Zum Hauptinhalt springen

POL-K: 240415-1-K/BO Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Bochum und des Polizeipräsidiums Bochum - Durchsuchungsmaßnahmen nach Straftaten im Zusammenhang mit einer Bundesligabegegnung

Köln (ots) Am 11. November 2023 fand eine Bundesligabegegnung zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Köln statt. Dort kam es in der Vorspielphase zu erheblichen Ausschreitungen und Übergriffen auf Ordner sowie Einsatzkräfte der Polizei durch Anhänger des 1. FC Köln.

Das Polizeipräsidium Bochum hat unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Bochum hierzu eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Am Donnerstag, 11. April 2024, haben Kriminalbeamtinnen und -beamte des Polizeipräsidiums Köln sowie des Polizeipräsidiums Bochum auf richterliche Anordnung in Köln sieben Durchsuchungsbeschlüsse zur Auffindung von Beweismitteln vollstreckt.

Darüber hinaus wurde ein Haftbefehl wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, des besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs und u. a. versuchter schwerer Körperverletzung gegen einen 26-jährigen Kölner vollstreckt. Nach richterlicher Vorführung wurde die Haft in Vollzug gesetzt.

Im Rahmen des Durchsuchungseinsatzes wurden insgesamt fünf Mobiltelefone und Tatbekleidung sichergestellt.

Die weiteren Ermittlungen der "EG Castroper" dauern an.

  • Aufrufe: 38

World Liver Day: Deutsche Leberstiftung fordert verstärkte Aufklärung für Lebererkrankungen

Am 19. April 2024 macht der World Liver Day darauf aufmerksam,
dass Lebererkrankungen weltweit eine enorme gesundheitliche und
sozioökonomische Belastung darstellen. Trotzdem erhalten Lebererkrankungen
nicht die nötige Aufmerksamkeit, was zu großen Problemen bei der Erkennung
und Behandlung dieser Erkrankungen führt. Auch in Deutschland haben
Lebererkrankungen das Ausmaß einer Volkskrankheit. Sie können jeden
treffen, sind weit verbreitet und bleiben oft unentdeckt.

Das Motto: „Raising awareness about the vital role of the liver!“
(„Bewusstsein für die lebenswichtige Rolle der Leber schaffen!“) des World
Liver Day fokussiert, wie wichtig es ist, dass die Menschen besser über
das zentrale Organ Leber informiert sind. Weltweit stellen
Lebererkrankungen eines der größten Gesundheitsprobleme dar und gehören zu
den häufigsten Todesursachen: Jedes Jahr erkranken Tausende Menschen an
einer Lebererkrankung. 1,5 Milliarden Menschen leben mit einer chronischen
Lebererkrankung und zwei Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen
einer Lebererkrankung. Durch Prävention, Früherkennung und Therapien
können viele dieser Leben gerettet werden.

Allein in Deutschland gibt es mindestens fünf Millionen Leberkranke. Die
Ursachen für Lebererkrankungen sind vielfältig: Häufigste Ursache für eine
Leberentzündung ist die steatotische Lebererkrankung (Steatotic Liver
Disease – SLD, auch Fettlebererkrankung genannt) aufgrund von Übergewicht,
Diabetes mellitus oder Alkohol, gefolgt von Virusinfektionen der Leber mit
den Viren A bis E. Auch Erkrankungen des Stoffwechsels oder des
Immunsystems können zu Lebererkrankungen führen.

Die Leber hat zahlreiche zentrale Aufgaben im menschlichen Stoffwechsel.
Erkrankt das lebenswichtige Organ, sind eine frühzeitige Diagnose und ein
zügiger Behandlungsbeginn häufig entscheidend für den Erfolg einer
Therapie. Daher ist die Früherkennung so wichtig. Nur wenige Betroffene
sind sich der Gefahr einer Lebererkrankung bewusst.

„Eine Lebererkrankung verläuft häufig über einen langen Zeitraum völlig
symptomlos. Manche Patienten klagen über diffuse Beschwerden wie
Müdigkeit, Völlegefühl oder Schmerzen im Oberbauch. Oftmals kann die
Erkrankung erst erkannt werden, wenn man die Leberwerte bei einer
Blutuntersuchung misst. Zu den wichtigsten Leberenzymen zählen: GPT –
Glutamat-Pyruvat-Transaminase (auch ALT), GOT – Glutamat-Oxalacetat-
Transaminase (auch AST) und gGT – Gamma-Glutamyl-Transferase“, erläutert
Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen
Leberstiftung, und ergänzt: „Bei den meisten chronischen Lebererkrankungen
ist das Risiko einer Tumorbildung im Stadium einer Leberzirrhose erhöht.
Es kann sich ein Leberzellkrebs entwickeln (Hepatozelluläres Karzinom,
HCC). Bei einer entzündeten Fettleber kann ein HCC jedoch schon auftreten,
bevor eine Zirrhose vorliegt.“

Mit der Einführung des Screenings auf Hepatitis B und C im Rahmen der
Gesundheitsuntersuchung, die die gesetzlichen Krankenkassen ihren
Versicherten ab einem Alter von 35 Jahren anbieten, hat Deutschland im
Oktober 2021 einen ersten wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht.
Dieses Screening kann eine Hepatitis B und C auch bei Personen entdecken,
die keiner Risikogruppe für diese Virusinfektionen angehören. Darüber
hinaus ist die Früherkennung der Virushepatitis auch eine wirksame
Krebsprävention: Denn das HCC, das als Folge einer unentdeckten und somit
unbehandelten Virushepatitis auftreten kann, gehört zu den Krebsarten mit
schlechterer Prognose und ist weltweit die vierthäufigste
Krebstodesursache.

Um Lebererkrankungen zu vermeiden und bereits bestehende Erkrankungen der
Leber frühzeitig zu erkennen, muss das Bewusstsein für dieses
lebenswichtige Organ geschärft und die Öffentlichkeit darüber aufgeklärt
werden, was die Leber schädigen kann, welche Arten von Lebererkrankungen
es gibt und wie sie diagnostiziert, verhindert und behandelt werden
können. Eine gesunde Lebensweise, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und
ein entsprechender Lebens-Stil sind wichtige Faktoren, um die
Lebergesundheit zu erhalten.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch
Forschungsförderung, Forschungsvernetzung und wissenschaftliche Projekte
zu verbessern. Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung
die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher
erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet
außerdem Information und Beratung in medizinischen Fragen. Auf der Website
finden Sie umfangreiche Informationen sowie Bildmaterial für Betroffene,
Interessierte, Angehörige der Fachkreise und Medienvertreter: https://www
.deutsche-leberstiftung.de.

UNSERE BUCHEMPFEHLUNGEN
„Das große Kochbuch für die Leber“ – 122 Rezepte mit allen wichtigen
Nährwertangaben; Küchentipps und Regeln für eine lebergesunde Ernährung,
September 2022. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich: ISBN
978-3-8426-3100-7 € 28,00 [D].

„Das Leber-Buch“ informiert allgemeinverständlich und umfassend über die
Leber, Lebererkrankungen, ihre Diagnosen und Therapien, 4. erweiterte und
aktualisierte Auflage September 2021 und ist im Buchhandel erhältlich:
ISBN 978-3-8426-3043-7, € 19,99 [D].

Journalisten können für ihre Berichterstattung Rezensionsexemplare der
Bücher per E-Mail an <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.> anfordern.

  • Aufrufe: 43

„Das ifaa spricht“: Der neue Podcast informiert über topaktuelle Themen aus der Arbeitswissenschaft.

Was bewegt die Arbeitswelt? Das ifaa – Institut für angewandte
Arbeitswissenschaft e. V. spricht in dem neuen Podcast über aktuelle
Fragestellungen, zum Beispiel zur 4-Tage-Woche, zu KI oder darüber, wie
man Auszubildende für den Betrieb gewinnen kann. Moderiert wird das Format
von Nora Johanna Schüth, M. Sc., die in den etwa halbstündigen Folgen mit
Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Forschung und Unternehmens-
Praxis diskutiert. Dabei werden aktuelle Fragestellungen besprochen und
Anregungen für die praktische Umsetzung gegeben. Der ifaa-podcast ist neu
auf Spotify gestartet:
https://open.spotify.com/show/5yv4sqazVOXOztMxECWDfF

Bisher sind 4 Folgen erschienen. In der jüngsten Folge geht es um die
Frage, was Betriebe tun können, um junge Fachkräfte zu gewinnen, attraktiv
für Auszubildende zu sein und was man als Arbeitgeber im Umgang mit der
Generation Z berücksichtigen sollte. In einem Interview mit „Jobfux“
Katharina Aulmann erfahren die Hörer, wie sie dem Fachkräftemangel
begegnen können.

In der Folge zur 4-Tage-Woche beleuchtet die Moderatorin mit
Arbeitszeitexperte Veit Hartmann, welche Formen der 4-Tage-Woche es gibt,
was Vor- und Nachteile sind und ob das Konzept für alle Branchen
realistisch sein kann.

Ralph Conrad gibt in der Folge über Shopfloor-Management Hinweise zur
Einführung und Gestaltung sowie gute Tipps für betriebliche Akteure, damit
alle Bereiche davon profitieren.
KI-Experte Sebastian Terstegen bespricht mit Nora Johanna Schüth in der
ersten Folge der Podcast-Reihe, was KI (Künstliche Intelligenz) einfach
erklärt ist, wie Betriebe sie nutzen können und worauf dabei zu achten
ist.

Flankiert werden die einzelnen Folgen durch Links in den Shownotes, unter
denen Interessierte sich kostenfrei weitere Informationen, wie z. B.
Faktenblätter, Handlungshilfen und Checklisten des Instituts zu den
jeweils diskutierten Themen herunterladen können.

  • Aufrufe: 35

EU-Richtlinie für mehr Steuertransparenz gefährdet den Wirtschaftsstandort

Die EU-Richtlinie zur öffentlichen Länderberichterstattung verpflichtet
multinationale Großkonzerne ab diesem Jahr zu mehr Steuertransparenz. Das
Ziel dabei ist, gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen rein nationalen
und multinationalen Unternehmen zu schaffen. Eine Studie des ZEW Mannheim
und der Universität Mannheim zeigt nun, dass die Richtlinie jedoch
vorwiegend europäische Unternehmen in die Pflicht nimmt. Die Studie unter
der Leitung von Christoph Spengel, Research Associate am ZEW Mannheim und
Professor für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität
Mannheim, wurde mithilfe einer Expertenbefragung und auf Basis von
Finanzkennzahlen aus der Orbis Datenbank erstellt.

Anders als rein nationale Unternehmen haben multinationale Konzerne die
Möglichkeit, ihre Gewinne in Niedrigsteuerstaaten zu verlagern. Durch die
in der EU-Richtlinie geplante länderbezogene Ausweisung von
Steuerzahlungen, Beschäftigten, Gewinnen und weiteren Finanzkennzahlen
soll die Verlagerung von Gewinnen schneller erkannt werden. „Im Schnitt
müssen von der Richtlinie betroffene EU-Unternehmen 80 bis 90 Prozent
ihrer globalen Operationen auf Länderbasis offenlegen. Unternehmen, die
außerhalb der EU ansässig sind, müssen hingegen nur etwa die Hälfte davon
so detailliert offenlegen“, erklärt Stefan Weck, Wissenschaftler im ZEW-
Forschungsbereich „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche
Finanzwirtschaft“. „Etwas mehr als 50 Prozent der betroffenen Unternehmen
sind in Europa ansässig, während sich der Rest etwa gleichmäßig auf
Amerika und Asien verteilt“, ergänzt ZEW-Ökonomin und Ko-Autorin Hannah
Gundert.

Ungleichbehandlung auch innerhalb der EU

Die Studie zeigt zudem, dass auch innerhalb der EU durch die
Offenlegungspflicht eine Ungleichbehandlung der betroffenen Unternehmen
stattfindet. So kann die Offenlegung von besonders sensiblen
Geschäftsdaten in den meisten Mitgliedstaaten für einige Jahre verzögert
werden. Berichtspflichtige Unternehmen aus Belgien, Ungarn oder
Griechenland haben diese Möglichkeit nicht. Die Mitgliedstaaten stellen
darüber hinaus unterschiedliche Anforderungen an die Datengrundlage der
Länderberichte sowie an den Ort, an dem die Berichte der Öffentlichkeit
zur Verfügung gestellt werden müssen.

Die Studie weist allerdings auch Möglichkeiten auf, die neu geschaffenen
Ungleichheiten zu beseitigen. „Eine Rücknahme der gesamten Richtlinie wäre
unseres Erachtens die beste Option, allerdings ist das auch aus
politischen Gründen kaum zu erwarten. Deutlich praktikabler ist es da die
Voraussetzungen der Offenlegungspflicht für Unternehmen außerhalb der EU
anzupassen“, stellt Stefan Weck fest. „Auch die Auswahl der Länder, für
welche eine Offenlegung erforderlich wird, sollte angepasst werden. Wir
empfehlen für den Abbau von Unterschieden zwischen den EU Mitgliedstaaten
ihre Wahlrechte in der Umsetzung der Richtlinie einzuschränken“, fügt
Hannah Gundert abschließend hinzu.

  • Aufrufe: 26