Zum Hauptinhalt springen

Wissen schützt vor Populismus

Verfolgt man im Augenblick die Medien, so scheint es, als würde die
Zufriedenheit mit der Demokratie im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie
abnehmen. In der Berichterstattung wird allerdings kaum zwischen der
Regierung als Exekutive und der Demokratie als Idee bzw. als Staatsform
unterschieden. Das wäre aus Sicht von Dr. Markus Tausendpfund von der
FernUniversität aber dringend notwendig. Die Allgemeine
Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) kann aktuell noch
keine Daten dazu liefern, ob es in Deutschland Zusammenhänge zwischen den
Maßnahmen im Zusammenhang mit Corona und der Einstellung zur Demokratie
gibt, denn die jüngste Erhebung fand pandemiebedingt 2018 statt.

Verfolgt man im Augenblick die Medien, so scheint es, als würde die
Zufriedenheit mit der Demokratie im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie
abnehmen. In der Berichterstattung wird allerdings kaum zwischen der
Regierung als Exekutive und der Demokratie als Idee bzw. als Staatsform
unterschieden. Das wäre aus Sicht von Dr. habil. Markus Tausendpfund von
der FernUniversität in Hagen aber dringend notwendig. Die Allgemeine
Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) kann zwar aktuell
noch keine Daten dazu liefern, ob es in Deutschland Zusammenhänge zwischen
den Maßnahmen im Zusammenhang mit Corona und der Einstellung zur
Demokratie gibt, denn die jüngste Erhebung fand pandemiebedingt 2018 statt
– zwei Jahre vor der Ausbreitung des Virus in Deutschland.

Doch kann Markus Tausendpfund, Leiter der Arbeitsstelle Quantitative
Methoden, beides auf der Grundlage früherer ähnlicher Befragungen und
eigener Beobachtungen in Beziehung setzen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass
die Bevölkerung durchaus zwischen der Regierung und der „Staatsform
Demokratie“ zu unterscheiden weiß.

Er äußert sich dazu im Imterview:

FernUniversität: Herr Dr. Tausendpfund, nimmt die Zufriedenheit mit der
Demokratie tatsächlich ab?

Dr. Markus Tausendpfund: Bei diesem Thema ist es zunächst sehr wichtig,
zwischen den politisch Verantwortlichen und „der Demokratie als
Ordnungsmodell“ zu unterscheiden. Das wird häufig vermischt! Kritik an den
aktuellen Amtsträgerinnen und Amtsträgern heißt ja nicht automatisch auch
„Kritik an der Demokratie“.

Als Ordnungsmodell hat die Demokratie in den alten wie in den neuen
Bundesländern eine recht breite Unterstützung und große Zustimmung – in
der ehemaligen DDR ist sie kaum niedriger als in Westdeutschland.

FernUniversität: Wie sieht es mit der Zufriedenheit mit der Politik aus?

Tausendpfund: Mit den politisch Verantwortlichen sind die Bürgerinnen und
Bürger insgesamt unzufriedener – im Osten stärker als im Westen. Das war
aber schon immer seit der Wiedervereinigung so.

Dies wird einerseits mit unterschiedlichen Sozialisationserfahrungen
erklärt, andererseits aber auch mit den aktuellen Lebensumständen: In den
neuen Bundesländern ist die wirtschaftliche Situation seit der
Wiedervereinigung deutlich schlechter gewesen, daher ist die geringere
Zufriedenheit mit den politisch Verantwortlichen auch nicht sonderlich
überraschend.

Natürlich spielen auch enttäuschte Erwartungen der ehemaligen DDR-
Bürgerinnen und -Bürger eine Rolle.

FernUniversität: Die Zufriedenheit ist also insgesamt nicht gering. Warum
hat man dann leicht einen anderen Eindruck?

Tausendpfund: Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in West wie Ost ist
mit der Demokratie und ihrem Funktionieren durchaus zufrieden. Deshalb
habe ich manchmal den Eindruck, dass wir hinsichtlich der Pegida- wie der
Corona-Demos eine verzerrte Wahrnehmung haben. Die Protestierenden sind
zwar keine marginale Gruppe mehr, aber eine Minderheit. Diese Minderheit
ist aber sehr sichtbar, gefestigt und laut.

FernUniversität: Springen Teile dieser Minderheit im Lauf der Zeit von
einer Protestaktion gegen Staat und Regierung zur nächsten – „Hauptsache,
dagegen!“?

Tausendpfund: Die Demokratie und die demokratischen Systeme sind seit mehr
als einem Jahrzehnt mit ständig neuen Herausforderungen konfrontiert:
Finanzkrise, Schuldenkrise in der EU, Migrationskrise, Corona und aktuell
der Ukraine-Konflikt mit Russland. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen. Die
Politik hat auf viele dieser Krisen nur reagiert, aber kaum gestaltet. Die
demokratischen Systeme sind gewissermaßen im Dauer-Krisenmodus, sodass
drängende Herausforderungen, etwa die Reform des Rentensystems, häufig aus
dem Blick geraten.

Sicher gibt es eine Reihe von Verbindungen, von der Migrationskrise 2015
bis zu Corona: Das ist letztendlich ein Aufkommen populistischer
Orientierungen gegen „die da oben“, gegen „die Eliten“.

FernUniversität: Hat das Maß politischen Wissens der einzelnen Menschen
einen Einfluss auf ihre Zufriedenheit mit der Demokratie?

Tausendpfund: Das durchschnittliche politische Wissensniveau der
Bevölkerung entspricht sicherlich nicht dem Idealbild des „Homo
Politicus“, der bestens politisch informiert ist, aber die meisten
Menschen verfügen doch über ausreichende Grundkenntnisse des politischen
Systems und sind mit zentralen politischen Inhalten vertraut. Allerdings
variieren die Politikkenntnisse erheblich zwischen den
Bevölkerungsgruppen, sie sind also ungleich verteilt.

Etwa ein Viertel der Bevölkerung weiß allerdings nur wenig über Politik.
Dies betrifft Fragen zur Bedeutung der Erst- und Zweistimme, zur Fünf-
Prozent-Hürde oder zu den Parteien. Bei dieser Bevölkerungsgruppe sind
sicherlich Zweifel angebracht, ob das Wissensniveau ausreichend ist, um
politische Entscheidungen angemessen bewerten zu können. Sie dürfte auch
anfällig für vermeintlich einfache politische Lösungen sein. Personen mit
höherem politischem Wissen zeigen dagegen eine deutliche größere
Zustimmung für die Demokratie als Ordnungsmodell

Interessanterweise hat sich das Wissensniveau im vergangenen Jahrzehnt
kaum verändert.

FernUniversität: Woran liegt das? Wie kann man gegensteuern?

Tausendpfund: Die Medien- und Informationswelt der Bürgerinnen und Bürger
hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verändert. Heute ist es
ja leicht geworden, politische Informationen aktiv zu vermeiden. Durch die
Ausweitung des Medienangebots stehen heute zahlreiche Fernsehsender zur
Verfügung, bei denen man nicht oder nur sehr überschaubar mit politischen
Nachrichten in Berührung kommt. Natürlich spielt auch die Qualität der
Nachrichten eine Rolle. Wer Nachrichten in den öffentlich-rechtlichen
Medien anschaut, der hat meist auch ein größeres Wissensniveau. Dagegen
haben Personen, die verstärkt Nachrichten in privaten Fernsehsender
schauen, ein geringeres Wissensniveau.

Während es heute aber sicherlich zahlreiche Medien gibt, die über
nationale und internationale Politik berichten, erleben wir auf der
lokalen Ebene eine andere Entwicklung. In vielen Städten und Gemeinden
haben die Bürgerinnen und Bürger nur noch eine Tageszeitung, um sich über
die lokale Politik zu informieren. Dadurch ist die Meinungsvielfalt auf
der lokalen Ebene erheblich eingeschränkt. Das sind Alarmzeichen, die mich
aufschrecken. Gerade in der heutigen Zeit sollten wir uns bewusst sein,
wie wichtig es ist, eine unabhängige Presse zu haben!

FernUniversität: … die ja – ebenso wie Bildung – auch die Kritikfähigkeit
der Bürgerinnen und Bürger fördern sollen…

Tausendpfund: Wie bereits gesagt: Es stellt sich immer wieder heraus, dass
Bürgerinnen und Bürger mit größerem politischen Wissen die Demokratie als
Staatsform sehr stark unterstützen. Gleichzeitig können sie die Politik,
die aktuelle politische Lage, politische Amtsträgerinnen und Amtsträger
sowie das aktuelle demokratische System fundiert kritisch beobachten.
Deshalb hat für mich der „kritische Demokrat“, der einerseits die aktuelle
Politik kritisiert, aber dann doch ganz klar die Demokratie als Ordnung
unterstützt, eine besondere Bedeutung.

Bevölkerungsgruppen mit höherem politischen Wissen beteiligen sich stärker
an der Politik. Für sie ist die Demokratie ein Wert an sich, sie nehmen
eher an Wahlen teil und sind besser gegen Populismus gewappnet. Sie sind
toleranter und weniger anfällig für populistische Vereinfachungen
komplexer Probleme sowie wachsamer gegenüber politischen Eliten.

Bildung, Wissen und politisches Interesse spielen also eine große Rolle,
wenn es darum geht, auf Missstände aufmerksam zu machen. Kritik soll ja
geübt werden, man muss ja nicht alles toll finden. Wenn dann aus dem Lager
der Corona-Gegner Sätze kommen wie ‚Deutschland ist keine Demokratie,
Deutschland ist eine Diktatur‘, kann man nur sagen, dass sie gar nicht
wissen, was eine Diktatur ist. Alleine die Tatsache, dass sie hier
demonstrieren und protestieren können, beweist doch, dass es keine
Diktatur ist.

FernUniversität: Wir müssen uns also keine Sorgen um die Demokratie
machen?

Tausendpfund: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Zahlreiche
Demokratien in der Welt sind durch autokratische Tendenzen bedroht, auch
in einzelnen Ländern der Europäischen Union. In Deutschland sehe ich diese
Gefahr derzeit aber nicht. Das zeigt sich auch bei bisherigen
Regierungswechseln. In einer Demokratie sollte es üblich sein, dass die
Verlierer ihre Niederlage schnell eingestehen. Im Großen und Ganzen war
das zum Beispiel auch nach der Bundestagswahl 2021 der Fall. Der
Regierungswechsel hat in den USA dagegen deutlich schlechter funktioniert.

ALLBUS

Seit 1980 werden mit der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der
Sozialwissenschaften (ALLBUS) in der Regel alle zwei Jahre in persönlichen
Befragungen repräsentative Daten über Einstellungen, Verhaltensweisen und
Sozialstruktur der deutschen Bevölkerung erhoben. Dabei werden auch
politische Orientierungen der Bürgerinnen und Bürger erfasst, unter
anderem die Zufriedenheit mit der Demokratie und die Bewertung der
Demokratie als Staatsform. Die ALLBUS erlaubt dabei Aussagen für
Gesamtdeutschland als auch getrennt nach Ost- und Westdeutschland.

Habilitation

In der Habilitationsarbeit von Dr. Markus Tausendpfund geht es um die
Einstellungen von Bürgerinnen und Bürgern zur Politik. Die inhaltlichen
Schwerpunkte sind die Zufriedenheit mit der Demokratie, das politische
Wissen der Bürgerinnen und Bürger und ihr Wahlverhalten, vor allem bei
Europawahlen. Die Arbeit des Sozialwissenschaftlers besteht aus acht
bereits veröffentlichten Aufsätzen und einem Rahmentext. Am 16. Februar
2022 erhielt Tausendpfund vom Fakultätsrat Kultur- und
Sozialwissenschaften der FernUniversität die Venia Legendi verliehen.

  • Aufrufe: 17

Lieferengpass Tamoxifen: PatientInnen brauchen Versorgungssicherheit bei unverzichtbaren Medikamenten

Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Deutsche Gesellschaft
für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) fordern zusammen mit der
Deutschen Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS) am aktuellen Beispiel des
nur noch schwer verfügbaren Brustkrebsmedikaments Tamoxifen eine
transparentere Kommunikation und Informationen bei Lieferengpässen. Für
eine nachhaltige Versorgungssicherheit braucht es eine Neuausrichtung, die
nicht länger durch die Mechanismen von Preis- und Rabattdruck gefährdet
ist, sondern eine Skalierbarkeit gewährleistet, die Schaden von den
PatientInnen abwendet.

Weil Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln zunehmend die
Patientenversorgung in vielen Fachgebieten bedrohen, bemühen sich viele
ärztliche Fachgesellschaften und Verbände seit langer Zeit, um ein
konsequentes Vorgehen gegen Engpässe. In der Frauenheilkunde etwa waren
unlängst Schwangere mit Bluthochdruckkomplikationen einer entsprechenden
Situation ausgesetzt, als das Medikament alpha-Methyldopa nicht verfügbar
war. Von der aktuellen Tamoxifen-Verknappung sind nun etwa 125.000
Patientinnen bundesweit betroffen, die den Wirkstoff zur Behandlung von
Brustkrebserkrankungen einnehmen. Seit Jahresbeginn ist der Wirkstoff aus
unterschiedlichen Gründen nur noch schwer verfügbar.

„Tamoxifen ist ein essenzieller Wirkstoff vor allem in der
Brustkrebstherapie, bei dem es für viele Frauen keine Alternativen gibt.
Bei behandelnden Gynäkologinnen und Gynäkologen löst die Situation große
Betroffenheit aus, denn für viele Brustkrebspatientinnen stellt die
Information zum Tamoxifen-Engpass eine gravierende psychische
Beanspruchung in einer ohnehin sehr belasteten Lebenssituation dar. Von
ärztlicher Seite bemühen wir uns, den Wirkstoff-Engpass abzumildern und
unsere Patientinnen bestmöglich durch diese Zeit zu begleiten. Ein
besseres Frühwarnsystem und skalierbare Möglichkeiten, die Defizite einer
heterogenen Versorgungskette rechtzeitig abwenden, sind unsere ärztlichen
Forderungen.“

(Dr. Klaus Doubek, Präsident des Berufsverband der Frauenärzte e.V.)

Die Hintergründe für die Verknappung von Tamoxifen sind noch nicht
vollständig geklärt. Eine mögliche Ursache ist ein Anstieg der
Verschreibungen seit dem ersten Quartal 2020 im zeitlichen Zusammenhang
mit den Lockdown-Maßnahmen der COVID-19-Pandemie. Diese Strategie zur
Bevorratung war kombiniert mit einer geringen Flexibilität in den
Herstellungsprozessen sowie der Herausforderung, dass ein notwendiger
Stabilisator für die Tamoxifen-Tabletten laut Berichten nicht mehr
produziert wird. Für die betroffenen Patientinnen ist der aktuelle Zustand
eine erhebliche Belastung. Zudem hat Tamoxifen im Vergleich zu
alternativen Wirkstoffen die zur Brustkrebsbehandlung eingesetzt werden
können, ein vergleichsweise geringes Nebenwirkungsprofil. Notwendige
Therapieumstellungen, die grundsätzlich ein Lösungsansatz sein können,
sind in diesem Fall mit einer höheren Nebenwirkungsrate belastet.

„Unser Apell lautet: Bei der Medikamentenversorgung in einem so reichen
Land wie Deutschland muss ein Umdenken stattfinden. Das bisher prioritäre
Ziel der niedrigen Preise sollte abgelöst werden vom primären Ziel der
Versorgungssicherheit.“

(Prof. Dr. Anton J. Scharl, Präsident der Deutschen Gesellschaft für
Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.

Wichtig sei nun vor allem, dass keine weiteren Bevorratungen getätigt
würden, um jetzt neu zu versorgenden Patientinnen das Medikament nicht
komplett vorzuenthalten, betont in diesem Zusammenhang auch Prof.in Sara
Y. Brucker, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Senologie e.V.. In
seiner Sitzung vom 9. Februar 2022 wurden vom Beirat für Liefer- und
Versorgungsengpässe beim Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) einstimmig verschiedene Maßnahmen zur Abmilderung
der Lieferengpässe bei tamoxifenhaltigen Arzneimitteln beschlossen. Unter
anderem sollen ÄrztInnen in den kommenden Monaten keine Rezepte für eine
individuelle Bevorratung ausstellen.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) hat
gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS), der
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO), der Deutschen
Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) und
der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) fachliche Empfehlungen
im Zusammenhang mit dem Lieferengpass für Tamoxifen herausgegeben.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.senologie.org/ueber-die-dgs-ev/vorstand
https://www.ago-online.de/ago-kommissionen/kommission-mamma

Originalpublikation:
https://www.bvf.de/aktuelles/pressemitteilungen/meldung/news/patientinnen-
brauchen-flaechendeckend-versorgungssicherheit-bei-unverzichtbaren-
medikamenten/

https://www.dggg.de/presse/pressemitteilungen-und-nachrichten
/patientinnen-brauchen-flaechendeckend-versorgungssicherheit-bei-
unverzichtbaren-medikamenten

  • Aufrufe: 14

Wie hat sich COVID-19 auf Online-Casinos in Österreich und Deutschland ausgewirkt

Online-Casino in Deutschland während der Pandemie
Online-Casino in Deutschland während der Pandemie

In fast allen Ländern der Welt gab es wegen COVID-19 Ausgangsbeschränkungen, Quarantäne und Selbstisolation. Daher kam es zu Verschiebungen auf dem globalen Glücksspielmarkt und profitiert davon haben vor allem die Online-Casinos. Die Quarantäne aufgrund der COVID-19 Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf das Glücksspiel in Deutschland und Österreich. Im Gegensatz zu Glücksspielclubs auf der ganzen Welt, die offline arbeiten, haben Online-Casinos aufgrund der COVID-19 Pandemie nicht aufgehört zu arbeiten. Zudem ist das Interesse der Spieler an virtuellen Plattformen mit Spielautomaten, Tisch- und Kartenspielen rasant gewachsen. Dies liegt daran, dass viele Menschen aufgrund des Coronavirus in ihrer Freiheit eingeschränkt waren oder noch sind. Diese waren gezwungen, zu Hause nach einer passenden Unterhaltung zu suchen, um der Langeweile auszuweichen. Die Spieler schätzten sofort die Vorteile der zahlreichen Online-Casinos in Deutschland und der Republik Österreich.

Der schnelle Zugang zur Welt des Vergnügens, eine Vielzahl von Spielautomaten von vertrauenswürdigen Softwareentwicklern, das Vorhandensein profitabler Boni machen Internet-Casinos für Besucher immer attraktiver. Weitere Vorteile von Online-Casinos sind die Benutzerunterstützung rund um die Uhr, eine große Auswahl an Wetten und sofortige Gewinnauszahlungen mit allen möglichen Zahlungsmethoden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil von einem Internet-Casino ist, dass man sich nicht mit dem Coronavirus infizieren kann. Sie müssen nicht mit Menschen interagieren, also können Sie ohne Angst um die Gesundheit spielen.

Online-Casino in Deutschland während der Pandemie

In Deutschland stellte die Zahl der Fans, die über ein Smartphone spielen, etwa 80 % aller Teilnehmer der Online Glücksspielbranche dar. Während der Pandemie stieg der Anteil der Spieler, die Smartphones für den Zugang zu Glücksspielen bevorzugen, zu denen auch Online-Slots gehören, um 117 %. Statistische Daten weisen auf eine Zunahme der Popularität von Online-Casinos hin. So stieg alleine in Deutschland die Nachfrage nach Online-Slots einen Monat nach Beginn der Quarantäne um satte 25 %. Es gab auch einen Anstieg der Aktivität von Online Poker um 38%. Die beliebtesten Online Casinospiele in Deutschland während der Pandemie:

  • Slots. Das Zocken an Spielautomaten im Internet ist eine großartige Möglichkeit, Spaß zu haben und sogar echtes Geld zu gewinnen. In einfachen Worten: Slots sind Spiele, die nach dem Vorbild und der Ähnlichkeit von Spielautomaten hergestellt werden, die bis vor kurzem nur in Spielclubs und Casinos standen.
  • Poker. Poker ist eines der am häufigsten gespielten Kartenspiele und wahrscheinlich das berühmteste von allen. Es gibt Dutzende verschiedene Variationen dieses Klassikers. Was Poker zum Lieblingsspiel der Gambler macht, ist, dass es im Gegensatz zu den meisten Glücksspielen wenig mit Glück zu tun hat. Poker ist eines jener Glücksspiele, die ein Profi gut durchschauen kann und mit Geschicklichkeit und Strategie verbessert werden kann. Live Poker und Live Dealer Poker sind weit verbreitete Varianten des Spiels, da die Videoversion dem Spiel an einem echten Tisch am ähnlichsten ist und Ihnen ermöglicht, die richtige Strategie anzuwenden.
  • Craps. Das Ziel der Spieler ist es, die Ergebnisse der Würfelaugen oder einer Reihe von Würfen mit zwei Würfeln vorherzusagen. Die häufigsten Wetten sind Pass und Don't Pass.
  • Roulette. Roulette ist das bekannteste Casino Tischspiel, ein unglaublich aufregendes Glücksspiel. Die Spieler machen Wetten auf dem Spielfeld, woraufhin sich das Rouletterad dreht, in das eine Kugel geworfen wird. Die Kugel fällt nach mehreren Umdrehungen in eine der nummerierten Zellen und bestimmt so die Gewinnzahl.
  • Black Jack. Es gibt verschiedene Versionen dieses Spiels und mehrere Betreiber bieten verschiedene Spieloptionen wie etwa Live Dealer Blackjack und Video Blackjack an. Normalerweise sitzen 5 bis 7 Spieler am selben Tisch, jeder Spieler erhält zwei Karten (offen oder verdeckt, je nach Variante) und in den meisten Fällen erhält der Dealer auch eine oder zwei Karten. Jeder Karte hat einen Wert von 2 bis 10. Die Ass ist eine Sonderform und kann entweder als 1 oder 11 gezählt werden. Gewonnen hat der, der am nähesten den Wert 21 erreicht.

Wie funktionieren Online-Casinos Österreich während COVID-19

Wie funktionieren Online-Casinos Österreich während COVID-19
Wie funktionieren Online-Casinos Österreich während COVID-19

Der Ausbruch von COVID-19 in Österreich ist ein globaler Notfall und ein Test für die Menschen, sich an neue Umstände anzupassen. Die österreichische Online Glücksspielbranche ist ein großartiges Beispiel für Flexibilität. Casinos in Österreich tun ihr Bestes, um alle Wünsche der Spieler so weit wie möglich zu erfüllen. Sie investieren auch viel, um ihre treuen Kunden zu halten und neue zu gewinnen wie zum Beispiel:

  • Freispiele. Freispiele sind die Möglichkeit, die Walzen eines bestimmten Spielautomaten zu drehen, ohne für die Einsätze bezahlen zu müssen. Freispiele sind oft Teil eines Casino Bonus, insbesondere für neue Spieler. Viele Spieler erhalten einen Bonus, wenn sie sich registrieren und die erste Einzahlung tätigen. Einige Online-Casinos geben ihren Spielern Boni in Form von Freispielen für die Registrierung, das aktive Spielen und die Teilnahme an Turnieren.
  • Willkommensboni. Der Willkommensbonus ist eigentlich nichts neues, aber eine angenehme Ergänzung der Casinobesucher in Austria. Man kann sagen, dass es ein obligatorischer Bestandteil eines guten Casinos ist. Viele AT Casinos bieten diesen Bonus an. Dabei bekommen die Spieler meist den Zweifach oder Dreifach höheren Einzahlungsbetrag und einige bieten auch noch zusätzlich Freispiele an. Natürlich erhöht Bonusgeld Ihre Gewinnchance, aber wir empfehlen Ihnen, sich im Voraus mit den Bonuswettregeln vertraut zu machen.
  • Bonusangebote ohne Einzahlung. Viele Casinos haben eine neue Funktion eingeführt, um potenzielle Kunden zu gewinnen – Sie können sofort nach der Registrierung mit dem Spielen beginnen, ohne die erste Einzahlung zu tätigen. Sie erhalten also einen Preisbonus, den Sie in Spielen einsetzen und dort legal Echtgeld gewinnen können.
  • Neue und moderne Spielautomaten. Nachfrage schafft Angebot, daher steht auch die Entwicklung von Spielautomaten nichts im Wege. Beste Online Casinos Österreich bieten mehr als 1000 Spielautomaten an, sodass jeder ein Spiel nach seinem Geschmack finden wird.

 

  • Unverzügliche Auszahlung der Gewinne. Der Übergang vom Vorort-Casino zum Online-Casino hat zur Entwicklung neuer Zahlungsmethoden beigetragen. So sind auf vielen Webseiten E-Wallets, Debit- und Kreditkarten, Banküberweisungen und andere Zahlungsmethoden verfügbar. Einige Casinos bieten sogar Kryptowährungszahlungen an. Alle Methoden sind zuverlässig und schnell.
  • 24/7 Kundensupport. Selbst wenn morgens um 3 Uhr eine dringende Frage auftaucht, können Sie sicher sein, dass Sie sofort eine Antwort darauf erhalten, sobald Sie eine Chatnachricht schreiben oder anrufen.

Fazit

Die Coronavirus Pandemie hat viele Wirtschaftszweige in eine schlimme Lage getrieben. Besitzer von nichtvirtuellen Glücksspielklubs mussten ihre Casinos schließen. Viele von ihnen schafften es mittels Online-Glücksspielseiten zu überleben. Experten sind sich einig, dass sich durch die komplette „Umgestaltung des Marktes“ viele Geschäftsbereiche ins Internet verlagert haben. Nach den bescheidensten Prognosen wird die Online-Glücksspielbranche noch mindestens 6 Jahre wachsen. 

Alle hoffen aufrichtig, dass die Pandemie so schnell wie möglich abklingt. Aber währenddessen können User das Spielen in Online-Casinos in Österreich und Deutschland weiterhin in relativer Sicherheit von Zuhause aus genießen. Auch neue Bonusangebote werden ihre Aufmerksamkeit weiter auf sich ziehen. Sie müssen jedoch vorsichtig sein und Wetten nur in den TOP Online-Casinos platzieren, die über Zertifikate und eine Erlaubnis zum Glücksspiel verfügen, lizenzierte Software verwenden, eine breite Palette von Zahlungsmethoden anbieten und Sie schnell und einfach Geld abheben können.

  • Aufrufe: 16

Therapeutisch arbeiten ohne Approbation

Psychologie-Studierende der SRH Hochschule für Gesundheit können auch ohne
anerkannte Zusatzausbildung nach dem Abschluss in der Therapie tätig
werden.

„Die Berufsbezeichnung Psychotherapeut:in ist in Deutschland geschützt.
Dennoch ist es ein weit verbreiteter Trugschluss, dass man nach dem
Psychologiestudium ohne Approbation nicht therapeutisch arbeiten kann. Der
Unterschied ist: Nur die Approbation erlaubt eine grundsätzliche
Zusammenarbeit mit den Krankenkassen. Der Weg hin zu einer Karriere als
niedergelassene:r Therapeut:in ist jedoch langwierig. Von aktuell rund
48.000 approbierten Psychotherapeut:innen haben nur etwa 25.000 einen
Kassensitz. Dabei wird ein neuer Kassensitz nur vergeben, wenn sich eine
andere Therapeutin oder ein anderer Therapeut zur Ruhe setzt. So vergehen
mitunter Jahre bis zur Eröffnung der eigenen Praxis. Hinzu kommt, dass
jedes Jahr rund 20.000 Studierende ein Psychologie-Studium aufnehmen, die
Konkurrenz im Kampf um die begehrten Kassensitze ist also enorm“,
schildert Prof. Dr. Thomas Fankhänel, Professor für Gesundheitspsychologie
und Studiengangsleiter im NC-freien Bachelor-Studiengang Psychologie an
den Campus Gera und Hamburg der SRH Hochschule für Gesundheit.

Prof. Dr. Thomas Fankhänel betont, dass Absolvent:innen des Bachelor-
Studiengangs Psychologie sowie des Master-Studiengangs Psychische
Gesundheit und Psychotherapie der Gesundheitshochschule der SRH auch ohne
Approbation dieselben Karrieremöglichkeiten auf dem Gebiet der Psychologie
offenstehen – mit Ausnahme der kassenärztlichen Niederlassung. Mit einer
Schwerpunktsetzung in Klinischer Psychologie kann der Weg z. B. ebenso in
die beratende und therapeutische Arbeit mit Patient:innen führen.
Klinische Psycholog:innen sind sowohl stationär als auch ambulant, oft in
interdisziplinären Teams, tätig. Auf der Grundlage psychologischer
Theorien beschreiben und diagnostizieren sie psychische Störungen und
arbeiten diese durch Beratungen, Schulungen oder therapeutische Maßnahmen
auf. Wie diese Tätigkeit in der Praxis aussehen kann, erlebte Sylbije
Merz, Studentin im Bachelor Psychologie am Campus Gera:

„Mein Pflichtpraktikum im 5. Semester habe ich in einer Klinik für
Psychiatrie und Psychotherapie absolviert. Anfangs war ich mir unsicher,
ob und inwieweit meine erlernten Kenntnisse aus dem Studium für die
praktische Tätigkeit ausreichen würden. Im Nachhinein kann ich jedoch
sagen, dass ich bestens auf die Aufgaben in der Klinik vorbereitet war.
Mein Studium an der SRH Hochschule für Gesundheit schließt in zahlreichen
Modulen praktische Übungen und auch Prüfungsleistungen ein, sodass ich
mich während des Praktikums vollkommen auf meine Fähigkeiten verlassen
konnte. Insbesondere Coachingmaßnahmen, die ich während des Studiums
erlernen durfte, konnte ich fast identisch in der Klinik anwenden. So fiel
mir auch das Sprechen vor einer größeren Patienten:innengruppe nicht
schwer. Bei durchgeführten Gruppentherapien war es aufgrund meines
vorhandenen Fachwissens über klinische Störungsbilder auch kein Problem,
Fragen der Patient:innen zu beantworten. Die Patient:innen nahmen mich als
Teil des Therapeut:innen-Teams ernst und kamen bei Krisen und Nachfragen
zum Therapieverlauf auf mich zu. Es macht mich besonders stolz, dass ich
mit meinen fachlichen Kenntnissen überzeugen und eine Vertrauensbasis
aufbauen konnte. Mein Praktikum in einer Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie hat mir gezeigt, dass ich für mich persönlich das richtige
Studium gewählt habe und auf jeden Fall als Psychologin im klinischen
Bereich tätig sein möchte.“

Das Praktikum im Bachelor-Studiengang Psychologie und im Master-
Studiengang Psychische Gesundheit und Psychotherapie an der SRH Hochschule
für Gesundheit ermöglicht den Studierenden, bereits während des Studiums
Praxisluft zu schnuppern. Dafür erhalten Sie eine wissenschaftlich
fundierte Grundausbildung psychologischer Zusammenhänge auf dem neuesten
Stand der Forschung. Im Mittelpunkt steht dabei das innovative CORE-
Prinzip der SRH: Bei diesem kompetenzorientierten Studienmodell dreht sich
alles um eigenverantwortliches und aktives Lernen. Inhaltlich sind die
einzelnen Module so ausgestaltet, dass den Studierenden verschiedene
Perspektiven eröffnet werden. So sind Absolvent:innen der SRH Hochschule
für Gesundheit etwa in der Rehabilitation, Psychiatrie und Psychosomatik
therapeutisch tätig, arbeiten aber auch in Bereichen wie Coaching,
Personalentwicklung, Markt- und Rechtspsychologie.

Mehr zur Psychologie erfahren
Interessierte können sich bereits jetzt den Gesundheitsdenkertag am 27.04.
vormerken oder sich für den kostenfreien Online-Infonachmittag am
19.05.2022 um 16:00 Uhr unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. anmelden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/thomas-fankhaenel/

  • Aufrufe: 35