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Lifestyle

Ein Fond ist das aromatische Geheimnis grossartiger Küche

Fond – der «Körper» der Sauce Herbert Huber philosophiert über die Welt der Saucen

Ein Fond ist das aromatische Geheimnis grossartiger Küche

Ein Fond führt zu einer guten Sauce

Fertigsaucen haben oft den Beigeschmack des schlechten Gewissens. In einem selbst gemachten Fond hingegen steckt viel Liebe und weder Geschmacksverstärker noch Konservierungsmittel.

Ein Fond ist niemals eine Sauce. Das kann man im «Pauli», dem in den 50-er Jahren erschienenen und immer noch brandaktuellen Lehrbuch der Köche, nachlesen. Eine perfekte Sauce jedoch kann nur aus einem gehaltvollen Fond entstehen. Fond verleiht einer Sauce, wie man unter Köchen sagt, den «Körper». Ein Fond ist eine klare Brühe, und durch das Binden mit Maizena oder Beurre Manié (Mehlbutter) und eventuell das Verfeinern mit Rahm oder Aufmontieren mit Butter wird sie erst zur Sauce.

Im Luzerner «Continental», damals 1958 an der Morgartenstrasse, wo ich meine Kochlehre absolvierte, und in den Erstklass-Häusern, die ich auf Weiterbildungsreisen besuchte, wurde weder mit Fertigsaucen noch mit fertigen Fonds gekocht. Auch heute gibt es wieder vermehrt Köche, auch junge, die das «à fond Zubereiten» von Fond pflegen. Dazu braucht es die entsprechende Einstellung, etwas Zeit, viel Liebe zum Kochen und das Wissen, wie es geht. Aber es lohnt sich.

Die Deklaration

Ein Fond ist das aromatische Geheimnis grossartiger Küche
Ein Fond ist das aromatische Geheimnis grossartiger Küche

Wenn Küchenchefs eine frische Marktküche propagieren, gleichzeitig aber fixfertige Saucen auftischen, hat das etwas Peinliches. Ich habe überhaupt nichts gegen Maggi, Knorr und die Lebensmittelindustrie im Allgemeinen, doch hat der Gast das Anrecht zu erfahren, was ihm serviert wird. Ich habe auch nichts gegen Argumente wie: «Aus Zeitgründen verwenden wir Convenience-Produkte». Nur eben, wissen möchte ich es. Und dass Hausgemachtes etwas teurer sein darf, versteht sich von selbst.

Die Tradition der Fonds

Ein Fond ist das aromatische Geheimnis grossartiger Küche
Ein Fond ist das aromatische Geheimnis grossartiger Küche

Für die Zubereitung eines erstklassigen Fonds rösten Profiköche kiloweise Knochen mit Gemüsewürfeln an, fügen Tomatenmark bei, bestäuben das Ganze dann mit Mehl und löschen mit Wein ab. Dann füllen sie es mit Wasser auf und lassen es stundenlang in riesigen Braisièren (Bratpfannen) im Ofen oder auf dem Herd köcheln. Zu Hause geht das auch etwas einfacher. Hier meine Tipps für verschiedene Sorten von Fonds, aus denen dann die entsprechenden Saucen gebunden werden können:

Rindfleischfond:

Wenn meine Gertrude jeweils Siedfleisch kocht, mit allen hineingehörenden Gemüsen und Markbein für ihren Göttergatten, reduziert sie anschliessend die durch ein Haarsieb passierte, leicht gesalzene Bouillon etwa um die Hälfte ein, kühlt das Ganze ab und füllt es in ein Tupperware. Ein herrlicher Basis-Fond für ein Voressen oder einen Schmorbraten. Im Kühlschrank ist er etwa eine Woche haltbar. Will sie ihn noch länger aufbewahren, eignet sich das Eiswürfelgeschirr bzw. der Tiefkühler. Die eingefrorenen Portionen füllt sie in ein Plastiksäckli ab und kann sie dann bei Bedarf auftauen.

Kalbfleischfond:

Fond für alle mediterane Saucen
Fond für alle mediterane Saucen

Ein weisses Kalbsvoressen mit Kalbsfüssli im leicht gesalzenen Wasser und weissem Gemüse (Lauch, Knollensellerie, Zwiebel gespickt mit Lorbeerblatt und Nelke) weichkochen. Einen Teil des entstandenen Fonds für die Sauce fürs Essen gleichentags gebrauchen und den anderen Teil noch etwas einkochen und wie oben zum späteren Gebrauch einfrieren.

 

 

 

 

Geflügelfond:

Pouletbrüstchen mit weissem Gemüse in leicht gesalzenem Wasser zugedeckt pochieren. Einen Teil des erhaltenen Fonds einfrieren. Für eine Geflügelsauce und auch für Risotto ist dieser Fond bestens geeignet.

Fischfond:

Wildfond
Wildfond

Frische, fein geschnittene Fischgräte (im Comestibles-Geschäft erhältlich) mit etwas Lauch und Zwiebeln kurz andünsten. Ablöschen mit trockenem Weisswein und mit etwas Wasser auffüllen. Maximal 20 Minuten köcheln lassen. Durch ein Haarsieb passieren und dann ab ins Tupperware beziehungsweise den Tiefkühler.

 

Für die Sauce wird dann der Fond mit Beurre manié oder etwas Maizena gebunden. Mit Rahm und Butterflocken verfeinert und mit dem Stabmixer schaumig gerührt. Abgeschmeckt und über den in etwas Fond gedämpften und warm gestellten Fisch nappieret.

 

 

 

 

Rotweinfond:

Ein Fond ist das aromatische Geheimnis grossartiger Küche
Ein Fond ist das aromatische Geheimnis grossartiger Küche

Kräftigen, gehaltvollen Rotwein mit etwas Zwiebeln und Tomatenwürfeln, etwas roter Peperoni und einem Kalbsfüssli (vorher kurz angebraten) mit Rindfleischfonds zur Hälfte einkochen. Durchs Haarsieb passieren, erkalten lassen und wie beschrieben einfrieren. Die ideale Basis für alle braunen Saucen.

 

 

 

 

Convenience-Food selbst gemacht

Man kann auch noch einen Schritt weiter gehen und bereits fertige, übrig gebliebenen Saucen als Basis für ein nächstes Mal einfrieren. Sozusagen der gebundene Saucenwürfel, hausgemacht. Sie bereiten beispielsweise ein braunes Voressen zu? Machen Sie extra etwas mehr Sauce und frieren einen Teil davon abgeschmeckt ein. Und schon haben Sie für das nächste Mal etwas Basiskonzentrat. Das gleiche gilt für die übrig gebliebene Sauce eines Schmorbratens oder eines weissen Kalbsvoressens.

Unter «Saucen selber machen» gibt es im Internet viele Tipps. Immer wenn das Rezept etwa brauner oder weisser oder Fischfond erwähnt wird, holen Sie das Tupperware mit Ihrem selbst Gemachten, beziehungsweise zücken einen Würfel. Das verleiht Ihrer Sauce den persönlichen Goût – ohne Konservierungsstoffe, ohne Geschmacksverstärker. A propos: Durch das Strecken mit Rahm et cetera verändert sich der Geschmack natürlich. Die Sauce muss also immer erst am Schluss probiert und je nach dem nochmals abgeschmeckt werden.

Wichtig: Vor dem Einfrieren von Fonds oder fertigen Saucen sollte die obenauf schwimmende Fettschicht immer entfernt werden. Denn Fett gefriert bekanntlich nicht und hinterlässt einen ranzigen Geschmack. Ausserdem nicht vergessen, dass Tupperware oder den Beutel mit den gefrorenen Würfeln anzuschreiben: Was ist drin und wann wurde es abgefüllt? Damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Text   www.herberthuber.ch

Fotos www.pixelio.de

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Fond zubereiten

Ein Fond ist das aromatische Geheimnis grossartiger Küche

Saucenfond für dunkle Sauce

Hühnerfond

Fonds selbst herstellen

Fonds gibts auch als Convenience

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Szenenbild La locandiera

LAC Lugano Arte e Cultura “La locandiera”, besucht von Marinella Polli

Szenenbild La locandiera
Szenenbild La locandiera

Besetzung und Produktion:
Musikalische Leitung Antonio Latella
Sonia Bergamasco Marta Cortellazzo Wiel Ludovico Fededegni Giovanni Franzoni
Francesco Manetti Gabriele Pestilli Marta Pizzigallo Valentino Villa
Dramaturgie Linda Dalisi
Bühnenbild Annelisa Zaccheria
Kostüme Graziella Pepe
Sounddesign Franco Visioli
Lichtdesign Simone De Angelis
Regieassistent Marco Corsucci
Produktion Teatro Stabile dell’Umbria

Carlo Goldonis Komödien sind beim Publikum sehr beliebt. Themen wie Liebe, Neid, Macht und Geld, die der Venezianer nie ohne Ironie und  Sarkasmus analysiert, scheinen immer noch sehr zu gefallen. Eine neue Produktion des 1752  in Venedig uraufgeführten Bühnenstücks in drei Akten ‚La Locandiera’ (auf Deutsch oft ‚Mirandolina‘) erntete letzte Woche einen grossen Erfolg am LAC (‘Lugano Arte e Cultura’: das Kulturzentrum, das den bildenden und darstellenden Künsten gewidmet ist).

Eine neue Form der Komödie

Mirandolina, die Schauspielerin Sonia Bergamasco
Mirandolina, die Schauspielerin Sonia Bergamasco

Mit diesem Werk hatte Goldoni die Commedia dell’Arte verlassen und eine ganz neue Form des Lustspiels geschaffen: keine Masken mehr, was eine differenziertere Charakterdarstellung der verschiedenen Rollen erlaubt, sowie mehr Aufmerksamkeit für die vielen, rapiden Veränderungen in der Gesellschaft, für die neue Stellung des aufgeklärten Bürgertums der Aristokratie gegenüber, und sogar für eine mögliche Emanzipation der Frauen.

Die tolle Geschichte einer tollen Frau

La locandiera  Szenenfoto
La locandiera Szenenfoto

‚La Locandiera’, eigentlich eines der Meisterwerke des Venezianers, ist eine tolle Komödie, die die spannende Geschichte einer Wirtsfrau erzählt. Der Mirandolina, eben, in deren Absteige oder Locanda in der Umgebung von Florenz die beiden Gäste Marquis von Forlipopoli und Graf von Albafiorita wohnen. Der mittellose Marchese versucht Mirandolina mit seinem Titel zu erobern, der Conte glaubt, er könne mit seinem neuen Geld alles kaufen, Liebe inbegriffen. Genau wie diese  beiden, ist auch der eifersüchtige Hausdiener Fabrizio in die schöne Wirtin verliebt, die sich alles gefallen lässt, ohne ihnen zu sagen, dass sie sich für einen anderen Gast interessiert, den überheblichen Ritter von Ripafratta. Dieser verachtet aber alle Frauen, so dass Mirandolina ihre Spielchen beginnt, um ihn dazu zu bewegen, ……

Liebe, Geld, Intrigen, Frivolität und noch viel mehr 

Mirandolina, die anscheinend frivole Protagonistin dieses spannenden Intrigenspiels ist eine Vertreterin des ‘schwachen’ Geschlechts, ja, eine Frau; eine selbstständige Frau, die immer imstande ist alles selber zu regeln. Man würde sie heute eine ‘bossy’ Frau definieren, die immer auf den eigenen Vorteil bedacht ist, und zwar, ohne grosse Hilfe der Männer; ausser ein paar Geschenke ab und zu, “um diese so netten Gäste nicht zu kränken”, natürlich. All dies, Nota Bene, in einer Zeit, in welcher von Gleichstellung noch nicht die Rede ist, und, erstaunlich genug, bei einem Komödiendichter des 18. Jahrhunderts.

Sonia Bergamasco fasziniert in der Titelrolle

La locandiera  Szenenfoto
La locandiera Szenenfoto

Sonia Bergamasco (auch bekannt für Filme wie ‘Die besten Jahre’, ‘Ich und du’) erhellt den ganzen Abend mit ihrer Präsenz und fasziniert das Publikum als perfekte Interpretin einer sicher nicht einfachen Hauptrolle. Es fehlt ihr wirklich nichts: hier Leichtigkeit, da Schlauheit, da Selbstdistanz, da Melancholie. Bereits bei ihrem ersten Auftritt stellt sie Mirandolina mit allen ihren Wesenszüge, mit ihrer kämpferischen Natur und ihrer Cleverness dar. Spontan und frei, wenn sie den hässigen Ritter von Ripafranca an der Nase herumführt, ohne dass er merkt, bis zum Schluss, wenn die Melancholie, die Trauer fast, in der Komödie überwiegen. Eine grossartige Interpretation, die der talentierten Schauspielerin aus Mailand, eine beeindruckende Darstellung des Schicksals einer Frau ihrer Zeit und, höchstwahrscheinlich, aller Zeiten. Alle Klasse auch die anderen Schauspieler: Ludovico Fededegni, Giovanni Franzoni, Francesco Manetti, Gabriele Pestilli und Valentino Villa in den fünf männlichen Rollen, und die grossartigen Marta Cortellazzo Wiel und Marta Pizzigallo als Ortensia und Dejanira, die zwei Komödiantinnen, die auch in Mirandolinas Locanda unter falschen Adelstiteln logieren.

Eine plausible Inszenierung 

Mirandolina (Sonia Bergamasco) in ihrer Küche
Mirandolina (Sonia Bergamasco) in ihrer Küche

Antonio Latella  weiss mit Wort und Bild mit der ‘Locandiera’ umzugehen. Seine Bearbeitung ist eine perfekt dosierte Mischung aus Witz, Verve, humorvollen Szenen und anderen, die eine Botschaft übermitteln wollen: für eine Frau ist es im Grunde nie leicht, glücklich zu werden – und auch darum geht es in diesem packendem Bühnenklassiker. Dass Goldonis ‘La Locandiera’ nur scheinbar eine leichte Komödie voller Konversation, Irrungen und Wirrungen ist, gelingt es dem Regisseur mühelos zu beweisen. Dazu, dass es hier – wie schon gesagt – keine Spur mehr von der Commedia dell’Arte gibt, stattdessen eine perfekte Charakterdarstellung.

Es bleibt uns nur noch zu sagen, wie das aus sparsamen Elementen (im Hintergrund eine Wand, dazu eine Kochnische, ein Tisch mit Stühlen) bestehende Bühnenbild von Annelisa Zaccheria allen Schauspielern erlaubt, auf der Bühne problemlos zu agieren. Einfach und im heutigen Stil auch die Kostüme von Graziella Pepe, nur ab und zu unnötig die Musik von Franco Visioli, adequat das Light Design von Simone de Angelis.

Text: https://marinellapolli.ch/

Fotos    Marinella Polli  Guido Buganza und Luca del Pia :https://www.luganolac.ch/it/lac/home

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LAC Lugano Arte e Cultura

La locandiera Szenenfoto

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Sneakers Symbolbild

Sneaker als Wertanlage: So findet man wahre Sammlerstücke

Sneakers Symbolbild
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In der Welt der Mode und des Sammelns haben Sneaker in den letzten Jahren einen beeindruckenden Aufstieg erlebt. Was einst als reine Sport- und Freizeitkleidung begann, hat sich zu einem lukrativen Markt für Sammler und Investoren entwickelt. Diejenigen, die die Welt der Sneaker erkunden, wissen, dass es mehr als nur bequeme Schuhe sind – sie sind eine Form der Kunst und des Ausdrucks. Dieser Artikel wird Ihnen einen Einblick in die Welt der Sneaker als Wertanlage geben und wie Sie wahre Sammlerstücke finden können.

Die Sneakerkultur ist tief in der Geschichte verwurzelt. Von den ersten Converse Chucks bis hin zu den neuesten Nike Jordans – Sneaker haben eine lange Reise zurückgelegt. Die Faszination für diese Schuhe geht weit über ihre Funktionalität hinaus. Sie sind ein Symbol für Mode, Popkultur und Identität. Dies ist einer der Gründe, warum Sneaker als Wertanlage so beliebt geworden sind.

Ein Schlüsselfaktor, der Sneaker zu begehrten Sammlerstücken macht, sind limitierte Auflagen und Kollaborationen. Marken wie Nike, Adidas und Puma arbeiten oft mit berühmten Designern und Künstlern zusammen, um einzigartige Sneaker-Kollektionen zu schaffen. Diese limitierten Auflagen sind schwer zu bekommen und steigern den Sammlerwert erheblich. Um keine neuen Kollektionen zu verpassen kann man sich auf verschiedenen Websites über die neuesten Sneaker Releases informieren.

Sneaker sind nicht nur Mode, sondern auch eine Investition. In den letzten Jahren haben sich die Preise für einige seltene Sneaker erheblich gesteigert. Sammler, die die richtigen Schuhe besitzen, können von ihrer Investition erheblich profitieren.

Einige der teuersten Sneaker, die jemals verkauft wurden

Nike Air Mag „Zurück in die Zukunft“:

Diese ikonischen selbstschnürenden Sneaker, die von Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“ getragen wurden, sind begehrte Sammlerstücke. Ein Paar dieser Sneaker wurde für mehrere zehntausend Euro verkauft.

Kanye West x Louis Vuitton Don:

Diese Zusammenarbeit zwischen dem berühmten Rapper und Designer Louis Vuitton führte zu einigen der teuersten Sneaker auf dem Markt. Einige Modelle erreichten Preise von über 10.000 Euro.

Air Jordan 12 „OVO“:

Diese limitierte Auflage von Jordans, die in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Rapper Drake entstanden, sind äußerst selten und begehrt. Ein Paar kann leicht mehrere Tausend Euro kosten.

Nike Dunk Low Pro SB „Paris“:

Diese exklusiven Dunk Sneaker, die von der Stadt Paris inspiriert sind, wurden nur in begrenzter Stückzahl produziert und können für Tausende von Euro gehandelt werden.

Adidas NMD Pharrell x Chanel:

Eine Kollaboration zwischen Pharrell Williams und Chanel führte zu einigen der teuersten Sneaker, die jemals hergestellt wurden. Diese seltenen Schuhe können für fünfstellige Beträge verkauft werden.

Wie findet man wahre Sammlerstücke?

Der erste Schritt, um wahre Sammlerstücke zu finden, ist die gründliche Recherche. Verstehen Sie den aktuellen Sneakermarkt, die Trends und die begehrtesten Modelle. Online-Foren, Sneaker-Magazine und Auktionsseiten sind großartige Ressourcen, um Ihr Wissen zu erweitern.

Bevor Sie in Sneaker investieren, sollten Sie sicherstellen, dass sie authentisch sind. Der Markt ist leider auch von Fälschungen betroffen. Konsultieren Sie Experten und verwenden Sie Verifizierungsplattformen, um die Echtheit Ihrer Sneaker zu überprüfen.

Der Zustand eines Sneakers und seine Originalverpackung haben einen erheblichen Einfluss auf den Sammlerwert. Je besser der Zustand und je vollständiger die Originalverpackung, desto wertvoller wird der Schuh.

Konzentrieren Sie sich auf Modelle, die selten sind und eine hohe Nachfrage haben. Oft sind Retro-Modelle oder solche, die von berühmten Persönlichkeiten vor allem aus der Welt des Basketballs getragen wurden, besonders begehrt.

Die Sneaker-Community ist groß und aktiv. Durch Netzwerken und den Aufbau von Kontakten mit anderen Sammlern und Enthusiasten können Sie wertvolle Informationen und Gelegenheiten entdecken.

Sneaker als Wertanlage bieten eine aufregende Möglichkeit, Mode und Investment miteinander zu verbinden. Mit der richtigen Forschung und einem Auge für Qualität und Seltenheit können Sie wahre Sammlerstücke finden, die im Laufe der Zeit an Wert gewinnen.

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Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi

Grand Théâtre de Genève, María de Buenos Aires Tango opera by Ástor Piazzolla besucht von Gabriela Bucher Liechti

Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi

Produktion und Besetzung:
Musical Director Facundo Agudin
Stage Director Daniele Finzi Pasca
Set Designer Hugo Gargiulo
Set design collaborator Matteo Verlicchi
Costumes Designer Giovanna Buzzi
Lighting Designer Daniele Finzi Pasca
Choreographer María Bonzanigo
Choir Director of the Cercle Bach Natacha Casagrande

María Raquel Camarinha
La voz de un payador Inés Cuello
El Duende Melissa Vettore & Beatriz Sayad
Acrobats and actors of the Compagnia Finzi Pasca

Cercle Bach de Genève and Chœur de la Haute école de musique de Genève
Orchestre de la Haute école de musique de Genève accompanied by tango soloists

Das glanzvolle Foyer des Grand Théâtre Genf brummte, die Besucher*innen hatten soeben eine umfassende Einführung in das Leben des argentinischen Komponisten Astor Piazolla erhalten, jetzt drängten sie Richtung Saal, gespannt darauf, was der Premierenabend von «Maria de Buenos Aires» bringen würde.

Die Seele des Tangos

Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi
Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi

Die Operita, die kleine Oper, wie Piazolla das Stück nannte, hat keine verfolgbare Handlung und besteht in der Genfer Aufführung aus 17 Szenen. Es ist eine Liebeserklärung an den Tango und seine Heimatstadt Buenos Aires. María wird «an einem Tag, als Gott betrunken war» geboren und macht sich aus den ärmlichen Vororten auf ins Zentrum der Stadt. Dort erliegt sie der Verführung des Tangos und wird zur Prostituierten, wird getötet, in die Hölle verdammt, gerät in einen grotesken Zirkus von Psychoanalytikern und bringt schlussendlich eine neue Maria zur Welt. Maria ist Heilige, Hure und Muttergottes in einem, sie steht für das Leben, Sterben und Wiedergeboren werden. Sie ist die Seele des Tangos, sie ist der Tango in Person.

Es ist praktisch unmöglich, den hochkomplexen, ziemlich unverständlichen und mit Metaphern und Symbolen gespickten Wortmalereien von Horacio Ferrer zu folgen. Gesungen und rezitiert wird auf Spanisch, mit französisch-englischen Untertiteln. Da die Texte aber kaum etwas beitragen zur Handlung, die an sich auch gar keine ist, kann man sich getrost auf die Stimmungen und Stimmen, auf die unglaubliche Atmosphäre und die wunderbare Musik konzentrieren.

Helvetische Verhältnisse

Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi
Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi

Die Erwartungen an die Inszenierung waren insofern gross, als man Regisseur Daniele Finzi Pasca vor allem von der «Fête des Vignerons» im Jahr 2019 kennt. Da sich der Tango auch akrobatisch tanze, habe er mit seiner Compagnia beschlossen, dies auf lokale Art auszudrücken, im Wintersport und im Speziellen im Schlittschuhlaufen. Ausgangspunkte waren also Kälte, Eis, eine Eisbahn und Schnee. Auch sonst hat sich Finzi Pasca die eine oder andere Freiheit erlaubt: So sind alle männlichen Rollen von Frauen besetzt. Frauen hätten einen anderen, unverkrampfteren und nicht so machistischen Blick auf das Leben von Maria und nähmen dem Ganzen etwas von der Dramatik, welche die Argentinier so lieben. Und die Rolle des Duende, des Geistes von Maria, hat er doppelt besetzt. Den Szenografen Hugo Gargiulo bat er, nicht den stereotypen Bildern von Buenos Aires zu verfallen. Dieser entschloss sich, die Handlung in einem Friedhof zu beginnen, da der Tod in diesem Stück omnipräsent ist.

Grossartige Szenenbilder

Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi
Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi

So hebt sich also der Vorhang zu den ersten Tangotönen auf eine riesige, graue Urnenwand, davor steht ein goldener Sarg mit leuchtend roten Blumen. Eine endlose Prozession von Menschen in Wintermänteln, Mützen und Pelzkappen bringt weitere Sträusse flammendroter Blumen vorbei. Buenos Aires zwar helvetisch kühl, und doch bleibt die verruchte, verrauchte Atmosphäre der Grossstadt sicht- und spürbar dank der grossartigen Szenenbilder von Gargiulo. Da ist dieses oft schummrige Licht, die Dimensionen der Bühnenbilder, die mit Portraits von Piazolla und Ferrer besprayte Wellblechwand, die riesige Stahlkonstruktion vor dunkelblauem Hintergrund, in Anlehnung an das Singer-Gebäude in Buenos Aires. Eingepackt in ihre Mäntel schauen die Menschen von dessen verschiedenen Ebenen beobachtend herunter, die Lichtkegel ihrer Taschenlampen umtanzen die Szenen. Vor dieser Kulisse entstehen magisch-poetische Bilder, zwischen Zirkus und Traumlandschaft: Da sind Pole-Tänzerinnen, Fassadenkletterer, Seilakrobaten im Gegenlicht, ein wilder Tango im Reifen zu zweit.

Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi
Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi

Auch sonst zaubert Finzi Pasca eine Fülle von fantastischen, skurrilen, poetischen Bildern auf die Bühne; die akrobatischen Einlagen auf der Urnenwand, die Toten, die aus den Grabluken schauen, der Tanz mit den Puppen, das Ballett der teils ferngesteuerten Betten, der Folienvorhang, zuerst goldglänzend, dann rot wie Feuer, Himmel und Hölle für Maria? Und scheinbar leicht wie eine Feder trotz Schlittschuhen, dreht sich in der zweitletzten Szene eine Akrobatin im Ring hoch über der Eisbahn, ein magischer Moment. Während der Chor in dunkle Mäntel gekleidet ist, tragen die Frauen Kleider in verschiedensten Rottönen, das Rot-Schwarz doch eine Hommage an den Tango.

Die Geschichte endet dort, wo sie begonnen hat, auf dem Friedhof mit der riesigen Urnenwand, aber statt Blumen legen die Menschen nun rote Tangoschuhe auf den Sarg.

Überzeugende Protagonistinnen

Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi
Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi

Dramatisch und doch ab und zu mit einem Augenzwinkern rezitieren die beiden Duendes Melissa Vettore und Beatriz Sayad ihre Texte, als Payador überzeugt Inés Cuello mit einer unglaublich schönen, samtig-aufgerauten Stimme. Raquel Camarinha hat als Maria etwas Entrücktes, Kühles, Reines und Unschuldiges und wenn sie die Arie der Maria singt, erzeugt das Gänsehaut-Momente. Unter der musikalischen Leitung von Facundo Agudín spielt ein ad hoc Orchester von zirka 40 Musiker*innen des «Orchestre de la Haute école de musique de Genève» zusammen mit dem Tango-Trio Marcelo Nisinman, Bandoneon, Quito Gato, Gitarre und Roger Helou, Klavier.

Das Genfer Publikum war begeistert, so begeistert, dass Maria und ihr Payador die Arie der Maria nochmal gemeinsam sangen, der Refrain ging über auf das ganze Bühnenensemble und schwappte schlussendlich sogar in den Zuschauerraum. Regisseur Finzi Pasca strahlte und klatschte dem Ensemble aus den Kulissen entgegen, zu gutem Recht, er hatte allen Grund dazu!

Text: www.gabrielabucher.ch

Fotos: Szenenfotos von CaroleParodi www.gtg.ch

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Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi

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Maria de Buenos Aires Szenenfoto von CaroleParodi

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