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Zurück an den Campus - Das Wintersemester kann mit 3G an der DHBW Karlsruhe in Präsenz stattfinden

Studierende der DHBW Karlsruhe kehren ab diesem Wintersemester auf den Campus zurück.  DHBW KA//fabry
Studierende der DHBW Karlsruhe kehren ab diesem Wintersemester auf den Campus zurück. DHBW KA//fabry

An der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe soll ab diesem
Wintersemester Präsenz wieder die Regel sein.
Fast 18 Monate dauerte der Ausnahmezustand. Lange war für die DHBW-
Studierenden an Normalität nicht zu denken. Wie im klassischen Vollzeit-
Präsenzstudium hat das Coronavirus auch beim dualen Hochschulstudium
Konsequenzen nach sich gezogen. Die vergangenen drei Semester in 2020 und
2021 wurden im Großen und Ganzen als digitales Semester ausgestaltet,
Vorlesungen und Seminare kurzer Hand über die digitalen Wege ins heimische
Wohnzimmer oder an den Küchentisch verlegt.

Ab diesem Wintersemester soll sich das nun wieder ändern: „Präsenz soll
wieder die Regel werden und Onlinelehre eine sinnvolle und notwendige
didaktische Weiterentwicklung. Die Studierenden sollen an die DHBW
zurückkehren und einander begegnen können.“, erklärt der Präsident der
Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Prof. Arnold van Zyl (PhD). „Mit
diesem Impuls wollen wir in das vierte Quartal starten und zu mehr
Normalität zurückkehren."

"Obwohl es gut lief und auch in der virtuellen Lehre und den Online-
Prüfungen das hohe Qualitätsniveau sichergestellt werden konnte, und die
Studierenden sogar noch Zusatzqualifikationen entwickelt haben, wie z.B.
mehr Medienkompetenz, haben sich viele nach einer Rückkehr gesehnt. Eine
Hochschule ist ein Ort der Begegnung", ergänzt der Rektor der DHBW
Karlsruhe Prof. Dr. Stephan Schenkel.

Jetzt geht es wieder zurück auf den Campus. Mit der neuen Corona-
Verordnung hat das Land verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen, damit
das Wintersemester auf Basis der 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet)
wieder in Präsenz stattfinden kann. Durch die neue Verordnung entfällt die
Anforderung an die Einhaltung des Mindestabstandes in den Hörsälen. Das
heißt für den Studienbetrieb an der DHBW Karlsruhe: Präsenz ist der
Standard. Denn die kleinen Studiengruppen – ein Markenzeichen des dualen
Studienkonzepts - erlauben, dass die Raumkapazitäten optimal genutzt
werden können, und dass die Studierenden, die sich in der Theoriephase
befinden auf Basis der 3G – geimpft, genesen, negativ getestet - nahezu
komplett auf dem Campus sein können. Das ist bei anderen Hochschulen nicht
der Fall.

„Der persönliche Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden ist
unglaublich wichtig. Durch die unmittelbare Interaktion untereinander
stellt die Präsenzlehre einen großen Mehrwert dar. Wir freuen uns darauf,
wenn Studierende und Lehrende auf dem Campus wieder persönliche Netzwerke
aufbauen und pflegen können.“, freut sich Professor Schenkel. „Die
Rückkehr auf den Campus ist von großer Bedeutung, denn Studium ist mehr
als die Vermittlung von Wissen.“

Das werden auch die 1100 Studienanfänger*innen zwischen dem 1. und 5.
Oktober an den Immatrikulationstagen erfahren. Die „Erstis“ werden in
ihren Kursen von ihren Studiengangsleitungen begrüßt und erhalten neben
einer Einführung in ihren Studiengang fachübergreifende Informationen zu
den Serviceeinrichtungen und Anlaufstellen an der DHBW Karlsruhe sowie ein
kleines Willkommensgeschenk.

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Warum Konflikte in Unternehmerfamilien unausweichlich sind

Juliane Wegner
Juliane Wegner

Neuer Band der „Schriftenreihe zu Familienunternehmen“ des Wittener
Instituts für Familienunternehmen (WIFU) widmet sich aus
strukturtheoretischer Sicht der Entstehung von Konflikten in
Unternehmerfamilien.

Unternehmerfamilien können aufgrund ihrer besonderen Merkmale zugleich
Chance und Bedrohung für das eigene Unternehmen sein. In ihrer Zeit als
WIFU-Promotionsstipendiatin hat Juliane Wegner diese Ambiguität der
Unternehmerfamilie zum Anlass genommen der Frage nachzugehen, wie die
Entstehung von Konflikten aus strukturtheoretischer Perspektive in diesem
Familientypus erklärt werden kann. Es wird deutlich, dass die
innerfamiliäre Konflikthaftigkeit zwar strukturell angelegt und damit
praktisch unausweichlich ist, der Umgang damit jedoch in jeder Familie
anders sein kann. Empirisch stützt Wegner ihre Aussagen auf drei
Einzelfallanalysen, in die sie Unternehmerfamilien mit jeweils
unterschiedlichen Konflikterfahrungen einbezogen hat. Die Ergebnisse der
Analyse legen Mitgliedern von Unternehmerfamilien nahe, die zwangsläufig
aufkeimenden Konflikte bis zu einem gewissen Grad zuzulassen und sich auf
die Eindämmung möglicher destruktiver Folgen zu konzentrieren. Konkret
empfiehlt die Autorin etwa der übergebenden Generation, den eigenen
Nachkommen ausreichend Entwicklungschancen zu bieten und für ein positives
Familienklima zu sorgen. Auch sollten familiäre Konflikte offen
ausgehandelt werden, um das Risiko für ein Übergreifen in den
Unternehmenskontext möglichst gering zu halten. Der nachfolgenden
Generation rät Wegner dazu, sich mit etwaigen Frustrations- und
Kränkungserfahrungen in der Eltern-Kind-Beziehung eingehend
auseinanderzusetzen. Auf diese Weise ließe sich ein Reflexionsprozess
anstoßen, der den Beteiligten dabei helfen kann, Abstand zu gewinnen und
die Erlebnisse innerhalb gewisser Grenzen für sich selbst relativieren zu
können.

„Konflikte innerhalb der Eigentümerfamilie können immense
volkswirtschaftliche Schäden anrichten, da der Niedergang eines
Unternehmens nicht nur die Familie, sondern auch die Mitarbeiter und deren
Familien mitbetrifft“, erläutert Prof. Dr. Arist von Schlippe, Inhaber des
WIFU-Stiftungslehrstuhls für Führung und Dynamik von Familienunternehmen.
„Frau Wegner hat sich die Konfliktlagen von Unternehmerfamilien sozusagen
unter dem Mikroskop angeschaut. Sie macht deutlich, dass diese zum einen
unausweichlich sind, dass es aber Wege gibt, damit konstruktiv umzugehen.“

Das WIFU beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren mit den Besonderheiten
von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien. Da diese Unternehmensform
ebenso spannend wie komplex ist, nimmt der Umfang der hierzu
herausgegebenen Veröffentlichungen in den letzten Jahren immer stärker zu.
Die seit 2009 erscheinende WIFU-Schriftenreihe soll es ermöglichen,
einzelne Themen in dem erforderlichen und angemessenen Umfang zu
veröffentlichen, ohne dabei Praxisnähe und Verständlichkeit aus den Augen
zu verlieren.

Der 28. Band der Schriftenreihe ist im Verlag V&R unipress als Open Access
Publikation erschienen und über die Verlags-Homepage kostenfrei
erhältlich.

Dr. Ruth Orenstrat , +49 2302 926-506, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Malte Langer, 02302/926-931, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine
Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als
Modelluniversität mit über 2.700 Studierenden in den Bereichen Gesundheit,
Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma
Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit
Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.
Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.
Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) der Fakultät für
Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Witten/Herdecke ist in
Deutschland der Pionier und Wegweiser akademischer Forschung und Lehre zu
Besonderheiten von Familienunternehmen. Drei Forschungs- und Lehrbereiche
– Betriebswirtschaftslehre, Psychologie/Soziologie und
Rechtswissenschaften – bilden das wissenschaftliche Spiegelbild der
Gestalt von Familienunternehmen. Dadurch hat sich das WIFU eine
einzigartige Expertise im Bereich Familienunternehmen erarbeitet. Ein
exklusiver Kreis von rund 75 Familienunternehmen macht dies möglich. So
kann das WIFU auf Augenhöhe als Institut von Familienunternehmen für
Familienunternehmen agieren. Mit derzeit 21 Professoren leistet das WIFU
seit mehr als 20 Jahren einen signifikanten Beitrag zur
generationenübergreifenden Zukunftsfähigkeit von Familienunternehmen.

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querFELDein-Podcast: Neue Folge zur Lichtverschmutzung

In Folge 8 des querFELDein-Podcast widmen sich die Moderatoren Julia Lidauer und Johann Neubert dem Thema Lichtverschmutzung.  NASA
In Folge 8 des querFELDein-Podcast widmen sich die Moderatoren Julia Lidauer und Johann Neubert dem Thema Lichtverschmutzung. NASA

In Folge 7 des querFELDein-Podcasts ging es um das Thema Insektensterben
und welche Rolle die Landwirtschaft dabei spielt. Dieses Mal widmen sich
die Moderatoren Julia Lidauer und Johann Neubert der Lichtverschmutzung,
welche ebenfalls mit dem Insektensterben im Zusammenhang steht.

Gemeinsam mit ihrem Gast, Dr. Franz Hölker vom Leibniz-Institut für
Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), klären sie zunächst, was
Lichtverschmutzung genau bedeutet und sprechen dann über ihre Ursachen und
Folgen sowie mögliche Lösungsansätze, die nicht nur den Insekten, sondern
auch uns Menschen zu Gute kommen.

"Für Insekten werden beleuchtete Straßenreihen zu Barrieren, die sie nicht
so einfach überfliegen können.“ - Dr. Franz Hölker, Ökohydrologe

"Berlin ist wie eine Lichtinsel in einem einigermaßen dunklen
Brandenburg.“ - Dr. Franz Hölker, Ökohydrologe

Der Podcast ist auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts und bei
YouTube verfügbar.

LINK ZUR FOLGE: https://www.quer-feld-ein.blog/episodes/querfeldein-
podcast-folge-8-insektensterben-lichtverschmutzung-wann-ist-zu-viel-licht-
ein-problem


Die Online-Wissensthek „querFELDein“ der Leibniz-Gemeinschaft bündelt
Fakten, News und Ideen rund um die Landwirtschaft der Zukunft. In einem
interaktiven Blog-Format bringt sie dabei Perspektiven aus Forschung,
Praxis und Gesellschaft zusammen und lädt zum Dialog ein. Initiiert vom
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. und gefördert
vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes
Brandenburg (MWFK) wird das Projekt neben dem ZALF unterstützt vom
Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB), dem Leibniz-
Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), dem Leibniz-
Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), dem Leibniz-Institut für
Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP), dem Leibniz-Institut für
Raumbezogene Sozialforschung (IRS), dem Deutschen Institut für
Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), dem Potsdam-Institut für
Klimafolgenforschung (PIK), der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung
Eberswalde (HNEE), der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-
Senftenberg (BTU), dem Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN), dem
Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und
dem Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen
Universität München (LSB): www.quer-feld-ein.blog

Originalpublikation:
https://www.quer-feld-ein.blog/episodes/querfeldein-podcast-folge-8
-insektensterben-lichtverschmutzung-wann-ist-zu-viel-licht-ein-problem

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TUM Boring siegt in Las Vegas

TUM Boring hat in Las Vegas gesiegt
TUM Boring hat in Las Vegas gesiegt

Am Sonntag fand Elon Musks „Not-a-Boring Competition“ in Las Vegas statt.
Acht studentische Teams aus aller Welt traten dort mit ihren
selbstgebauten Bohrmaschinen gegeneinander an. Das Team der Technischen
Universität München (TUM), TUM Boring, schaffte 22 Meter der vorgegebenen
Strecke von 30 Metern und ging damit als klarer Sieger hervor.

Nur zwei Teams bestanden die strengen Sicherheitsprüfungen und durften auf
der gesamten Wettbewerbsstrecke von 30 Metern antreten: TUM Boring und
Swissloop Tunneling (ETH Zürich). Das Schweizer Team wurde allerdings
durch technische Schwierigkeiten ausgebremst und konnte nicht starten.
Klarer Sieger wurde TUM Boring mit 22 Metern gebohrtem Tunnel. Die
restlichen Teams durften wegen der Sicherheitsauflagen lediglich wenige
Meter ihrer Technologie demonstrieren, dabei bohrte MIT Hyperloop III
(Massachusetts Institute of Technology) mit drei Metern die weiteste
Strecke.

„Not-a-Boring Competition“ wird von „The Boring Company“ ausgelobt, ein
Tunnelbau- und Infrastrukturunternehmen, das vom Unternehmer Elon Musk
gegründet wurde. Der Name des Wettkampfs spielt mit der doppelten
Bedeutung des Wortes Boring im Englischen: Es bedeutet sowohl Bohren als
auch langweilig.

Nur zwei Teams schafften die Sicherheitsprüfung

Studentische Teams aus der ganzen Welt werden dabei aufgerufen, einen 30
Meter langen und halben Meter breiten Tunnel mit ihren selbst entwickelten
Tunnelbohrmaschinen (TBM) zu bohren.

Etwa 400 Teams hatten sich mit ihrem Konzept für eine Tunnelbohrmaschine
beworben, 12 wurden ausgewählt – unter anderem die Studierenden der TUM.
Acht Finalisten waren angereist, um in Las Vegas gegeneinander anzutreten.
Wiederum nur zwei Teams wurden nach dem strengen Safety Briefing für die
eigentliche Tunnelbohrung zugelassen.

Bestes Navigationssystem

Neben dem Hauptpreis gewann TUM Boring in der Nebenkategorie für das beste
Navigationssystem. Wie schnell die TBM genau gebohrt hat, können die
Studierenden noch nicht sagen, da die Auswertung der Daten erst in einigen
Tagen vorliegt.

„Wir waren sehr gut vorbereitet“, erklärt Max Herbst, einer der
Projektleiter von TUM Boring. „Ein großer Vorteil für uns war, dass wir
unsere Maschine bereits zwei Wochen vor dem Wettbewerb in Houston testen
konnten.“ Das größte Problem für die Studierenden war die Hitze, durch die
unter anderem die Laptops beeinträchtigt wurden. Das Team musste sich
daher noch auf die Schnelle eine Klimaanlage besorgen.

12 Meter lang, 22 Tonnen schwer

Die Bohrmaschine von TUM Boring wiegt insgesamt 22 Tonnen, sie besteht aus
einem 12 Meter langen Container, in dem die Komponenten wie Bohrkopf,
Stahlröhren und Vorschubsystem installiert sind.

Über ein Jahr hatten die über 60 Mitglieder von TUM Boring an ihrer TBM
getüftelt und gebaut. Das Team entschied sich für ein Verfahren, das Pipe
Jacking oder Rohrvortrieb genannt wird. Dabei werden Stahlröhren bereits
während der Bohrung nacheinander in den Boden gepresst und unterirdisch
miteinander verbunden.

TUM Boring setzt Siegesserie fort

TUM Boring knüpft damit an die Erfolge der TUM bei der ebenfalls von Elon
Musk initiierten Hyperloop-Pod-Competition an. Der Hyperloop ist das
Konzept eines Transportsystems, bei dem sich ein Hochgeschwindigkeitszug
mit annähernd Schallgeschwindigkeit in einer Röhre mit Teilvakuum
fortbewegen soll. Studierende des TUM-Hyperloop-Teams hatten alle vier
bisherigen Wettbewerbe gewonnen, in denen es darum ging, die schnellste
Kabinenkapsel zu bauen. An der Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und
Geodäsie startete 2020 ein Forschungsprogramm zum Hyperloop-Konzept.

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