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Zur Kommentierung freigegeben: Konsultationsfassungen Patientenleitlinien Leberkrebs und Gallenkrebs

Die Konsultationsfassungen der Patientenleitlinien „Krebs der Gallenwege
und Gallenblase“ sowie „Leberkrebs“ sind ab sofort zur Kommentierung
freigegeben. Expert*innen, Betroffene, die Selbsthilfe und Interessierte
sind herzlich eingeladen, Verbesserungsvorschläge und Ergänzungshinweise
mit dem dafür vorgesehenen Kommentierungsbogen bis zum 07. November
abzugeben.

Der Kommentierungsbogen und die Konsultationsfassung der
Patientenleitlinie „Krebs der Gallenwege und Gallenblase“ sind hier
abrufbar: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/patientenleitlinien
/gallenwege-und-gallenblasenkrebs/


Der Kommentierungsbogen und die Konsultationsfassung der
Patientenleitlinie „Leberkrebs“ sind hier zu finden: https://www
.leitlinienprogramm-onkologie.de/patientenleitlinien/leberkrebs/

Die Patientenleitlinie zum Gallenwegs- und Gallenblasenkrebs, die bisher
als Konsultationsfassung vorliegt, ist neu erstellt worden, die zum Thema
Leberkrebs aktualisiert. Die nach der Konsultationsphase finalisierten
Patientenleitlinien wenden sich an Krebsbetroffene sowie an deren
Angehörige und bieten verständliche Informationen zur Erkrankung,
Diagnostik, Therapie, Nachsorge. Zudem finden Leser*innen in den
Patientenleitlinien Hilfestellungen für Gespräche mit dem ärztlichen
Personal. Die Erstellung der Patientenleitlinien wurde im Rahmen des
Leitlinienprogramms Onkologie durch die Deutsche Krebshilfe gefördert.

Leberkrebs zählt – wie auch Tumoren der Gallenwege und der Gallenblase –
in Deutschland zu den seltenen Krebserkrankungen. Im Jahr 2017 haben 2.903
Frauen und 6.040 Männer die Diagnose Leberkrebs erhalten (Quelle: Robert
Koch-Institut). Die relativen 5-Jahresüberlebensraten sind niedrig, sie
liegen bei Frauen und Männern bei 15 Prozent. Gallenwegs- und
Gallenblasenkrebs treten noch seltener auf. Laut dem Robert Koch-Institut
erkrankten im Jahr 2017 2.828 Frauen und 2.506 Männer daran. Auch hier
sind die relativen 5-Jahresüberlebensraten niedrig, bei Frauen liegen sie
bei 18 Prozent, bei Männern bei 22 Prozent.

Das Leitlinienprogramm Onkologie (OL)
Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für
Leistungserbringer und Patient*innen zur angemessenen Vorgehensweise bei
speziellen Gesundheitsproblemen. Sie stellen ein wesentliches Instrument
zur Förderung von Qualität und Transparenz medizinischer Versorgung dar.
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und die
Deutsche Krebshilfe haben sich mit dem im Februar 2008 gestarteten
Leitlinienprogramm Onkologie das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung
und Fortschreibung sowie den Einsatz wissenschaftlich begründeter und
praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen.
Mittlerweile umfasst das Leitlinienprogramm 31 S3-Leitlinien, die zu einem
großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen.
Mehr unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/home/

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Pendelverkehr als Herausforderung - am Beispiel der Berliner Stadtregion

Einladung zur öffentlichen und digitalen Dialogveranstaltung im Rahmen der
„Difu-Dialoge zur Zukunft der Städte“. Die erste Veranstaltung des
Semesters findet unter dem Titel "Nach Berlin, aus Berlin und um Berlin
herum –  Pendelverkehr als Herausforderung für die Stadtregion" am 20.
Oktober statt.

Ort: online
Zeit: 20.10.2021, 17-19 Uhr
gebührenfrei

Während in Stadtzentren und innerstädtischen Quartieren die Debatten um
autofreie Innenstädte, Straßen oder Quartiere öfter, lauter und zum Teil
auch erfolgreich geführt werden, scheint sich am Stadtrand und im Umland
der Städte nicht viel in Sachen Verkehrswende zu bewegen: Autoaffine
Strukturen verfestigen sich. In Berlin und seinem Umland sieht das nicht
anders aus. Arbeitsplätze und Wohnungen wachsen aus dem märkischen Sand,
ohne dass gleichzeitig attraktive Alternativen zum privaten Pkw geschaffen
werden – prominentestes Beispiel ist die Tesla-Gigafactory.

Die Coronapandemie hat bestehende Entwicklungen verstärkt und neue Akzente
gesetzt: Das Wohnen im Umland, mit mehr Platz und Grün, hat weiter an
Attraktivität gewonnen. Homeoffice-Erfahrungen und der viel zitierte
Digitalisierungsschub verändern den Arbeitsalltag und in der Folge das
Pendlerverhalten - gearbeitet wird nicht mehr nur im Büro, sondern auch zu
Hause oder in Coworking-Spaces, die nicht mehr zwingend in der Innenstadt
angesiedelt sind. Auch wenn die genannte Flexibilisierung die aktuellen
Diskussionen dominiert, müssen viele Menschen weiterhin zu ihren
Arbeitsplätzen pendeln.

Was bedeuten diese Entwicklungen für den Verkehr? Wie verändert sich die
Nachfrage nach Verkehrsangeboten und welchen Anforderungen müssen die
Angebote und insbesondere auch der ÖPNV gerecht werden, sodass nachhaltige
Mobilität nicht auf der Strecke bleibt? Wie können Kommunen einer
Stadtregion die Verkehrswende anstoßen und ihre Umsetzung vorantreiben?

Dramaturgie
Die Vortrags- und Dialogreihe widmet sich verschiedenen aktuellen Themen
zur „Zukunft der Städte“. Je nach Themenschwerpunkt setzt sich der Kreis
der Teilnehmenden aus Politik, Bundes- und Landesverwaltungen,
Bezirksämtern, Stadtverwaltungen, Medien sowie anderen öffentlichen und
privaten Einrichtungen unterschiedlich zusammen. Nach dem Input der
Podiumsgäste ist Zeit für Fragen und Diskussion – auch mit dem Publikum.

Begrüßung:
- Prof. Dr. Carsten Kühl, Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer,
Difu

Podium:
- Susanne Henckel, Geschäftsführerin, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
(VBB ) GmbH
- Ines Hübner, Bürgermeisterin, Stadt Velten
- Anne Klein-Hitpaß, Leiterin des Forschungsbereichs Mobilität, Difu
- Dr. Jürgen Gies, Projektleiter und Wissenschaftler im Forschungsbereich
Mobilität, Difu

Online-Anmeldung und weitere Infos zur Veranstaltung:
https://difu.de/16838
(Bitte beachten Sie hier auch die Informationen zum Datenschutz)

Teilnehmende können Fragen und Diskussionsbeiträge während der
Veranstaltung direkt als Videokonferenzteilnehmer*in einbringen sowie über
die Chat-Funktion.

Informationen zu den Folgeveranstaltungen:
- Wie kommt mehr Gemeinwohl in den Wohnungsmarkt? https://difu.de/16926
- Lärm und Innenentwicklung – ist das noch gesund? https://difu.de/16927
- Innenstadt – zwischen Rettungsmission und Neuerfindung
https://difu.de/16928
- Donut-Ökonomie – Nische oder Potenzial für kommunale Nachhaltigkeit?
https://difu.de/16929
- Wassersensible Stadt- und Regionalentwicklung: Herausforderungen für
Berlin https://difu.de/16930

Flyer: https://difu.de/sites/default/files/media_files/2021-09/2021
-2022_difu-dialoge_12-02.pdf

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App statt Plastikkarte: Studierende digitalisieren Ehrenamtskarte

Studierende des Studiengangs Software-Engineering, der von der Universität
Augsburg zusammen mit der Technischen Universität München und der Ludwig-
Maximilians-Universität angeboten wird, haben in einem Projektseminar für
die Bayerische Ehrenamtskarte eine App umgesetzt. Die App ist nun in den
App-Stores verfügbar und kann von Ehrenamtlichen genutzt werden.

Die Ehrenamtskarte würdigt in Bayern das ehrenamtliche Engagement z. B. in
der Jugendarbeit, in der Freiwilligen Feuerwehr oder in anderen
Einrichtungen. Bei rund 5.000 privaten, kommunalen und staatlichen
Anbietern können Ehrenamtliche mit der Karte die verschiedensten
Vergünstigungen erhalten. Bislang gibt es die Bayerischen Ehrenamtskarte
nur in Plastik im Scheckkartenformat.

Ein sechsköpfiges Projektteam aus dem Studiengang Software-Engineering
hatte es sich Mitte November 2020 zur Aufgabe gemacht, die Ehrenamtskarte
zu digitalisieren. In einem Projektseminar unter Leitung des Augsburger
Informatikers Prof. Dr. Alexander Knapp arbeiteten die Studierenden von
der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilians-Universität
München und der Universität Augsburg rund ein halbes Jahr am Konzept und
der Implementierung. Dabei kooperierten sie eng mit der Augsburger NGO
„Tür an Tür – Digitalfabrik“ sowie dem Bayerischen Staatsministerium für
Familie, Arbeit und Soziales.

„Kurzfristig soll unsere digitale Ehrenamtskarte als Akzeptanzstellen-
Finder dienen. Wenn der formale Rahmen geschaffen werden kann, könnte die
Ausgabe der digitalen Karten und die damit verbundene Ausweisfunktion
ebenfalls in Betrieb gehen“, so Maximilian Ammann vom studentischen
Projektteam.

Funktionen der digitalen Karte

Die von den Studierenden entwickelte Software-Lösung besteht aus drei
Komponenten: Einer App, die Nutzenden die Möglichkeit bietet, sich
auszuweisen und Akzeptanzstellen zu finden, einem Verwaltungssystem, der
sogenannten „digitalen Druckerei“, die es den Ämtern und Behörden
ermöglicht, eine digitale Karte zu erstellen und auszugeben, sowie einem
zugrundeliegenden Authentifizierungssystem. „Die Herausforderung lag
darin, die Authentifizierung möglichst datensparsam und sicher,
gleichzeitig aber auch einfach nutzbar zu machen“, so Elias Keis, der dem
sechsköpfigen Entwicklungsteam angehört. Herausgekommen ist ein Prozess,
der an das Kontrollsystem im Personennahverkehr erinnert: Ein QR-Code, der
sich aber bis zu einem bestimmten Sicherheitslevel auch durch reinen
Sichtkontakt verifizieren lässt. Durch die Tatsache, dass sich der QR-Code
alle 30 Sekunden neu generiert, ist auch eine Vervielfältigung nahezu
ausgeschlossen.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Software-Engineering-Studiengang und dem
Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales,  kam durch
Kontakte der „Tür an Tür – Digitalfabrik“ zustande, die von Studierenden
der beiden Studiengänge Software-Engineering und Finanz- und
Informationsmanagement gegründet wurde. „Es freut uns natürlich besonders,
wenn Projekte im Rahmen der wissenschaftlichen Ausbildung derartig
praxisnah umgesetzt werden können. Die Nachnutzung unseres Projekts durch
das Land Bayern motiviert nicht nur die Studierenden, sondern zeigt auch
die Innovationskraft im bayerischen Hochschulverbund“, so Prof. Dr.
Alexander Knapp.

Übertragbar auf andere Bereiche

In Zukunft könnte die von den Studierenden rund um Maximilian Ammann,
Michael Markl, Elias Keis, Paula Wikidal, Marvin Brieger und Roman
Buchholz entwickelte technische Lösung nicht nur für die Ehrenamtskarte in
Bayern zum Einsatz kommen. „Es gibt eine Vielzahl von Berechtigungskarten
wie z. B. den Sozialpass, die Familienkarte oder den Seniorenpass, die in
den nächsten Jahren noch digitalisiert werden sollen. Dank der
Lizenzierung als Open-Source-Software könnten die Ergebnisse des Projekts
auch für weitere Anwendungsfälle und über die Grenzen des Freistaats
hinaus Anwendung finden“, resümiert Daniel Kehne, Geschäftsführer der Tür
an Tür – Digitalfabrik und ehemaliger Student der Universität Augsburg.

Gelohnt hat sich das Projekt nicht nur für das Sozialministerium und die
Ehrenamtlichen in Bayern, sondern auch für das Studierendenteam. Sie
wurden für ihre Studienleistungen mit Bestnoten ausgezeichnet. Mit ihrer
App leisten sie auch einen Beitrag zur Digitalisierung der staatlichen
Verwaltung. Denn Bund, Ländern und Kommunen arbeiten an der
Digitalisierung von rund 575 Dienstleistungen der staatlichen Verwaltung –
eine davon ist nun die digitale Ehrenamtskarte.

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Uniklinikum Würzburg: Zentrum für genetische Innenohrstörungen eingerichtet

Als Teil des Comprehensive Hearing Centers des Uniklinikums Würzburg
widmet sich jetzt ein neues Zentrum noch intensiver der Forschung,
Diagnostik und Behandlung von genetisch bedingten Hörstörungen.

Rund zwei Drittel aller Hörstörungen sind genetisch bedingt. „Vor diesem
Hintergrund arbeitet unser Comprehensive Hearing Center schon seit mehr
als einem Jahrzehnt intensiv mit dem Institut für Humangenetik der
Universität Würzburg zusammen“, berichtet Prof. Dr. Dr. h. c. Rudolf
Hagen.
Laut dem Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-
Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen des Uniklinikums
Würzburg (UKW) nahm in den letzten Jahren die Relevanz von genetischen
Untersuchungen als Teil der personalisierten Medizin immer weiter zu. Auch
die entsprechenden Nachfragen von Patientenseite stiegen. „Deshalb haben
wir nun die zu diesem Themenfeld bestehende Sprechstunde zum Zentrum für
genetische Innenohrstörungen, kurz ZGI, weiterentwickelt“, schildert Prof.
Hagen.
Das neue Zentrum wurde der Öffentlichkeit Anfang Juli beim diesjährigen
Internationalen Kurs der Mikrochirurgie des Mittelohres in Würzburg
vorgestellt.

Genetische Ursachen frühzeitig erkennen und kompetent behandeln

Geleitet wird das ZGI von Frau Prof. Dr. Wafaa Shehata-Dieler und Herrn
Priv.-Doz. Dr. Kristen Rak aus der HNO-Klinik des UKW. „Unser wesentliches
Ziel ist es, bei der Beratung, Diagnostik, Therapie, Nachsorge und
Begleitung von Patientinnen und Patienten mit einer angeborenen oder
dauerhaft bestehenden Hörminderung den Schwerpunkt der Genetik weiter
auszubauen“, beschreibt Prof. Shehata-Dieler. Konkret bedeutet das: Die
Betroffenen sollen erfahren, ob ihre Schwerhörigkeit erblich bedingt ist.
Anschließend werden sie von den Expert*innen über ihre Prognose beraten
und erhalten die bestmögliche Versorgung mit Hörhilfen. „Außerdem können
wir – beispielsweise bei möglichen schwerwiegenden Begleiterkrankungen –
zu einem sehr frühen Zeitpunkt zusätzliche Therapien einleiten“, betont
die Professorin.

Aussichtsreiche Forschung

Auch in der Forschung sowie in der Aus- und Weiterbildung soll das ZGI
wichtige Beiträge leisten. „Zentrale Forschungsfragen sind zum Beispiel:
Können neben den über 130 bekannten weitere Gene für Hörstörungen
identifiziert werden? Mit welchen Untersuchungsverfahren? Und wie können
wir dafür die Kooperation mit den Spezialdiagnostiken anderer
Fachdisziplinen und Kompetenzzentren weiter verbessern?“, erläutert
Priv.-Doz. Dr. Rak. Nach seinen Angaben könnten Fortschritte in der
Gentherapie in einigen Jahren möglicherweise dazu führen, dass eine
genetisch angelegte Hörstörung behandelt werden kann, eventuell sogar
vorbeugend vor ihrem ersten Auftreten.

Fächerübergreifend breit aufgestellt

Um diesen vielfältigen Eigenansprüchen gerecht zu werden, ist das Zentrum
interdisziplinär breit aufgestellt. So bringen neben HNO-Ärzt*innen und
Humangenetiker*innen auch Spezialist*innen aus der Pädiatrischen
Neurochirurgie, der Pädiatrie, der Augenheilkunde sowie der Diagnostischen
und Interventionellen Neuroradiologie ihre jeweiligen Kompetenzen ein. „In
einem ersten Schritt arbeiten wir aktuell vornehmlich daran,
standardisierte Abläufe sowie feste Strukturen in der Zusammenarbeit zu
etablieren“, verdeutlicht Prof. Shehata-Dieler.
Strukturell ist das ZGI dem am UKW angesiedelten Zentrum für Seltene
Erkrankungen, kurz ZESE, Nordbayern zuordnet. Als Fachzentrum betreut es
dort seltene HNO-Erkrankungen und beteiligt sich an großen, übergeordneten
Studien. Über das ZESE ist das ZGI ferner mit nationalen und
internationalen Netzwerken verbunden.

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