Prof. Dr. Mona Riemenschneider folgt auf Prof. Dr. Konstantin Ziegler und leitet künftig die Geschicke der jüngsten Fakultät der Hochschule Landshut
Zum Start des Sommersemesters 2022 hat Prof. Dr. Mona Riemenschneider die Leitung der Fakultät Interdisziplinäre Studien übernommen. Sie wurde vom Fakultätsrat zur Nachfolgerin von Prof. Dr. Konstantin Ziegler gewählt, der das Amt seit März 2019 innehatte.
„Gerne nehme ich die spannende Aufgabe als Dekanin an“, betont Riemenschneider, die seit Herbst 2019 an der Hochschule lehrt und als Studiengangsleiterin den Bereich Ingenieurpädagogik verantwortet. Bei der Entscheidung, den Posten zu übernehmen, spielten die Kolleg*innen der Fakultät eine große Rolle. „Die Unterstützung im Fakultätsumfeld hat mich dazu bewogen, diese neue Herausforderung anzunehmen.“
Familiäres Fakultätsumfeld bewahren
Die Fakultät ist weiter auf Wachstum eingestellt. Prof. Dr. Konstantin Ziegler hat den Aufbau der Fakultät in den vergangenen drei Jahren mit viel Engagement vorangetrieben. So sind unter anderem vier neue Studiengänge hinzugekommen, ein weiterer wird voraussichtlich zum Wintersemester starten. „Das führe ich nun gerne fort“, erklärt Riemenschneider. „Besonderen Wert lege ich dabei auf die Gewinnung von neuen Kolleg*innen und Studierenden, den Ausbau des interdisziplinären Forschungsnetzwerks sowie die Wahrung der familiären Umgebung in der Fakultät.“
Riemenschneider studierte Informatik in Münster und promovierte am Leibnitz Institut für Arterioskleroseforschung. Nach Stationen als Data Scientist in der Industrie und der Vertretungsprofessur für „Data Science“ an der Universität Marburg folgte der Ruf an die Hochschule Landshut. Riemenschneider ist Co-Gründerin des „Institute of Data and Process Science“ (Juli 2020) und leitet das Forschungsprojekt „iGridControl“.
Als scheidender Dekan blickt Prof. Dr. Konstantin Ziegler auf einen überaus erfolgreichen Fakultätsaufbau zurück. „Echte Interdisziplinarität setzt zunächst mal starke Disziplinen voraus“, betont Ziegler. Die etablierten Studiengänge wurden dazu allesamt akkreditiert und durch neue Studiengänge erschloss die Fakultät die wichtigen Themenfelder Gesundheit und Medien. Mit diesem attraktiven Studienangebot wurde IDS innerhalb von drei Jahren zur Fakultät mit den hochschulweit meisten Studienanfängern.
Besonders wichtig war Ziegler der enge Kontakt zu den Studierenden, weshalb er in fast allen Studiengängen der Fakultät lehrte und mehrere Studiengänge kommissarisch leitete. Auch die wissenschaftliche Leitung des hochschulweiten Studium Generale lag in seiner Verantwortung. In diesem Amt zeichnete sich Prof. Dr. Konstantin Ziegler verantwortlich für die Einführung mehrerer neuer Module, wie beispielsweise „Service Learning“, „Gamification“ sowie „Achtsamkeit und Meditation“. Nach dem Ende seiner Amtszeit konzentriert er sich nun wieder auf die mathematische Forschung und Lehre. Als Einstieg dazu befindet er sich zurzeit in einem Forschungssemester.
Die Bewerbungsphase für das Studienangebot der Fakultät Interdisziplinäre Studien startete am 15. April. Alle Infos dazu sind unter www.studieren- in-landshut.de zu finden.
Die Teilnehmenden der trafo:agrar-Jahrestagung in Göttingen Universität Göttingen
Die Zukunft der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen stand am 09. März 2022 in der Paulinerkirche der Universität Göttingen im Mittelpunkt des Diskurses. Eingeladen hatte der Forschungsverbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen (trafo:agrar) anlässlich seiner 3. Jahrestagung. Angesichts des aktuellen Kriegsgeschehens in der Ukraine wurden neben Fragestellungen zur Implementierung der Leitlinien der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) auch die Prioritäten von Versorgungssicherheit und Transformation diskutiert.
„Relativiert der Angriffskrieg in der Ukraine und die damit notwendige Versorgungssicherung die Umsetzung des nachhaltigkeitsorientierten Umbaus des Agrar- und Ernährungswirtschaft? Ist Transformation nur eine Beschäftigung für Friedenszeiten? Was passiert mit den Höfen, wenn der große Wurf, den Borchert- und Zukunftskommission vorschlagen nicht gelingt? Wie können wir in unserer Gesellschaft nachhaltige Produktions- und Konsumstrukturen etablieren und welche Schritte braucht es dazu?“ Diese und weitere Leitfragen wurden mit hochrangigen Vertreter*innen aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Wirtschaft und Naturschutz und 179 virtuell zugeschalteten Gästen diskutiert.
Eröffnet wurde die Tagung mit dem Titel „Quo vadis: Transformationspfade für die niedersächsische Agrarwirtschaft“ von Präsident Prof. Dr. Metin Tolan der Universität Göttingen, der die Bedeutung von transdisziplinärer Forschung, d.h. den Schulterschluss von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft herausstellte, um den komplexen Fragestellungen und Herausforderungen unserer Zeit anwendungsorientiert zu begegnen.
In ihrem Grußwort führte Staatssekretärin Dr.in Sabine Johannsen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, aus, dass den niedersächsischen Hochschulen im aktuellen Transformationsprozess eine zentrale Rolle zukomme. Der Transfer von Technologien und Erkenntnissen aus der Forschung in Gesellschaft und Wirtschaft sei essentiell für die Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen. „Seit Beginn dieser Legislaturperiode haben wir uns als Landesregierung vorgenommen, den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, die sogenannte „Third Mission“, strukturell und institutionell zu verbessern.“, sagte Johannsen. Die Akteure im Forschungsverbund trafo:agrar würden mit ihrer Arbeit genau auf dieses Ziel hinwirken. Johannsen bedankte sich bei den Akteuren im Verbund und hob die besondere Rolle der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hervor: „Mit Ihrer Arbeit tragen Sie zu zentralen Entscheidungsprozessen im Transformationsprozess bei, indem sie in besonderer Weise die Zielkonflikte zwischen Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft identifizieren, Lösungsmöglichkeiten anbieten und Handlungsempfehlungen aufzeigen. Die Corona-Pandemie hat uns deutlich gezeigt, dass es nicht darum gehen darf, mit kurzfristig wirksamen Beiträgen zur Lösung des im Moment drängenden Problems beizutragen. Vielmehr müssen wir das hierdurch ausgelöste Momentum für einen übergeordneten, nachhaltigen Prozess nutzen.“
Der Vorsitzende der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL), Prof. Dr. Peter Strohschneider, stellte die Ergebnisse der ZKL im Rahmen des Hauptvortrags der halbtägigen Veranstaltung persönlich vor. Die Zukunftskommission Landwirtschaft habe als sachkundiges Forum des fairen Interessenausgleichs mit ihrem Abschlussbericht "Zukunft Landwirtschaft. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe" ein Signal des Aufbruchs an die Politik gesendet: Ökologisch und sozial verantwortliche Landwirtschaft könne durchaus betriebswirtschaftlich attraktiv und volkswirtschaftlich vorteilhaft sein. „Immer billiger“ sei angesichts der vielfältigen Wechselwirkungen der Landwirtschaft mit Klima, Umwelt, Biodiversität und Tierwohl längst „zu teuer“. Nicht oder zu langsam zu handeln, würde dagegen unbezahlbar werden. „Dessen sind sich nach wie vor alle Kommissionsmitglieder bewusst. Es eint sie die Hoffnung und auch die Erwartung, dass ihre gemeinsamen Empfehlungen deutlichen Widerhall im politischen Raum finden werden. Herr Bundesminister Özdemir hat bereits sehr kurzfristig nach seiner Amtsübernahme das Gespräch mit der ZKL aufgenommen, um an deren Arbeit anzuknüpfen.“ Zum Krieg in der Ukraine äußerte sich Strohschneider wie folgt: „Dieser imperialistische Angriffskrieg zeigt, dass das Recht auf Nahrung globalgesellschaftlich verwirklicht werden muss. Dabei gehören ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit systematisch zusammen. Wie, das zeigt der Abschlussbericht der ZKL. Ganz falsch wäre es aber, jetzt in die alten Reflexe zurückzufallen und mit dem Schlagwort ‚Ernährungssicherheit‘ wieder ökonomische Belange gegen ökologische auszuspielen. Und übrigens verlangt auch die Empathie mit dem Opfern des Krieges, dass man dessen schreckliche Folgen nicht als allererstes für sich selbst instrumentalisiert.
Die sich anschließende Podiumsdiskussion wurde vom Fachbeiratsvorsitzender des Forschungsverbunds trafo:agrar, Hans-Joachim Harms, moderiert und zeigte zentrale Transformationspfade, Wissens-, Kompetenz- und Handlungsbedarfe auf. Die Zusammensetzung des hochkarätig besetzten Podiums entspräche der transdisziplinären Arbeitsweise des Verbunds trafo:agrar, der über zahlreiche nationale und internationale Verbundprojekte Leuchttürme für multidirektionale und anwendungsorientierte Transformationspfade auf den Weg gebracht habe, so Harms. Der Kammerdirektor a.D. der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eröffnete die Diskussion mit der These, dass das Ergebnis der ZKL einen Paradigmenwechsel in allen Bereichen, die die Landwirtschaft betreffen, erfordere: „auf ordnungspolitischer, gesellschaftlicher und landwirtschaftlicher Ebene“. Die zugehörigen Gelingensbedingungen für eine Implementierung wurden im Anschluss insbesondere im Kontext des aktuellen Krieges in der Ukraine diskutiert.
Thematisch sortierte Statements der Podiumsteilnehmenden
Gelingensbedingungen ZKL
In der Diskussion zur Implementierung der ZKL Ergebnisse in Niedersachsen wurde herausgestellt, dass jede Region aufgefordert ist, ihr eigenes Modell zu entwickeln. Allein der Vergleich zwischen Bayern und Niedersachsen zeige deutlich, dass Kultur, Kulturraum und regionale Charakteristika berücksichtigt werden müssten, um erfolgreiche, nachhaltige Strukturen zu schaffen. Diese sollten sich auch an den verfügbaren Ressourcen und Kompetenzen orientieren. Bei der Implementierung sei ferner neben angepasster Bildung und Orientierung für nachhaltiges Handeln in Alltag und Beruf für alle Altersstufen, eine gleichrangige Berücksichtigung von Perspektiven aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Verwaltung erforderlich.
Der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), Gerhard Schwetje, sagte: „Die Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme und damit die Umsetzung der Empfehlungen der ZKL sind eine gesamtgesellschaftliche Zielsetzung. Für Niedersachsen haben wir damit die Aufgabe, unseren Weg des Agrar-Umwelt-Dialogs, wie er etwa im Naturschutzbündnis ‚Der Niedersächsische Weg‘ zum Ausdruck kommt, weiterzuführen, um für unsere landschaftlichen und agrarstrukturellen Gegebenheiten die geeigneten Maßnahmen zu identifizieren und mit dem entsprechenden politischen Instrumentarium umsetzen zu können.“. Um den Transformationsprozess systemisch zu unterstützen, ist nach Überzeugung des Kammerpräsidenten nicht nur ein erweitertes Bildungs- und Beratungsangebot notwendig, sondern weiterhin auch ein zielgerichtetes, leistungsfähiges Versuchswesen, aus dem die LWK Empfehlungen für die Praxis und die Politik ableiten kann.
Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Agrarwissenschaftler an der Universität Göttingen und deren nebenberuflicher Vizepräsident für Forschung, lobte das Format der Zukunftskommission Landwirtschaft, mit dem ein auch international durchaus viel beachteter Ansatz zur Neuordnung der Agrarpolitik auf den Weg gebracht worden sei. Mit einer breiten Beteiligung vieler gesellschaftlicher Gruppen sei es gelungen, aus teils schon viel zu lange besetzten Konfliktpositionen heraus und hin zu einer dialogorientierten Herangehensweise zu kommen. Die Ergebnisse dürften nun allerdings nicht als Abschluss des Prozesses betrachtet werden. Die Zukunftskommission schlägt Maßnahmen vor, deren Wirkung über die öffentlichen Haushalte und damit die Steuerzahler hinausgehen. Daher sollte der Blick nicht nur auf die Budgetwirkungen, sondern auch auf die gesellschaftlichen Kosten und den gesellschaftlichen Nutzen gerichtet werden, so Brümmer. Als Professor für Landwirtschaftliche Marktlehre am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung sprach Brümmer ebenfalls eine mangelnde Einbettung der Vorschläge in den europäischen und den internationalen Kontext an, die auch schon in den Vorschlägen der Borchert-Kommission zu verzeichnen gewesen sei. „Auf der Ebene der EU ergeben sich die entscheidenden rechtlichen Vorgaben: Subventionsrecht, Wettbewerbsrecht und der Schutz des freien Güterverkehrs können sich als ganz entscheidende Faktoren für die teilweise aus den Vorschlägen herauszulesende massive Subventionierung der deutschen Landwirtschaft entpuppen. Auf der internationalen Ebene muss man konstatieren, dass die Entwicklung in Europa mit Green Deal, F2F und Biodiversitätsstrategie auf der einen Seite und die Ablehnung von neuer Gentechnik und international als sicher anerkannten Produktionsmethoden auf der anderen Seite auf relativ wenig Verständnis stößt. Damit dürfte das Produktionspotential in der EU mittelfristig gemindert werden – eine eher bedrohliche Entwicklung, die in einer Zeit, in der die ‚Kornkammer Europas‘ unter russischem Artilleriefeuer zusammengeschossen wird, international zunehmend weniger verstanden werden.“, so Brümmer.
Prof.in Dr.in Nana Zubek, Professorin für Agrarökonomie an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück, führte aus, dass für eine erfolgreiche Implementierung der ZKL-Leitlinien ökonomische Instrumente die Attraktivität der Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe zielgerichtet steigern und langfristige Perspektiven geben sollten, sodass gegebenes Interesse von Landwirt*innen auch in entsprechenden Betriebsausrichtungsentscheidungen münden könne. „Vor allem die hohe Motivation junger/zukünftiger Hofnachfolger*innen, sich mit vielseitigen, neuen Betriebskonzepten und Geschäftsmodellen zu beschäftigen und diese in Erwägung zu ziehen, sollte mit ökonomischen Anreizen untermauert, aber auch über vielseitige Beratungs- und Weiterbildungsangebote sowie Möglichkeiten des Erfahrungs- und Wissensaustausches flankiert werden. Dann können nicht nur Ziele wie die Steigerung von Biodiversität, Tierwohl, Direkt- und Regionalvermarktung erreicht und nachhaltigere Produktions- und Konsumstrukturen etabliert, sondern auch Antriebskräfte für die Entwicklung ländlicher Regionen in Niedersachsen entfacht werden“, so Zubek.
Sven Guericke, Vorstandsvorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland e.V., konzentrierte sich in seinem Beitrag insbesondere auf den bereits von Borchert geforderten Umbau der Nutztierhaltung und statuierte: „Die neue Bundesregierung muss sich klar zum Umbau der Tierhaltung bekennen und sich schnellstmöglich auf ein verbindliches und rechtskonformes Finanzierungsmodell einigen sowie die längst überfälligen Anpassungen im Bau- und Umweltrecht vornehmen.“
„Der Ukraine-Krieg hat nun aber auch andere wichtige Themen in den Vordergrund gebracht. Der Krieg offenbart u.a. auch die Verletzlichkeit der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette in Europa mit massiven Auswirkungen auch auf Deutschland. Es muss oberste Prämisse der Politik sein, neben der Sicherung der Energieversorgung auch die Versorgungssicherheit mit Agrarprodukten und Lebensmitteln in Deutschland nachhaltig zu gewährleisten und zu sichern. Dabei muss die Sicherung unter Umständen auch Vorrang vor der Umsetzung gesellschaftlich gewünschter Veränderungen in der Agrar-und Ernährungswirtschaft haben.“
Prof.in Nicole Kemper, Leiterin des Instituts für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie (ITTN) an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, ergänzte dazu: „Um die landwirtschaftliche Nutztierhaltung tierfreundlich, umweltgerecht, klimaschonend und verbraucherorientiert umzugestalten, sind klare politische Rahmenbedingungen für den Um- und Ausbau von Ställen nötig sowie das eindeutige Bekenntnis, höhere Tierwohlstandards auch entsprechend zu bezahlen. Für Zielkonflikte, beispielsweise zwischen Tierwohl, Emissions- und Seuchenschutz bei Haltungssystemen mit Auslauf, müssen und können konstruktive Lösungsmöglichkeiten gefunden werden.“
Erhöhung der Biodiversität in Niedersachsen
Gisela Wicke, Landesvorstand des NABU Niedersachsen e.V., sagte: „Schon in den 80er Jahren stellte Prof. Armin Bechmann in einer Veröffentlichung dar, welche versteckten Kosten die Landwirtschaft für die Gesellschaft verursacht. Es sind die Reinigung des Grundwassers von zu viel Nitrat oder Pestizidrückständen. Die Kollateralschäden wie der Rückgang der Biodiversität, des Humusgehaltes auf den Äckern und damit die Gefährdung unserer Lebensgrundlagen wurden von ihm schon vor 40 Jahren dargestellt.
Leider musste es erst dazu kommen, dass die Rebhühner zu 90 %, die Feldlerchen zu 50 % zurückgegangen sind und die Ackerwildkräuter zu ca. 40 % auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft werden mussten. Erst durch einen Aufschrei in letzter Zeit und die Bilder von Chinesen als Bestäuber auf den Bäumen, führten dazu, dass wir jetzt ein Insektenschutzprogramm haben.
Die EU-Sanktionen sorgen dafür, dass die vereinbarten Richtlinien zum Natur- und Gewässerschutz auch in Niedersachsen eingehalten werden. Dazu wurden die Roten Gebiete ausgewiesen. Fast alle Gewässer in Niedersachsen sind durch eine Überdüngung und ihrer Strukturveränderung in einem schlechten Zustand.
Durch das Volksbegehren Artenvielfalt wurde der Niedersächsische Weg, als Vereinbarung zwischen Landwirtschaft und Naturschutz, möglich gemacht. Die Gesellschaft erwartet, dass öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen eingesetzt wird, die u.a. nicht die Natur schädigen. Eine Transformation der Landwirtschaft mit den vereinbarten Themen im Niedersächsischen Weg und ihre Umsetzung kann gelingen, da sich gemeinsam auf den Weg gemacht wurde.
Vor 20 Jahren wäre das undenkbar gewesen, dass der Naturschutz und die Landwirtschaft so eng auf Augenhöhe und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Aber nicht nur das Volksbegehren bzw. der Niedersächsische Weg, sondern auch die Ergebnisse der Zukunftskommission werden dazu beitragen.“
Prof.in Dr.in Catrin Westphal, Professorin für Funktionelle Agrobiodiversität an der Georg-August-Universität Göttingen, führte aus, dass Biodiversität eine zentrale Rolle spielen müsse, um die aktuellen Biodiversitätsverluste aufzuhalten und den negativen Trend umzukehren. „Die Landwirtschaft prägt und gestaltet unsere Agrarlandschaften und kann so auf einer großen Fläche dazu beitragen, Landschaften neu und biodiversitätsfreundlich zu gestalten, so dass die Biodiversität und damit verbundene Ökosystemfunktionen gefördert werden. Dies kann auf unterschiedlichen Ebenen geschehen. Erweiterte Fruchtfolgen, Agroforstsysteme oder ökologischer Landbau können auf der Feld- und Betriebsebene zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität beitragen. Allerdings sind diese lokalen Maßnahmen nur begrenzt wirksam, wenn Pflanzen- und Tierarten in der Landschaft keine geeigneten Lebensräume finden. Aus diesem Grund sind neben der Diversifizierung der Anbauflächen, vor allem regionale Maßnahmen auf der Landschaftsebene nötig. Studien zeigen, dass z.B. eine hohe Vielfalt an Lebensräumen, zahlreiche naturnahe Landschaftselemente sowie reduzierte Schlaggrößen und vernetzende Landschaftselemente positive Auswirkungen auf die Biodiversität und landwirtschaftlich relevante Ökosystemleistungen wie biologische Schädlingskontrolle oder Bestäubung haben.
Wesentliche Voraussetzungen für die Diversifizierung der Agrarlandschaften sind kooperative und regionale Programme, die von verschiedenen Akteur*innen unterstützt und implementiert werden, um eine Implementierung auf der Landschaftsebene zu erreichen. Zudem muss auch ein finanzieller Ausgleich und Planungssicherheit für Landwirt*innen sichergestellt werden, um die Biodiversität der Agrarlandschaften langfristig zu erhalten.“, so Westphal.
Einordnung des Kriegsgeschehens in der Ukraine für den Transformationsprozess in der Agrar- und Ernährungswirtschaft
Konsens auf dem gesamten Podium zur Frage nach der Bedeutung des Krieges für den Transformationsprozess war, dass ein reflexartiger Rückfall in alte Produktionsstrukturen nicht das Mittel der Wahl sein könne. Der nachhaltigkeitsorientierte Umbau der Agrar- und Ernährungswirtschaft müsse neben der Sicherung der Lebensmittelversorgung parallel und ganzheitlich berücksichtigt werden, um auch perspektivisch die Grundvoraussetzungen wie funktionsfähige Ökosysteme oder genügend Wasser für eine Lebensmittelproduktion noch verfügbar zu haben.
Prof.in Dr.in Claudia Pahl-Wostl, Professorin für Ressourcenmanagement am Institut für Umweltsystemforschung am Institut für Geographie der Universität Osnabrück, führte direkt in die zentrale Bedeutung einer Transformation der Bewertung und Aktivität durch die globale Gemeinschaft hin zu priorisierten Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels im globalen Kontext zur Vermeidung von weiteren Krisen und Kriegen ein: „Der neue IPCC-Bericht zu Folgen des Klimawandels zeigt höchst beunruhigende Szenarien auf. Weltweit muss man mit mehr und länger anhaltenden Dürren rechnen. Auch in Deutschland könnte Wassermangel die Produktivität der Landwirtschaft erheblich reduzieren. In normalen Zeiten hätten diese Nachrichten die Titelseiten der Zeitungen gefüllt. Angesichts des Kriegs in der Ukraine wurden sie kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Zunehmende Wasserknappheit stellt jedoch ein enormes Konfliktpotential dar. Um diesem entgegen zu wirken muss die Wiederherstellung eines natürlichen Wasserhaushalts ein wesentliches Ziel eines integrierten Landschaftsmanagements und Entscheidungen über Landnutzungen werden. Dies betrifft ganz wesentlich auch die Landwirtschaft. Eine Transformation in den Bewirtschaftungsmethoden ist notwendig um angesichts knapper werdender Wasserressourcen die Produktivität aufrecht zu erhalten und eine Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Hierfür werden auch neue Formen der Kooperation über Sektorengrenzen hinweg und flexible Planungs- und Entscheidungsprozesse benötigt, eine Herausforderung für die aktuellen Verwaltungsstrukturen.“
Jochen Dettmer, Vorstandssprecher des landwirtschaftlichen Fachverbands zur Förderung einer tiergerechten, umweltschonenden, qualitätsorientierten, bäuerlichen Nutztierhaltung NEULAND e.V. und stellvertretender Arbeitskreissprecher des BUND-Arbeitskreises Landwirtschaft, führte aus, dass die Ereignisse in der Ukraine sich nicht zu einem Roll-Back des Transformationsprozesses der Landwirtschaft eignen würden. Vielmehr zeige sich die Anfälligkeit der Freihandelsideologie und der internationalen Arbeitsteilung durch die Kriegshandlungen. „Der Green Deal, die Farm-to-Fork-Strategie und die Vorschläge der Zukunftskommission Landwirtschaft zeigen gerade Wege auf, wie die Landwirtschaft widerstandsfähiger werden kann, um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern. Das Vermarktungssystem wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Niedersachsen hat das Potential im Rahmen der Marktdifferenzierung und Qualitätsproduktion mitzuspielen. Dafür muss es Kennzeichnungssysteme geben, die zu einer höheren Wertschöpfung und Wertschätzung führen. Dazu müssen Förder- und Beratungsstrukturen passen, sowie ein echter Bürokratieabbau“, so Dettmer.
Transformations-Perspektiven aus der Agrar-Praxisforschung
Im Anschluss kam der wissenschaftliche Nachwuchs aus dem Forschungsverbund zu Wort: „Wie trägt meine Forschung zu einer nachhaltigkeitsorientierten AgriTransformation in Niedersachsen bei?“ lautete der Aufruf an Bachelor-, Master- und Promotionsstudierende, sich mit einem einminütigen Video zu bewerben. Eine interdisziplinär besetzte Jury wählte 4 Abschlussarbeiten aus den wissenschaftlichen Einrichtungen des Verbunds aus Osnabrück, Hannover und Göttingen aus. Die Firmen Big Dutchman, Böseler Goldschmaus, Grimme und Wernsing stifteten eine Summe in Höhe von 6.000 € für die erstmalig vergebenen Förderpreise. Den ersten Preis belegte Sebastian Pütz,Universität Osnabrück, im Bereich der Entwicklung eines autonomen Roboternavigationsystems im Ackerbau. Platz 2 belegte Miriam Priester, Tierärztliche Hochschule Hannover, zum Thema Tierwohlorientierte Sauenfütterung. Platz 3 wurde an Alexander Frieman, Hochschule Osnabrück, zur Reduktion von hohlen Strünken bei Brokkoli vergeben. Einen Sonderpreis für internationales und gemeinnütziges Engagement der Promotionsarbeit erhielt Johanna Tepe, Uni Göttingen, für ihre Promotion im Bereich Vermarktungsoptionen für verarbeitete, regionale Obst- und Gemüseprodukte in Ostafrika. Die Preisträger*innen wurden von der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast persönlich ausgezeichnet.
„Jeder von Ihnen beweist eindrucksvoll, welchen Beitrag die Wissenschaft für die Transformation der Landwirtschaft leistet“, lobte die Ministerin die kreativen Beiträge der Preisträger*innen. „Jede und jeder in der Wertschöpfungskette muss einen Beitrag für die Transformation der Land- und Ernährungswirtschaft leisten – die Landwirtinnen und Landwirte selbst, die vor- und nachgelagerten Bereiche, und nicht zuletzt die Verbraucherinnen und Verbraucher.“ Der Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen in Vechta sei der Ansprechpartner für alle Beteiligten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, die Ideen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Agrar- und Ernährungswirtschaft in der Praxis umsetzen wollen. „Diese multidisziplinäre Herangehensweise ist genau das, was wir brauchen: Ich bin überzeugt, dass wir nur miteinander, nicht gegeneinander die Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft gestalten können.“, resümierte die Landwirtschaftsministerin in ihrem Schlusswort.
Besetzung: Patent Ochsener mit Sänger Büne Huber Am 12. und 13. Oktober 2021 wurde im Casino Bern Geschichte geschrieben An diesen zwei Abenden fanden die MTV Unplugged Aufnahmesessions von Patent Ochsner in der würdigen Kulisse des schönsten Berner Konzertsaals statt. Ein Ritterschlag für Patent Ochsner, sind sie doch die erste Schweizer Band überhaupt in dieser weltweit legendären Konzertserie.
Büne Huber bringt live viel Gefühl in seine Lieder. Foto Rob Lewis
Dass die “Nöie Schue”, sprich das unplugged Abenteuer auf MTV nicht drücken, sondern haargenau passen, war schon mit dem ersten Song, ebendiesem Schuesong unmittelbar klar. Der Frontmann, der natürlich unmerklich später als die andern patentierten Ochsner die Bühne betrat, war sofort voll da, präsent wie eh und je.
Heidi Happy
Lange aber sang er nicht solo, schon der «Honigmelonemond» wurde im Duett mit Heidi Happy intoniert, somit war mit Priska Zemp aus Dagmersellen, so deren bürgerlicher Name, neben den Berner Urgesteinen, auch etwas «Einheimisches Blut» auf die Bühne. Unterstützt wurden die beiden von ihren gutaufgelegten Mitmusiker*innen, von denen sich ungefähr ein Dutzend auf der Bühne befand. Es folgte ein kurzer Speech, Begrüssung und kurze AnekdoteN und schon gings weiter im Programm.
Überraschend nicht umgetextete Version der «Ludmilla»
Christian Brantschen Keyboards
Beim dritten Song «Ludmilla» erwarteten wohl viele eine, auf die aktuellen Geschehnisse im Osten bezogene umgetextete Version, dem war aber nicht so, dafür wurde ein geniales Sopransaxsolo eingefügt. So enterte dann mit “Juanita la Luna” Tijuana Sound die Bühne, veredelt mit einem Trompetensolo à la Herb Alpert und Huber passte seine Bewegungen dem mittelamerikanischen Sound an, soweit dies seine, nicht grad filigrane Figur eben zuliess, bevor er uns mit «Novämber» vom draussen eben scheuch aufkeimenden Frühling, in den Spätherbst entführte. Ohne Unterbruch und zügig führte uns der Bandleader über die «Fischer» aufs «Bälpmoos», wohl einer der Songs schlechthin, die das Projekt Patent Ochsner schweizweit bekannt und gross machte und den nicht nur Bärner Giele, sondern auch die andern Deutschschweizer Goofen und Erwachsenen kennen. Ob aber «Bälpmoos» schon zum nun folgenden «Trybguet» zählt, ist kaum anzunehmen.
Bühne frei für ein, von Pippo Pollina mitkomponiertes Canzone
Daniela Sarda mit Büne Huber
Dazu bat Büne nun Daniela Sarda an den Bühnenrand um ihr das Feld für das von ihm und Pippo Pollina komponiert und getextete «Bruscolo di terra» zu überlassen, wobei er beim Refrain jeweils die Zweitstimme gab. Im grossen, weissen Konzertsaal des KKL Luzern herrschte bald fast schon eine Stimmung wie auf dem legendären «Gurten», der «Open Air Heimat» der Frauen und Mannen um Büne Huber. Diese begaben sich nun musikalisch auf den «Balkon» was natürlich “Durscht u Hunger” gab. Zum Stillen dieser Bedürfnisse war wieder Heidi Happy gefragt, die im Duett mit Büne Huber glänzte, wie über diesen Link zu hören ist:
Mit «Broken soul» gings weiter und wahrscheinlich war die nun intonierte “W. Nuss vo Bümpliz” an dieser gebrochenen Seele schuld. Dieser Patent Ochsner Klassiker schraubte denn auch die Stimmung im Saal nochmals höher, als sie eh schon war.
Ändu, der geniale Geräusche Imitator mit Bonjour Hellville
Wenn einer Instrumente geräuschgenau imitieren kann, dann Ändu, Andreas Schaerer, der mit seiner Beatbox-Technik das Publikum in den Bann zog.
Schärer löste z.B. mit seiner Imitation nahtlos den Posaunisten ab, der eben ein Solo zum Besten gegeben hatte, kein Unterschied hörbar, schlicht sensationell.
Weitere Highlights waren an diesem Abend die wunderbare Stimme von Daniela Sarda bei “Bruscolo di Terra” und der Gesang von Ricky aus Madagaskar bei “Guet & Gärn”, sowie die immer perfekten Chöre, alles unterstützt von den stilsicheren Mitmusikern.
Sophie Hunger
Es folgte «Liebeslied» bevor man ins «Scharlachrot» eintauchte und bei Sophie Hungers «Hotelsong» landete. Büne Huber wünschte dann noch singend «Guet Nacht Elisabeth». Mit dem «Gummiboum» war dann schon fast «Ausklaar» und die patenten Künstler bleiben «Für immer uf Di» und als schöne Erinnerung in unseren Herzen, vor allem auch, weil sie schlussendlich, nach dem nicht enden wollenden Schlussapplaus, noch eine Zugabe gewährten.
Knaufhammeraxt aus dem Lüstringer Kupferfund Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg präsentiert die sogenannten „Lüstringer Kupferfunde“ vom 11. - 27. März erstmalig in Oldenburg der Öffentlichkeit. Das hohe Alter der Funde und die Fundregion macht sie zur Sensation: Wissenschaftler:innen fanden heraus, dass sie über 5000 Jahre alt sind und es sich damit um die ältesten Metallfunde Nordeuropas handelt. Wie alle Funde der Weser-Ems-Region werden sie in die Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg aufgenommen.
Die einzigartigen Funde wurden bereits im Jahr 2016 in Osnabrück- Lüstringen durch einen ehrenamtlichen Sondengänger bei der Begehung einer geplanten Baustelle entdeckt. Der gesamte Komplex wurde als sogenannte Blockbergung von der Stadtarchäologie Osnabrück geborgen und unter Laborbedingungen in der Restaurierungswerkstatt „ausgegraben“. Die Computertomografie des Blocks zeigte eine Axt, eine sogenannte Knaufhammeraxt des 4. Jahrtausend vor unserer Zeit. Sie wird wegen der charakteristischen Form so bezeichnet. Darunter zeigten sich drei zwischen 25 und 30 cm langen mondsichelförmigen Ringe aus flachem Blech. Diese Ringe werden als „kleine Monde“ (Lunulae) bezeichnet. Meistens sind sie aus dünnem Goldblech, Bronze – wie hier in Oldenburg – oder sogar aus Schiefer hergestellt. Die aufgerollten Enden legen eine Nutzung als Hals- oder Brustschmuck an einer Schnur nahe. Eine Sensation ist das hohe Alter der Funde und die Fundregion. Liegt doch das Hauptverbreitungsgebiet vergleichbarer Funde in Südosteuropa und dem ostalpinen Raum und nicht in Norddeutschland. Zeitlich gehören sie in die Zeit von 3300 bis 3000 vor unserer Zeit, sie sind also über 5000 Jahre alt. Archäologisch ist das die Zeit der so genannten Trichterbecherkultur, die nach ihren charakteristischen trichterförmigen Gefäßen so benannt wurde. Diese Menschen der Jungsteinzeit (archäologisch: Neolithikum) errichteten die in unserer Region so bekannten Großsteingräber, so genannte Megalithgräber und verwendeten eigentlich kein Metall. Der bisher einzige bekannte Metallfund aus dieser Zeit und Region ist ein kleines Kupferblech aus dem Großsteingrab von Kleinenkneten. Es wurde vom Museum in den 1930er Jahren ausgegraben und ist in der Dauerausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch zu sehen.
Technologietransfer, Handel, Tausch oder Mitbringsel? Die Kenntnisse einer so hochentwickelten Metallverarbeitung stammen aus dem Karpatenbecken, Vorderasien und Ägypten wo schon vor 8000 Jahren hochwertige kupferne Gegenstände angefertigt wurden. Metallanalysen können helfen, den technologischen Fortschritt in der Bronzeherstellung zu zeigen und die Herstellungsregionen einzugrenzen.
Die Funde werden nach ihrer Präsentation in Oldenburg zunächst ab dem 1. April 2022 als ein Highlight in der Ausstellung „Die Erfindung der Götter“ im Landesmuseum Hannover gezeigt.