LGL-Präsident Walter Jonas (l.) und TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Berufung einer Professur Andreas Heddergott / TUM
Verbraucherinnen und Verbraucher in Bayern sollen künftig noch besser vor lebensmittelbedingten gesundheitlichen Risiken geschützt werden. Dafür richten die Technische Universität München (TUM) und das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine gemeinsame Professur ein, die neue lebensmittelchemische Analyseverfahren und deren Anwendung in der behördlichen Kontrollpraxis entwickeln soll. Eine entsprechende Vereinbarung wurde in München unterzeichnet.
Durch stetig steigende Erwartungen an die Lebensmittelqualität, sich verändernde Ernährungsgewohnheiten und globalisierte Warenströme ergeben sich fortlaufend neue Aufgabenfelder für die amtliche Lebensmittelüberwachung. So rücken Lebensmittelsicherheit und Aspekte der Authentizität der Lebensmittel zum Beispiel im Hinblick auf ökologische Herstellungsmethoden oder die geographische Herkunft künftig noch stärker in den Fokus.
Direkter Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger
TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann betonte: „Mit dieser gemeinsamen Berufung mit dem LGL wollen wir innovative Analysemethoden zur Bewertung der Sicherheit und Authentizität von Lebensmitteln effizienter in die Praxis der amtlichen Lebensmittelüberwachung bringen. Davon profitiert der wissenschaftliche Fortschritt ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger in Bayern.“
LGL-Präsident Walter Jonas sagte: „Moderne Analyseverfahren sind essenziell, um die Lebensmittelsicherheit weiterhin auf einem hohen Niveau sicherstellen zu können. Das LGL entwickelt die Methoden der Lebensmittelüberwachung in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern aus der Wissenschaft ständig weiter. Die Brückenprofessur zwischen der TUM und dem LGL ist ein weiterer Schritt, um Wissenschaft und Praxis der Lebensmittelüberwachung in Bayern eng zu vernetzen.“
Zwischen der TUM mit ihrer School of Life Sciences und dem LGL besteht seit Jahren auf verschiedenen Feldern eine gute Zusammenarbeit. Die zu berufende Person soll mit dieser „Brückenprofessur“ nun die Verbindung zwischen Theorie und Praxis in Forschung und Lehre weiter ausbauen.
Eingang des zentralen Campus Holländischer Platz Uni Kassel
Die betriebliche Nachhaltigkeit der Universität Kassel wird weiter ausgebaut und durch einen Re:Start noch sichtbarer. Dafür erhält die Hochschule durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) Unterstützung für sechs Projekte, die sich explizit mit der nachhaltigen Entwicklung des Hochschulbetriebs und des Campus befassen.
Wie kann die Universität Studierende und Mitarbeitende besser am Nachhaltigkeitsprozess beteiligen? Durch welche Gremien- und Beteiligungsstrukturen wird mehr Transparenz ermöglicht? Wie kann die Universität CO2-neutral werden? Bereits seit 2015 widmet sich das betriebliche Nachhaltigkeitsmanagement der Universität Kassel diesen und weiteren Fragen und führt nun mit einem Re:Start den betrieblichen Transformationsprozess fort. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines Green Office auf dem Campus Holländischer Platz als zentrale Kontakt-, Service- und Koordinationsstelle. Das Green Office wird den betrieblichen Nachhaltigkeitsprozess der Universität koordinieren und die Ansprechpersonen und Beteiligungsmöglichkeiten sichtbarer machen. Es bündelt, steuert und macht Nachhaltigkeitsaktivitäten transparent. Mit seinem partizipativen Ansatz bindet es alle Hochschulakteure und -bereiche in den Entwicklungsprozess ein und setzt somit auf das Engagement aller. Damit soll zum einen die Senkung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen erreicht werden.
Zum anderen können sich interessierte Studierende und Mitarbeitende in zahlreichen Beteiligungsformaten für eine nachhaltigere Campusentwicklung einsetzen. Geplant sind zum Beispiel Ideenwerkstätten, eine Ideen- Plattform und eine Ideen-Sprechstunde. Nachhaltigkeit wird dabei als kooperatives Querschnittsthema formuliert und soll in sämtlichen Betriebsabläufen, nach innen und nach außen gerichtet, verankert werden. Neu definierte Leitlinien zum nachhaltigen Handeln im täglichen Betrieb sollen dazu beitragen, dass wichtige strukturelle Entwicklungen und Änderungen in der Hochschule angestoßen und die Umweltleistungen verbessert werden. Ein energetischer Masterplan legt konkrete Maßnahmen fest und zeigt auf, mit welchen Ressourcen das selbstgesteckte Ziel einer weitgehenden CO2-Neutralität der Universität Kassel erreicht werden kann.
Ein weiteres Thema ist die nachhaltige Mobilität mit Maßnahmen wie beispielsweise der Errichtung einer E-Ladeinfrastruktur oder die Anbindung der Radwege an das städtische Radwegenetz. Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden somit Anreize erhalten, auf das Fahrrad oder alternative Verkehrsmittel umzusteigen. Zudem soll ein weiteres Konzept die biologische Vielfalt erhöhen, für mehr Artenschutz und eine bessere Aufenthaltsqualität auf dem Campus sorgen. Nicht zuletzt sollen der technische Anlagenbetrieb optimiert, der Energie- und Ressourcenverbrauch der Gebäude reduziert und die Energieeffizienz im Gebäudebetrieb gesteigert werden.
Ermöglicht wird dieser Re:Start durch das HMWK. Es fördert innerhalb des Innovations- und Strukturentwicklungsbudgets (2021 bis 2025) sechs Projekte an der Uni Kassel zum Thema Nachhaltigkeit mit einem Gesamtfördervolumen von 1,75 Millionen Euro.
1. Aufbau eines Green Office (Nachhaltigkeitsbüro) 2. Maßnahmen zur Beeinflussung Nutzungsverhalten 3. Nachhaltiger Verkehr an der Universität Kassel – Konzept und Maßnahmen für eine nachhaltige Mobilität und Logistik 4. Klimaanpassungsmaßnahmen zur nachhaltigen Freiflächenbewirtschaftung 5. Energetischer Masterplan zur CO2-Neutralität 6. Energetische Optimierung Anlagenbetrieb
Für die Projekte werden in der Abteilung Bau, Technik und Liegenschaften, Sachgebiet Arbeitssicherheit und Umweltschutz der Uni Kassel sechs Personalstellen geschaffen. Zwei weitere Personalstellen werden an den Fachgebieten „Verkehrsplanung und Verkehrssysteme“ (Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer) und „Landschaftsbau, Landschaftsmanagement und Vegetationsentwicklung“ (Prof. Dr.-Ing. Stefan Körner) eingerichtet.
Die Projekte starten ab dem ersten Quartal 2022 und werden dazu beitragen, dass die betriebliche Nachhaltigkeit der Universität Kassel verstärkt wird und sich die Gesamtorganisation nachhaltiger ausrichtet. Ganz im Sinne der an die Universitäten gestellten gesellschaftlichen großen Herausforderung.
ESA-Astronaut Matthias Maurer hat an der Universität des Saarlandes Materialwissenschaft studiert und betreut derzeit Forschungsprojekte der Saar-Universität auf der Weltraumstation ISS. Am 26. Januar wird er in einer 20-minütigen Live-Schalte von seiner wissenschaftlichen Arbeit berichten. Als Begleitprogramm gibt es Online-Vorträge über die saarländische Weltraumforschung sowie Präsentationen der Deutschen Luft- und Raumfahrtbehörde und ESA. Das Programm wird in der Aula der Universität des Saarlandes aufgezeichnet und von 14:00 bis 16:15 Uhr live gestreamt.
Den Livestream kann man auf dem Youtube-Kanal der Universität anschauen, auch nach der Veranstaltung ist er dort verfügbar. Info: www.uni- saarland.de/iss-liveESA-Astronaut Matthias Maurer zeigt eine Materialprobe von Professor Frank Mücklich auf der ISS ESA/NASA
ESA-Astronaut Matthias Maurer ist nicht nur seiner saarländischen Heimat eng verbunden, er pflegt auch besondere Beziehungen zur Universität des Saarlandes. Daher wurde diese ausgewählt für eine 20-minütige Live-Schalte zur Internationalen Raumstation ISS, bei der Matthias Maurer am 26. Januar ab 15:30 Uhr von seiner aktuellen Forschungstätigkeit berichten wird. Die Fragen dazu werden Ministerpräsident Tobias Hans, Universitätspräsident Manfred Schmitt und Professor Frank Mücklich in der Aula der Universität stellen. Von dort werden auch die Vorträge zur Weltraumforschung per Videoaufzeichnung live übertragen, coronabedingt wird die Veranstaltung ausschließlich online angeboten.
Bereits um 14 Uhr starten die jeweils zehnminütigen Vorträge, die von Jürgen Rinner moderiert und durch Fragen begleitet werden. Sie geben auf allgemeinverständliche Weise einen Einblick in die Weltraumforschung an der Universität des Saarlandes und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Zudem führen Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und der Europäischen Weltraumbehörde ESA in die „Cosmic Kiss“-Mission von Matthias Maurer ein und stellen die Erd- und Umweltbeobachtung vor.
Informationen zu den Vorträgen zur Weltraumforschung:
Bei Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe der Universität des Saarlandes, hat Matthias Maurer sein Diplom abgelegt. Die beiden blieben in Kontakt und tauschten sich immer wieder über materialwissenschaftliche Fragestellungen aus. Ein glücklicher Zufall führte dazu, dass Professor Mücklich im Rahmen eines ESA-Projektes im August 2021 Materialproben auf die ISS schicken konnte, die nun in verschiedenen Experimenten von Matthias Maurer persönlich betreut werden. Dabei geht es um neuartige Oberflächen gegen Bakterien, die auch auf der Weltraumstation ISS zum Problem werden können, wenn Astronauten wie Matthias Maurer über Monate isoliert von der Erde dort leben. Über häufig kontaktierte Oberflächen können sich die Bakterien vermehren und innerhalb der Raumstation ausbreiten. Um dies zu unterbinden, haben Frank Mücklich und sein Team verschiedene Materialoberflächen mit Lasern auf Mikroebene strukturiert. Damit wird den Bakterien die Anhaftung an den Oberflächen erschwert.
Das Team um Ralf Busch, Professor für Metallische Werkstoffe, hat bereits 2020 die Zusage der Europäischen Raumfahrtagentur ESA erhalten, dass auch sie an Bord der ISS experimentieren dürfen. Die Spezialisten für "metallisches Glas" wollen eine neu entwickelte Legierung unter Schwerelosigkeit untersuchen. Metallische Gläser zeichnen sich durch ihre spezielle Zusammensetzung auf atomarer Ebene aus. Die heiße Metallschmelze wird blitzartig abgekühlt, so dass keine klassische Legierung entsteht, deren Atome sich während des lang andauernden Abkühlens in einem regelmäßigen Kristallgitter anordnen.
Holger Hermanns, Informatik-Professor der Universität des Saarlandes, beschäftigt sich mit Nano-Satelliten, die ungefähr so groß wie ein Schuhkarton sind und hochtechnisiert bald zu Zehntausenden in der Erdumlaufbahn herumfliegen. Diese können zum Beispiel hochauflösende Fotos unseres Planeten schießen oder Telekommunikationsnetzwerke verstärken. Das kostet jedoch Energie und diese Ressource ist bei den kompakten Hightech- Geräten knapp. Holger Hermanns zeigt, wie der Energieverbrauch von Nano- Satelliten so geplant werden kann, dass sie stets optimal arbeiten, ohne ihre Batterien jemals zu überlasten. Der Informatik-Professor bietet zudem jedes Jahr eine spezielle Weltraumvorlesung zum Thema „Space Informatics“ an.
Daneben gibt es jetzt eine weitere regelmäßige Weltraumvorlesung an der Universität des Saarlandes und zwar zur Weltraummedizin, die nicht nur Medizin-Studierenden offensteht. Sie wird von Bergita Ganse angeboten, die seit einem Jahr Professorin für Innovative Implantatentwicklung der Universität des Saarlandes ist und sich schon viel länger für alles, was mit dem Weltraum zusammenhängt, begeistert. Gemeinsam mit ihrem Bruder, einem Astrophysiker, hat sie „Das kleine Handbuch für angehende Raumfahrer“ geschrieben, das sich an ein junges Publikum richtet. Am 26. Januar wird sie von ihrer Muskelforschung auf der ISS berichten, die sie zusammen mit nationalen und internationalen Partnern betreibt. Beim Aufenthalt in der Schwerelosigkeit kommt es bereits nach kurzer Zeit zu einem deutlichen Verlust an Muskelmasse und Muskelkraft, einem Abbau der Knochen sowie zu Veränderungen der Bandscheiben. Für zukünftige Langzeitmissionen, zum Beispiel zum Mars, sucht die Forscherin nach Gegenmaßnahmen und verbesserten Trainingsmethoden.
Volker Schmid ist ESA-Delegierter und "Cosmic Kiss"-Missionsleiter im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLF) in Bonn. Er wird in seinem Vortrag zum Thema "Cosmic Kiss – Matthias Maurer auf der ISS" erläutern, wie sich der ESA-Astronaut auf die Weltraummission vorbereitet hat. Zudem wird er auf einige der hundert wissenschaftlichen Experimente eingehen, die von Matthias Maurer auf der ISS betreut werden, darunter sind 36 mit deutscher Beteiligung. Ihr Spektrum reicht von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung in Bereichen wie Lebenswissenschaften, Materialwissenschaft, Physik, Biologie, Medizin, Technologieentwicklung und Künstliche Intelligenz sowie Erdbeobachtung.
Die Europäische Weltraumorganisation ESA wird von Pascal Gilles, Abteilungsleiter in der Direktion für Erdbeobachtung, präsentiert. Er wird auf die Erd- und Umweltbeobachtung aus dem All eingehen, die von der ESA bereits seit 1977 betrieben wird. Zuerst stand die Wetterbeobachtung durch die Satelliten der Meteosat-Reihe im Mittelpunkt, inzwischen liefern auch die Satelliten ERS-1, ERS-2 und Envisat eine Fülle wertvoller Daten über die Erde, das Klima und die sich wandelnde Umwelt. Sie helfen Wissenschaftlern dabei, die Auswirkungen der globalen Erwärmung besser vorhersagen zu können. Der Europäischen Weltraumbehörde ESA gehören 22 Mitgliedstaaten in Europa sowie weitere assoziierte Mitglieder an.
Um Künstliche Intelligenz in der Erdbeobachtung wird es in dem abschließenden Vortrag von Philipp Slusallek gehen. Der Informatik- Professor und wissenschaftliche Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zeigt, wie der Einsatz von KI dem gesamten Spektrum der Raumfahrt neue Möglichkeiten eröffnen. So kann das Wissen aus den enormen Datenströmen, die Erdbeobachtungssatelliten ebenso wie Sonden in unserem Sonnensystem liefern, besser extrahiert werden. Zudem können damit die Autonomie und Zuverlässigkeit von Satelliten gesteigert werden. Um neue KI-Technologien und -Anwendungen für den Einsatz in der zivilen Raumfahrt zu entwickeln, haben die Europäische Weltraumorganisation ESA und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) im vergangenen Jahr ein gemeinsames Forschungslabor, das ESA_Lab@DFKI, gegründet.
Der digitale Aufbau der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB schreitet voran. Nachdem sie vor kurzem eine Misch- und Beschichtungsanlage für Elektroden in Betrieb nahm, hat ein Team der Fraunhofer FFB und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT gemeinsam mit Partnern des Projekts »FoFeBat« ein Konzept für die zukünftigen »Digitalen Zwillinge« der Fraunhofer FFB entwickelt. Die Forschenden identifizierten erstmalig drei konkrete Anwendungsgebiete für die Batteriezellfertigung: den Gebäudezwilling, den Anlagenzwilling und den Produkt- beziehungsweise Batteriezellzwilling.
Der Begriff »Digitaler Zwilling« wird unterschiedlich definiert. Das Team der Fraunhofer FFB hat sich daher mit Expertinnen und Experten aus relevanten Bereichen der Batteriezellfertigung ausgetauscht, um ein individuelles Digitalisierungskonzept für die Fraunhofer FFB zu entwickeln und die »Digitalen Zwillinge« zu konzipieren. Daraus ergibt sich erstmals eine gemeinsame und einheitliche Definition des »Digitalen Zwillings« im Kontext der Batteriezellfertigung in drei verschiedenen Ausprägungen sowie das Zusammenspiel dieser mit dem gemeinsamen Ziel der Datendurchgängigkeit.
Als Voraussetzung und Grundlage für den »Digitalen Zwilling« erarbeiteten die Forschenden ein Traceability-Konzept auf Zellebene. Mit diesem Konzept können sie zukünftig einzelne Bestandteile einer Batteriezelle während der gesamten Produktion verfolgen und die dazugehörigen Daten im »Digitalen Zwilling« aggregieren. Diese Daten dienen dazu, die Batteriezellproduktion im digitalen Raum abzubilden und weiterzuentwickeln, um die erarbeiteten Konzepte im nächsten Schritt in die physische Produktion zu übertragen.
Identifizierung qualitätskritischer Parameter
Die projektbeteiligten Wissenschaftler/-innen identifizierten erstmals eine Reihe von Parametern, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Qualität der Zelle haben. Zu diesen Parametern zählen unter anderem bestimmte Eigenschaften der Eingangsmaterialien – zum Beispiel die Bestandteile der Elektrodenpaste – oder etwaige Lösemittelreste in den Elektroden. Dadurch kann nun festgelegt werden, welche Parameter vom digitalen Produkt- und Anlagenzwilling abgebildet werden müssen.
Die entwickelten Maßnahmen dienen als Rahmen zur Implementierung des dreigliedrigen »Digitalen Zwillings« der Fraunhofer FFB, bestehend aus dem Produkt-, Anlagen- und Gebäudezwilling. Die nun vorliegende gemeinsame und einheitliche Basis ermöglicht den direkten Austausch von Daten und Informationen zwischen den beteiligten Partnern und den verschiedenen Zwillingen.
Die erstmalige Konkretisierung des Begriffs »Digitaler Zwilling« im Kontext der Batteriezellfertigung befähigt Unternehmen zur Ableitung gezielter Maßnahmen für den Aufbau eigener digitaler Abbildungen. Die ganzheitliche Betrachtung von der Datenaufnahme über die Traceability bis zum späteren Mehrwert ermöglicht es darüber hinaus, die Betriebsbereitschaft des digitalen Gesamtkonzeptes zu überprüfen. Die Erkenntnisse der Forschenden der Fraunhofer FFB dienen der Weiterentwicklung des Portfolios, sind Grundlage für IT-Unternehmen und Dienstleister zur Entwicklung eigener Services und können Anwender, Produzenten und Anlagenbauer im Umfeld der Batteriezellfertigung unterstützen.