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„Enjoy Complexity“: Wem gehört die Stadt? Informatikerin der FH Dortmund trifft in neuem Talk-Format auf Hamburger Stadtforscherin

Unsere Städte verändern sich, der Fokus verschiebt sich. Beispiel: Die autogerechte Stadt wird vermehrt zu einer Stadt auch für Radfahrende und Fußgänger*innen, Stadtplanung lenkt den Blick vom Konsum auf mehr Lebensqualität. Aber welche Teilhabe hat jede*r von uns in diesen Erneuerungsprozessen? Und wie kann die Digitalisierung Teilhabe erleichtern?

 

Mit dieser komplexen Fragestellung befassen sich Prof. Dr. Sabine Sachweh, Informatikerin an der Fachhochschule Dortmund, und die Stadtforscherin Dr. Hilke Marit Berger von der HafenCity Universität in Hamburg eine Stunde lang in der ersten neuen Folge von „Enjoy Complexity“. Für den Relaunch dieses Diskursformates haben sich das storyLab kiU der FH Dortmund, die Akademie für Theater und Digitalität, sechste Sparte des Theater Dortmund, und die Kulturpolitische Gesellschaft zusammengetan. Der Pilot der Neuauflage ist seit Mittwoch (8. Dezember 2021) abrufbar auf der Website www.enjoy-complexity.com.

 

Unter dem Fulldome im Dortmunder U diskutieren bei „Enjoy Complexity“ Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aktuelle Forschungsstände und Perspektiven – mal im Einklang, mal kontrovers, aber immer auf der Suche nach dem anderen Blickwinkel. Die Kuppel bietet dazu die Projektionsfläche für Moderation und zugleich für Bilder, Grafiken und neue Impulse für die Diskussion.

 

Fazit der Pilotfolge: Die Digitalisierung ist aus der Transformation von Stadt und Stadtgesellschaft nicht mehr wegzudenken. Aber trifft das auch auf die Digitalität zu? Schaffen wir mit neuer Techno-logie auch neue Normen und Strukturen? „Natürlich können wir mit digitalen Tools Menschen leichter in Planungsprozesse der Stadtentwicklung einbinden“, sagt Hilke Marit Berger. Die Frage müsse aber sein, wer die Stadt gestalten darf und wer bei den Prozessen auch ausgegrenzt wird.

 

Für Sabine Sachweh liegt der Fokus auf konkreten Anwendungen. „Bei der Transformation müssen wir Smart-City immer im Blick behalten“, sagt sie. Ihr Forschungsansatz: Wie kann Digitalität dazu beitragen, das Leben lebenswerter zu machen? Wie können öffentliche und private Räume gestaltet und genutzt werden, um bessere Ergebnisse zu erzielen? Bei „Enjoy Complexity“ stellt die Wissenschaftlerin einige Projekte vor und ringt im Diskurs mit Hilke Marit Berger gemeinsam um Begriffe wie Optimierung und Stadtgesellschaft, um Daten-Souveränität und die Zukunft des Lebens in der Stadt.

 

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Leuphana: Sozialmanagement berufsbegleitend studieren

Gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel sind Faktoren, die die
Berufsfelder der Sozialen Arbeit und der Sozialwirtschaft kontinuierlich
verändern. Fach- und Führungskräfte in diesem Bereich müssen sich damit
auseinandersetzen und ihre Qualifikationsprofile entsprechend anpassen.
Die Leuphana Universität Lüneburg bietet dafür seit mittlerweile 30 Jahren
erfolgreich den berufsbegleitenden Master-Studiengang Sozialmanagement an.
Im April 2022 beginnt an der Leuphana Professional School ein neuer
Durchgang, Bewerbungen sind bis zum 31. Januar möglich. Im Vorfeld können
Studieninteressierte verschiedene Beratungsmöglichkeiten nutzen.

Der Studiengang bietet schon seit 1992 eine praxisnahe Qualifikation für
Führungs- und Leitungsaufgaben in Sozialarbeit, Sozialpädagogik und der
Sozialwirtschaft. Interessierten stellt sich der Studiengang am 6. Januar
2022 in einer Online-Infoveranstaltung vor. Programmleiter Wolf Paschen
präsentiert hier Informationen zu Organisation und Ablauf des
5-semestrigen Studiums und beantwortet die Fragen der Teilnehmer. Weitere
Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier:
http://www.leuphana.de/msm

Studieninteressierte haben zudem die Möglichkeit, den Studiengang während
des digitalen Infotages der Professional School am 15. Januar 2022 näher
kennenzulernen. Auch können sie mit Programmleiter Wolf Paschen
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Fon 04131.677-7820) ein persönliches
Beratungsgespräch vereinbaren.

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25 Jahre Geisteswissenschaftliche Zentren: Eine ost-westdeutsche Erfolgsgeschichte.

Vor 25 Jahren nahmen sechs Geisteswissenschaftliche Zentren (GWZ) in
Leipzig, Potsdam und Berlin ihre Arbeit auf, um positiv evaluierte
Kolleg*innen aus Instituten der Akademie der Wissenschaften der DDR in
einem „koordinierten Arbeitsverbund“ zu halten, so der Wissenschaftsrat
1990. Dies betraf damals rund 100 Wissenschaftler*innen. Das gelungene
Ost-West-Experiment wurde mit Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft seit
2017 institutionalisiert. Die Berliner Zentren feiern nun ihr 25-jähriges
Bestehen. Die Festschrift, u.a. mit Beiträgen von Ulrike Freitag, Sigrid
Weigel, Eva Geulen und Manfred Krifka, finden Sie online. (Link s.u.)

Das multidisziplinäre Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO), das aus dem
Institut für Allgemeine Geschichte (IfAG) in Ost-Berlin hervorgegangen
war, ist eines der wenigen Forschungsinstitute, die den
sozialgeschichtlich orientierten und interdisziplinären Ansatz der
Geschichte der Entwicklungsländer DDR fortführte. Dieser Ansatz war ein
Novum in den west-deutschen Regionalstudien, wie der Wissenschaftsrat 1996
feststellte. Heute ist das ZMO unter Leitung der Nahosthistorikerin Prof.
Dr. Ulrike Freitag das einzige außeruniversitäre Forschungsinstitut in
Deutschland, das sich interdisziplinär und in historisch vergleichender
Perspektive mit dem Nahen Osten, Afrika, Eurasien, Süd- und Südostasien
befasst. Im Mittelpunkt stehen Interaktion und Verflechtungen
untereinander sowie mit Europa (Süd-Süd- und Süd-Nord-Beziehungen). Nach
25 Jahren gehört das ZMO  zu den erfolgreichen Ost-West-Zusammenschlüssen
in der BRD.

Aktuell wird am ZMO zu folgenden Themen aus nicht-europäischer Perspektive
geforscht:
- Lebensalter und Generation
- Umwelt und Gerechtigkeit
- Geschichtsbilder als mobilisierende Kraft
- Umstrittene Religion und intellektuelle Kultur

Den Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V. gehören neben dem ZMO das
Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) und das Leibniz-
Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) an.

AUS DER FESTSCHRIFT
„Die Mauer war gefallen, aber die DDR existierte noch. Auch am Institut
für Allgemeine Geschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR, aus
dessen Abteilung
‚Geschichte der Entwicklungsländer‘ im weiteren Verlauf das ZMO
hervorging,
hatten sich die Debatten intensiviert. Aus heutiger Perspektive kann man
sagen, dass die
Parameter und Formate der Forschung auch an diesem Institut schon in der
Gorbatschow-
Zeit verstärkt verhandelt wurden. Dabei profitierte das Institut von den
Tendenzen vorsichtiger Öffnung auch des Reise- und Wissenschaftsverkehrs.
Den Mitarbeitern war es
seit Ende der 1980er Jahre erlaubt, aufgrund des Mangels an Fachliteratur
30 Arbeitstage
im Jahr in den West-Berliner Bibliotheken Material zu sichten.“ (Dietrich
Reetz)

Weitere Texte aus dem ZMO in der Festschrift befassen sich mit dem Begriff
der „Translokalität“ (Katrin Bromber) und der Thematik von Umwelt und
Gerechtigkeit in Afrika und Asien (Katharina Lange). Des Weiteren bietet
das Heft ein Interview mit den drei aktuellen Direktor*innen der drei GWZ-
Forschungszentren, eine Übersicht der Entwicklung der GWZ und viele
weitere Texte.

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Nachhaltiges Bauen und Planen: Studierende erhalten Holcim Studienpreis 2021

Mit dem Preis fördern die HCU und Holcim Deutschland wissenschaftliche
Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung im Bereich Nachhaltigkeit.
Bereits zum vierzehnten Mal wurde die Auszeichnung vergeben.

Wie schon im Vorjahr erfolgte die Verleihung des mit insgesamt 5.000 Euro
dotierten Preises an Bachelor- und Master-Absolventinnen und Absolventen
aufgrund der Corona-Pandemie digital. Allen Preisträgerinnen und
Preisträgern wurden die Urkunden bereits im Vorfeld ausgehändigt.

Preisträgerinnen und Preisträger

Die Bachelor-Thesis von Sebastian Giesers im Studiengang Bauingenieurwesen
zum Thema: “Entwicklung eines Systemhauskonzeptes in Holzmodulbauweise”
wurde mit 1.000 Euro prämiert. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr.
Peter-Matthias Klotz (Baukonstruktion, Statik & Bauwirtschaft,
Bauingenieurwesen) und Kathrin Meyer.

Ebenfalls mit 1.000 Euro ausgezeichnet wurde die Bachelor-Thesis von Sara
Leonie Enslin im Studiengang Architektur zum Thema “Naturverbunden
aufwachsen im urbanen Raum: Ein naturnah gestalteter Außenbereich für die
Kita Armbruststraße”. Die Arbeit wurde an der HCU von Prof. Antje Stokman
(Architektur und Landschaft) und Dipl. Ing. Monika Brunstering betreut.

Die Master-Thesis von Sebastian Clausen und Malte Gartzke wurde mit 1.500
Euro prämiert. Ihre Arbeit aus dem Studiengang Stadtplanung trägt den
Titel “Modell für eine ÖV-orientierte Siedlungsentwicklung am Beispiel der
Stadtregion Hamburg” und wurde von Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger
(Projektentwicklung und Projektmanagement in der Stadtplanung) und Dr.
Markus Nollert betreut.

Die zweite Arbeit, die mit einem Preisgeld von 1.500 Euro ausgezeichnet
wurde, ist die Master-Thesis von Maria Camila Afanador Salas zum Thema:
“BIM as a Tool for Sustainable Material Decision-making”. Die Arbeit aus
dem Studienprogramm Resource Efficiency in Architecture and Planning
(REAP) wurde von Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich (Technisches
Infrastrukturmanagement, Bauingenieurwesen) und Lucia Doyle betreut.

Nachhaltiges Denken und Handeln: Klima und Nachhaltigkeit als Schwerpunkt
der HCU

Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg, Vizepräsident Lehre und Digitalisierung
der HCU:
„Ich gratuliere allen Preisträger:innen herzlich und wir freuen uns über
die vielfältigen, interdisziplinären Arbeiten im Bereich nachhaltiges
Denken und Handeln. Die große inhaltliche Bandbreite spiegelt ebenso die
Themenvielfalt der HCU als auch die Schwerpunkte Klima und Nachhaltigkeit
wieder. Wir können nur alle HCU-Studierenden ermuntern sich auf den
Holcim-Preis zu bewerben.“

Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit

2007 entwickelten die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und der
Baustoffproduzent Holcim (Deutschland) GmbH den Wettbewerb für
Studierende, in dem jährlich die besten Abschlussarbeiten zum Thema
nachhaltiges Planen und Bauen an der HCU ausgezeichnet werden. Bislang
wurden von Holcim insgesamt 40 Abschlussarbeiten von 46 PreisträgerInnen
mit einem Gesamtbetrag von 59.000 Euro prämiert.

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