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Diabetes Kongress 2022: Einladung zum Diabetes-Lauf

Endlich wieder gemeinsam laufen, endlich wieder gemeinsam starten: Die
Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) lädt im Rahmen ihres jährlich
stattfindenden Diabetes Kongresses erneut zum Spendenlauf ein. Die
medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft setzt sich damit erneut
öffentlich für mehr Bewegung gegen nichtübertragbare Krankheiten wie
Typ-2-Diabetes ein. Bei der Veranstaltung am 26. Mai 2022 (Himmelfahrt) um
18:15 Uhr rund um den Sommergarten am Funkturm sind daher nicht nur die
Kongressteilnehmenden – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler,
Ärztinnen und Ärzte, Diabetesberaterinnen und -berater – eingeladen,
sondern alle Interessierten.

Mit der Teilnehmergebühr von mindestens 15 Euro werden Spendenprojekte von
diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und der Deutschen Diabetes-Stiftung
unterstützt.

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In Deutschland sind aktuell mehr als 8,5 Millionen Menschen an Diabetes
erkrankt, die meisten an Diabetes Typ 2. Jährlich gibt es 600 000
Neuerkrankungen. Bis 2040 werden voraussichtlich über zwölf Millionen
Menschen hierzulande mit Diabetes leben. Hauptrisikofaktoren für die
Entstehung von Diabetes Typ 2 sind Übergewicht, unausgewogene Ernährung
und Bewegungsmangel. Die DDG macht mit dem Diabetes-Lauf darauf aufmerksam
und regt zu mehr Alltagsbewegung an. „Unser Diabetes-Lauf ist eine win-
win-Situation: Die Teilnehmenden tun etwas Gutes für ihre eigene
Gesundheit und fördern gleichzeitig gemeinnützige Projekte. Ich lade alle
ein, mitzulaufen“, sagt Professor Dr. med. Jens Aberle, Kongresspräsident
des Diabetes Kongresses 2022 und Ärztlicher Leiter am Ambulanzzentrum des
UKE GmbH, Fachbereich Endokrinologie, Diabetologie, Adipositas und Lipide.

Die 15 Euro Startgebühr kommen zu 100 Prozent der Kampagne #SagEsLaut von
diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Projekten der Deutschen Diabetes
Stiftung (DDS) zugute. Die Awareness-Kampagne #SagEsLaut soll Menschen mit
Typ-2-Diabetes mehr Sichtbarkeit geben. Denn viele Betroffene fühlen sich
von der Politik mit ihren Bedarfen und Bedürfnissen im Stich gelassen:
https://www.diabetes-stimme.de/sageslaut

Die 5,5 Kilometer lange Strecke führt vom CityCube Berlin durch den
Sommergarten unter dem Funkturm und zurück. Interessierte können sich
online anmelden. Eine Kongressteilnahme ist für den Lauf nicht
erforderlich: Diabetes-Lauf, 26.05.2022 : : my.race|result
(raceresult.com). Eine Anmeldung direkt auf dem Kongress ist bis zum 26.
Mai 2022 um 17 Uhr auch möglich. Die ersten 400 Teilnehmenden erhalten mit
der Startnummernausgabe ein hochwertiges Funktions-T-Shirt.

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Wie sich Homeoffice auf die Gesundheit auswirken kann

Arbeitsmediziner:innen der Medizinischen Fakultät Magdeburg analysieren
die Folgen und Herausforderungen von Homeoffice.

Homeoffice bringt viele Vor-, aber auch Nachteile mit sich. Wie genau sich
die Arbeit von zuhause auf die Gesundheit auswirkt und welche
Herausforderungen damit einhergehen, das hat ein Team von
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Bereich Arbeitsmedizin
der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg untersucht. Mithilfe von
Digitalen Arbeitssituationsanalysen (ASITA) wurden die Belastungen und
Ressourcen der Homeoffice-Arbeit in einer öffentlichen Verwaltung erfasst
und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Das Projekt wird von der AOK
Sachsen-Anhalt finanziert.

Die Gastwissenschaftlerin Ronja Bölsch-Peterka von der Medizinischen
Fakultät Magdeburg erklärt: „Im Zuge der Corona-Pandemie wurde die Arbeit
in vielen Betrieben nach Hause verlagert und innerhalb kurzer Zeit hat
sich die Arbeitssituation der Beschäftigten schnell verändert. Um mögliche
Belastungen zu identifizieren und gesundheitliche Ressourcen auszubauen,
sind fundierte Analysen der Arbeitssituation notwendig.“ Nicht zuletzt
auch, damit angeschobene Veränderungen besser angenommen würden, ergänzt
die Gesundheitswissenschaftlerin.

Mit Hilfe digitaler Arbeitssituationsanalysen wurden drei Gruppen mit
insgesamt 16 Beschäftigten einer öffentlichen Verwaltung zu ihrer
Arbeitssituation im Homeoffice während der Corona-Pandemie befragt.
Eingeschlossen wurden Beschäftigte, die innerhalb der letzten 12 Wochen
vor der Befragung an mindestens zwei Tagen pro Woche im Homeoffice
gearbeitet haben. In Gruppenworkshops wurden die Beschäftigten zu den
Bereichen Arbeitsorganisation, Arbeitsaufgabe, Arbeitsmittel,
Arbeitsumfeld, Führung und Beziehungen zu Kolleg:innen befragt.

Das Ergebnis: Mit der Arbeit im Homeoffice gingen gleichzeitig neue
Anforderungen an Beschäftigte einher: Gefordert wurden mehr Autonomie und
Eigenverantwortung, vermehrte Einzelarbeit und Skills im Bereich der
digitalen Kommunikation. „Unsere Analyse hat gezeigt, dass sich damit im
Bereich der Arbeitsorganisation individuelle Vorteile, wie der Wegfall von
Arbeitswegen oder eine bessere Zeiteinteilung, ergeben haben. Hinsichtlich
der Kommunikation im Unternehmen fehlten allerdings häufig klare
Strukturen und Regelungen zur Arbeit im Homeoffice. Als negativer Effekt
wurden häufig der fehlende direkte Kontakt mit den Kollegen genannt sowie
der schwierige Weg der Digitalisierung innerhalb einer Verwaltung.“

Auf Basis der Analyse wurden im Herbst 2021 Gesundheitswerkstätten
durchgeführt, um die Handlungsempfehlungen zu konkretisieren und
Homeoffice als dauerhaftes Arbeitsmodell im Unternehmen zu platzieren.

Die Expertin rät: „Digitale Arbeitssituationsanalysen können ein
aussagekräftiges Instrument sein, um gesundheitliche Belastungen und
Ressourcen auch in Unternehmen mit mobil-flexiblen Arbeitsmodellen zu
untersuchen. Wie am Beispiel der Corona-Pandemie gezeigt, bedingt ein
Wandel der Arbeitssituation in Unternehmen einen kontinuierlichen
Reflexionsprozess, bei dem die Gesundheit der Beschäftigten eine
wesentliche Säule sein muss. Dieser Prozess sollte im Idealfall
transparent und partizipativ gestaltet werden.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Wissenschaftlicher Kontakt:
Ronja Bölsch-Peterka, Gastwisssenschaftlerin, Bereich Arbeitsmedizin an
der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg,
Tel.: 0391-67-15056, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..de

Originalpublikation:
Publikation:
Ronja Bölsch-Peterka, Martin Krowicki, Aliena Schmidtke und Irina
Böckelmann, Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
(2022), https://doi.org/10.1007/s40664-022-00460-2

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Weiterhin Spitzenwerte im Fach Psychologie für die IPU Berlin

Bei der dritten Beteiligung im CHE-Ranking erreicht die Internationale
Psychoanalyti-sche Universität Berlin (IPU) wieder in zehn Kategorien die
Spitzengruppe. Damit bleibt sie deutschlandweit eine der besten
Universitäten für ein Psychologiestudium. Die aktuell erschienenen Zahlen
sind die Ergebnisse der Befragung Studierender aus Bachelorstudiengängen
Psychologie.

Bei der dritten Beteiligung im CHE-Ranking erreicht die Internationale
Psychoanalytische Universität Berlin (IPU) wieder in zehn Kategorien die
Spitzengruppe. Damit bleibt sie deutschlandweit eine der besten
Universitäten für ein Psychologiestudium. Die aktuell erschienenen Zahlen
sind die Ergebnisse der Befragung Studierender aus Bachelorstudiengängen
Psychologie.

Studierende der IPU schätzen besonders die allgemeine Studiensituation,
die Betreuung durch Lehrende, das Lehrangebot und die Prüfungsbedingungen.
Weitere Spitzenwerte ergaben die Kategorien Berufsorientierung, IT-
Infrastruktur und Gestaltung der Räume. Für neue Studierende werden
umfassende Angebote zum Studienbeginn gemacht.

Hervorragende Lehrsituation und wachsende Forschungsaktivitäten

Bei mehreren forschungsbezogenen Kategorien befindet sich die IPU im
Mittelfeld. Diese Ergebnisse sind für eine kleine, private Universität ein
durchaus gutes Ergebnis. Mit der Psychoanalyse vertritt die IPU zudem
einen geisteswissenschaftlichen Ansatz, bei dem Veröffentlichungen
umfangreicher Fachbücher oder Sammelwerke häufiger vorkommen als einzelne
Artikel in Wissenschaftszeitschriften. Im Vergleich zur Erhebung des CHE-
Rankings 2019 konnten die Wissenschaftler/-innen der IPU die Summe der
Forschungsgelder um ein Drittel steigern, die unter anderem bei Stiftungen
oder der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beantragt wurden.

In diesen Tagen startet die Befragung der Masterstudierenden der
Psychologie, die bis Ende Juli 2022 abgeschlossen sein wird.

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Autonomes Fahren auf der Hannover Messe: Sicher ans Ziel mit ganzheitlicher Verifikation und virtueller Erprobung

Damit wir in Zukunft sicher autonom fahren können, müssen die einzelnen
Komponenten eines Fahrzeugs schon in der Entwurfsphase umfassend und
realistisch geprüft werden. Durch X-in-the-Loop (XiL) Tests der Sensoren
wird es möglich, Fahrzeuge und Szenarien realitätsnah zu simulieren und
die reale Komponente in ihrer Einsatzumgebung zu testen. Dadurch werden
Einflüsse auf die Verkehrssicherheit sichtbar, die mit anderen
Prüfmethoden nicht oder erst bei der Freigabe des Gesamtfahrzeugs erkannt
werden können. Auf der Hannover Messe präsentieren Forschende des
Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF
in Darmstadt zukunftsweisende Ergebnisse (Halle 5, Stand A06).

Bei der Entwicklung von hochautonomen Fahrfunktionen stellt die
Validierung und Verifikation von kamerabasierten Sensorsystemen einen
entscheidenden Entwicklungsschritt dar. Mit einer Kamera-in-the-Loop-
Testumgebung ist es möglich, den Einfluss von Fahrzeugschwingungen auf die
Klassifizierung von Objekten in unterschiedlichen, virtuellen
Verkehrssituationen zu untersuchen, um die Sicherheit und Funktionalität
von kamerabasierten Sensorsystemen sicherzustellen.

Fraunhofer LBF validiert und verifiziert autonome Fahrfunktionen

Automatisierte Fahrzeuge stellen vermutlich die größte Veränderung im
Bereich der Mobilität seit der Erfindung des Verbrennungsmotors dar. In
absehbarer Zukunft werden Fahrzeuge vollständig autonom (Level 4 und 5 der
SAE-Skala) am Straßenverkehr teilnehmen. Als Forschungspartner unterstützt
das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit
LBF in Darmstadt Hersteller und Zulieferer bei der Entwicklung dieser
Fahrzeuge mit Analysen der Systemzuverlässigkeit (zum Beispiel FMEA) und
Methoden zur Validierung virtueller Prototypen in Multiskalensimulationen.

Neben der individuellen Komfortsteigerung für den Passagier, der die
Fahrzeit nutzen kann, ermöglichen automatisierte Fahrzeuge einen
effizienteren und reibungsloseren und Straßenverkehr. Die Gewährleistung
der aktiven und passiven Fahrzeugsicherheit wird durch das sichere
Fahrzeugverhalten abgelöst. Im vollständig automatisierten Straßenverkehr
wird der Crash vermieden, was zu enormen Ressourceneinsparungen und völlig
neuartigen Funktionskonzepten führt. Um dieses Ziel zu erreichen, muss
nicht nur die sichere Funktion, sondern das sichere Verhalten des
Fahrzeugs innerhalb jeder denkbaren Fahrsituation nachgewiesen werden.
Dies beinhaltet die richtige Wahrnehmung und Interpretation der
Verkehrssituation, die richtige Entscheidung über das Fahrzeugverhalten
und die Umsetzung dieser Entscheidung durch das Fahrzeug als
mechatronisches Gesamtsystem.

Das Fraunhofer LBF legt wichtige Grundsteine für die ganzheitliche
Verifikation und Validierung sowie die simulationsbasierte Entwicklung.
Dabei haben die Darmstädter Forschenden wesentliche Innovationen im
Zusammenspiel von virtuellen und realen Tests entwickelt, die auf einem
szenarien-basierten, datengetriebenen Ansatz beruhen. Die Ergebnisse
werden für den Autobahnverkehr und für urbane Verkehrssituationen
angewendet.

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