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Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022 ab sofort online

Institut für Sozialwissenschaften

Am heutigen 21. April 2022 geht ein weiterer Wahl-O-Mat der Bundeszentrale
für politische Bildung an den Start. Dieses Mal ist das Tool für die
Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen konzipiert worden, welche am 15. Mai
2022 stattfinden wird. Die wissenschaftliche Begleitung dieses populären
Tools hat dabei erneut das Wahl-O-Mat-Forschungsteam der Heinrich-Heine-
Universität Düsseldorf (HHU) unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan
Marschall übernommen.

Nachdem der Wahl-O-Mat bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl 2017
mit 2,6 Millionen Nutzungen das bis dahin beste Ergebnis auf Landesebene
erzielte, erwarten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in diesem
Jahr eine mindestens genauso starke Nachfrage.

Für Prof. Dr. Stefan Marschall, Leiter der Abteilung Politikwissenschaften
II am Institut für Sozialwissenschaften der HHU, ist der Wahl-O-Mat für
die Landtagswahl 2022 in Nordrhein-Westfalen in gewisser Weise ein
besonderes Ereignis: Zum einen ist das Tool seit 2005 durchgehend und
demnach bei mittlerweile fünf nordrhein-westfälischen Wahlen im Einsatz.
„Aber auch der Umstand, dass die Forschung rund um das Tool in Düsseldorf
selbst ihre Heimat gefunden hat, macht es besonders und in mancher
Hinsicht auch zu einer Art Heimspiel“, so Prof. Marschall.

Ab sofort ist der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022
unter www.wahl-o-mat.de abrufbar.

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Erhebliche Belastung von Mitarbeitenden unter COVID-19 nicht nur auf Intensivstationen

Studie unter Koordination von Prof. Peter Borusiak von der UW/H zeigt
Hinweise auf Depressionen, Angst und Erschöpfung bei Mitarbeitenden der
Sozialpädiatrie

In einer Online-Befragung zeigten 1.291 Mitarbeitende in der
Sozialpädiatrie zu rund 15 Prozent Hinweise auf eine depressive Störung
und 17 Prozent auf eine Angststörung. Fast 45 Prozent, also fast die
Hälfte, der Befragten fühlten sich emotional erschöpft. Diese Daten sind
vergleichbar mit Erhebungen bei Pflegekräften auf Akutstationen. Die
Online-Befragung gehört zur großen multizentrischen "VOICE-Studie" mit
einem Netzwerk von Forscher:innen u.a. aus den Universitätskliniken
Erlangen, Bonn, Ulm, Köln und Dresden. Für die Mitarbeitenden in der
Sozialpädiatrie wurde sie koordiniert von Prof. Dr. Peter Borusiak
(Universität Witten/Herdecke, LVR-Klinik Bonn), ihre Ergebnisse sind jetzt
in der Zeitschrift Archives of Public Health veröffentlicht worden.
https://archpublichealth.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13690-022-00876-5

Die Sozialpädiatrie beschäftigt sich als Querschnittswissenschaft mit
Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen und Behinderungen im
Kontext ihres sozialen und familiären Umfelds. „Interessanterweise war
oftmals die Sorge um die Patienten oder Angehörigen höher als diejenige um
die eigene Person. Die Mitarbeitenden beschreiben aber auch innere
Schutzmaßnahmen wie optimistische Einstellungen, emotionale und soziale
Unterstützung, ein höheres Kohärenzgefühl, eine höhere Lebensqualität und
ausreichende Entspannung in der Freizeit“, erklärt Prof. Borusiak
Faktoren, die im Sinne der Resilienz als wirksam eingeschätzt wurden.

Da viele Mitarbeitende aufgrund der Kontaktbeschränkungen im ersten
"Lockdown“ kurz vor der Umfrage praktisch arbeitsunfähig waren, spiegeln
die Ergebnisse zur Arbeitsbelastung wahrscheinlich eine ungleiche
Verteilung der Arbeit in dieser Situation wider. In Zukunft könnten
Verteilungs- und Verantwortungspläne einerseits für Entlastung und
andererseits für eine bessere Arbeitsbelastung sorgen. Gerade auf
politischer oder betrieblicher Ebene sollten weitere Maßnahmen zur
emotionalen und sozialen Unterstützung ergriffen werden, nachdem sich dies
in der Studie als einer der zentralen Resilienzfaktoren herausgestellt
hat. „Auch, wenn es nur wenige gute, kontrollierte Studien gibt, die
Interventionen speziell in einem epidemischen oder pandemischen Ereignis
untersucht haben, so kann man auf analoge Interventionen zurückgreifen,
die sich in anderen Krisensituationen bewährt haben. Es gibt einige
Programme zur Unterstützung der psychischen Gesundheit, die auch gut
evaluiert sind, wenn es z. B. um Burnout oder emotionale Erschöpfung geht.
Einige dieser Angebote können auch mit digitalen Möglichkeiten im Kontext
einer Pandemie umgesetzt werden,“ so Prof. Borusiak.

Zum Hintergrund:
Die COVID-19-Pandemie hat die Welt weiter fest im Griff. Die körperliche
und psychische Belastung von Mitarbeitenden auf Intensivstationen und in
Akutkrankenhäusern ist gut belegt. Im Alltag ist aber auch die Belastung
in anderen Bereichen zu spüren. Diesem Aspekt sind Forscher unter
Beteiligung der Universität Witten/Herdecke nachgegangen. Unter
Koordination von Prof. Dr. Peter Borusiak (UW/H) erfolgte mit
Unterstützung der Wagener-Stiftung (Yuliya Mazheika) die Erhebung unter
Einbeziehung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Sozialpädiatrischen Zentren
(Dr. Ilona Krois), der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung
(VIFF; Prof. Dr. Liane Simon und Dr. Christian Fricke) sowie des
Arbeitskreises für Vorsorge- und Sozialmedizin Vorarlberg (AKS; Dr.
Susanne Bauer und PD Dr. Edda Haberlandt).

Weitere Informationen: Prof. Dr. med. Peter Borusiak, peter.borusiak@lvr-
de, Tel: 0228/6683-111

Ansprechpartner Presseteam: Katrin Schubert, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.,
02302/926-858

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine
Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als
Modelluniversität mit rund 3.000 Studierenden in den Bereichen Gesundheit,
Wirtschaft und Gesellschaft steht die UW/H für eine Reform der klassischen
Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit
Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

www.uni-wh.de / blog.uni-wh.de / #UniWH / @UniWH

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Jetzt bewerben um den Hermann-Schmidt-Preis 2022!

Wettbewerbsthema: „Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Aus- und
Weiterbildung“

Mit dem Hermann-Schmidt-Preis für innovative Berufsbildung werden in
diesem Jahr gezielt Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die innovative
Konzepte und Modelle zur Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der
beruflichen Aus- und Weiterbildung entwickelt und erfolgreich umgesetzt
haben. Der Verein „Innovative Berufsbildung e.V.“ – getragen vom
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn sowie wbv Media in
Bielefeld – lädt hiermit zur Teilnahme am Wettbewerb um den Hermann-
Schmidt-Preis ein. Die Bewerbungsfrist endet am 22. Juni 2022.

Neben der Digitalisierung gilt Nachhaltigkeit als wichtigster Treiber des
Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft. Seien es zum Beispiel
energieeffiziente Gebäude, ressourcenschonende Produktionssysteme oder
faire Lebensmittel – immer sind beruflich qualifizierte Fachkräfte
erforderlich, die die notwendigen Maßnahmen am Arbeitsplatz erkennen,
planen und mitgestalten können. Für eine gelingende nachhaltige Gestaltung
der Arbeitswelt unter Nutzung umfassender digitaler Anwendungen sind
darüber hinaus Kompetenzen erforderlich, die auf Eigenverantwortung,
Gestaltungs-, Kommunikations- und Reflexionsfähigkeit abzielen.
Bewerbungen müssen einem der Themenfelder „Nachhaltigkeit“ und
„Digitalisierung“ zugeordnet werden können. Projekte und Initiativen, die
eine zielführende Verknüpfung der beiden Themenfelder beinhalten, werden
bei der Auswahl bevorzugt. Ein besonderer Stellenwert kommt zudem
Maßnahmen für das aus- und weiterbildende Personal zu, weil diese Personen
aufgrund ihrer herausgehobenen Bedeutung als Multiplikatoren entscheidend
dazu beitragen, die Berufsbildung von morgen mit zu gestalten.

Der Hermann-Schmidt-Preis 2022 wird durch eine unabhängige Fachjury
vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert.
Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit
einem Sonderpreis auszeichnen, der mit jeweils 1.000 Euro dotiert ist. Die
Preisverleihung findet öffentlichkeitswirksam auf einer Veranstaltung im
Herbst 2022 statt. Antragsberechtigt sind Betriebe, berufliche Schulen
sowie berufliche Bildungseinrichtungen in Kooperation mit Betrieben
und/oder beruflichen Schulen.

Mit Ihrer Initiative beziehungsweise mit Ihrem Projekt tragen Sie zur
Attraktivitätssteigerung der dualen Berufsbildung bei. Mit Ihrer Bewerbung
können Sie zudem Ihr Engagement auch für andere sichtbar und nutzbar
machen.

Die Bewerbungsunterlagen sowie eine Checkliste der Fachjury zu den
Anforderungen an die Wettbewerbsbeiträge finden Sie zum Download im
Internetangebot des BIBB unter <www.bibb.de/hermannschmidtpreis>

Zum Hintergrund:

Ziel des 1996 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und wbv Media
gegründeten gemeinnützigen Vereins „Innovative Berufsbildung e.V.“ ist es,
innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu
fördern und öffentlich bekannt zu machen. Mit dem jährlich vom Verein
verliehenen „Hermann-Schmidt-Preis“ werden besondere Leistungen in
ausgewählten Bereichen der beruflichen Bildung ausgezeichnet. Namensgeber
des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Hermann Schmidt, der von 1977 bis 1997
Präsident des BIBB war.

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Behandlung der Frauenkrankheit Endometriose verbessern

Mit der neuen Arbeitsgemeinschaft Endometriose e. V. (AGEM) in der DGGG
soll der gynäkologischen Erkrankung Endometriose, an der jede zehnte bis
zwölfte Frau leidet, mehr Aufmerksamkeit zuteilwerden. Die Forschung und
Vernetzung auf diesem Gebiet zu fördern, steht dabei im Vordergrund, um
letztlich die Behandlung wirksam und flächendeckend zu verbessern.

Berlin, im April 2022 – Endometriose ist eine der häufigsten
gynäkologischen Erkrankungen – etwa jede zehnte Frau ist davon betroffen.
Nach Angaben der World Health Organization (WHO) leiden weltweit etwa 190
Millionen Frauen und Mädchen im gebärfähigen Alter daran. Schätzungen
zufolge wird eine Endometriose pro Jahr in Deutschland bei 40.000 jungen
Frauen festgestellt. Aber trotz der hohen Verbreitung und der im
Einzelfall gravierenden Auswirkungen für die Betroffenen, ist die
gesellschaftliche Wahrnehmung – aber auch die Aufmerksamkeit bei Ärztinnen
und Ärzten – noch immer zu gering. Nicht selten haben Betroffene jahrelang
Beschwerden, bevor die Diagnose gestellt wird.

Unter Endometriose versteht man das Auftreten von Gebärmutterschleimhaut-
ähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle. Die Erkrankung kann mit
starken Schmerzen einhergehen, die häufig – aber nicht immer – zeitlich
mit der Menstruationsblutung zusammenhängen. Die Endometrioseherde
unterliegen dem hormonellen Zyklus und verursachen „innere“
Menstruationsblutungen, v.a. aber können sie über Entzündungs- und
Vernarbungsprozesse bleibende Schäden hinterlassen und nicht selten die
Nachbarorgane Harnblase und Enddarm einbeziehen. Typisch sind starke
Schmerzen bei der Menstruation und in der Folge ein chronisches
Schmerzsyndrom. Viele Betroffene leiden an Unfruchtbarkeit: Bei jeder
zweiten bis dritten Frau mit unerfülltem Kinderwunsch wird Endometriose
nachgewiesen.

Kenntnisse über Unterleibserkrankung Endometriose erweitern
Die Arbeitsgemeinschaft Endometriose e. V. (AGEM) widmet sich als neues
Organ der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V.
(DGGG) allen klinischen, wissenschaftlichen und organisatorischen Anliegen
bei dieser Erkrankung. Dazu zählt die Förderung der Wissenschaft und
Forschung sowie die Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten in
Bezug auf die Endometriose. „Ein wichtiges Ziel der Arbeitsgemeinschaft
ist es, die Kenntnisse über Endometriose zu erweitern und möglichst in der
klinischen Versorgung der Patientinnen umzusetzen, und dadurch die
Behandlung zu verbessern“, betont Frau Prof. Sylvia Mechsner, Vorsitzende
der Arbeitsgemeinschaft Endometriose und Leiterin des Endometriosezentrums
an der Charité Berlin.

Forschung zu Endometriose stärken
Die genaue Ursache der Krankheit ist nach wie vor unbekannt. Oft wird sie
erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert, obwohl schon viele Jahre
zuvor die Beschwerden begonnen hatten. „Die rechtzeitige Diagnose und
Behandlung der Endometriose stellt insofern eine besondere Herausforderung
dar, als noch viele Mosaiksteine im Bild um die Entstehung dieser
Erkrankung fehlen“, erklärt Prof. Uwe Andreas Ulrich, Präsident der
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE) der DGGG und einer der
federführenden Autoren der Endometriose-Leitlinie. „Umso wichtiger ist es,
die Forschung und Vernetzung auf dem Gebiet der Endometriose durch eine
eigene Arbeitsgemeinschaft zu stärken“, fährt er fort.

Die AGEM versteht sich hierbei als Schnittstelle für Experten aus der DGGG
sowie aus weiteren Fachgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften, damit die
Erkrankung Endometriose besser behandelt wird und mehr Wahrnehmung
erfährt.

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