Qualitativ überzeugender Journalismus gepaart mit den digitalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sind die Ziele eines neuen Studiengangs „Digitaler Qualitätsjournalismus“ an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Foto: WH/JPR
Um die Zukunft verlässlicher Berichterstattung geht es in dem neuen Masterstudiengang „Digitaler Qualitätsjournalismus“ in Gelsenkirchen. Um nichts Geringeres als um die Zukunft des Journalismus geht es an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen seit diesem Wintersemester in dem neuen Master-Studiengang „Digitaler Qualitätsjournalismus“. „Die Zukunft der Berichterstattung braucht professionelle journalistische und digitale Arbeitsweisen, um Nutzern und Nutzerinnen verlässliche und vertrauenswürdige Informationen für ihr Leben zu liefern“, davon ist Prof. Dr. Matthias Degen, Direktor des Instituts für Journalismus und Public Relations, überzeugt. „Vor dem Hintergrund der Entgrenzung der Kommunikation durch das Internet, der veränderten Wahrnehmung von Journalismus in der Gesellschaft oder auch neuer digitaler Ausspielwege braucht es journalistische Profis, die mit den Herausforderungen der Digitalisierung genauso vertraut sind wie mit den Kompetenzen eines analysierenden und reflektierenden Qualitätsjournalismus.“ In vier Semestern lernen die Studierenden unter anderem digitale Recherche, Datenauswertung und audiovisuellen Journalismus. Das Studium erfolgt in einer Mischung aus Präsenz an der Hochschule und digitalen Online-Lehrformaten, die damit auch örtlichen und zeitlichen Raum für eine begleitende Arbeitstätigkeit lassen. Das Studium ist stark praxisbezogen: Professoren und Professorinnen vermitteln die Studieninhalte vor allem in Projektmodulen, Experten und Expertinnen aus Nachrichtenredaktionen und der Formatentwicklung begleiten das Studium als Lehrbeauftragte. Bereits im dritten Semester stehen eine wissenschaftliche und eine praktische Abschlussarbeit auf dem Lehrprogramm. Das vierte Semester ist ein Praxissemester, das eine Brücke ins Berufsleben baut.
VDMA-Bildungsreferent und Projektleiter Michael Patrick Zeiner übergibt das Maschinenhaus-Zertifikat an die Hochschule Coburg Natalie Schalk
Erfolgreiche Kooperation: Die Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik der Hochschule Coburg und der VDMA präsentieren die Ergebnisse des gemeinsamen Maschinenhaus-Transferprojekts. Ein neues interdisziplinäres Projekt im ersten Semester verknüpft das Wissen der Grundlagen- Lehrveranstaltungen und setzt es praktisch um: Das ist eines der Ergebnisse des Maschinenhaus-Transferprojekts, die heute im Abschlussworkshop präsentiert wurden. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) arbeitete über zwei Jahre mit der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik der Hochschule Coburg zusammen. Ziel des VDMA ist, den Studienerfolg in den Ingenieurwissenschaften zu erhöhen sowie Hochschulen in der Lehre zu beraten und zu unterstützen.
Die Fakultät ist mit einer Leitfrage angetreten: Wie können wir mit den Unterschieden beim Vorwissen der Studienanfängerinnen und -anfänger besser umgehen? Zu dieser Leitfrage fanden im Rahmen des Transferprojekts mehrere Workshops mit Studiengangsverantwortlichen, Lehrenden, Studierenden und Industrievertretern statt. Die Workshops begleiteten Experten des VDMA und des HIS-Institutes für Hochschulentwicklung (HIS-HE). Uwe Krüger von HIS- HE erklärt: „Ingenieurmäßiges Denken und Herangehen an praktische Aufgabenstellungen kann und sollte bereits im Studium geübt werden. Dies direkt ab Studienbeginn zu ermöglichen, motiviert und fördert die Orientierung bei Studienanfängerinnen und -anfängern“.
Der Studiendekan der Fakultät, Prof. Dr. Ralf Reißing, lobt die Beratung durch VDMA und HIS-HE: „Durch die bereits durchgeführten Transferprojekte verfügen die Beratenden über viel Erfahrung. Sie wissen, wie andere Hochschulen die Herausforderungen in der Gestaltung der Studiengänge praktisch gelöst haben.“ Die Lösungen der anderen Hochschulen halfen der Fakultät, neue Konzepte zu entwickeln. „Wir konnten Ideen übernehmen und haben über den Kontakt zu den anderen Hochschulen auch weitere Unterstützung bekommen.“
In den Workshops haben sich die Grundlagen-Lehrveranstaltungen als wichtigstes Handlungsfeld herauskristallisiert. Es geht darum, ihre Notwendigkeit in den ersten Semestern zu verdeutlichen, die Querbeziehungen der Veranstaltungen untereinander aufzuzeigen und die praktische Anwendbarkeit zu demonstrieren. Als didakti-sches Mittel dazu wird im ersten Schritt im Wintersemester 2021/22 ein einwöchiges, studiengangsübergreifendes Projekt im ersten Semester der Bachelorstudiengänge Maschinenbau und Automobiltechnologie etabliert. Es verbindet Kompetenzen aus allen Grundlagenlehrveranstaltungen des ersten Semesters miteinander und verdeutlicht die praktische Anwendbarkeit.
Mit den geplanten Studiengangsreformen beider Bachelorstudiengänge im Folgejahr soll das Projekt als eigenständige Lehrveranstaltung etabliert werden. Das Projekt bezieht neben dem ersten Semester auch das dritte Semester ein. So soll ein interdisziplinärer Erfahrungstransfer von den höheren Semestern zu den Erstsemestern hergestellt und die persönliche Vernetzung untereinander intensiviert werden.
Michael Patrick Zeiner, VDMA-Bildungsreferent und Projektleiter des Maschinenhauses, betont die gute Zusammenarbeit und das Engagement der Hochschule. „Ich bin überzeugt davon, dass die eingeleiteten Maßnahmen die Motivation der Studierenden erhöhen und die Anzahl der Studienabbrüche am Hochschulstandort Coburg reduzieren wird.“ Er überreichte zum Abschluss des Projekts der Fakultät für Maschinenbau und Automobiltechnik das „Maschinenhaus-Zertifikat“. Die Hochschule Coburg hat damit als 54. Fachbereich in Deutschland das Maschinenhaus-Transferprojekt erfolgreich abgeschlossen.
Hintergrund-Information:
Über die VDMA-Initiative „Maschinenhaus – Plattform für innovative Lehre“ Mit der Maschinenhaus-Initiative unterstützt der VDMA seit 2013 Fakultäten und Fachbereiche des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und der Informatik bei der Weiterentwicklung der Lehre und der Erreichung von mehr Studienerfolg. Das Maschinenhaus versteht sich dabei als „Plattform für innovative Lehre“, die Akteure aus Hochschulen, Politik und Unternehmen miteinander vernetzt. Damit soll den hohen Studienabbruchquoten in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen entgegengewirkt und ein qualitativ hochwertiges Ingenieurstudium sichergestellt werden.
In aktuell 62 laufenden oder bereits abgeschlossenen Transferprojekten im gesamten Bundesgebiet gelangt die Theorie in die Praxis und in individuellen Workshops wird der Status quo der Lehre analysiert und neue Maßnahmen konzipiert. Bereits erfolgreich praktizierte Good-Practice- Beispiele innovativer Hochschullehre sammelt die Maschinenhaus-Initiative in einer Toolbox.
Alle weiteren Informationen zur Maschinenhaus-Initiative und dem Hochschul-Engagement des VDMA finden Sie unter vdma.org/ingenieurausbildung.
Über die Hochschule Coburg Mit ihren 5.300 Studierenden in 44 Bachelor- und Masterstudiengängen gehört die Hochschule Coburg zu den mittelgroßen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Die Studienangebote umfassen die Bereiche Angewandte Naturwissenschaften, Bauen und Design, Wirtschaftswissenschaften, Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau und Automobiltechnik sowie Soziale Arbeit und Gesundheit. Die Hochschule Coburg steht für ein praxisnahes Studium, das sehr interdisziplinär ausgerichtet ist. Die Studierenden arbeiten in kleinen Gruppen über Fächergrenzen hinweg an praxisrelevanten Fragestellungen. In alle Bachelorstudiengänge ist ein Praxissemester integriert, in dem die Studierenden bereits während des Studiums den beruflichen Alltag kennenlernen. Durch ein Duales Studium lässt sich darüber hinaus der Praxisanteil zusätzlich erhöhen. Das Studium an der Hochschule Coburg hat einen sehr familiären Charakter. Erfahrene Studierende helfen ihren jüngeren Kommilitoninnen und Kommilitonen, sich an der Hochschule zurechtzufinden. Spezielle Serviceeinrichtungen beraten bei Schwierigkeiten im Studium.
Bereits zum 3. Mal fand am 7. September der Online-Stammtisch der Lebensmittelverfahrenstechnik statt. Zu dieser Veranstaltung laden seit diesem Jahr Frau Prof. Dr. Birgit Zimmermann (Studiengangleiterin) und Frau Stefanie Schönberger (Dozentin) regelmäßig alle Studierenden und Interessenten des Studiengangs herzlich ein und auch diesmal nahmen viele Neugierige an dem Online-Stammtisch teil.
Nach einer Begrüßung und einer kurzen Vorstellungsrunde berichtete Thomas Aul, der externe Referent für diesen Abend, sehr eindrucksvoll und detailliert über seine spannenden Aufgaben bei Tetra Pak in verschiedenen Funktionen und Abteilungen wie etwa im After Sales, in der Entwicklung, im technischen Support und im Training. Die online zugeschalteten Zuhörer hatten nach dem Vortrag des Referenten noch die Möglichkeit, sich in der angeschlossenen Fragerunde über das Arbeitsleben in der Lebensmittelindustrie zu informieren.
Weitere Stammtische sind geplant und werden hier bekanntgegeben.
Dr. Millicent Churcher und Dr. Donal Khosrowi erhielten den Preis, der junge Forscherinnen und Forscher zu ungewöhnlichen Themen ermutigen möchte
Den ISIC-Nachwuchspreis für Forschung zu sozialen und institutionellem Wandel 2021 haben Dr. Millicent Churcher vom Sonderforschungsbereich „Affektive Gesellschaften“ der Freie Universität Berlin und Dr. Donal Khosrowi vom Philosophischen Institut der Universität Hannover erhalten. Der Nachwuchspreis wird vom Wittener Institut für sozialen und institutionellen Wandel (www.uni-wh.de/ppe-isic/) vergeben, das an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) zu Themen im Schnittbereich von Philosophie, Politik und Ökonomie arbeitet. „Unser Institut hat es sich zum Ziel gesetzt, transdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Philosophie, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre zu fördern“, erläutert der Direktor des ISIC, Prof. Dr. Jens Harbecke. „Zugleich geht es uns darum, junge Forscherinnen und Forscher zu unterstützen, die in ihrem Feld neue Wege eingeschlagen und unkonventionelle Ideen beigetragen haben. Der Mut und das Talent, das sich hinter solchen Leistungen verbirgt, möchten wir mit diesem Nachwuchspreis sichtbar machen.“
Dr. Churcher hat an der University of Sydney promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in dem Zusammenhang von sozialen und institutionellen Ungerechtigkeiten und kollektiv geteilten Bildern und Vorstellungen, die sie „Imaginäre“ nennt. Ein von Churcher untersuchter Anwendungsfall sind die Gesetzes-, Verfassungs- und Strukturreformen zur Minderung institutioneller Ausgrenzung und Diskriminierung der Ureinwohner Australiens. Diese sind nach Churcher maßgeblich durch die Imaginären beeinflusst, die nicht-indigene Akteure über indigene Volksgruppen unterhalten. Nicht zuletzt dadurch bleiben die Maßnahmen oft hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zugleich hängt ihr Erfolg von Selbstzuschreibungen und Imaginären der Ureinwohner über die Mehrheitsgesellschaft ab. Churcher erachtet die Bewusstmachung solcher Zusammenhänge als Schlüssel zum Abbau gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten.
In der Forschung von Dr. Khosrowi, der an der Durham University promoviert hat, geht es um die kritische Hinterfragung und Verbesserung von Methoden zur Übertragung wissenschaftlichen Wissens in die Politikgestaltung. Seine Dissertation zeigt im Detail die verschiedenen Fallstricke und Probleme auf, die sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Politikerinnen und Politikern stellen, wann immer sie Wissen aus kontrolliertem Experimenten in die komplexe Welt der politischen Entscheidungen übersetzen wollen. In seinen unterschiedlichen wissenschaftlichen Beiträgen entwickelt der Forscher eine Reihe konstruktive methodische Empfehlungen, um Probleme dieser Art in der Praxis abzumildern.
Die Preisverleihung fand am 18. September im Rahmen der von Wittener Studierenden organisierten Internationalen PPÖ Konferenz (www.ppe- conference.org) statt. Zusätzlich wurde der Preis für den besten studentischen Beitrag zur Konferenz an Lukas Furchs verliehen, der zurzeit ein Promotionsprojekt am Institute for Innovation and Public Purpose des University College London verfolgt. Der ISIC Nachwuchspreis ist mit jeweils 1000,- EUR dotiert, während der beste Konferenzbeitrag mit 500,- EUR prämiert wird. Die Preise werden seit 2015 aus dem Kuratorium der Universität Witten/Herdecke gestiftet.
Weitere Informationen bei Prof. Dr. Jens Harbecke, +49 (0)2302 / 926-511, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Für das Presseteam: Malte Langer, 02302/926-931, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Über uns: Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.700 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.
Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.