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Bienen und Bestäuber: Einrichtung für Vernetzungs- und Kommunikationsmaßnahme gesucht

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sucht eine
Einrichtung, die 16 Verbundprojekte zum Schutz von Bienen und
Bestäuberinsekten in der nachhaltigen und ökologischen Landwirtschaft in
Deutschland vernetzt sowie den Wissensaustausch und -transfer fördert.
Bewerbungen können bis zum 11. Mai 2022, 12 Uhr, bei der Bundesanstalt für
Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingereicht werden.

Honigbienen und andere wildlebende Bestäuberinsekten leisten durch die
Bestäubung von Pflanzen einen wichtigen Beitrag für Landwirtschaft und
Natur. Auf diese Weise sichern sie die menschliche Nahrungsgrundlage und
erhalten die biologische Vielfalt. Das BMEL verfolgt das Ziel, intakte
Insektenpopulationen im Zusammenspiel mit einer nachhaltigen und
ökologischen Landwirtschaft in Deutschland zu realisieren.

Bereits 2019 wurden mit der „Bekanntmachung über die Förderung von
Forschungsvorhaben zum Schutz von Bienen und weiteren Bestäuberinsekten in
der Agrarlandschaft“ Projektideen gesucht, die Lösungen für ein
Zusammenwirken von Bestäubern, Imkern und landwirtschaftlichen Betrieben
in Deutschland entwickeln.

Vernetzung und Kommunikation sind nun gefragt
Die daraus entstandenen 16 Verbundprojekte mit 42 Teilprojekten gilt es
nun zu vernetzen und ihre Erkenntnisse öffentlich zu kommunizieren. Es
wird eine Einrichtung gesucht, die eine hohe Sichtbarkeit und nachhaltige
Breitenwirksamkeit der Projekte sicherstellt. Gelingen soll das
beispielsweise durch die Organisation und Unterstützung von übergreifen-
den Kooperationen zwischen den einzelnen Verbundprojekten und Akteuren wie
Berufsverbänden. Des Weiteren sollen Veranstaltungen zum Wissensaustausch
und -transfer organisiert und durchgeführt werden.

Die Angebote können über die e-Vergabe-Plattform des Bundes eingesendet
werden. Weitere Informationen unter <https://www.evergabe-
online.de/tenderdetails.html?id=453258>

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Mehr Mobilität – weniger Belastung

Überregionales Verbundprojekt zur automatischen Baustellenerfassung Köln
(ABK) präsentiert sich vom 18. bis 21. Mai 2022 auf der Mobilitätsmesse
polisMOBILITY

Vor allem in Stadtgebieten werden zum fortwährenden Unmut der
verschiedenen Verkehrsteilnehmer zahlreiche Baumaßnahmen und kurzfristige
Entstörungsmaßnahmen durchgeführt, die zu Einschränkungen im öffentlichen
Raum führen. Die Zeitpunkte der tatsächlichen Bautätigkeit und der damit
verbundenen verkehrlichen Einschränkung sind dabei einer gewissen
Unschärfe unterworfen. Unsicherheiten über den Status der Baustellen
erfordern häufig Kontrollfahrten oder zusätzliche Kommunikation mit
manueller Eingabe in die vorhandenen Systeme. Diese Informationslücken
verursachen Staus mit entsprechenden Umweltbelastungen. Für eine
wirkungsvolle Verkehrsinformation braucht es daher eine automatische
Echtzeit-Verifizierung der aktuellen Baumaßnahmen.

Vor diesem Hintergrund wurde das überregionale Verbundprojekt zur
automatischen Baustellenerfassung Köln (ABK) ins Leben gerufen. Das
Projekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im
Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND“) gefördert und mit
der TransMIT GmbH als Verbundkoordinator vom 1. Januar 2021 bis zum 31.
August 2022 über eine Laufzeit von 20 Monaten realisiert. Zu den
Projektpartnern gehören neben dem TransMIT-Projektbereich für öffentlichen
Verkehr und Verkehrsmanagement die pwp-Systems GmbH aus Bad Camberg, die
Stadt Köln sowie die ebenfalls in Köln ansässige RheinEnergie AG.

Als innovatives Best-Practice-Modell wird sich das ABK-Verbundprojekt nun
vom 18. bis 21. Mai 2022 auf der Kölner Mobilitätsmesse polisMOBILITY
präsentieren. Die polisMOBILITY bringt auf dem Areal der Koelnmesse in
einer umfangreichen Fachkonferenz Akteurinnen und Akteure aus Politik,
Stadt- und Verkehrsplanung sowie Forschung und Wirtschaft in den Dialog
für die gemeinsame Lösungssuche zu den zentralen Fragen einer
nachhaltigen, erfolgreichen Mobilitätswende in Städten und Regionen. Das
Konferenzprogramm spannt dabei einen inhaltlichen Bogen von
technologischen Entwicklungen wie autonome und vernetzte Mobilität und
neue Antriebstechnologien über die Transformation des Automobil- und
Automotive-Sektors und Themen der Stadt- und Verkehrsplanung bis hin zu
Aspekten von zivilgesellschaftlicher Beteiligung. Parallel zum
Messegeschehen der polisMOBILITY und den stattfindenden Konferenzen haben
Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, noch mehr über verschiedene
städtische und private Mobilitätsprojekte zu erfahren.

Über das ABK-Verbundprojekt:

Im Rahmen des vom BMDV geförderten Verbundprojektes zur automatischen
Baustellenerfassung Köln (ABK) ist die Ausstattung von baustellentypischen
Absperrobjekten mit Kommunikations- und Positionierungstechnologie wie
LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) und GNSS (Globales
Navigationssatellitensystem) vorgesehen. Die automatisch erfassten
Sensordaten werden mittels LoRaWAN übertragen und mit Genehmigungsdaten
abgeglichen. Die Datenübertragung des Standorts und der Baustellenkennung
erfolgt an die GIS- und Monitoringsysteme von RheinEnergie, sowie an die
Systeme der Verkehrsleitzentrale der Stadt Köln. Dort werden
Verkehrsmeldungen in dem Standard für Mobilitätsdaten DATEX II erzeugt und
an den MDM (Mobilitäts Daten Marktplatz) weitergegeben.

Dieses innovative System ermöglicht die Bereitstellung von zeitnahen und
verlässlichen Informationen über aktuelle Verkehrseinschränkungen etwa
aufgrund von Baumaßnahmen oder Entstörungseinsätzen. Somit kann eine
zeitlich exakte Schaltung adäquater Verkehrsstrategien der Stadt Köln zur
Verbesserung von Sicherheit und Verkehrsfluss bei gleichzeitiger Minderung
von Emissionen gewährleistet werden. Darüber hinaus wird durch die
verbesserte Informationsqualität eine Optimierung der internen Prozesse
bei der RheinEnergie angestrebt. Schließlich erfolgt über den Mobilitäts
Daten Marktplatz (MDM) ein diskriminierungsfreier Datenzugang für alle
Akteure im Verkehr.

Über die polisMOBILITY:

Die Koelnmesse präsentiert am Messeplatz Köln mit der INTERMOT und THE
TIRE COLOGNE bedeutende internationale Leitmessen rund um das Thema
Mobilität. Ab 2022 erweitert die Koelnmesse ihr Portfolio um die
polisMOBILITY, ein neues hybrides Event, das aufzeigt, wie Mobilität in
Städten in Zukunft gestaltet werden kann und muss. Bei THE TIRE COLOGNE
stehen neben Reifen und Rädern Ausrüstungen für Kfz- und Reifenwerkstätten
sowie ein umfassendes Angebot rund um die Bereiche Reifenrunderneuerung
sowie Altreifenverwertung und -entsorgung im Zentrum. Die INTERMOT Köln
fokussiert motorisierte Zweiräder und stellt die wichtigsten Neuheiten aus
den Bereichen Elektromobilität, Zubehör, Bekleidung, Teile, Customizing,
Reisen und Werkstattausrüstung vor. Als zentrale internationale
Businessplattformen bringen die Veranstaltungen gezielt die Branche
zusammen zur Präsentation neuester Produkte, Entwicklungen und
Innovationen.

Weitere Informationen: https://www.polis-mobility.de/die-
messe/polismobility/branchenmessen

Über das Förderprogramm mFUND des BMDV:

Im Rahmen des Förderprogramms mFUND unterstützt das BMDV seit 2016
Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um datenbasierte digitale
Innovationen für die Mobilität 4.0. Die Projektförderung wird ergänzt
durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik,
Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und die Bereitstellung von offenen
Daten auf dem Portal mCLOUD.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mfund.de

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Neue Wege zum individuellen und gesellschaftlichen Umgang mit Daten

Gründung des Centre for Human Data Society an der Universität Konstanz im
Rahmen eines internationalen Kolloquiums

„Data Science“, die Wissenschaft von den Daten, wurde in den vergangenen
Jahren zu einem bedeutenden Bereich in der angewandten interdisziplinären
Forschung mit großem Stellenwert für Ökonomie und Gesellschaft. Diese
Entwicklung aufgreifend wird es künftig an der Universität Konstanz ein
interdisziplinäres „Centre for Human Data Society“ (CHDS) geben. 25
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen der
Universität werden in dieser breit aufgestellten interdisziplinären
Forschungsinitiative zusammenarbeiten. Offiziell gegründet wird das
Zentrum im Rahmen eines internationalen Kolloquiums, das am 21. und 22.
April 2022 an der Universität Konstanz stattfindet.

Am 21. April 2022 werden im Rahmen der festlichen Auftaktveranstaltung der
Rechtswissenschaftler Professor Lawrence Lessig von der Harvard Law
School, die Soziologin Prof. Dr. Karin Knorr-Cetina von der University of
Chicago und der Datenwissenschaftler Andreas Weigend, PhD, Former Chief
Scientist von Amazon und Autor von „Data for the People“, die Human Data
Society aus einer multidisziplinären Perspektive beleuchten und den
Diskurs für den anschließenden Workshop eröffnen. Eine Übersicht über das
Programm findet sich hier.

Data Science neu denken
Angesichts der in den letzten Jahren rasant und enorm angestiegenen Menge
an verfügbaren Daten eröffnen sich sowohl für einzelne als auch für die
Gesellschaft völlig neue Möglichkeiten – neue Antworten und Anwendungen
stehen schnell zur Verfügung und führen zu neuen Fragen und Entwicklungen.
„Bis jetzt lag der Forschungsschwerpunkt auf fortgeschrittenen Methoden
zur Prozessautomatisierung und dem Lernen aus den erhaltenen Daten. Data
Science umfasst dabei zahlreiche sogenannte Blackbox-Methoden, die zum
Teil unvorhergesehene und zum Teil auch unsinnige Resultate liefern“,
beschreibt Prof. Dr. Daniel Keim, der im Bereich Datenanalyse und
Visualisierung forscht, die Ausgangslage. „Wir möchten die bestehende
meist ausschließliche Sicht auf die Aspekte der Computerwissenschaften
verändern, indem wir Data Science neu denken und erschaffen – mit und für
den einzelnen Menschen und die Gesellschaft“, ergänzt Prof. Dr. Michael
Grossniklaus, der Datenbanken und Informationssysteme erforscht, den
Gründungsgedanken.

Im CHDS wird es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der
Universität Konstanz insbesondere um die multidisziplinäre Untersuchung
der Vielzahl an Wechselwirkungen und Konflikten von Gesellschaft und Data
Science, die „Data Society“, gehen, erläutert Prof. Dr. Liane Wörner aus
Sicht der Normgebung und Rechtstheorie. Dies gilt besonders im Hinblick
auf die ablaufenden Prozesse, auf Workflows und Interaktionen von und für
den Menschen, die „Human Data“, und die daraus resultierenden Konsequenzen
für eine „Human (Data) Society“. Die CHDS betrachtet nicht nur die Daten
selbst, Methoden ihrer Verarbeitung und Auswertung, sondern die neue
Initiative möchte insbesondere auch die Frage beleuchten, in welche
Datenerhebung wir als Gesellschaft investieren wollen, sollen und sollten.

Um diesen Anspruch erfüllen zu können, ist das CHDS interdisziplinär breit
aufgestellt. Vertreten sind Forschende aus zahlreichen Disziplinen an der
Universität Konstanz. Neben den naturwissenschaftlichen Disziplinen
Computer- und Informationswissenschaft, Mathematik und Statistik,
Psychologie und Biologie sind im CHDS die Geistes- und
Sozialwissenschaften Recht, Linguistik, Geschichte, Soziologie,
Medienwissenschaften, Ökonomie und Politikwissenschaft zentral beteiligt.

Faktenübersicht:
• Gründung des Centre for Human Data Society als Forschungsinitiative an
der Universität Konstanz
• 12 Disziplinen mit 25 Wissenschaftler*innen forschen gemeinsam im
Bereich Human Data Society
• Gründungsveranstaltung am 21. und 22. April 2022
• Gefördert im Rahmen der Exzellenzstrategie der Universität Konstanz
• Website: https://www.uni-konstanz.de/en/research/research-institutions
/centre-for-human-data-society

• Ansprechpartnerin Prof. Dr. Liane Wörner, Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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Leider zur rechten Zeit: Start der zehn Forschungsverbünde zur BMBF- Förderlinie „Friedens- und Konfliktforschung“

Am 1.4.2022 starteten die zehn Forschungsverbünde der BMBF-Förderlinie
„Stärkung und Weiterentwicklung der Friedens- und Konfliktforschung“.

Als im September 2020 die BMBF-Förderbekanntmachung „Stärkung und
Weiterentwicklung der Friedens- und Konfliktforschung“  erschien, war
nicht absehbar, wie akut die Thematik jetzt, zum Zeitpunkt des Starts der
zehn Verbundvorhaben, mitten in Europa sein würde. Der Krieg in der
Ukraine hat jüngst schmerzhaft deutlich gemacht, wie dringlich die
Erforschung aktueller und historischer Konfliktdynamiken ist und wie sehr
politische Entscheidungsträger/-innen wissenschaftsbasierte Erkenntnisse
aus den Sozial- und Geisteswissenschaften und aus interdisziplinären
Perspektiven benötigen. Am 1.4.2022 sind zehn Verbundvorhaben aus diesem
Forschungsfeld angelaufen. In den Verbünden schließen sich universitäre
und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zusammen, um mit vereinter
Expertise gemeinsam zu forschen und die Vernetzung im Feld zu stärken. Die
Förderlinie ist Teil des BMBF-Rahmenprogramms „Gesellschaft verstehen –
Zukunft gestalten“. Die geförderten Forschungsprojekte arbeiten
deutschlandweit interdisziplinär zu unterschiedlichen Weltregionen und
Themen, unter anderem zu Auswirkungen historischer Faktoren auf aktuelle
Konfliktdynamiken und zur Rolle moderner Technologien in
Konfliktgeschehen. Sie erarbeiten auf ihren Erkenntnissen basierende
Transfermaßnahmen, um Praxisakteur/innen im Umgang mit aktuellen
Herausforderungen im Bereich der Konfliktprävention und -beilegung
unterstützen zu können. Praxispartner sowie nationale und internationale
Kooperationspartner werden in die Projektarbeit einbezogen. Mit der
Förderung will das BMBF dazu beitragen, dass Politik und Gesellschaft
internationalen Entwicklungen auf Grundlage wissenschaftlicher
Erkenntnisse angemessen begegnen können. Die Laufzeit der Verbünde
erstreckt sich zunächst über vier Jahre, bis 2026; die Gesamtfördersumme
beträgt 30 Mio. EUR. Bei erfolgreicher Evaluation ist eine Fortsetzung um
weitere zwei Jahre vorgesehen.

Der DLR Projektträger betreut im Auftrag des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung das aktuelle Rahmenprogramm für die Geistes- und
Sozialwissenschaften „Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“ und ist
dabei sowohl mit der Entwicklung und Begleitung von Fördermaßnahmen
betraut als auch mit Maßnahmen zu Transfer und Kommunikation.

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