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Vortrag: Stress und Resilienz Referentin der Ruperto Carola Ringvorlesung ist Christiane Schwieren

Über „Stress und Resilienz“ spricht Prof. Dr. Christiane Schwieren, die am
Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität
Heidelberg forscht. Sie ist Referentin der Ruperto Carola Ringvorlesung
„Krisenfest?“, zu der die Universität in diesem Sommersemester einlädt.
Angesichts großer aktueller Herausforderungen wie Corona-Pandemie,
Klimakrise und Krieg in Europa befassen sich Wissenschaftler verschiedener
Disziplinen in dieser Reihe mit der Frage, wie belastbar unsere
Gesellschaft ist. Neben dem Aspekt der Widerstandskraft geht es um
Strategien zur Überwindung von Krisen ebenso wie um die Chancen, die aus
Krisensituationen erwachsen können. Prof. Schwieren wird in ihrem Vortrag
erörtern, ob der Umgang mit Stressbelastung zu sehr auf den Einzelnen
gerichtet ist und damit die Lösung struktureller Probleme behindert. Die
Veranstaltung findet am 30. Mai 2022 in der Aula der Neuen Universität
statt und beginnt um 19.30 Uhr.

Nimmt die Stressbelastung in den Industriestaaten zu – und wenn ja, warum?
Schon vor der Corona-Pandemie wurde diese Frage diskutiert. Resilienz
wiederum ist einer breiten Öffentlichkeit bekannt als etwas, das
offensichtlich manchen Menschen dabei hilft, ohne die negativen
Auswirkungen von Stress durch Krisen zu gehen oder sogar gestärkt daraus
hervorzugehen. Krankenkassen, aber auch Unternehmen bieten ihren
Mitgliedern seit einigen Jahren Resilienz-fördernde Maßnahmen an. Wie die
Referentin betont, sind gleichzeitig Stimmen laut geworden, die eine
Verlagerung der Lösung struktureller Probleme auf den Einzelnen
kritisieren. In ihrem Vortrag wird Prof. Schwieren erläutern, was die
Wissenschaft unter Stress und seinen Auswirkungen auf Körper und Psyche
sowie unter Resilienz versteht. Anhand der Belastung von Frauen und
Familien in der Corona-Pandemie will sie der Frage nachgehen, ob der
aktuelle Diskurs über Stressbelastung und Widerstandskraft zu stark auf
das Individuum fokussiert ist – und inwiefern dadurch notwendige
Problemlösungen auf struktureller Ebene verzögert oder vermieden werden.

Die Ruperto Carola Ringvorlesung ist Teil eines Konzepts von Fokusthemen.
Damit will die Universität Heidelberg zweimal jährlich gesellschaftlich
relevante Forschungsfragen in unterschiedlichen Formaten an die breite
Öffentlichkeit herantragen. In der Ringvorlesung „Krisenfest?“ zum
Fokusthema „Raum und Zeit“ sprechen Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen aus der Sicht ihrer Disziplin
über Krisen sowie Strategien ihrer Überwindung. Dabei geht es um
Individuen und Gruppen, aber auch um Systeme wie Arbeitswelt, Wirtschaft,
Bildung und Politik. Anliegen der Reihe ist es, den aktuellen Stand der
Forschung aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven aufzuzeigen und
mit der interessierten Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen.

Dem Vortrag von Prof. Schwieren – es gilt eine Maskenpflicht – folgen bis
Juli fünf weitere Veranstaltungen. Aufzeichnungen der Vorträge sind zu
einem späteren Zeitpunkt abrufbar über heiONLINE – das zentrale Portal der
Ruperto Carola mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in
digitalen Formaten.

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Neuer Bachelorstudiengang „Regenerative Energiesysteme“ ab Wintersemester 2022/23 an der BO

Neues Studienangebot gibt Antworten auf dringende Fragen der
Energiebereitstellung und -nutzungung und vermittelt Kompetenzen, mit
denen die Energiewende aktiv gestaltet werden kann

Energiewende – dieses wichtige und in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
derzeit viel diskutierte Thema steht im Mittelpunkt des
Bachelorstudiengangs „Regenerative Energiesysteme“ (RES), der im kommenden
Wintersemester 2022/23 an der BO starten wird. Entwickelt wurde dieses
neue ingenieurwissenschaftliche Studienangebot fachbereichsübergreifend
unter engagierter Mitwirkung der Fachbereiche Bau- und
Umweltingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik, Mechatronik und
Maschinenbau, Geodäsie und Wirtschaft. Organisatorisch ist es am
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen verankert. Eine Arbeitsgruppe
rund um Prof. Löring hat ein interdisziplinär angelegtes Studienangebot
geschaffen, das neben den ingenieurtechnischen Themen auch die
gesellschaftliche Debatte rund um die Energiewende abbildet und ebenso
ökonomische Fragestellungen in den Fokus rückt.

Die Studierenden lernen, wie man mithilfe erneuerbarer Energien Strom und
Wärme klimaschonend bereitstellt und mit neuen Gebäudeenergie- und
Mobilitäts-Konzepten effizient nutzt. Sie beschäftigen sich mit
innovativen Energienetzen und –speichern und erfahren, wie technische
Lösungen für die regenerative Energieversorgung von Städten und
Unternehmen entwickelt und umgesetzt werden können.

Mit dieser umfassenden und fachgebietsübergreifenden Ausbildung werden die
Studierenden optimal auf die komplexen Aufgaben vorbereitet, die es im
Zuge der Transformation unseres Energiesystems zu bewältigen gilt. Und als
Absolvent*innen sind sie dadurch bestens qualifiziert, um in ihrem
Berufsleben die Energiewende aktiv mitzugestalten und anspruchsvolle
Aufgaben in der Energiewirtschaft, Ingenieurgesellschaften sowie Umwelt-
und Planungsbehörden zu übernehmen.

Mit dem neuen Studiengang leistet die Hochschule Bochum daher einen
konkreten Beitrag, dem bereits bestehenden und sich prognostiziert noch
weiter verschärfenden Fachkräftemangel im Energiesektor entgegenzuwirken.
Gleichzeitig ist er auch ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der im
vergangenen Jahr verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie der BO, die den
Ausbau des Lehrangebotes in diesem Themenbereich als wichtiges Ziel
formuliert. Denn das Thema Nachhaltigkeit soll sich mit der Wissens-DNA
aller Absolvierenden verschmelzen – vollkommen gleich, in welchen
Bereichen sie später tätig sein werden.

Insgesamt 50 Studienplätze stehen für den Studiengang „Regenerative
Energiesysteme“ zur Verfügung, für den die BO vier zusätzliche Professuren
eingerichtet hat. Die neu Berufenen werden in Kürze an dieser Stelle
vorgestellt.

Um den neuen Studiengang publik zu machen, wurde vom Team
Hochschulmarketing eine ganzheitliche und crossmediale
Kommunikationsstrategie erarbeitet. Neben der Verbreitung von
Informationen zum neuen Studiengang über soziale Netzwerke beinhaltet
diese auch Infoveranstaltungen im Digital- und Präsenzformat für
Studieninteressierte.

So hat einer der neu berufenen Professoren, Dr. Michael Rath, am 19.5.2022
um 17 Uhr im Rahmen der PublicClimateSchool, einer von FridaysForFuture
initiierten einwöchigen digitalen Vorlesungsreihe für Studierende, einen
Vortrag zum Thema „Energiewende? Das wird nur was mit regenerativen
Energiesystemen!“ gehalten. Außerdem steht das ganze RES-Team am zweiten
digitalen Infotag von #StudyGreenEnergie mit umfangreichem Infomaterial
für Fragen und Diskussionen mit Studieninteressierten zur Verfügung.

Am 30.6. findet live und in Präsenz eine Schnuppervorlesung für alle
Studieninteressierten an der Hochschule Bochum statt – inklusive
Hochschulrundgang und Gesprächsmöglichkeiten mit Studierenden und
Lehrenden.



Und hier ein paar Fakten zum Thema regenerative Energiesysteme, die Sie
vielleicht interessieren könnten:

- Wenn sich Windräder im Windpark nicht drehen, sind sie nicht defekt. Es
gibt dann einen nicht nutzbaren Überschuss an erneuerbarer Energie, den
wir schnellstmöglich durch Ausbau der Energienetze und Flexibilisierung
des Verbrauchs verwendbar machen müssen!
- Allein die jährliche Solareinstrahlung auf die Fläche Deutschlands
könnte unsere benötigte Primärenergie mehr als hundertmal decken, wenn man
sie überall ernten und in ausreichendem Maß speichern könnte!
- Allein in den oberen 3 Kilometern unserer Erdkruste steckt genug Wärme,
um unseren Energiebedarf für Heizung und Warmwasser für weit mehr als
5.000 Jahre regenerativ zu decken! Außerdem wird Wärme in der Erdkruste
ständig neu erzeugt und strömt aus tieferen Erdschichten nach oben.
- Eine Dunkelflaute (Bezeichnung, wenn weder Sonne scheint noch Wind weht)
wäre halb so schlimm, wenn wir mit Unterstützung von digitalen Techniken
und Wetterprognosen die Energiewandlung und -speicherung intelligent
steuern würden!
- Wir könnten aus unserer Abhängigkeit vom Gas herauskommen, wenn wir die
Wärmebereitstellung bei niedrigeren Temperaturen vorwiegend mit Geothermie
und bei hohen Temperaturen (z.B. Stahlschmelze) mit Hilfe von Wasserstoff
angehen würden!
- 2021 stammte in Deutschland immerhin schon 41 % des verbrauchten Stroms
aus erneuerbaren Energiequellen, von der Wärme, die wir verbraucht haben,
wurde aber nur gut 16 % regenerativ erzeugt!

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Vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2022 findet in Münster die Internationale Ausstellung Fahrwegtechnik - iaf statt. Die iaf gilt als weltgrößte Messe für Gleisbaumaschinen sowie für Geräte und Bauelement für den Bau und die Instandhaltung von Schieneninfrastruk

Vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2022 findet in Münster die Internationale Ausstellung Fahrwegtechnik - iaf statt. Die iaf gilt als weltgrößte Messe für Gleisbaumaschinen sowie für Geräte und Bauelement für den Bau und die Instandhaltung von Schieneninfrastruktur. Der Veranstaltungsort im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland bietet ideale Bedingungen durch die an das Messegelände angrenzenden 3.000 m Gleisanlagen der Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH (WLE), die für die Ausstellung großer Gleisbaumaschinen zur Verfügung stehen. Auf 10.000 m2 Hallenfläche und 6.000 m2 Freifläche wird dem internationalen Publikum eine Fülle von Innovationen vorgestellt.

 

Der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) als Veranstalter der iaf, begrüßt Polen als Gastland, dass durch eine hochrangige Delegation auf der Messe vertreten wird. Die Ernennung von Polen als Gastland entstand durch die traditionell guten Beziehungen zwischen dem polnischen Ingenieurverband SITK und dem VDEI. „Wir freuen uns ganz besonders, dass Polen trotz der angespannten Lage auf der Messe vertreten sein wird“, sagt Dr. Thomas Mainka, Präsident des VDEI. Das Gastland stellt auf einem eigenen Stand die polnische Bahninfrastruktur vor, die sich seit Jahren in einem enormen Aufwind befindet. Der VDEI ist mit einem Stand in Halle Süd vertreten.

 

Der langjährige, erfahrene Organisator der iaf, die VDEI Service GmbH, meldet, dass die bisherigen Besucheranmeldungen etwa 15 % unterhalb des Wertes der letzten Messe vor fünf Jahren liegen. Dies kann angesichts der Corona-Pandemie dennoch als gut betrachtet werden. Die regulär alle vier Jahre in Münster stattfindende Messe, musste zuletzt pandemiebedingt um ein Jahr verschoben werden.

 

In Zeiten des Klimawandels und unter den wachsenden politischen sowie gesellschaftlichen Anforderungen ist die Bahnbauindustrie zum Innovationstreiber geworden. Der Megatrend liegt in der weiteren Digitalisierung und Automatisierung mit dem Ziel, die knappen Ressourcen effizient zu nutzen und umweltfreundliche und emissionsarme Gleisbautechnologien bereitzustellen. Dabei gibt es schon vermehrt Lösungen, bei denen der Einsatz künstlicher Intelligenz die Analyse und Nutzung der riesigen erzeugten Datenströme maßgeblich unterstützt. Vorausschauende Instandhaltung nutzt nicht nur der Bahninfrastruktur, sondern auch der gleisgebundenen Maschinen und Fahrzeuge. Die Messebesucher erwartet eine Vielfalt an Neuerungen der Bahnbaubranche, die von 140 Ausstellern präsentiert werden.

 

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Neue Gießener Studie 2022 stellt die psycho-sozialen Bedingungen des Sterbens in den Fokus

TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung initiiert erneut
umfassende empirische Studie zur aktuellen Betreuungs- und Versorgungslage
von Schwerstkranken und Sterbenden

Es ist genau 10 Jahre her, dass das Team um Prof. Wolfgang George, Leiter
des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung, 2012 in einer
deutschlandweiten Studie die psycho-sozialen und medizinisch-pflegerischen
Bedingungen der Betreuung von schwerstkranken und sterbenden
Patienten/-innen in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen
ermittelte. Angeschlossen wurde dabei an eine frühe Studie aus den 80er
Jahren.

Seit 2012 ist einiges rund um die Versorgung Sterbenden geschehen, es hat
neue Gesetzeswerke gegeben wie etwa dasjenige zur Stärkung der
hospizlichen und Palliativversorgung (HPG 2015). Auch der
gesellschaftliche Wille zu einer weitergehenden Einbindung der Betroffenen
– wie beispielsweise durch das Advance-Care-Planing Verfahren (ACP) in den
stationären Pflegeeinrichtungen vorgetragen – wurde unüberhörbar
formuliert. Es sind aber auch äußere Umstände wie insbesondere die mit der
Corona Pandemie einhergehenden Auswirkungen, die den Versorgungsalltag im
Krankenhaus und den Pflegeeinrichtungen zum Teil erheblich betroffen haben
und noch immer betreffen.

All dies sind gute Gründe, um sich ein aktuell gültiges Bild zur
Versorgung Sterbender – aus der Perspektive der betroffenen Helfer/-innen
– zu machen. Und damit zugleich auch die Frage zu beantworten, wie sich
die Versorgung im unmittelbaren Vergleich innerhalb der vergangenen 10
bzw. 35 Jahre weiterentwickelt hat?

Wie in den vorausgegangenen Studien gibt es keine finanziellen oder
anderen Interessen, welche die Fortschreibung der „Gießener Studien zu den
Sterbebedingungen“ beeinflussen. Die Ergebnisse werden in den
Fachzeitschriften, einer Studienwebsite und in anderer Form veröffentlicht
und kommuniziert. Um die Situation zu beschreiben, wird ein leicht
angepasster Fragebogen verwendet, der in ungefähr 15 Minuten gut zu
beantworten ist. Dieser richtet sich an die Mitarbeiter/-innen von
Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Hospizen.

Erfasst werden Art und Ausmaß der geübten Kommunikation und Information,
die Qualität der Ausbildung, das Ausmaß der Einbeziehung der Angehörigen,
der Symptomkontrolle und andere wichtige psycho-soziale, aber auch
medizinisch-pflegerische Aspekte der Betreuung von Schwerstkranken und
Sterbenden.

Der Online-Fragebogen ist unter https://www.sterbestudie.de/ hinterlegt
und kann ab 25. Mai 2022 dort unmittelbar beantwortet werden. Erste
Studienergebnisse sollen ab Ende des Jahres vorliegen.

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