kontakt dienen. Sie
können unterstützend wirken und sollten daher nur in bestimmten Bereichen
eingesetzt werden, die sich für die Automatisierung eignen, zum Beispiel
bei der Informationsbeschaffung oder dem Follow-up nach einem
Krankenhausaufenthalt. Insgesamt sehe ich in der Digitalisierung aber eine
große Chance für das Gesundheitswesen, unter der Voraussetzung, dass bei
der Umsetzung auch ethische und soziale Aspekte berücksichtigt werden.“

Um zukunftsweisende Technologien wie KI-Chatbots in Unternehmen
einzuleiten, braucht es Schnittstellen, die sich sowohl mit den
Innovationspotenzialen neuer Technologien auskennen, als auch Kenntnisse
in Gesundheitsökonomie und Management mitbringen. Die International School
of Management (ISM) bietet ab September 2023 neu den Masterstudiengang
Health Care Management im ISM-Fernstudium an. Vermittelt werden Kenntnisse
in Gesundheitswirtschaft und internationalem Management sowie
Führungskompetenzen. Ein Schwerpunkt des Masterstudiums wird bei der
Digitalisierung sowie Innovations- und Change Management im
Gesundheitssektor liegen. Weitere Informationen zum Studiengang gibt es
unter https://ism-fernstudium.de/master/health-care-management-master/

Bild: Luisa de Alzaga Achter hat an der International School of Management
(ISM) den Studiengang International Management studiert. Ihre
Bachelorarbeit zum Thema „KI-basierte Chatbots - eine kritische Analyse
der Patientenerwartungen“ wurde mit dem „Best Thesis Award“ der ISM sowie
von dem Verband Privater Hochschulen (VPH) ausgezeichnet. Als Junior
Operations Manager beim Health-Tech Anbieter Climedo ist es der ISM-
Absolventin ein Anliegen, durch digitale Innovationen das deutsche
Gesundheitswesen für Patienten zu verbessern.

Hintergrund:
Die International School of Management (ISM) ist eine staatlich
anerkannte, private Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft und zählt zu
den führenden privaten Hochschulen in Deutschland. An Standorten in
Dortmund, Frankfurt/Main, München, Hamburg, Köln, Stuttgart und Berlin
wird in kompakten und anwendungsbezogenen Studiengängen der
Führungsnachwuchs für international orientierte Wirtschaftsunternehmen
ausgebildet. Zum Studienangebot gehören Vollzeit-Programme,
berufsbegleitende und duale Studiengänge sowie das komplett digitale
Fernstudium. In Hochschulrankings schafft es die ISM mit hoher
Lehrqualität, Internationalität und Praxisbezug regelmäßig auf die
vordersten Plätze. Das internationale Netzwerk umfasst rund 190
Partnerhochschulen.

  • Aufrufe: 122

Überversorgt und trotzdem früher tot - Präventionskrise in Deutschland

Die Lebenserwartung in Deutschland fällt im internationalen Vergleich
auffällig niedrig aus, obwohl sich Deutschland eines der teuersten
Gesundheitssystem der Welt leistet. Angesichts dieses ernüchternden
Ergebnisses fordert die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und
Familienmedizin (DEGAM), den Fokus endlich mehr auf Prävention und
Gesundheitskompetenz zu richten. Dazu gehören: Stärkung der
Hausarztmedizin, Aufwertung der sprechenden Medizin und damit mehr
Gesundheitsberatung, strengere Regeln im Umgang mit Tabak- und
Alkoholwerbung, gesundes Schul- und Kita-Essen, mehr Sportangebote etc.

Bei den Ausgaben für das Gesundheitssystem liegt Deutschland auf den
vorderen Plätzen, bei der Lebenserwartung gehört es zu den
Schlusslichtern. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Max-Planck-
Instituts für demografische Forschung in Rostock, in der die
Lebenserwartung in sechs Ländern mit hohem Einkommen verglichen wurden. Es
zeigten sich erhebliche Unterschiede: In den bestplatzierten Ländern
(Frauen: Spanien, Männer: Schweiz) werden die Menschen im Durchschnitt
gleich mehrere Jahre älter als in Deutschland. In Deutschland ist, so die
Studie, vor allem die erhöhte Anzahl von Todesfällen aufgrund
kardiovaskulärer (Herz-Kreislauf-)Erkrankungen auffällig.

Gerade angesichts der immensen Ressourcen, die hierzulande für die
Gesundheit ausgegeben werden, müssen diese Zahlen aufrütteln: In
Deutschland arbeiten überdurchschnittlich viele Ärztinnen und Ärzte,
gleichzeitig gibt es mehr Krankenhaus- und Intensivbetten als in fast
allen anderen verglichenen Ländern. Trotzdem sterben die Menschen in
Deutschland früher.

„Wir setzen uns seit Jahren für mehr Prävention ein. Es wäre schon viel
gewonnen, wenn die sprechende Medizin aufgewertet wird, so dass den
hausärztlichen Kolleginnen und Kollegen endlich mehr Zeit für die
Gesundheitsberatung zur Verfügung steht. Anders wird es nicht gelingen,
gerade Risikogruppen zu erreichen. Das geht nur im Gespräch“, kommentiert
Prof. Martin Scherer, Präsident der DEGAM. „In Deutschland gibt es ein
krasses Missverhältnis: Die Anzahl der Arztkontakte pro Person ist extrem
hoch – aber die Zeit pro Patient/in, um gesundheitsförderndes Verhalten zu
besprechen, viel kürzer als in den verglichenen Ländern.“

Echte Prävention ist zudem viel mehr als eine medizinische – sie ist eine
gesellschaftspolitische Aufgabe: „Deutschland ist führend im Pro-Kopf-
Verbrauch von Zucker, hat immer noch eine überdurchschnittliche Alkohol-
und Raucherquote (und als eines von wenigen Ländern weiterhin kein
Werbeverbot für Zigaretten) und einen viel zu hohen Anteil an
übergewichtigen und adipösen Menschen. Bei der Ernährung fällt die hohe
Rate an tierischen Produkten auf. Auch bei der Bewegung gibt es Defizite,“
ergänzt Dr. Thomas Maibaum, stellvertretender Sprecher der DEGAM-Sektion
Prävention.

Gleichzeitig warnt die Fachgesellschaft davor, die Verantwortung alleine
bei den Betroffenen abzuladen. „Es ist seit Jahren bekannt, dass eine
reine Verhaltensprävention in erster Linie die Menschen erreicht, die
sowieso schon gesundheitsbewusst leben. Bei der Verhältnisprävention, über
die seit Jahren diskutiert wird, kommt Deutschland weder bei der Forschung
noch in der Praxis der öffentlichen Gesundheitsfürsorge (Public Health)
wirklich voran. Erste und längst überfällige Schritte wären: Einführung
Zuckersteuer, Werbeverbot für Tabakprodukte, Raucherentwöhnung als
Kassenleistung, Subventionierung von gesunder Ernährung in Kindergarten
und Schule und mehr Sportangebote für jede Altersstufe“, fordert Martin
Scherer. „Nur so können wir bei der Lebenserwartung zumindest den
internationalen Durchschnitt erreichen.“

Hinsichtlich der Konsequenzen der Studie sieht die Autorengruppe
insbesondere Defizite in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die DEGAM geht davon aus, dass die kardiovaskuläre Krankheitslast auch
medikamentös effektiver reduziert werden kann: „Bei Menschen mit hohem
absoluten und relativen Herzinfarkt-Risiko sollten verstärkt Statine
verschrieben werden“, fasst Dr. Uwe Popert, Sprecher der DEGAM-Sektion
Hausärztliche Praxis, den aktuellen Wissensstand zusammen. „In Deutschland
liegt die Indikationsgrenze derzeit bei einem 20-prozentigen Risiko, dass
innerhalb von 10 Jahren ein kardiovaskuläres Ereignis (zum Beispiel
Herzinfarkt) auftritt. Im europäischen Ausland liegt die
Indikationsschwelle meist bei 10 Prozent. Auch Deutschland sollte diesen
Wert insbesondere für Jüngere bei 10 Prozent ansetzen, um eine
problematische Verzögerung der Behandlung zu vermeiden.“

Quellen:
Jasilionis, D., van Raalte, A.A., Klüsener, S. et al. The underwhelming
German life expectancy. Eur J Epidemiol (2023).
https://doi.org/10.1007/s10654-023-00995-5

DEGAM-Leitlinie zur Kardiovaskulären Prävention:
https://tinyurl.com/y5sn6jp9

  • Aufrufe: 150