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#4GenderStudies an der Humboldt-Universität

Die HU beteiligt sich mit umfangreichem Programm am Wissenschaftstag der
Gender Studies.

Gender Studies regen Debatten an, hinterfragen gesellschaftliche
Gegebenheiten und bieten Denkanstöße und Ideen. Sie leisten einen
unverzichtbaren Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen
ebenso wie zu politischen und kulturellen Diskursen. Am 18. Dezember 2021
berichten Wissenschaftler*innen, Forschungseinrichtungen und andere
wissenschaftsnahe Institutionen unter dem Hashtag #4GenderStudies
gebündelt über ihre aktuellen Forschungsprojekte. Die Humboldt-Universität
zu Berlin beteiligt sich mit einem umfangreichen Programm. Der
Wissenschaftstag findet bereits zum fünften Mal im gesamten
deutschsprachigen Raum statt. In Berlin liegt dieses Jahr der Themenfokus
auf „Feministische Solidaritäten“.

Die HU organisiert dieses Jahr bereits ab dem 13. Dezember zahlreiche
Veranstaltungen, unter anderem zur Verbindung von Corona und Gender sowie
zu Tabus und Verboten in der Werbung. In einem Podcast spricht Maisha Auma
mit Yumin Li zur Solidarität im Kontext der postmigrantischen
Gesellschaft.
Auf Twitter stellt die HU unter #4GenderStudies vielfältige
Forschungsprojekte und Perspektiven der transdisziplinären Gender Studies
vor.

Programm der Humboldt-Universität zu #4GenderStudies

Am Montag, dem 13.12. ab 18 Uhr analysiert Gabriele Dietze in einem
online-Vortrag am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG)
der HU, wie Genderfragen in Fernsehserien verhandelt werden, die Corona
narrativ bearbeiten.

Am Dienstag, dem 14.12. öffnet Claudia Derichs (IAAW) das Master-Seminar
"Gender, Religion, Mobility and Profession: Mobile Muslim Professionals in
Asia“ für die Öffentlichkeit.

Am Mittwoch, dem 15.12 wirft die studentisch organisierte
Fachschaftsinitiative Gender Studies in einem Beitrag auf dem Genderblog
des ZtG einen kritischen, aktivistischen Blick auf die Gender Studies.

Am Donnerstag, dem 16.12. ab 18 Uhr wendet sich die Forschungsgruppe
Recht-Geschlecht-Kollektivität im Rahmen ihrer Reihe "kollektiv
diskutieren" dem Thema verbotener Werbung – zu Sexismus, Abtreibung,
Homosexualität, Pornographie – zu.
Am Freitag, dem 17.12. erscheint die zweite Folge des Podcasts
#nachgefragt im Genderblog des ZtG: Diesmal mit Audre-Lorde-
Gastprofessorin Maisha Auma im Gespräch mit Yumin Li. Hier wird es unter
anderem um die Frage gehen, wie Solidarität im Kontext postmigrantischer
Gesellschaft an den Berliner Universitäten aussehen kann und welchen
Beitrag auch die Gender Studies dazu leisten sollten.

Ebenfalls am Freitag, den 17.12. findet eine öffentliche Online-
Podiumsdiskussion statt zum Thema „Gendersterne über Deutschland?
Geschlechtergerechte Sprache: Staatliches Sprachhandeln, linguistische
Hintergründe, öffentliche Diskurse“ – organisiert von der
Rechtswissenschaftlerin Ulrike Lembke im Gespräch mit der Linguistin Prof.
Gabriele Diewald und Andrea Geier, der 1. Vorsitzenden der
Fachgesellschaft Gender Studies.

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Marsilius kontrovers: Gutes Altern oder ewige Jugend?

Über den Umgang mit dem Älter- und Altwerden in unserer Gesellschaft, auch
mit Blick auf die Vorstellungen und Werte anderer Kulturen, diskutieren
drei Heidelberger Wissenschaftler – die Psychologin Prof. Dr. Cornelia
Wrzus, der Ethnologe Prof. Dr. Guido Sprenger sowie der Mediziner und
Geriater Prof. Dr. Jürgen Bauer. Die Podiumsdiskussion „Gutes Altern oder
ewige Jugend?“ ist Teil der Reihe „Marsilius kontrovers“, zu der das
Marsilius-Kolleg und das Netzwerk AlternsfoRschung der Universität
Heidelberg in Kooperation mit der Rhein-Neckar-Zeitung einladen. Sie wird
am Montag, 13. Dezember 2021, ab 18 Uhr im Livestream übertragen.

Pressemitteilung
Heidelberg, 9. Dezember 2021

Marsilius kontrovers: Gutes Altern oder ewige Jugend?
Wissenschaftler diskutieren aus psychologischer, ethnologischer und
medizinischer Perspektive über den Umgang mit dem Älter- und Altwerden

Über den Umgang mit dem Älter- und Altwerden in unserer Gesellschaft, auch
mit Blick auf die Vorstellungen und Werte anderer Kulturen, diskutieren
drei Heidelberger Wissenschaftler – die Psychologin Prof. Dr. Cornelia
Wrzus, der Ethnologe Prof. Dr. Guido Sprenger sowie der Mediziner und
Geriater Prof. Dr. Jürgen Bauer. Die Podiumsdiskussion „Gutes Altern oder
ewige Jugend?“ ist Teil der Reihe „Marsilius kontrovers“, zu der das
Marsilius-Kolleg und das Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) der Universität
Heidelberg in Kooperation mit der Rhein-Neckar-Zeitung einladen. Sie wird
am Montag, 13. Dezember 2021, ab 18 Uhr im Livestream übertragen – auch
erreichbar über heiONLINE, das zentrale Portal der Ruperto Carola mit
Vorträgen, Diskussionsrunden und Podcasts in digitalen Formaten.

Altern beschäftigt unsere Gesellschaft. Davon zeugt nicht zuletzt ein
unüberschaubar gewordener Markt für Anti-Ageing-Produkte und
Ratgeberliteratur. Wie die Organisatoren der Podiumsdiskussion betonen,
lassen sich dabei zwei unterschiedliche Richtungen ausmachen: Während die
einen daraufsetzen, den biologischen Alterungsprozess zu verlangsamen oder
gar aufzuhalten, plädieren andere dafür, das Altern bewusst zu gestalten
und die Lebensqualität der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Mit der Frage des Alterns aus Sicht der Psychologie befasst sich Prof.
Wrzus, die die Abteilung für Psychologische Alternsforschung am
Psychologischen Institut der Universität Heidelberg leitet. Auf
gesellschaftliche und kulturelle Aspekte wird Prof. Sprenger eingehen. Er
forscht am Institut für Ethnologie der Ruperto Carola. Auf dem Podium
vertreten ist außerdem Prof. Bauer, der als Wissenschaftler an der
Medizinischen Fakultät Heidelberg die Professur für Geriatrie innehat und
einer der Direktoren des NAR ist. Zudem bekleidet er die Position des
Ärztlichen Direktors des Agaplesion Bethanien Krankenhauses. Moderiert
wird die Veranstaltung von den beiden Direktoren des Marsilius-Kollegs,
der Theologin Prof. Dr. Friederike Nüssel und dem Genomforscher Prof. Dr.
Michael Boutros. Das Publikum ist eingeladen, sich mit Fragen an der
Online-Veranstaltung zu beteiligen.

Das Marsilius-Kolleg ist darauf ausgerichtet, ausgewählte Forscherinnen
und Forscher aus verschiedenen Wissenschaftskulturen zusammenzuführen und
damit den forschungsbezogenen Dialog zwischen Geistes-, Rechts- und
Sozialwissenschaften einerseits und den Natur- und Lebenswissenschaften
andererseits zu fördern. Die in Zusammenarbeit mit der Rhein-Neckar-
Zeitung veranstaltete Reihe „Marsilius kontrovers“ verfolgt das Ziel,
gesellschaftlich relevante Fragen der interdisziplinären Forschung stärker
in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Im Netzwerk
AlternsfoRschung widmen sich Geistes- und Naturwissenschaftler sowie
Mediziner und Ökonomen interdisziplinär den verschiedenen Aspekten des
Alterns.

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Für eine verantwortungsvolle Forschung zu mariner Kohlendioxid-Entnahme

Forschung zu marinen Methoden der Entnahme von Kohlendioxid (CO2) aus der
Atmosphäre ist wichtig. Sollte aber nicht nur die Machbarkeit und
Wirksamkeit betrachten, sondern auch politische, soziale und rechtliche
Rahmenbedingungen in den Blick nehmen. Dies empfehlen zwei neue in den
Vereinigten Staaten von Amerika veröffentlichte Berichte, an deren
Entstehung Forscher des GEOMAR und der Deutschen Allianz Meeresforschung
beteiligt waren. Die Schlussfolgerungen sind von internationaler Relevanz.

Die Verringerung von Treibhausgasemissionen und die Begrenzung des
globalen Temperaturanstiegs sind die oberste Priorität der globalen
Klimapolitik. Da die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) jedoch noch immer
steigen, ist es mittlerweile fast unmöglich, die bei der
Weltklimakonferenz von Paris vereinbarten Klimaziele zu erreichen, ohne
zusätzlich zur massiven Reduzierung der Emissionen auch CO2 aus der
Atmosphäre zu entfernen. Der Ozean rückt als Teil neuer Methoden für die
Entnahme von Kohlendioxid immer mehr in den Fokus der nationalen und
internationalen Forschung: Er puffert nicht nur auf natürliche Weise einen
großen Teil der von Menschen verursachten CO2-Emissionen ab – sondern
liefert auch zusätzliche Optionen für eine verstärkte Reduzierung der
Kohlendioxid-Konzentrationen in der Atmosphäre.

Zwei jetzt erschienene Berichte der US-amerikanischen National Academies
of Sciences, Engineering and Medicine (NASEM) und des Aspen Institute
fassen das derzeitige Wissen über marine CO2-Entnahme-Methoden zusammen
und zeigen konkrete Wege für eine verantwortungsvolle Erforschung und
Entwicklung vielversprechender mariner CDR-Konzepte auf. „Eine wichtige
Botschaft des NASEM-Reports ist, dass Forschung nicht nur
naturwissenschaftliche Fragen zur Wirksamkeit und Nebenwirkungen
verschiedener mariner CO2-Entnahme-Methoden untersucht, sondern auch
politische, soziale und rechtliche Rahmenbedingungen einbezieht“, betont
Professor Dr. Andreas Oschlies. Der Leiter der Abteilung Biogeochemische
Modellierung am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und
erster Sprecher der Mission „Marine Kohlenstoffspeicher als Weg zur
Dekarbonisierung“ (CDRmare) der Deutschen Allianz Meeresforschung war als
einer von zwölf Wissenschaftler*innen an der Erstellung des Berichts
beteiligt.

„Die Empfehlungen der US-Amerikanischen Wissenschaftsakademien haben
internationale Relevanz“, so Professor Oschlies. „Wir alle stehen vor der
Frage, wie wir unsere Klimaziele einhalten können. Die Forschung kann hier
zur Entscheidungsfindung beitragen, indem sie sowohl biologische Methoden
wie etwa die Wiederherstellung von marinen Ökosystemen, Algenanbau, oder
auch Ozeandüngung, als auch chemische Methoden wie Alkalinisierung des
Meerwassers umfassend untersucht. Hier geht es nicht nur um die technische
und ökologische Machbarkeit, sondern auch um soziale, politische und
rechtliche Aspekte, Zielkonflikte und Synergien im Rahmen einer
nachhaltigen Nutzung des Ozeans.“

Parallel zum NASEM-Report veröffentlicht das Aspen Institut einen
Leitfaden für verantwortungsvolle Forschung und Innovation zu marinen CO2
-Entnahme-Methoden. Dr. David Keller, Erdsystemmodellierer am GEOMAR und
Teil des Expert*innengremiums für den Leitfaden erklärt: „Der Aspen-
Bericht bietet einige dringend benötigte Anhaltspunkte für eine
verantwortungsvolle Forschung und Entwicklung und ist ein wichtiger
Schritt zur Ausarbeitung eines umfassenden Verhaltenskodex für
Forschungsansätze zu marinen CO2-Entnahme-Methoden.“ Dr. Keller brachte
auch Erfahrungen aus dem von ihm koordinierten und von der Europäischen
Union geförderten Projekt Ocean-Based Negative Emission Technologies
(OceanNETs) ein. In dem Projekt arbeiten 14 Institutionen an der
Beantwortung wichtiger Fragen zu Potenzialen und Risiken ozean-basierter
CO2 Entnahme-Methoden.

Professorin Dr. Katja Matthes, Direktorin des GEOMAR und Vorstandsmitglied
der Deutschen Allianz Meeresforschung begrüßt die Vorschläge für eine
integrative Ausrichtung der Forschung: „Der Ozean ist einerseits vom
Klimawandel betroffen und andererseits Teil der Lösung: Er bietet uns
Optionen, um Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entnehmen und sicher zu
speichern. Dieses Potenzial zu quantifizieren, Chancen und Risiken zu
untersuchen und nachhaltige Ansätze einer möglichen Nutzung zu
identifizieren, ist ein wichtiger Teil unserer Forschung am GEOMAR und in
der Deutschen Allianz Meeresforschung. Es genügt aber nicht, gute
Wissenschaft zu machen. Wir müssen unsere Ergebnisse auch in die
Gesellschaft tragen und der Politik fundiertes Handlungswissen
bereitstellen.“

Publikationen:

National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine, 2021: A
Research Strategy for Ocean-based Carbon Dioxide Removal and
Sequestration. Washington, DC: The National Academies Press.
https://doi.org/10.17226/26278.

The Aspen Institute Energy and Environment Program, 2021: Guidance for
Ocean-Based Carbon Dioxide Removal Projects: A Pathway to Developing a
Code of Conduct. https://bityl.co/9zrs

Hintergrundinformationen CDRmare:

In der Forschungsmission „Marine Kohlenstoffspeicher als Weg zur
Dekarbonisierung“ – kurz: CDRmare – der Deutschen Allianz Meeresforschung
(DAM) untersuchen rund 200 Forschende in sechs Verbundprojekten, wie und
in welchem Umfang der Ozean eine nachhaltige Rolle bei der Entnahme und
der Speicherung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre spielen kann.
Übergreifend koordiniert wird CDRmare (CDR = Carbon Dioxide Removal =
Kohlendioxidentnahme) am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
und am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde. Das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die
Forschungsmission mit 27 Mio. Euro über eine erste Phase von drei Jahren
(1.8.2021 – 31.7.2024). Die Deutsche Allianz Meeresforschung erarbeitet
mit ihren 22 Mitgliedseinrichtungen lösungsorientiertes Wissen und
Handlungsoptionen für einen nachhaltigen Umgang mit den Küsten, Meeren und
Ozeanen.

Hintergrundinformationen OceanNETs:

In dem Projekt Ocean-based Negative Emission Technologies (OceanNETs)
beschäftigen sich Wissenschaftler*innen aus 14 Institutionen in sechs
Ländern mit Chancen und Risiken ozean-basierter Technologien für „negative
Emissionen“. Das Projekt wird von der EU im Rahmen des
Horizon2020-Programms (Bewilligungs-Nr. 869357) mit insgesamt 7,2
Millionen Euro gefördert und hat eine Laufzeit von 5 Jahren (01.07.2021 –
31.06.2025). Die Gesamtkoordination liegt beim GEOMAR Helmholtz-Zentrum
für Ozeanforschung Kiel.

Originalpublikation:
National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine, 2021: A
Research Strategy for Ocean-based Carbon Dioxide Removal and
Sequestration. Washington, DC: The National Academies Press.
https://doi.org/10.17226/26278.

The Aspen Institute Energy and Environment Program, 2021: Guidance for
Ocean-Based Carbon Dioxide Removal Projects: A Pathway to Developing a
Code of Conduct. https://bityl.co/9zrs

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Wertevermittelnder Journalismus: Medienethik-Award META 2021 für Ulrich Land, Jörg Marksteiner und Erik Hane

Studierende der Hochschule der Medien (HdM) haben Ulrich Land und Jörg
Marksteiner für ihr Radiofeature in der Sendung Dok 5 – Das Feature (WDR
5) und Erik Hane für seinen Film in der Sendung planet e. (ZDF) mit dem
META 2021 ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich für herausragende
journalistische Beiträge vergeben, die ethische Grundsätze berücksichtigen
sowie Werte transportieren. 2021 wurde er in den Kategorien Radio und TV
ausgelobt

Die Journalisten nahmen den META am 9. Dezember 2021 im Rahmen der
Fachtagung IDEepolis entgegen. Die Verleihung fand Corona-bedingt virtuell
statt.
Für den META 2021 wertete eine Jury aus 49 Studierenden des Studiengangs
Medienwirtschaft Beiträge zum Thema "Technologie und Nachhaltigkeit“ aus.
In einem Beobachtungszeitrum von Januar bis März dieses Jahres
untersuchten sie 18 Radio- sowie von Januar bis November 17 TV-Sendungen.

In der Kategorie Radio überzeugten Ulrich Land und Jörg Marksteiner die
Jury mit ihrem Feature "Retouren-Glück – Gekauft. Zurück!", ausgestrahlt
am 10. Januar 2021 in der Sendung Dok 5 – Das Feature (WDR 5). Es
beschäftigt sich mit dem Ausmaß sowie den ökologischen, wirtschaftlichen
und sozialen Auswirkungen von Rücksendungen. Die Jury empfand die
Aufklärung durch den Beitrag dank der aufwendigen und exzellenten
Recherche als außerordentlich und lobte insbesondere sein hohes
Reflexionspotenzial. "Die beiden Autoren schaffen Bewusstsein für die
weitreichenden Folgen unseres Handelns für Mensch und Umwelt, die
gewöhnlich im Verborgenen bleiben. Sie plädieren für einen besonnenen,
bedarfsgerechten Konsum und appellieren damit an unsere Verantwortung,
Ressourcen zu schonen“, erklärt Laudator Dennis Schubert. Aber auch die
Politik und die Unternehmen werden mit dem Feature in die Pflicht genommen
und ihnen gleichzeitig Lösungsansätze geboten. "Mit dem richtigen Gespür
für die Auswahl ethisch und gesellschaftlich relevanter Argumente haben
Ulrich Land und Jörg Marksteiner einen auch für die Zukunft nachhaltigen
Beitrag geschaffen“, so Schubert weiter.

In der Kategorie TV nahm Erik Hane den Preis für seinen Film „Mythos
Elektroauto – Revolution oder Reinfall?“ entgegen, der am 21. September
2021 in der Sendung planet e. (ZDF) ausgestrahlt wurde. Der Film setzt
sich kritisch mit dem Image vom klimafreundlichen Elektroauto auseinander
und zeigt, welche Folgen der Umstieg auf Elektroautos hat und welche
Alternativen es gäbe. Nach Ansicht der Jury gelingt es Erik Hane in
hervorragender Weise, den Blick über das Elektroauto hinaus auf die
gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen einer Energie- und
Verkehrswende zu weiten. Er verdeutlicht, dass der Ausbau der
Elektromobilität aufgrund des hohen Energiebedarfs und des dafür fehlenden
Ökostroms vielmehr den Kohleausstieg verzögern wird. "Seine Argumentation
ist dabei für die Zuschauerinnen und Zuschauer jederzeit nachvollziehbar,
stichhaltig und differenziert, sodass Orientierung und Raum für die eigene
Meinungsbildung bleiben”, erklärt Laudatorin Louisa Schneider. "Mit seiner
aufklärenden, umfassenden und hoch gesellschaftsrelevanten Darstellung ist
Erik Hane nichts weniger als eine Neubewertung von Elektroautos gelungen,
die noch lange nachhallt und Einstellungsänderungen auszulösen vermag", so
Schneider.

Qualitätssiegel und Digitalkompetenz

Der META will als Qualitätssiegel für wertebewussten und ethischen
Journalismus Medienschaffende und die Gesellschaft für ethische
Fragestellungen sensibilisieren. "Haben Sie sich in letzter Zeit auch
schon mal gefragt, ob Videokonferenzen, Netflix oder Online-Shopping
klimafreundlich sind? Wir sollten uns endlich auch über die Nachhaltigkeit
von digitalen Technologien Gedanken machen und nach Lösungen suchen. Die
studentische Jury hat sich mit vollem Engagement ihrer Aufgabe gewidmet,
den besten Beitrag in Radio und TV zum Thema ‚nachhaltige Technologien‘
ausfindig zu machen. Damit haben sie Qualitätsjournalismus in der Praxis
kennengelernt und sich auch Medienkompetenz bei der Beurteilung von
Medienqualität angeeignet“, erklärt die Initiatorin Prof. Dr. Petra Grimm.

Seit 2003 verleiht eine studentische Jury den META. Die "MediaCharta“, ein
eigens für die Auszeichnung entwickelter Kriterienkatalog, bildet die
Bewertungsgrundlage, anhand derer die journalistischen Beiträge bewertet
und schließlich die Gewinner gekürt werden. Der META wird dieses Jahr zum
18. Mal verliehen. 2011 wurde das Projekt mit dem baden-württembergischen
Landeslehrpreis ausgezeichnet.

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