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„Blaues Gold Berlin: Chancen nutzen, Risiken meistern“ – 25 Jahre Kompetenzzentrum Wasser Berlin

Von links nach rechts: Tobias Evel, Dr. Birgit Fritz-Taute, Dr. Lisa Irwin-Broß, Gesa Trojan, Kerstin Oster, Dr. Pascale Rouault, Ute Bonde, Dr. Severin Fischer, Thomas Krause, Prof. Dr.-Ing. Carsten Busch, Dr. Ulf Miehe  Quelle: MIKA-fotografie | Maik Schulze  Copyright: Kompetenzzentrum Wasser Berlin
Von links nach rechts: Tobias Evel, Dr. Birgit Fritz-Taute, Dr. Lisa Irwin-Broß, Gesa Trojan, Kerstin Oster, Dr. Pascale Rouault, Ute Bonde, Dr. Severin Fischer, Thomas Krause, Prof. Dr.-Ing. Carsten Busch, Dr. Ulf Miehe Quelle: MIKA-fotografie | Maik Schulze Copyright: Kompetenzzentrum Wasser Berlin
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Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung haben sich zum 25.
Jubiläum des  Kompetenzzentrums Wasser Berlin (KWB) am 16. Juni 2026 im
Berliner Holzmarkt über Herausforderungen und Chancen für den
Wasserstandort Berlin zwischen Klimaanpassung, Innovation und
Digitalisierung  ausgetauscht und – natürlich – auch gefeiert.



Als das Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) im Jahr 2001 gegründet wurde,
war seine Aufgabe relativ überschaubar: als Netzwerkeinrichtung sollte es
Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen verbinden und dazu
anregen, mit gemeinschaftlichen Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit der
Berliner Wasserwirtschaft zu stärken.

Seitdem haben sich sowohl die Aufgaben als auch die Forschungsschwerpunkte
am KWB rasant entwickelt. Ausgehend von seinem ursprünglichen Fokus auf
Trinkwassergewinnung und Abwasserbehandlung arbeiten heute sechs
Forschungsgruppen in über 40 nationalen und internationalen Projekten an
Lösungen für klimaangepasste und lebenswerte Städte entlang des gesamten
urbanen Wasserkreislaufs. Dabei steht das KWB für praxisnahe Forschung,
die in enger Zusammenarbeit mit Ver- und Entsorgern und Partnern aus
Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung den direkten Weg in
die Umsetzung findet.

Zur Jubiläumsveranstaltung am 16. Juni 2026 kamen über 150 Gäste aus
Wirtschaft, Politik und Forschung zum gemeinsamen Dialog zusammen. Thema
des Abends waren die Chancen und Risiken für die Zukunft des
Wasserstandorts Berlin im Spannungsfeld zwischen Klimaanpassung,
Innovation und Digitalisierung.

Die Berliner Umweltsenatorin Ute Bonde begrüßte das Publikum und
gratulierte dem KWB: „25 Jahre Kompetenzzentrum Wasser Berlin sind 25
Jahre angewandte Expertise im Dienst einer lebenswerten Stadt. Was hier an
Forschung, Beratung und praktischer Umsetzung geleistet wurde und wird,
hat die Art, wie Berlin mit seiner wertvollsten Ressource umgeht,
nachhaltig verändert. Auf dieses Fundament lässt sich bauen.”

„Die Zukunft einer sicheren Wasserversorgung und ein nachhaltiges
Wassermanagement sind zentrale Aufgaben für unsere Stadt – für die
Lebensqualität, den Klimaschutz, sichere Infrastrukturen und auch die
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Berlins. Dafür braucht es starke
Institutionen, die Forschung, Innovation und praktische Anwendung
miteinander verbinden“ so Dr. Severin Fischer, Staatssekretär für
Wirtschaft, Energie und Betriebe.

„Genau dafür steht das Kompetenzzentrum Wasser Berlin seit 25 Jahren. Es
bringt Wissenschaft, Verwaltung, Infrastrukturunternehmen und Wirtschaft
zusammen, entwickelt Lösungen für die Wasserwirtschaft von morgen und
sorgt dafür, dass neue Erkenntnisse den Weg in die Berliner Praxis finden.
So zum Beispiel mit Projekten zur Schwammstadt, digitalen Planungstools
für ein klimaresilientes Berlin und Reallaboren zur Wasser- und
Wärmerückgewinnung. Seit 25 Jahren stärkt das KWB unsere Stadt als
Standort für Wasserinnovation und wird dies mit großem Engagement auch in
den kommenden Jahren tun.“

Die immer stärker spürbaren Auswirkungen des Klimawandels zeigen:
Wasserforschung ist unabdingbar, um langfristig Städte gegen Hitze und
Starkregen zu wappnen, Gewässer zu schützen und eine nachhaltige
Wasserversorgung angesichts der immer komplexeren Herausforderungen – etwa
zunehmende Ressourcenknappheit bei steigenden Bedarfen in den
Ballungszentren, Schadstoffe wie PFAS, Mikroplastik und Medikamentenreste
– zu sichern.

„Klimaanpassung ist keine Option mehr. Sie ist eine wirtschaftliche und
humanitäre Notwendigkeit“ betonte Bertrand Vallet von der Generaldirektion
Forschung und Innovation der EU-Kommission in seiner Keynote. Das KWB sei
„Vorreiter für Innovationen im Wassersektor“ und habe nicht nur die
Wasserwirtschaft in Berlin geprägt, sondern auch international mit seinen
Projekten nachhaltige Spuren hinterlassen.

"Das Kompetenzzentrum Wasser Berlin schlägt die Brücke zwischen
akademischer Forschung und politischer Machbarkeit und kommt den
Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt direkt zugute", sagt Kerstin Oster,
Personalvorständin der Berliner Wasserbetriebe.

In der Paneldiskussion sprachen Dr. Birgit Fritz-Taute, Abteilungsleiterin
bei  der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt,
Regina Gnirß, Leiterin Forschung und Innovation der Berliner
Wasserbetriebe, Dr. Lisa Irwin-Broß, Vorständin der Deutschen Vereinigung
für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) und Dr. Pascale Rouault,
Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Wasser Berlin, über Chancen und
Risiken für den Wasserstandort Berlin. Im Fokus der Diskussion stand neben
den Herausforderungen der Wasserwirtschaft und der Forschung  auch der
Bedarf an mehr gesellschaftlicher Sichtbarkeit von Wasserthemen. Oft wird
nur über Wasser berichtet, wenn etwas nicht funktioniert –
unterrepräsentiert sind sowohl die vielen Lösungen und Erfolge, die
bereits jetzt aus der Wasserwirtschaft hervorgehen, als auch das
Verständnis für die nötigen Grundbedingungen und die politische
Unterstützung, die es dafür braucht.

Das KWB teilte bei seiner Jubiläumsfeier interaktive Einblicke in die
Innovationen für Berlin und in seine Erfahrung aus 25 Jahren
Wasserforschung und internationalen erfolgreichen Partnerschaften. Die
Gäste konnten am KWB entwickelte Methoden und Tools testen und so
beispielsweise erfahren, wie klimaresilient ihr Kiez ist oder wie digitale
Planungstools eine klimagerechte Stadtplanung ermöglichen. Mitarbeitende
des KWB präsentierten neben weiteren Forschungsarbeiten KI-gestützte
Modelle, die unter anderem Risiken im Kanalnetz und die Auswirkungen von
Maßnahmen zur Klimaanpassung auf die Berliner Wasserökonomie modellieren.
Mit Methoden der Wasserwiederverwendung zeigte das KWB auf, wie Wasser und
Wärme durch die Nutzung von Grauwasser und alternativen Wasserressourcen
gespart werden können.

Über das Kompetenzzentrum Wasser Berlin

Das Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) wurde im Dezember 2001 als
gemeinnützige GmbH (gGmbH) gegründet. Es entstand als strategische
Forschungs- und Netzwerkeinrichtung auf Initiative der Berliner
Wasserbetriebe, der damaligen Vivendi-Gruppe (heute Veolia) sowie mehrerer
wissenschaftlicher Einrichtungen und mittelständischer Unternehmen.

Aus einem kleinen Team von vier Mitarbeitenden hat es sich das KWB zu
einem international vernetzen Forschungsinstitut entwickelt, an dem
mittlerweile mehr als 40 Mitarbeitende an über 40 nationalen und
internationalen Forschungsprojekten pro Jahr mitwirken. In enger
Zusammenarbeit mit Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft entwickelt das
KWB nachhaltige und praxisnahe Lösungen für lebenswerte und
klimaangepasste Städte, auch für Berlin. Gesellschafter sind zu gleichen
Teilen die Technologiestiftung Berlin und die Berliner Wasserbetriebe.

www.kompetenz-wasser.de