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Römischer Netzbecher: In Frankreich ausgegraben – in Mainz von Spezialisten am RGZM restauriert

Feierliche Übergabe im Museum für Antike Schifffahrt. Dr. Constanze Höpken (Landesdenkmalamt Saarland), Christian Eckmann (RGZM), Generaldirektorin Prof. Dr. Alexandra W. Busch (RGZM), Dr. Carole Fossurier und Nicolas Tisserand (Inrap) (v.l.n.r.).  D.v. Goddenthow
Feierliche Übergabe im Museum für Antike Schifffahrt. Dr. Constanze Höpken (Landesdenkmalamt Saarland), Christian Eckmann (RGZM), Generaldirektorin Prof. Dr. Alexandra W. Busch (RGZM), Dr. Carole Fossurier und Nicolas Tisserand (Inrap) (v.l.n.r.). D.v. Goddenthow

Fünf Monate dauerte die komplexe Bearbeitung eines spätrömischen
Diatretglases durch die Restaurierungswerkstätten am Römisch-Germanischen
Zentralmuseum, Leibniz Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM). Der
stark fragmentierte, aber nahezu vollständig erhaltene, gläserne
Netzbecher stammt aus spätrömischer Zeit und wurde 2020 bei
Grabungsarbeiten im französischen Autun entdeckt. In einer Feierstunde am
7. Oktober 2021 gab die Generaldirektorin des RGZM, Prof. Dr. Alexandra W.
Busch das einzigartige Glasgefäß zurück in die Obhut von Dr. Carole
Fossurier und Nicolas Tisserand des Institut National de Recherches
Archéologiques Préventives (Inrap).

Außergewöhnlicher Fund und Erhaltungszustand

„Im Frühjahr erhielten wir eine Anfrage der verantwortlichen Kolleginnen
und Kollegen aus Frankreich, die um Unterstützung bei der Restaurierung
baten. Wir waren von dem außergewöhnlichen Fund, dem Erhaltungszustand und
dem Kooperationsangebot sofort begeistert“, erinnert sich Alexandra W.
Busch. „Mitarbeiterinnen des RGZM haben in den letzten anderthalb
Jahrzehnten zahlreiche Diatretgläser restauriert und beforscht und sich
somit eine exzellente Expertise für dieses Unterfangen erworben.” ergänzt
Busch. „Dass dieses bedeutende Kulturgut Frankreich überhaupt verlassen
durfte, ist wirklich eine Besonderheit. Wir freuen uns sehr über das große
Vertrauen, das in unsere Arbeit gesetzt wurde“, so die Generaldirektorin
des RGZM zu den französischen Gästen bei der Feierstunde im Museum für
Antike Schifffahrt.

Nicolas Tisserand, der mit der wissenschaftlichen Bearbeitung beauftragte
Archäologe des Inrap, zeigt sich hocherfreut über das gelungene Ergebnis:
“Die Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen des RGZM verlief
hervorragend und die Qualität der geleisteten Arbeit, insbesondere von
Katja Broschat, der Spezialistin für diese Gläser ist wirklich
erstklassig. Dass wir sie und Frau Dr. Höpken vom Landesdenkmalamt des
Saarlands für eine wissenschaftliche Zusammenarbeit gewinnen konnten,
freut mich sehr.”
“Dieser besondere Fund hat uns alle sehr überrascht, und wir sind überaus
gespannt, wie sich die Forschungsergebnisse in die Gesamtbetrachtung der
Nekropole einfügen.” ergänzt Carole Fossurier, die die Ausgrabungen im
vergangenen Jahr leitete.

Das “reparierte” C

Bei dem Gefäß handelt es sich um eine Schale, deren Glaskörper von einem
filigranen gläsernen Netz und einem sogenannten Kragen mit
Eierstabverzierung sowie einer Inschrift umfangen wird. In elegant
gestalteten Buchstaben ist in Latein zu lesen „VIVAS FELICITER“ - „Lebe
glücklich“.

Bei der Untersuchung der kunstvoll gearbeiteten Dekoration fiel ein
ungewöhnliches Detail auf: Bereits in der Antike gingen Teile des
Buchstabens „C“ aus der Inschrift verloren. „Ganz offensichtlich hat man
sich aber um eine Korrektur des Schadens bemüht“, erklärt Christian
Eckmann, Leiter des Kompetenzbereichs Restaurierung und Konservierung
(RGZM). Die Untersuchung ergab, dass vermutlich heißes Glas aufgeschmolzen
und dieses nach dem Erkalten erneut in Form des Buchstabens „C“
geschliffen wurde. Dieses Verfahren erwies sich jedoch als wenig
erfolgreich, denn „bereits vor der Beigabe des Diatretglases in das Grab
ging der Buchstabe, vermutlich aufgrund thermischer Spannungen, erneut
verloren“, erläutert Christian Eckmann und ergänzt: „Dieses Gefäß ist
wirklich eine kleine archäologische Sensation. Von den heute bekannten
Diatretgläsern ist ein Großteil lediglich in Form einzelner oder einer
geringen Zahl von Fragmenten erhalten. Auf einen solchen Fund mussten wir
daher auch lange warten, ein im Erhaltungszustand vergleichbares
Diatretglas wurde zuletzt vor über 45 Jahren in Montenegro entdeckt!“

Filigranes Luxusgefäß aus der spätrömischen Zeit

Diatretgläser gehörten zu den ultimativen Luxusgütern der römischen Elite
und ihre Fundorte liegen weit verstreut zwischen England und Tunesien,
zwischen Portugal und Afghanistan. Bislang sind etwa 100 dieser filigranen
Gefäße bekannt, aber nur wenige weisen einen derart guten
Erhaltungszustand auf, wie das Exemplar aus Autun. Es stammt aus einer
Bestattung einer ab dem 3. Jh. n. Chr genutzten spätrömischen Nekropole
aus dem Umfeld der antiken Stadt Augustodunum. Das Diatretglas war das
einzige erhaltene Objekt in einem der Sarkophage, deponiert im Bereich der
Füße des Bestatteten.

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Die Straße der Zukunft ist digital" - Interview mit Prof. Alois Knoll

Walter Zimmer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Providentia++  Sebastian Kissel / TUM
Walter Zimmer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Providentia++ Sebastian Kissel / TUM

Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat in den Projekten
Providentia und Providentia++ vielbefahrene Straßen mit modernster
Sensortechnik ausgestattet. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) werden
die Daten zu einem digitalen Zwilling verarbeitet, der ein Abbild der
realen Verkehrssituation darstellt. Projektleiter Alois Knoll, Professor
für Robotik, Künstliche Intelligenz und Echtzeitsysteme, erläutert im
Interview die Vision dahinter – und was getan werden muss, um beim Thema
digitale Mobilität zukunftsfähig zu bleiben.

Herr Prof. Knoll, im Forschungsprojekt Providentia hat Ihr Team einen
Abschnitt der A9 bei München mit Radarsystemen und Kameras ausgestattet,
im aktuellen Nachfolgeprojekt Providentia++ eine vielbefahrene Kreuzung im
Ortsgebiet Garching-Hochbrück. Inwiefern trägt das zum Verkehr von Morgen
bei?

Die Sensoren, die auf Schilderbrücken und Masten in etwa zehn Metern Höhe
angebracht sind, liefern von dort oben einen sehr guten Überblick über das
aktuelle Geschehen auf der Straße. Dabei erfassen sie die genauen
Positions- und Geschwindigkeitsdaten jedes Verkehrsteilnehmers. Eine KI
klassifiziert die Objekte und stellt dann anhand dieser Daten einen
digitalen Zwilling her, also ein virtuelles Abbild des realen
Verkehrsgeschehens.

Kommt es zu einem sicherheitskritischen Vorfall wie etwa einem plötzlichen
Unfall oder Stau, kann diese Information in Echtzeit an jedes vernetzte
Fahrzeug übermittelt werden. So können gefährliche Situationen im Voraus
erkannt und Fahrzeuge rechtzeitig gewarnt werden. Auch der Verkehrsfluss
kann verbessert werden, indem die Technologie beispielsweise die optimale
Spur für ein besseres Vorankommen empfiehlt. Deswegen auch der Name:
Providentia ist die römische Göttin der Vorsehung. Zum anderen steht der
Name für Proaktive Videobasierte Nutzung von
Telekommunikationstechnologien in innovativen Autoverkehr-Szenarien.

Das klingt tatsächlich nach einem großen Mehrwert, eigentlich auch für
Fahrerinnen und Fahrer nicht autonomer Fahrzeuge.

Das stimmt, zum Beispiel, wenn man die Informationen des digitalen
Zwillings so leitet, dass die-se direkt per 5G Netz im Smartphone ankommen
– und das hat ja heute fast jeder an seiner Windschutzscheibe hängen.
Möglich wäre auch, dass man die Infos in das Navigationssystem der
Fahrzeuge einspeist und dieses dann akustische und virtuelle Warnsignale
abgibt. Im Falle eines voll autonom fahrenden Fahrzeugs der Stufe fünf
wäre es zudem möglich, dass die Technik direkt eingreift, indem das
Fahrzeug in einer kritischen Situation automatisch abbremst oder
ausweicht.

Was aber passiert, wenn ein Fehler auftritt und das System plötzlich
aussetzt ?

Hier muss zwischen Ausfall der Fremdsteuerung und böswilliger
Fehlsteuerung unterschieden werden. Ersteres kann und muss jedes autonom
fahrende Fahrzeug tolerieren, das heißt, es muss in jedem Fall eine
Eigenintelligenz besitzen, sodass es gefahrlos bremsen oder zum Stehen
kommen kann. Bei einem böswilligen Eingriff von außen durch Hacker oder
ähnliches sollte das Fahrzeug in der Lage sein, zu überprüfen, ob die
Informationen, die es erhält, tatsächlich zum Verkehrsgeschehen passen.
Durch die hochsichere Verschlüsselung der Daten und die Sicherung der
Systemzugangspunkte sollte ein Eingriff von außen aber gar nicht erst
möglich sein.

Was sagen Sie Menschen, die Angst vor Überwachung haben? Die Daten der auf
der Straße fahrenden Autos werden schließlich aufgezeichnet und
verarbeitet.

Unsere Forschung folgt zu jeder Zeit der Datenschutz-Grundverordnung,
sensible Daten wie Kennzeichen der Autos werden nicht aufgezeichnet. Auch
Gesichter von Fahrzeug-Insassen sind auf unseren Aufnahmen nie zu
erkennen, obwohl theoretisch die Möglichkeit dazu besteht. Ich möchte
betonen: Die Vorteile, die wir durch Providentia bereitstellen können,
überwiegen die unwahrscheinlichen Risiken eines Daten-Missbrauchs. In
Deutschland kommen jährlich tausende Menschen bei Verkehrsunfällen um oder
verletzten sich schwer. Diese Zahlen könnten wir senken! Ich bin
überzeugt: Die Straße der Zukunft muss digital sein. Damit erreichen wir
mehr Sicherheit, mehr Transparenz sowie mehr Optimierung und Komfort.

Wie könnte der Weg hin zu einer digitalen Straße aussehen?

Zunächst hat die TUM in Ottobrunn seit kurzem ein Testfeld, auf dem wir
weitere Erfahrungen zur direkten Kopplung von Infrastruktur mit Fahrzeugen
sammeln können. Es ist allerdings not-wendig, dass wir baldmöglichst
hinaus auf die Straße kommen. Nur so lernen wir, wie man zu-verlässige
Systeme unter realen Bedingungen und mit realen Passagieren betreiben
kann. Mein Vorschlag wäre die Einrichtung eines autonomen Shuttles
zwischen Garching-Forschungszentrum und Garching-Hochbrück. Ich denke an
einen Shuttle, der nicht nur mit 20 km/h dahinkriecht, sondern ganz normal
im Verkehr mitfließt. Ich finde, man muss auch mal was wagen, wenn die
Forschung überhaupt einen Sinn haben soll. Um das zu erreichen ist eine
adäquate Unterstützung der Infrastruktur durch Sicherheitssysteme wie
Providentia++ sinnvoll. Letztlich wollen wir ja so viele Lebensbereiche
wie möglich automatisieren, allen voran den öffentlichen Nahverkehr. Das
wird nur mit einer leistungsstarken, digitalen Infrastruktur wie sie
Providentia++ im kleinsten Maßstab geschaffen hat, möglich sein.

Welchen Wunsch haben Sie an die Politik?

Man sollte viel stärker in den Bereich digitale Mobilität investieren und
diese Vision Schritt für Schritt umsetzen. In München, der Stauhauptstadt
Deutschlands, sehe ich einfach zu wenig Fortschritt. Wir haben ein
Nahverkehrssystem, das an die Grenzen seiner Kapazität stößt,
unzuverlässig und nicht gerade up-to-date ist. Wenn München die
Technologiehauptstadt Europas sein soll, dann sollte es auch möglich sein,
ein vernünftiges, IT-basiertes und intelligent gesteuertes
Nahverkehrssystem aus unterschiedlichsten Vehikel-Typen einzurichten, das
mit dem Individualverkehr über ein “City-Brain“ verknüpft ist und dafür
sorgt, dass bei Minimierung von Energieverbrauch und Emissionen ein
Maximum an Komfort erzielt wird und dabei obendrein verspricht, dass ein
Passagier garantiert nicht schneller von A nach B kommen kann, als von
diesem System vorgeschlagen und angeboten.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Wir sind mit unserer Technologie so weit, dass wir daraus ein in der
Praxis einsetzbares System entwickeln können. Das müsste dann natürlich
die Industrie aufgreifen, die TUM selbst ist ja kein Hersteller
verkehrstechnischer Infrastruktur. Dann bräuchte man staatliche Programme,
um zumindest an neuralgischen Punkten größere Sensor-Installationen
vorzunehmen, in München wäre etwa der mittlere Ring vorstellbar. Hier
kommt es während der Rush Hour täglich zu immensen und nervenaufreibenden
Staus – Providentia könnte den Verkehrsfluss optimieren, weil es unter
anderem die Wellenbewegungen berechnen kann. Um das umzusetzen, müssten
aber die Städte bzw. der Staat insgesamt gezielt ihre Nachfragemacht
einsetzen, um einen Strukturwandel einzuleiten – so wie es vor langer Zeit
mit dem Straßen-, Eisenbahn- und Autobahnbau, und der „autogerechten
Stadt“ auch geschah. Jetzt haben wir mit der Informationstechnik riesige
Möglichkeiten, die Städte wieder menschengerecht zu machen und dabei ganz
neue Industrien zu schaffen. Sie sehen, wir haben noch viel vor. Aber wir
müssen es auch machen.

Mehr Informationen:

•       Providentia ist ein Forschungsprojekt, das seit Anfang 2017 vom
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert
und seit Anfang 2020 vom Lehrstuhl für Robotik, künstliche Intelligenz und
Echtzeitsysteme am Institut für Informatik der Technischen Universität
München als Konsortialführer unter dem Namen Providentia++ fortgesetzt
wird. Dessen Ziel besteht darin, Informationsflüsse zwischen Fahrzeugen
und Infrastruktur am Rande der Autobahn A9 bis hinein in den urbanen
Bereich zu erforschen, einen digitalen Zwilling der aktuellen
Verkehrssituation zu schaffen und daraus Mehrwertdienste zu entwickeln.
Website: https://innovation-mobility.com/

•       An der TUM wird in diversen Projekten zum Thema autonomes Fahren
geforscht. Der Lehrstuhl für Robotik, Künstliche Intelligenz und
Echtzeitsysteme arbeitet dabei eng zusammen mit Markus Lienkamp, Professor
für Fahrzeugtechnik, Klaus Bogenberger, Professor für Verkehrstechnik und
Jörg Ott, Professor für Connected Mobility.

•       Die Technische Universität München (TUM) und die Industrieanlagen-
Betriebsgesellschaft mbH (IABG) haben im September in Ottobrunn ein neues
Testfeld für intelligente Mobilitätskonzepte in Betrieb genommen (vgl.
https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36906).
Auf der vom Bayerischen Verkehrsministerium geförderten Versuchsanlage
erforschen sie das Zusammenwirken zukünftiger, autonomer Verkehrssysteme
sowie deren sicheren und standardisierten Betrieb.

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Renten steigen um mehr als 5 %

Renten steigen um mehr als 5 %
Renten steigen um mehr als 5 %

Das Rentner seit langem die Benachteiligten sind wissen sicherlich viele Menschen. In Deutschland müssen viele Menschen sich Unterstützung holen, damit sie überhaupt ihre Fixkosten decken können. Immer wieder findet man Menschen, die jahrelang hart gearbeitet haben, die in Mülltonnen nach Leergut suchen vor. In so einem Moment fragt sich die jüngere Generation natürlich, wo das noch hinführen soll. Muss man Angst um seine Rente haben? Ist es nicht vielleicht sinnvoller privat zu sparen? Jetzt gibt es eine Neuigkeit, die viele Rentner begeistern dürfte, denn die Renten sollen um mehr als 5 % steigen. Eine so große Steigerung gab es sehr lange nicht. Wie sieht es dann aber mit den Steuern aus? Haben Rentner durch die Rentenanpassung letztendlich weniger Geld zur Verfügung als vorher?

Der Rentenversicherungsentwurf besagt, dass die Renten bereits ab Juli 2022 ansteigen sollen. In Westdeutschland werden die Renten um 5,2 % erhöht und in Ostdeutschland um 5,9 %. Hiermit ist die Rede von einer Erhöhung, die das letzte Mal vor rund 40 Jahren stattgefunden hat. Die durchschnittliche Rente eines Mannes in Deutschland liegt zurzeit bei etwa 1180 Euro und bei Frauen bei durchschnittlich 770 Euro. Bei den Lebenshaltungskosten, die zurzeit ja auch noch steigen, ist es einer alleinstehenden Frau kaum noch möglich ein unbeschwertes Leben führen zu können. Viele Jahre hat man hart gearbeitet, sich eventuell um die Kinder gekümmert und kann seinen Ruhestand noch nicht einmal unbeschwert genießen. Ein Urlaub, für viele Rentner heute gar nicht mehr möglich. Zahlreiche ältere Menschen leben heute in einer kleinen Wohnung, müssen Tag für Tag ums Überleben kämpfen. Kann hier eine Rentenanpassung von etwa 5 % eine Erleichterung bedeuten? Einige Menschen versuchen ihr Glück auf https://handycasinos24.com/casino-ohne-limit. Sie benötigen zum einen etwas Abwechslung und zum anderen hoffen sie, dass das Konto etwas aufgebessert werden kann.

Warum werden die Renten plötzlich so stark angepasst?

Selbstverständlich freuen sich viele Menschen darüber, dass die Renten steigen, doch fragt man sich auch, warum ausgerechnet jetzt? Was steckt dahinter und hat die Anpassung wirklich nur Vorteile oder gibt es auch versteckte Nachteile? Der Staat spricht hier von einer sozialen Chancengleichheit. Die Ampelkoalition hat sich zusammengesetzt und auf insgesamt fünf Punkte geeinigt. Es soll die Altersarmut minimiert werden und alle Menschen sollen auch im Alter ihren Wohlstand behalten können. Eine schöne Sache, wenn dies wirklich der Fall ist. Die Verhandlungen sind jedoch noch in vollem Gange, aber es soll positiv für die Bürger und Bürgerinnen entschieden werden.

  • Das Renteneintrittsalter soll nicht, wie erst überlegt, angehoben werden
  • Hartz IV soll durch ein Bürgergeld ersetzt werden
  • Ruheständler sollen eventuell im Jahr 2023 eine Rentenerhöhung erhalten
  • Das Rentenniveau soll bis schätzungsweise 2025 bei 48 % bleiben
  • Höhere Beitragssätze sind momentan noch nicht geplant

Sich endlich mal etwas leisten können, endlich mal ein Eis im Sommer mit Freunden essen oder die Möglichkeit auf einen Urlaub zu sparen, eine Wunschvorstellung für viele Rentner. Wer viele Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, schwer arbeiten war und die Familie ernährt hat, der freut sich auf seinen Ruhestand. Bislang gab es diesbezüglich jedoch nicht viel Freude, denn die Rente viel einfach zu gering aus. Ein alleinstehender Rentner oder eine alleinstehende Rentnerin hatten es sehr schwer. Viele ältere Herrschaften mussten trotz Rente, noch einige Stunden in der Woche arbeiten, damit sie überhaupt ihr Leben bestreiten konnten.

Steuern auf die Rente zahlen, wo gibt es denn so was?

Es ist eigentlich unglaublich: Da hat man jahrelang Steuern auf seinen Verdienst gezahlt und nun muss man auch noch Steuern auf die Rente bezahlen. Ist die Wirtschaft so kaputt, dass das wirklich nötig ist? Seit dem Jahr 2005 müssen Rentner 50 % von ihren Alterseinkünften versteuern. Ab dem Jahr 2006 bis zum Jahr 2020 heißt es, dass Rentner jährlich 2 % mehr Steuern zahlen müssen und ab dem Jahr 2021 sollen es nur noch 1 % pro Jahr sein. Die Renten werden zunehmend besteuert, aber dafür ist die Rede davon, dass die Aufwendungen für die Altersvorsorge zunehmend steuerfrei werden sollen.

Wie genau die Renteneinkünfte besteuert werden, ist immer abhängig von dem Jahr, in dem man seine Rente antritt. Musste man im Jahr 2005 noch 50 % seiner Rente versteuern, so muss man im Jahr 2020 bereits 80 % von dieser versteuern. Im Jahr 2040 ist die Rede davon, dass die Renteneinkünfte zu 100 % versteuert werden müssen. Bleibt denn da überhaupt noch etwas übrig? Es gibt jedoch einen kleinen Lichtblick für alle Rentner, die bis zum Jahr 2039 in Rente gehen. Es ist die Rede von einem Freibetrag. Ein Teil der Rente muss nicht versteuert werden. Wie hoch dieser ausfällt, ist von Fall zu Fall oder von Rentner zu Rentner unterschiedlich. Eines ist jedoch sicher, dieser Freibetrag darf dann auch in der Zukunft nicht mehr besteuert werden.

Sollte jeder Bürger rechtzeitig ein Sparschwein aufstellen?

Sparsam zu leben, noch während man arbeitet und sich etwas Geld zurückzulegen, dass kann niemals verkehrt sein. Wer die Möglichkeit hat zu sparen, der sollte dies auch machen. Einen sogenannten Notgroschen zu haben bedeutet auch im Alter eine große Erleichterung. Eine geringe Rente zu erhalten, bedeutet für viele Menschen, sich im Alter einschränken zu müssen. Hat man bereits frühzeitig damit angefangen etwas Geld zurückzulegen, so kann man wenigstens ein bisschen unbeschwerter in den Ruhestand gehen und diesen genießen. Im Alter haben sich alle Menschen eine Erholung verdient.

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BUILT TOGETHER – die Jubiläumsaustellung der Architekturfakultät der Hochschule München

Mit einer Ausstellung der Studierenden feiert die Architekturfakultät ihr
Jubiläum.

Im Studienjahr 2021/22 feiert die Hochschule München nicht nur einen,
sondern gleich zwei runde Geburtstage: den 50. Jahrestag der Gründung der
Hochschule München und den 200. Gründungstag der Vorgängerinstitution
„Königliche Baugewerkschule“, die bereits in den 1820er Jahren in München
ihren Unterricht für junge Bauhandwerker aufnahm.

Die Ausstellung als Studierendenprojekt
Aus diesem Anlass organisierte die Architekturfakultät der HM 2021 ein
Masterseminar zur Planung einer Jubiläumsausstellung. Unter der Leitung
der Kuratoren Teresa Fankhänel und Stefan Gruhne arbeiteten die 34
TeilnehmerInnen daran, dem Jahrestag der Hochschule einen würdigen Rahmen
zu geben, der die Sicht der Studierenden auf ihre Hochschule und deren
Geschichte, Gegenwart und Zukunft widerspiegelt.

Über vierzehn Wochen hinweg beschäftigten sich die Studierenden mit der
Organisation und inhaltlichen Gestaltung der Ausstellung. Sie
recherchierten die Historie der Hochschule München, begaben sich auf die
Suche nach geeigneten Exponaten und feilten an einer stimmigen Story, die
sowohl erfahrenen HochschullehrerInnen, KommilitonInnen als auch
Studieninteressierten und der breiten Öffentlichkeit die traditionsreiche
Geschichte des Hauses näherbringt. In zwei Wettbewerben entwarfen sie
detaillierte Ausstellungskonzepte und gestalteten
Ausstellungsarchitekturen, die sie einer Jury aus ProfessorInnen und
externen ExpertInnen präsentierten.

Konzept der Jubiläumsausstellung
Das von den Studierenden ausgewählte Konzept erzählt ausschnitthaft
mittels ausgewählter Modelle, Zeichnungen und Projekte, wie sich die
Hochschule von der ersten Bauschule Deutschlands zu einer modernen
Forschungseinrichtung entwickelte. Anhand der drei heutigen Baufakultäten
der Hochschule – den Fakultäten für Architektur, Bauingenieurwesen und
Geoinformation – zeigt die Schau, wo die jeweiligen Stärken der einzelnen
Berufsbilder liegen, aber auch, was ihre Gemeinsamkeiten sind. Aktuelle
Forschungsarbeiten, die nach der Tradition der Hochschulen für angewandte
Wissenschaften immer in enger Zusammenarbeit mit den Studierenden
entstehen, sind genauso Teil der Ausstellung, wie ein historischer
Überblick über Studienarbeiten seit der vorletzten Jahrhundertwende: vom
bekannten Münchner Gartenstadtarchitekt Bernhard Borst und seinem
Zeitgenossen Johann Jahn, über Arbeiten aus den Vorgängerinstitutionen in
der Nachkriegszeit bis hin zu aktuellen, wegweisenden Studienprojekten.
Die Fragen der Zukunft, von Nachhaltigkeit und Klimawandel bis hin zur
voranschreitenden Digitalisierung, beschäftigen die ProfessorInnen und
Studierenden in aktuellen Projekten aus Nah und Fern: in der digitalen
Vermessung und Modellierung einer Alpenhöhle genauso wie in einem
DesignBuild-Projekt in Mexico.

Der Titel BUILT TOGETHER
Der Titel der Ausstellung BUILT TOGETHER spielt sowohl auf die gemeinsamen
Wurzeln der drei Baufakultäten im früheren Beruf des so genannten
Baumeisters an als auch auf die vielen am Aufbau der Hochschule über die
letzten zwei Jahrhunderte beteiligten Lehrenden und Studierenden.
Gleichsam ist er auch als Appell für die Zukunft gedacht, um die großen
Herausforderungen zu meistern, die auf die Bauindustrie zukommen: build
together – baut gemeinsam!

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters
Dieter Reiter der Landeshauptstadt München.

Zeit: Ausstellungsdauer: 11.-21. November 2021
Ort: Lichthof, Fakultät für Architektur, Karlstraße 6

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