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Colloquium Fundamentale: Politik in der Wissenschaft

Schirmherrin oder Lenkerin – welche Rolle hat die Politik gegenüber der
Wissenschaft? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Colloquium Fundamentale
„Politik in der Wissenschaft. Vom Zweck der Forschung in modernen
Gesellschaften“. Die Vortragsreihe des ZAK | Zentrum für Angewandte
Kulturwissenschaft und Studium Generale am Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) eröffnet der Wissenschaftshistoriker Professor Michael
Hagner am Donnerstag, 28. April 2022, um 18:00 Uhr im Redtenbacher-Hörsaal
(Engelbert-Arnold-Str. 4, KIT Campus Süd, Geb. 10.91). Der Eintritt ist
frei.

Wissenschaftliche Erkenntnisse haben unzählige Innovationen ermöglicht und
zu einer Verbesserung unserer Lebensverhältnisse beigetragen. Häufig wird
deshalb eine öffentliche Förderung der Wissenschaft mit dem
gesellschaftlichen Nutzen legitimiert. Doch worin genau besteht dieser
Nutzen und wer oder was definiert ihn? Einige Stimmen aus der
Forschungspolitik argumentieren, wenn Wissenschaft zu
gesellschaftspolitischen Zielen beitragen solle, müssten dafür auch
gezielt Fördergelder bereitstehen etwa wenn es darum gehe, die Energie-
oder die Mobilitätswende zu bewerkstelligen, die Verbreitung von
Falschinformationen im Internet einzudämmen oder die Corona-Pandemie zu
bewältigen. Andere wiederum bezweifeln, dass sich wissenschaftliche
Erkenntnis steuern und ein gesellschaftlicher Nutzen der Forschung gezielt
„herbeifördern“ lässt. Sie sagen, ein konkreter Nutzen ergebe sich häufig
erst im Nachhinein. Ein Beispiel dafür sei die mRNA-Corona-Impfung, die
auf jahrzehntealter Grundlagenforschung basiere.

Im Colloquium Fundamentale des Sommersemesters 2022 möchte das ZAK über
gesellschaftlichen Nutzen der Forschung, politische Einflussnahme und
Forschungsfreiheit diskutieren. Anknüpfend an das Colloquium Fundamentale
des vergangenen Wintersemesters, in dem es um die Wissenschaft als
Grundlage für politische Entscheidungen ging, hinterfragen Expertinnen und
Experten unterschiedlicher Fachrichtungen nun den Einfluss der Politik auf
die Wissenschaft.

Das Colloquium Fundamentale findet an den unten genannten Terminen jeweils
um 18:00 Uhr im Redtenbacher-Hörsaal, am Campus Süd des KIT, statt. Es
gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen des Landes Baden-Württemberg.

Programm:

Donnerstag, 28. April 2022:  Gelenkt oder geschenkt? Zum Verhältnis von
Politik und Wissenschaft in Krisenzeiten

Prof. Michael Hagner, Professor für Wissenschaftsforschung an der
Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich

Donnerstag, 12. Mai 2022: Wissenschaftsfreiheit in autoritären Regimen.
Das Beispiel der Volksrepublik China

Dr. Alexandra Kaiser, Postdoc beim BMBF-Drittmittelprojekt
„Wissenschaftsfreiheit in der Volksrepublik China“, Friedrich-Alexander-
Universität Erlangen-Nürnberg

Donnerstag, 30. Juni 2022: Chancen und Herausforderungen von
Innovationspolitik in einer turbulenten Welt

Prof. Jakob Edler, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-
Instituts für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe

Donnerstag, 21. Juli 2022: Inwiefern und zu welchem Zweck ist die
Wissenschaft frei?

Prof. Pirmin Stekeler-Weithofer, Seniorprofessor für Theoretische
Philosophie an der Universität Leipzig

Viola von Cramon-Taubadel, Politikerin und Mitglied des Europäischen
Parlaments

Dieser Termin findet in Kooperation mit der KIT Academy for Responsible
Research, Teaching and Innovation (ARRTI) statt.

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und
vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den
globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie,
Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 800
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in
Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften
zusammen. Seine 22 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein
forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle
Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die
Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und
Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und
Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der
deutschen Exzellenzuniversitäten.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:
https://www.kit.edu/kit/presseinformationen.php

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Umwelt-DNA verrät heimliche Riffbewohner

Ein internationales Forschungsteam weist anhand von Meerwasserproben nach,
wo welche tropischen Riff-Fische vorkommen. Um Arten und Familien zu
identifizieren, nutzten sie im Wasser vorhandene DNA-Spuren der Tiere.
Doch nicht alle Fische lassen sich auf diese Weise aufspüren.

Tropische Korallenriffe sind bunt, schön – und artenreich. Besonders gross
ist die Fischvielfalt. Forschende schätzen, dass weltweit bis zu 8000
Fischarten in Korallenriffen vorkommen.

Doch weltweit verschwinden Korallenriffe aufgrund der Klimaerwärmung und
menschlicher Eingriffe in horrendem Tempo, und nach wie vor ist unklar, wo
welche Rifffische vorkommen. Wie viele Arten es insgesamt gibt, ist
ebenfalls nicht genau bekannt.
Das hat unter anderem damit zu tun, dass viele Fischarten ein sehr
heimliches Leben führen, sich stark ähneln oder teilweise im offenen Meer
leben. Solche Arten sind daher nur schwer nachweisbar. Um Fische in einem
Gebiet nachzuweisen, war die Biodiversitätsforschung meist auf
Sichtbeobachtungen von Taucher:innen oder auf Fangfisch angewiesen.

Nun hält in der Ökologie eine neue Methode Einzug, die solche
Schwierigkeiten umgeht: Umwelt-DNA (environmental DNA, eDNA). Die Idee
dieses neuen Ansatzes ist, dass Lebewesen ihr Erbgut oder Teile davon in
der Umwelt hinterlassen.
Die Forschenden müssen dann an einem Ort nur Wasserproben nehmen, die
darin enthaltenen DNA-Fragmente isolieren und diese sequenzieren, also die
Abfolge der DNA-Bausteine bestimmen. Schliesslich können sie die
ermittelten Sequenzen mit Referenzsequenzen vergleichen, die von sicher
bestimmten Belegexemplaren stammen – und schon wissen die
Biodiversitätsforschenden, ob eine Art am fraglichen Ort vorkommt.
Genau dieses Verfahren hat ein internationales Forschungsteam unter der
Federführung von Forschenden der Universität Montpellier (F) und der ETH
Zürich nun genutzt, um das Vorkommen von Rifffischen zu untersuchen.
Die Forschenden sammelten in den Jahren 2017 und 2019 an 26 Standorten in
fünf tropischen Meeresregionen 226 Wasserproben und analysierten die
daraus isolierte DNA, die sie dann den bekannten Arten oder Familien
zuordneten.

Vielfältiger als vermutet

Auf diese Weise fanden die Forschenden eine um 16 Prozent höhere Vielfalt
an Rifffischen als durch konventionelle Erhebungsmethoden wie
Sichtbeobachtungen bei Tauchgängen. «Dank der eDNA-Methode können wir
viele Fischarten und -familien viel schneller nachweisen als mittels
Beobachtungen», betont Loïc Pellissier, Professor für Ökosysteme und
Landschaftsevolution der ETH Zürich und einer der beiden Hauptautoren
einer Studie. Diese wurde soeben in der Fachzeitschrift «The Proceedings
of the Royal Society» veröffentlicht.

So waren die DNA-Analysen nach nur zwei Jahren abgeschlossen. Die
Sichtbeobachtungen, die in die Studie einflossen, stammen jedoch von
unzähligen Beobachter:innen und umfassen 13 Jahre Bestandserhebungen.

Mit dem neuen Ansatz entdeckten die Forschenden insbesondere mehr im
Freiwasser schwimmende (pelagische), riffgebundene und Arten, welche die
zahlreichen Höhlen und Spalten von Riffen bewohnen (kryptobenthische).
Taucher:innen bekommen solche Fische seltener zu Gesicht.

Viele der nachgewiesenen pelagischen Arten bevorzugen das offene Meer oder
tiefere Gewässer – oder sie gehören zu Familien, welche Menschen meiden
oder nicht permanent in Korallenriffen leben, wie Makrelen und Thunfische
aus der Familie Scombridae sowie Haie aus der Familie der Carcharhinidae
(Requiemhaie, etwa der Schwarzspitzen-Riffhai).

Die Entdeckung dieser Arten ist wichtig, da sie durch ihre nächtlichen
Wanderungen zum Riff aktiv an der Funktion eines Korallenriffs beteiligt
sind. Die Rolle dieser Fische für das Ökosystem wird deshalb oft
unterschätzt.

Ohne Sichtbeobachtungen geht es (noch) nicht

Allerdings lassen sich mittels eDNA nicht alle Arten gleich einfach
erfassen, wie beispielsweise Lippfische Labridae oder Schleimfische
Blenniidae. Referenzdatenbanken decken diese artenreichen Familien nur
teilweise ab, sagt der Biodiversitätsforscher. Aufgrund dieser Lücken
konnte ein erheblicher Teil der in den Wasserproben gefundenen eDNA bisher
nicht zugeordnet werden.

Die Forschenden sind jedoch mit Hochdruck daran, den eDNA-Ansatz
weiterzuentwickeln, die DNA von weiteren Fischarten zu sequenzieren und
die Daten in die Referenzdatenbanken einzuspeisen. Dennoch wird es auch
weiterhin Tauchgänge brauchen, um gewisse Arten, die mittels eDNA nur
schlecht entdeckt werden können, zu erfassen, aber auch, um biometrische
Informationen wie Grösse und Biomasse zu erheben.

Korallen-Dreieck ist aussergewöhnlich vielfältig

In ihrer aktuellen Studie bestätigten die Forschenden frühere
Erkenntnisse, wonach sich die Artenzusammensetzungen zwischen den
biogeografischen Meeresregionen stark unterscheiden. Besonders hoch ist
die Fischvielfalt im sogenannten Korallen-Dreieck zwischen Borneo, Papua
Neuguinea und den Philippinen. Hier leben bis zu fünfmal mehr Fischarten
und -familien als in der Karibik. Insbesondere Pflanzenfresser, darunter
auch korallenverzehrende Arten, sind im Korallen-Dreieck besonders
zahlreich.

Das hat laut Pellissier damit zu tun, dass dieses Gebiet in der
Erdgeschichte tektonisch sehr aktiv war (und noch immer ist) und sich
viele verschiedene Lebensräume herausbildeten. Auch war die
Oberflächentemperatur dieses Meeresgebiets während der Eiszeiten stabiler,
weshalb sich eine besonders hohe Vielfalt entwickeln konnte.
Die Karibik hingegen war dem Regime der Eiszeiten stärker unterworfen. In
Kaltzeiten schrumpften die dortigen Korallenriffe und die Fischbestände.
Zudem bildete sich vor über 2,7 Millionen Jahren die Landenge von Panama,
was unter anderem die Meeresströmungen in der Karibik veränderte. Beide
Ereignisse führten zu grösseren Aussterbewellen.

Internationale Zusammenarbeit

Für diese Studie wurde das Forschungskonsortium unter anderem von Monaco
Explorations, einer Organisation des Prinzen von Monaco, unterstützt.
Diese stellte den Wissenschaftlerinnen für den ersten Teil des Projekts
ein Forschungsschiff zur Verfügung. Damit konnten sie Wasserproben in der
Karibik und vor der Küste Kolumbiens sammeln. Weitere Proben wurden auf
separaten Reisen, die ebenfalls durch den monegassischen Hof finanziert
wurden, gesammelt.

«Für mich als Schweizer Forscher war es enorm wichtig, Teil einer
internationalen Kollaboration zu sein», sagt Pellissier. Ohne Vernetzung
mit Partnern in Frankreich, Kolumbien, Indonesien und Australien hätte er
diese Studie nicht durchführen können. Und: «Wir können in der Schweiz
nicht isolierte Forschung auf diesem Niveau betreiben.»
Noch in diesem Jahr ist eine weitere Expedition zum Sammeln von
Wasserproben geplant. Dieses Mal wollen die Forschenden die tropischen
Gewässer des Indischen Ozeans zwischen Südafrika und den Seychellen
beproben. Diese Expedition, die nun die Proben aus den Vorjahren ergänzen
wird, musste zudem wegen Covid vertagt werden.

Originalpublikation:
Mathon L, Marques V, Mouillot D, et al. Cross-ocean patterns and processes
in fish biodiversity on coral reefs through the lens of eDNA
metabarcoding. Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences,
Volume 289, Issue 1973. Published: 20 April 2022. DOI:
10.1098/rspb.2022.0162

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DG PARO ernennt erste zertifizierte Dentalhygienikerin der DG PARO®

Im Rahmen der diesjährigen Frühjahrstagung der DG PARO am 18. und 19. März
in Garching bei München wurde Frau Ivana Elez, BSc. (Frankfurt a. M.) zur
ersten zertifizierten Dentalhygienikerin der DG PARO® ernannt.

Anfang 2021 erweiterte die DG PARO ihr seit 1993 bestehendes
Spezialisierungsprogramm um den Titel „zertifizierte Dentalhygienikerin
der DG PARO®“ und „zertifizierter Dentalhygieniker der DG PARO®“ und
ermöglicht so auch Dentalhygieniker:innen eine Zertifizierung ihrer
Ausbildung und ihres Könnens. Die Zertifizierung kann als Qualitätssiegel
gewertet werden und dient der Verbesserung der zahnärztlichen Versorgung
der Patient:innen in Prävention und Therapie.
Die Anforderungen wurden mit dem Berufsverband Deutscher
Dentalhygienikerinnen e. V. (BDDH), dem Verband Deutscher Dentalhygieniker
(VDDH) und der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieniker/Innen e. V.
(DGDH) abgestimmt.

Voraussetzungen für die Qualifizierung ist neben der Mitgliedschaft in der
DG PARO eine Aus- und/oder Weiterbildung zur/m Dentalhygieniker:in
entsprechend einer akademischen Ausbildung von mindestens zwei Jahren in
Vollzeit (120 ECTS-Punkte). Aktuell besteht zur Antragsstellung eine
Übergangsbestimmung bei Nichterreichen einer Ausbildungszeit von zwei
akademischen Jahren. Durch eine gutachterliche Bewertung von sechs im
Tätigkeitsspektrum eines/einer Dentalhygieniker:in im Rahmen der
zahnärztlichen Gesamttherapie selbst und umfassend therapierten
Behandlungsfällen und einer Zusammenstellung von Behandlungsmaßnahmen der
letzten drei Jahre wird die Eignung der Kandidat:innen sorgfältig geprüft.
Die Ernennung erfolgt für sechs Jahre und kann auf Antrag verlängert
werden.

„Die Betreuung von Patient:innen mit Parodontitis kann langfristig nur im
Team mit qualifizierten Mitarbeiter:innen in der Praxis gelingen. Auf
Basis der Ausbildung zur/zum Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) gibt
es in Deutschland verschiedene Arten, Wege weiter zu qualifizieren.
Die/der DH bildet im Bereich Prophylaxe die Spitze der
Fortbildungsmöglichkeiten, die zahnärztliche Fachkräfte erreichen können.
Die DG PARO wollte mit der Zertifizierung ein Qualitätssiegel etablieren,
da die Fortbildung zum/zur DH in Deutschland sehr heterogen aufgestellt
ist“, erläutert Prof. Dr. Bettina Dannewitz, Präsidentin der DG PARO, die
Hintergründe der Zertifizierung.

Die Richtlinien für die Ernennung zur „zertifizierten Dentalhygienikerin
der DG PARO®“ und zum „zertifizierten Dentalhygieniker der DG PARO®“ sind
unter www.dgparo.de und unter dem QR-Code zu finden.

Das Thema der Zertifizierung wurde auch im Programm der Frühjahrstagung
der DG PARO im März 2022 in Garching bei München aufgegriffen. Hier fand
zweitmalig ein gut besuchter Informationsworkshop zum Thema
zertifizierte/zertifizierter Dentalhygieniker:in der DG PARO® statt. Mit
dem Inkrafttreten der neuen Behandlungsrichtlinie wurde auch die
Diskussion zur Delegation zahnärztlicher Leitungen in der systematischen
Parodontitistherapie angefacht. Die Tagung startete daher mit Vorträgen zu
den Möglichkeiten und Grenzen der Delegation und Dentalhygiene in der
täglichen Praxis und aufsuchenden Betreuung. Dort wurde auch kontrovers
diskutiert, ob eine stärkere Differenzierung bei der Delegation von
Teilleistungen zu verschiedenen Qualifikationsstufen sinnvoll ist, um
damit auch die Patientensicherheit zu gewährleisten. Die on-demand-Inhalte
der DG PARO Frühjahrstagung sind noch bis zum 24. April 2022 unter www
.dgparo-tagungen.de buchbar und stehen bis Ende Mai zum Abruf bereit.

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Eröffnung des HfK-Musikkellers und Start der Musikreihe „Resonanzen“

Es wird noch klangvoller in Bremen. Die Hochschule für Künste (HfK) Bremen
eröffnet am 28. April 2022 feierlich den Musikkeller, ihre neu gestaltete
Veranstaltungsstätte, mitten im Zentrum der Hansestadt. Eingeleitet wird
der Abend mit der Auftaktveranstaltung der Musikreihe „Resonanzen“. Das
Konzert beginnt um 21:15 Uhr. Tickets können vorab reserviert werden und
sind, solange der Vorrat reicht, an der Abendkasse ab 20:30 Uhr
erhältlich.

„Durch den umfangreichen Umbau ist es gelungen einen neuen, besonderen Ort
zum Erleben von Musik zu schaffen. Die dichte, konzentrierte Atmosphäre,
die Nähe zwischen Musiker:innen und Publikum – wie man sie vom HfK-
Jazzclub kennt – steht nun allen an der HfK vertretenen Musikrichtungen
zur Verfügung. Das Publikum wird hier in Zukunft von Alter Musik bis zu
elektroakustischen Performances, von Operngesang bis zu Klavierkonzerten,
eine große Bandbreite an unterschiedlichsten musikalischen Ausdrucksformen
hautnah erleben können“, sagt Professor Roland Lambrette, Rektor der HfK
Bremen.

Die authentische Atmosphäre des Kellergewölbes wird durch eine
maßgeschneiderte Innenausstattung ergänzt, die – von der Bühne bis zu den
Sitzgelegenheiten – in den Werkstätten der HfK entstanden sind. „Der Umbau
hat architektonisch und technisch einen idealen Raum für Live-Musik
geschaffen“, so Professor Lambrette.

Auch Feinschmecker:innen kommen voll auf ihre Kosten. In Verbindung mit
der Mensa 13, der Gastronomie der HfK in der Dechanatstraße, ist ein neuer
Ort in Bremen entstanden, der musikalische und kulinarische Genüsse
miteinander verbindet. Die Mensa 13 wird von Jan-Phillip Iwersen und
seinem Team von der renommierten Küche 13 geführt – einem der besten
Restaurants der Stadt.

Passend zu der Besonderheit des Musikkellers, wird dessen Neueröffnung mit
dem Start einer neuen Musikreihe gefeiert.

Resonanzen, also das Mittönen eines Körpers in der Schwingung eines
anderen Körpers, ist der Titel der Musikreihe. „Ohne Resonanzen gibt es
keine Musik“, so Professor Lambrette. Das Veranstaltungsformat stellt
bekannte Muster in Frage und wird einmal im Monat stattfinden: Es werden
verschiedenste Stilrichtungen in oftmals ungewohntem Ambiente präsentiert.
„So kann man ein klassisches Konzert in einem urbanen Setting erleben, das
eher an einen Jazzclub erinnert. Das ist sehr spannend. Wir hoffen
natürlich auch, dass sich so Musikerinnen und Musiker unterschiedlicher
Genres gegenseitig inspirieren“, sagt Professor Lambrette.

Eröffnet wird das Konzert von Geigerin Mechthild Karkow, Professorin für
Barockvioline und Konrektorin für Studium und Lehre an der HfK Bremen.
Als Musikerin gilt sie als eine der vielseitigsten Spezialistinnen im
Bereich der historischen Aufführungspraxis. Ihr Repertoire reicht vom Ende
des 16. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts und schließt auch
zeitgenössische Kompositionen ein.

Der französische Pianist Lorenzo Soulès präsentiert Claude Debussys
Vertonung von „Reflets dans l'eau“ aus der Klavierstückesammlung „Images“.
Soulès wird das Publikum auch auf eine musikalische Reise nach Spanien
einladen mit dem Werk „Triana der Iberia“ von Isaac Albéniz.

Die Sopranistin Alexandra von der Weth und der Pianist Artem Yasynskyy
präsentieren Stücke von Franz Schubert, Richard Strauss und Hugo Wolf. Von
der Weth ist eine deutsche Opern- und Konzertsängerin und Stimmbildnerin
und seit November 2021 Gastprofessorin für Gesang an der Hochschule für
Künste Bremen. Artem Yasynskyy wurde in eine Musikerfamilie in Donezk,
Ukraine, geboren. Mit acht Jahren gab er sein erstes Konzert. Im Jahr 2010
begann Artem Yasynskyy sein Aufbaustudium an der HfK bei Professor Patrick
O'Byrne, dem ein Masterstudium folgte. Beide schloss er mit Auszeichnung
ab.

Abgerundet wird das Konzert von Jazz-Improvisationen von Markus
Schieferdecker, deutscher Bassist des Modern Creative Jazz, im Dialog mit
dem Pianisten Oliver Poppe. Schieferdecker ist seit 2020 Professor für
Jazz-Kontrabass und E-Bass an der Hochschule für Künste, an der auch Poppe
lehrt.

Tickets (solange der Vorrat reicht) sind am 28. April 2022 an der
Abendkasse ab 20:30 Uhr erhältlich. Eine verbindliche Voranmeldung via
Email (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) ist möglich. Die Eröffnungsfeier beginnt
um 21:15 Uhr. Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 10 Euro, der
ermäßigte Preis für Studierende beträgt 3 Euro.

Über die Hochschule für Künste Bremen

Die Hochschule für Künste Bremen ist die führende Kunsthochschule in
Nordwestdeutschland. Mit mehr als 1.000 Studierenden, 88 Professor:innen
und 162 Lehrbeauftragten bietet die HfK Bremen ein einzigartiges Portfolio
von Lehrveranstaltungen und garantiert eine individuelle Förderung der
Studierenden in Werkstätten, Laboratorien und Studios sowie Übungsräumen
und Konzertsälen. Zentrale Qualität der HfK Bremen ist die
interdisziplinäre Verbindung der unterschiedlichen Disziplinen zwischen
Kunst, Design und Musik, die in gemeinsamen Projekten entwickelt wird. Die
HfK Bremen hat zwei Standorte, der eine befindet sich in einem
historischen Speichergebäude der Überseestadt, den ehemaligen Docklands
von Bremen, der andere in einem klassizistischen Gebäude im historischen
Zentrum der Stadt.
Die Hochschule und ihre Aktivitäten von Ausstellungen, Interventionen im
öffentlichen Raum bis zu Konzerten und Festivals ist eine Säule des Bremer
Kulturangebots (rund 400 Veranstaltungen der HfK Bremen) und bietet den
Studierenden viele Möglichkeiten, die eigenen Kompetenzen vor Publikum zu
erproben.
Bremen als historische Hansestadt hat in Jahrhunderten
Bürger:innenengagement, demokratische Traditionen, Eigenheiten und
Eigenständigkeiten entwickelt und gilt in Deutschland als Pionier- und
Experimentierstadt, die dem Neuen gegenüber aufgeschlossen ist. Bei den
Studierenden ist Bremen als Lebensumfeld sehr beliebt.

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