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Wie sollte eine moderne Pflanzenschutzmittel-Zulassung in 2030 aussehen?

Wie können die Prozesse der Pflanzenschutzmittel-Zulassungen
weiterentwickelt werden? Diese und weitere Fragen diskutierten Fachleute
auf dem Workshop „Pflanzenschutzmittel-Zulassung 2030“ des Bundesamts für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Donnerstag in
Braunschweig.

Ob in der Landwirtschaft oder im Gartenbau, im konventionellen,
integrierten oder biologischen Anbau, „die Zulassung von für Menschen,
Tiere und die Umwelt sicheren und wirksamen Pflanzenschutzmitteln wird
auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten, um unsere Ernährung zu
sichern“, ist sich BVL-Präsident Friedel Cramer sicher.
Diese und andere Fragen erörterten auf Einladung des BVL Fachleute des
Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und
Verbraucherschutz (BMUV), der Pflanzenschutzdienste einiger Bundesländer,
der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG), des Industrieverbands
Agrar (IVA), der International Biocontrol Manufacturers Association
(IBMA), der Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau/Bund Ökologische
Lebensmittelwirtschaft (Föko/BÖLW), des Naturschutzbundes Deutschland
(NABU) sowie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), des Julius
Kühn-Instituts (JKI) und des Umweltbundesamts (UBA).
Der virtuelle BVL-Workshop war der Auftakt vertiefter Diskussionen zu den
Herausforderungen bei der rechtssicheren und transparenten Zulassung von
Pflanzenschutzmitteln. Für nunmehr festgelegte Themen sollen im weiteren
Verlauf in Arbeitsgruppen Konzepte erarbeitet werden, um die Verfahren für
die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, im Rahmen der bestehenden
rechtlichen Vorgaben, an neue Entwicklungen und Produkte anzupassen. Ziel
ist es, sie so effektiv zu gestalten, dass auch zukünftig der Schutz von
Kulturpflanzen und damit eine ausreichende Lebensmittelproduktion
gewährleistet sowie gleichzeitig Nebenwirkungen für Umwelt und Gesundheit
verhindert werden.
„In den nächsten zwei Jahren werden wir zu Folgeveranstaltungen einladen
und die Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppen erörtern“, so BVL-Präsident
Friedel Cramer mit Blick auf die nächsten Schritte. Trotz der
unterschiedlichen Positionen der Teilnehmenden waren die Diskussionen
konstruktiv und zielorientiert. Anfang 2024 sollen die wesentlichen
Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vorgestellt werden.
Neben der Verständigung über die Arbeitsweise in dem Gesamtprojekt wurde
festgelegt, dass die folgenden Schwerpunktthemen bearbeitet werden sollen:
•       Zulassungsstandort Deutschland verbessern
•       ausreichende Pflanzenschutzmaßnahmen für integrierten und
ökologischen Anbau verfügbar machen, wobei die spezifischen Bedingungen in
beiden Bereichen herausgearbeitet werden
•       Zulassungen fit für die Berücksichtigung digitaler
Anwendungstechniken machen
•       Risikomanagement – insbesondere Anwendungen und
Anwendungsbestimmungen – neu strukturieren und differenziert, aber
verständlich gestalten
•       Bereitstellung wichtiger Zulassungsinformationen für die
Anwendenden mit modernsten Kommunikationsmitteln für das wirksame und
sichere Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln
•       Erstellung eines Konzeptes für die Sammlung, Erfassung in
Datenbanken sowie Analyse wichtiger Informationen aus der Anwendung von
Pflanzenschutzmitteln, insbesondere um Rückschlüsse auf die Qualität der
Zulassungen ziehen zu können

Hintergrund:
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist
die zuständige Behörde für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. An den
nationalen Verfahren sind weitere Behörden beteiligt:
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bewertet die Auswirkungen auf
die Gesundheit von Mensch und Tier und die Analysemethoden zum Nachweis
möglicher Rückstände.
Das Julius Kühn-Institut (JKI) bewertet die Wirksamkeit, die
Pflanzenverträglichkeit, den Einfluss auf die Nachhaltigkeit und mögliche
Auswirkungen auf Honigbienen.
Das Umweltbundesamt (UBA) bewertet mögliche Auswirkungen auf den
Naturhaushalt.

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Seltene Erkrankungen bei Kindern: Die Ursachen sind häufig genetisch bedingt

Seltene Erkrankungen sind nicht so selten, wie
der Name nahelegt. Nach Schätzungen leiden rund drei bis vier Millionen
Bundesbürgerinnen und Bundesbürger an einer seltenen Erkrankung. Eine
Erkrankung gilt dann als selten, wenn weniger als sechs von 10.000
Menschen daran leiden. Zu den seltenen Erkrankungen zählen aktuell mehr
als 6.000 verschiedene Krankheitsbilder. Seltene Erkrankungen können auch
bei Kindern auftreten, diese sind häufig durch eine genetische Störung
verursacht. Bildgebende Verfahren spielen bei der Diagnostik und Therapie
betroffener Kinder eine wichtige Rolle.

Seltene Erkrankungen bei Kindern können von Stoffwechselerkrankungen wie
Mukoviszidose oder Galaktosämie, dem Doose-Syndrom, einer seltenen Form
kindlicher Epilepsie, bis zu bestimmten Krebserkrankungen reichen. Die
meisten seltenen Erkrankungen bei Kindern sind genetisch bedingt, unter
den seltenen Krebserkrankungen bei Kindern haben 10 Prozent genetische
Ursachen. Die häufigsten kindlichen Krebserkrankungen sind das Li-
Fraumeni-Syndrom, das Constitutional mismatch repair deficiency syndrome
sowie das hereditäre Paragangliom und die wohl bekannteste Form
Neurofibromatose Typ 1.

Ein wesentliches Mittel bei der Diagnostik, Therapie und der Einschätzung
des weiteren Verlaufs seltener Erkrankungen bei Kindern sind
radiologische, bildgebende Verfahren. „In der Kinderradiologie sind wir
häufig in jeder Phase der diagnostischen Abklärung eingebunden,
insbesondere aber auch bei der Früherkennung von Patientinnen und
Patienten mit Tumorprädispositionssyndromen“, sagt Prof. Dr. Jürgen F.
Schäfer, Leiter der Kinderradiologie am Universitätsklinikum Tübingen und
stellvertretender Vorsitzender der AG Pädiatrische Radiologie der
Deutschen Röntgengesellschaft sowie Sprecher der Forschungskommission der
Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie. „Es hat sich gezeigt, dass durch
bildgebende Früherkennungsmaßnahmen eine deutliche Verbesserung des
Überlebens erreicht wird.“ Bei diesen Maßnahmen kommen in der Diagnostik
häufig der Ultraschall und die Magnetresonanztomografie (MRT) sowie die
Ganzkörper-MRT zum Einsatz.

Um noch mehr Effizienz in der Diagnostik und Therapie seltener
Erkrankungen bei Kindern zu erreichen, hat die Gesellschaft für
Pädiatrische Radiologie 2021 eine Forschungskommission gegründet. Ihr Ziel
ist es, eine digitale Plattform aufzubauen, über die bundesweit
Expertinnen und Experten radiologische Bilddaten zu seltenen Erkrankungen
bei Kindern sammeln, auswerten und sich über Forschungsergebnisse sowie
innovative Methoden austauschen können.

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Gesünder lebt‘s sich leichter

SRH Hochschule für Gesundheit stellt im Rahmen ihres 15-jährigen Bestehens
den März unter das Motto „Food and Mood“.

„Unsere Hochschule weist mit 19 Bachelor- und Master-Studiengängen ein
breites Studienangebot auf, das die Studierenden auf eine Karriere am
Wachstumsmarkt Gesundheit vorbereitet. Dieses Spektrum sowie unsere
Leidenschaft für Gesundheit und Soziales wollen wir auch anlässlich
unseres 15-jährigen Jubiläums mit dem Themenjahr ‚365 Tage Leidenschaft
für Gesundheit‘ aufzeigen. Nachdem wir unter dem Motto Achtsamkeit mit
zahlreichen spannenden Veranstaltungen in das Jahr gestartet sind,
schließt sich im März der Themenmonat ‚Food and Mood: Wie Ernährung unser
Wohlbefinden beeinflusst‘ an“, berichtet Prof. Dr. habil. Claudia Luck-
Sikorski, Präsidentin der SRH Hochschule für Gesundheit.

Geplant sind dazu verschiedene spannende Einblicke rund um das Thema
Ernährung sowie zahlreiche Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem
Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung der SRH Hochschule
für Gesundheit, welcher an den Campus Gera und Rheinland in Leverkusen
angeboten wird. Interessierte können sich darauf freuen, dem Thema
Ernährung und den vielfältigen Karrieremöglichkeiten in diesem Bereich
allumfassend zu begegnen. So wird es ein Expertinnengespräch mit Prof. Dr.
Dorothea Portius, Studiengangsleiterin im Bachelor-Studiengang
Ernährungstherapie und     -beratung am Campus Gera, und Ina Fiedler,
Leiterin des AWO Montessorihaus Zwergenland in Eisenberg, zum Thema
„Förderung der Kindergesundheit – Ernährung in Deutschlands Kitas“ geben.
Ein weiteres Expertinnengespräch folgt zum Thema „Gesünder lebt‘s sich
leichter“ mit Prof. Dr. Dorothea Portius und Prof. Dr. Sandra Meusel,
Studiengangsleiterin im Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit am Campus
Gera. Außerdem ist für Ende März ein Live-Cooking-Event mit Studierenden
des Studiengangs Ernährungstherapie und -beratung geplant. Die
Ernährungsexpert:innen der SRH Hochschule für Gesundheit stellen gesunde
Rezepte vor und werden beispielsweise interessante Informationen zum Thema
Koffein geben.

Studierende lernen im NC-freien Studiengang alles rund um die
Zusammensetzung und Wirkungsweise unserer Ernährung, um ernährungsbedingte
Krankheiten zu erkennen, zu verstehen und zu behandeln, denn allein in
Deutschland sind rund vier Millionen Menschen von einer Fehl-, Mangel-,
Unter- oder Überernährung betroffen. Aspekte der Biologie, Chemie und
Medizin fließen dabei ebenso ein wie Aspekte der Psychologie und
Betriebswirtschaft. Diese Kombination an Kenntnissen befähigt die
Studierenden, die Trends der Branche umfassend zu bewerten und ihren
Patient:innen und Klient:innen die bestmögliche Beratung und Therapie
zuteilwerden zu lassen.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?
Interessierte können sich für alle Veranstaltungen kostenfrei und
unverbindlich ab sofort unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. anmelden. Die SRH
Hochschule für Gesundheit informiert regelmäßig über neue Events der Reihe
auf ihrer Webseite als auch auf den Social-Media-Kanälen.

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Ukraine: Malteser bereiten Versorgung von Flüchtlingen vor Versorgungsengpässe bei Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten

Die Malteser rechnen mit sehr hohem Hilfebedarf für die flüchtenden Menschen in der Ukraine. Hunderttausend Menschen befinden sich bereits auf der Flucht, im Land selbst und in die Nachbarstaaten. „Wir erwarten, dass die Zahl der Flüchtenden in den kommenden Tagen weiter zunehmen wird. Die Versorgungslage in der Ukraine selbst wird zunehmend schwierig. Benötigt werden insbesondere Alltagsmedikamente sowie Feldbetten, Decken, Lebensmittel und Bargeld, um die vielen Menschen zu versorgen“, sagt Oliver Hochedez, Leiter der Nothilfeabteilung von Malteser International.

„Momentan ist kein Durchkommen möglich, die Straßen in den Großstädten sind voller Menschen, die sich und ihre Familien in Sicherheit bringen möchten. Es gibt mancherorts nur rationierte Lebensmittel und maximal 20 Liter Benzin pro Auto. Die Schlangen an den Geschäften sind riesig. Vor den Apotheken wartet man den ganzen Tag“, sagt Hochedez.

„Wir stehen im engen Austausch mit den Maltesern in der Ukraine, aber auch den Maltesern in den Nachbarländern. Wir können auf ein großes Netzwerk bauen, das in vielen Anrainerstaaten der Ukraine besteht. Gemeinsam werden wir den Menschen vor Ort so viel Unterstützung wie möglich zukommen lassen und alles tun, um das Leid der Bevölkerung zu lindern“, sagt Clemens Graf von Mirbach-Harff, Generalsekretär von Malteser International.

Die Malteser sind seit den 90er Jahren in der Ukraine aktiv. In enger Zusammenarbeit zwischen Malteser International, ukrainischen und deutschen Maltesern leistet die Hilfsorganisation psychosoziale Unterstützung für Vertriebene, und unterstützt arme, benachteiligte Menschen mit warmen Mahlzeiten in ihren Suppenküchen. Die deutschen Malteser hatten am Donnerstag, 24.2., einen Hilfstransport mit medizinischem Material und Feldküchen auf den Weg gebracht.

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 100 Projekten in 30 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Herkunft oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org

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