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Ravelation,Zürcher Kammerorchester & Guests, Volkshaus Zürich, 8. Juli 2021, besucht von Léonard Wüst

Ravelation alle Protagonisten on stage Foto Michel Bumann
Ravelation alle Protagonisten on stage Foto Michel Bumann

Besetzung und Programm: Werke von Claude Debussy und Maurice Ravel
Uraufführungen von Luzia von Wyl, Daniel Schnyder und Christoph Baumann

Till Brönner (Trompete)
Dieter Ilg Trio
Dieter Ilg (Bass)
– Rainer Böhm (Klavier)
– Patrice Héral (Schlagzeug)
Zürcher Kammerorchester
Willi Zimmermann (Violine und Leitung)

Rezension:

Willi Zimmermann  Violine und Leitung  Foto Harald Hoffmann_
Willi Zimmermann Violine und Leitung Foto Harald Hoffmann_

Das ZKO hatte schon des Öftern ungewöhnliche Konzerte im Programm, also z.B.  das Zusammenspiel mit Musikern aus völlig anderen Genres, aber nochmals ganz neue Wege gingen die Verantwortlichen nun mit dem Klassik-Jazz Crossover-Konzert «Ravelation». Für das Projekt hat das ZKO drei Kompositionsaufträge an die Schweizer Luzia von Wyl, Daniel Schnyder und Christoph Baumann vergeben. Nach ihrem Auftritt im Zürcher Volkshaus reisten das ZKO, Till Brönner und das Dieter Ilg Trio weiter nach St. Moritz, wo sie «Ravelation» am 10. Juli im Rahmen des Festivals da Jazz präsentierten.

 

 

Konzertrahmen den COVID Bestimmungen angepasst

Dieter Ilg Trio Foto Till Brönner
Dieter Ilg Trio Foto Till Brönner

Der Theatersaal im Volkshaus war «Corona gerecht» locker bestuhlt, das «Social distancing» gewährleistet und zusätzlich war auch noch Maskenpflicht. Das Publikum nahm dies gelassen hin, froh, überhaupt wieder mal ein Livekonzert erleben zu können.

 

 

 

 

 

 

Till Brönner (Trompete) Foto Gregor-Hohenberg
Till Brönner (Trompete) Foto Gregor-Hohenberg

Dass uns ungewöhnliche Klanggebilde, eine Reise durch die Welt des Impressionismus in der Musik erwarteten, konnte man schon dem Programm entnehmen, ebenso klar, dass Ravel nicht wie Ravel und Debussy nicht wie gewohnt daherkommen würden. Zu den Auftragswerken würde es sowieso schwerfallen, eine Beziehung herzustellen, da Uraufführungen, fehlte uns jegliche Referenz, umso schwerer herauszuhören, welches Stück gerade vorgetragen wurde, obwohl uns Dieter Ilg, wie er verkündete, als eine Art «Conférencier» durch das Programm führen wollte, was er dann aber, fast logischerweise, doch  nicht tat.

 

 

 

Ravel Komposition eröffnet den Melodienreigen

Konzertimpression Volkshaus Zürich
Konzertimpression Volkshaus Zürich

Gestartet wurde furios durch das ZKO mit Ravels Streich Quartett: II. Assez vif. Très rythme durch neckische Pizzicato der Violinen, dann verswingt vom Dieter Ilg Trio und Till Brönner gefolgt von Debussys Streichquartett  Op. 10, auf dem Christoph Baumann`s Hommage «Kleiner Schleuderkurs mit Claude Debussy» fusst. In diesen Sequenzen nahmen sich die Musiker viel Freiheiten für virtuose Improvisationen und ausschweifende Soli, obschon teilweise, bei den Auftragskompositionen,  ab Blatt gespielt wurde.

Luzia von Wyls Spiel mit ausdrucksstarken Klangbildern

Konzertimpression Volkshaus Zürich
Konzertimpression Volkshaus Zürich

„Ijen“ von Luzia von Wyl entführte uns u.a. in ein buntes orientalisches Markttreiben aus dem sich unvermittelt Till  Brönners Trompetenton erhob, ähnlich den eigenartigen Tongebilden der Blasinstrumente der Schlangenbeschwörer auf dem Djemaa el Fna in Marrakech um uns kurz darauf, klanglich in einen Jazzclub in Harlem in den 1950er Jahren des letzten Jahrhunderts zu entführen.Eine tonale Weltreise, blendend zusammen unternommen von den «Jazzern», wie auch den «Klassikern», die sich perfekt ergänzten.

Auch den Musiker*innen des ZKO unter diskreter Führung von Willy Zimmermann machte das Ganze sichtlich Spass, mit entsprechendem Vergnügen und grosser Spielfreude gingen sie die «Klangliaison» mit den «Jazzern» ein.

Der Komponist greift selber zum Instrument

Konzertimpression Volkshaus Zürich
Konzertimpression Volkshaus Zürich

„Little Jazz Symphonie for Ravel“ benennt Daniel Schnyder sein Oeuvre, während deren Intonation er sich mit seinem Sopransaxophon zu den Protagonisten auf der Volkshausbühne gesellte und in deren Spiel einfügte, so auch eine gehörige Kostprobe seines virtuosen Spiels ablieferte, was natürlich dem sachkundigen Publikum besonders gefiel.

Avantgarde der Schweizer Musikszene

Alle Protagonisten und Komponistinnen beim Schlussapplaus
Alle Protagonisten und Komponistinnen beim Schlussapplaus

Dass die Programmverantwortlichen den Nerv der Zeit und des Publikums getroffen haben, indem sie Avantgardist*innen der Schweizer Musiklandschaft Kompositionsaufträge erteilten, bezeugte viel spontaner Szenenapplaus und ein stürmischer, langanhaltender Schlussapplaus, bei dem sich auch noch die drei Komponist*innen der Uraufführungen zu den Musikern auf der Bühne gesellten und sich feiern ließen.

Kleine Fotodiashow von Valentina de Marchi, Michel Bumann (ZKO) und Vanessa Bösch

fotodiashows.wordpress.com/2021/07/11/ravelationzurcher-kammerorchester-guests-volkshaus-zurich-8-juli-2021-besucht-von-leonard-wust/

Text: www.leonardwuest.ch Fotos: www.zko.ch  Valentina de Marchi, Michel Bumann (ZKO) und Vanessa Bösch

 
 

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Students4Refugees und Refugees4Students

Vom 9.–13. August 2021 findet eine Online-Summer School „Students4Refugees“ der HWR Berlin statt, von und für Studierende(n) und Menschen mit und ohne Fluchthintergrund.  Sylke Schumann  Sylke Schumann / HWR Berlin
Vom 9.–13. August 2021 findet eine Online-Summer School „Students4Refugees“ der HWR Berlin statt, von und für Studierende(n) und Menschen mit und ohne Fluchthintergrund. Sylke Schumann / HWR Berlin

An der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin gibt es vom 9.-13.
August 2021 eine Online-Summer School „Students4Refugees“ für
Studieninteressierte mit Fluchterfahrung und von und mit Studierende(n)
mit und ohne Fluchthintergrund.

Berlin, 8. Juli 2021. Im August startet an der Hochschule für Wirtschaft
und Recht Berlin (HWR Berlin) wieder eine kostenlose Summer School von
Studierenden für Geflüchtete, die sich für ein Hochschulstudium
interessieren. In diesem Jahr findet das einwöchige Programm
„Students4Refugees“ zum ersten Mal online statt. Neu ist ebenfalls, dass
neben den Studierenden der HWR Berlin auch Geflüchtete ehrenamtlich als
Referent*innen Kurse übernehmen.

Auf dem breitgefächerten Seminarangebot stehen gesellschaftliche und
studienvorbereitende Themen, Einführungen in Teilbereiche der
Wirtschaftswissenschaften und Informationstechnik, Bewerbungstraining und
Yoga.

Die Workshops werden in deutscher und englischer Sprache angeboten,
jeweils vormittags und nachmittags. Die Summer School richtet sich an alle
Interessierten, ob mit oder ohne internationalen Hintergrund.
Teilnehmer*innen können sich untereinander und mit Studierenden vernetzen,
mit- und voneinander lernen. Dazu sind, vorausgesetzt die aktuellen
Pandemie-Bestimmungen lassen es zu, auch persönliche Treffen geplant.

Für die Teilnahme an mehr als 50 Prozent der Workshops werden Zertifikate
vergeben. Es ist auch möglich, nur an einzelnen Kursen teilzunehmen.

Anmeldungen sind möglich bis zum 1. August 2021 per E-Mail an pre-studies
@hwr-berlin.de.

Das detaillierte Programm mit Uhrzeiten und Links zu den Workshops
erhalten die Teilnehmer*innen nach der Anmeldung spätestens in der ersten
Augustwoche zugeschickt.

Programm und Informationen zur Anmeldung für die Summer School
„Students4Refugees“ an der HWR Berlin
https://www.hwr-berlin.de/aktuelles/veranstaltungen/veranstaltung-
detail/616-summer-school-students4refugees-refugees4students/

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Virtuelle Schau zeigt das Leben in einem spätantiken Kastell

Visualisierung eines geplanten archäologischen Parks in Keszthely-Fenékpuszta mit Tetrapylon und Getreidespeicher  Orsolya Heinrich-Tamáska, Zsolt Vasáros, Gábor Nagy
Visualisierung eines geplanten archäologischen Parks in Keszthely-Fenékpuszta mit Tetrapylon und Getreidespeicher Orsolya Heinrich-Tamáska, Zsolt Vasáros, Gábor Nagy

Die virtuelle Ausstellung „Castrum Virtuale: Zeitreise in der römischen
Festung von Fenékpuszta“ macht die Vergangenheit lebendig: Sie
rekonstruiert einstige Bauten und gewährt eindrucksvolle Einblicke in das
Leben in der Provinz Pannonien während der Spätantike. Die Möglichkeiten
der Digitalisierung eröffnen innovative Zugänge und lassen uns das
archäologische Erbe in einer vollkommen neuen Form erleben und verstehen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die 15 ha große, römische Festung in
Keszthely-Fenékpuszta, die im 4. Jh. errichtet und bis zum 7. Jh. bewohnt
wurde. Dreidimensionale Rekonstruktionen der Wehr- und Monumentalbauten in
Modellen, Animationen und Filmen geben Einblicke in die rund 300 Jahre
währende Geschichte des Ortes. Zudem wird ein Blick in die Zukunft gewagt:
Ein Panorama mit Visualisierungen von Teil- und Vollrekonstruktionen,
sowie Schutzbauten eines geplanten archäologischen Parks zeigen Wege der
Bewahrung und Inwertsetzung dieses bedeutenden Kulturdenkmals.

Die Ausgrabungsstätte liegt in Ungarn am westlichen Ende des Plattensees,
wenige Kilometer südlich der heutigen Stadt Keszthely. Das Castrum in
Fenékpuszta gilt als einer der wichtigsten Fundorte Ungarns, an dem das
Weiterleben spätantik-frühchristlicher Traditionen bis zum Frühmittelalter
beobachtet werden kann. Das GWZO forscht seit 2009 gemeinsam mit der
Universität Heidelberg und dem Balatoni Múzeum Keszthely an diesem
Fundort.

Die virtuelle Schau „Castrum Virtuale“ ist in drei Sprachen erlebbar,
Deutsch, Englisch und Ungarisch. Sie wird von PD Dr. Orsolya Heinrich-
Tamáska (GWZO), Dr. Roland Prien (Heidelberg Zentrum Kulturelles Erbe) und
Dr. Zsolt Vasáros (Budapest University of Technology and Economics)
kuratiert und wissenschaftlich geleitet. Die technische Umsetzung übernahm
das Architekturstudio „Narmer“ in Budapest.
Zur virtuellen Schau | http://narmer.hu/castrumvirtuale_wip/

Die gleichnamige analoge Schau „Castrum Virtuale: Zeitreise in der
römischen Festung von Fenékpuszta“ wurde als Wanderausstellung konzipiert
und ist derzeit noch bis 24. Oktober 2021 im Katona József i Múzeum in
Kecskemét (Ungarn) zu sehen.
Zur Schau | https://muzeum.kecskemet.hu/esemenyek/castrum-virtuale/

Zur Online-Vernissage am 13. Juli 2021, 18 Uhr, sind alle Interessierten
herzlich eingeladen. | https://bit.ly/3w9cetj

Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)
erforscht in vergleichender Perspektive die historischen und kulturellen
Phänomene und Prozesse in dem Raum zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und
Adria vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. Die am Institut tätigen
Wissenschaftler*innen repräsentieren verschiedene Disziplinen der
Geisteswissenschaften, darunter Archäologie, Geschichte, Kunstgeschichte
und Literaturwissenschaft. In seiner Forschungsarbeit stützt sich das GWZO
auf ein dichtes Netz an Kooperationsbeziehungen mit
Wissenschaftseinrichtungen in Europa und Übersee.
www.leibniz-gwzo.de

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Bioökonomierat mit neuer Geschäftsstelle: Arbeit des Beratungsgremiums der Bundesregierung nimmt Fahrt auf

Neue Geschäftsstelle Bioökonomierat
Neue Geschäftsstelle Bioökonomierat

Seit Juni 2021 hat der von der Bundesregierung im Dezember 2020 neu
berufene Bioökonomierat eine neue Geschäftsstelle. Die Aufgabe übernimmt
die VDI Technologiezentrum GmbH. Die Geschäftsstelle unterstützt den
Bioökonomierat aktiv dabei, seine strategischen Ziele umzusetzen.

Die Vorsitzenden, Prof. Dr. Daniela Thrän vom Helmholtz-Zentrum für
Umweltforschung und Prof. Dr. Iris Lewandowski von der Universität
Hohenheim sind zuversichtlich, dass die Arbeit des Bioökonomierats jetzt
noch stärker an Fahrt aufnimmt: „Innerhalb der laufenden Ratsperiode
wollen wir die Weichen dafür stellen, dass Bioökonomie eine maximale
Hebelwirkung entfaltet und ihre Themenvielfalt in der Mitte der
Gesellschaft ankommt“, sagt Prof. Thrän. „Als Bioökonomierat werden wir
die Bunderegierung dabei unterstützen, die notwendigen Leitplanken für
diese gesamtgesellschaftliche Transformation zu definieren, die uns den
Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit und zu einer Green Economy ebnen werden“.
„Außerdem wollen wir den offenen Dialog zwischen Öffentlichkeit,
Industrie, Wissenschaft und Politik für eine nachhaltige Bioökonomie
stärken und Akteure gezielt miteinander vernetzen. Wir sind froh, dass wir
für unsere ambitionierten Ziele nun aktiv von einer Geschäftsstelle
unterstützt werden und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der VDI
Technologiezentrum GmbH“, unterstreicht Prof. Lewandowski.

Seit Juni 2021 führt die VDI Technologiezentrum GmbH im Auftrag des
Bundesministeriums für Forschung und Bildung (BMBF) die Geschäftsstelle
für den Bioökonomierat in Berlin. Sie unterstützt organisatorisch,
administrativ und inhaltlich sämtliche Aktivitäten der 20 Mitglieder des
Bioökonomierates. Schwerpunkte liegen dabei in der Öffentlichkeitsarbeit,
der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von verschiedenen
Dialogformaten und der Begleitung der Sitzungen des Rats und seiner
Arbeitsgruppen. Zudem ist die Geschäftsstelle zentrale Ansprechpartnerin
für die in der Bioökonomie federführenden Bundesministerien BMBF und BMEL
sowie für alle weiteren Anfragen an den Bioökonomierat.

Anfragen an den Bioökonomierat können direkt über die Geschäftsstelle
gerichtet werden:

Geschäftsstelle des Bioökonomierats der Bundesregierung
Durchgeführt von der VDI Technologiezentrum GmbH
Bülowstraße 78
10783 Berlin
030-27 59 506 – 692
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
https://biooekonomierat.de/
https://www.vditz.de/

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