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Daten anschaulich dargestellt

Neues BVL-Datenportal ermöglicht Visualisierung von Analyseergebnissen

Komplexe Daten und Analyseergebnisse aus verschiedenen Bereichen des
Verbraucherschutzes lassen sich jetzt mit ein paar Klicks visualisieren.
Möglich macht es das neue Datenportal des Bundesamtes für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Zum Start sind vier Themenfelder verfügbar: Absatzmengen von Wirkstoffen
in Pflanzenschutzmitteln, Antibiotikaabgabemengen an Tierärztinnen und
Tierärzte, Ergebnisse aus dem Zoonosen-Monitoring sowie Zulassungsdaten
von Transportunternehmen für lange Tiertransporte (ZuLaTT). Darüber hinaus
sind Daten zu Antibiotika-Resistenzen und Listen zugelassener Betriebe für
den Handel mit Lebensmitteln tierischen Ursprungs in Deutschland (BLtU)
bereits in der Entwicklungsphase abrufbar.

Mithilfe der Webanwendung können sich Experten sowie interessierte Laien
die Daten anschaulich darstellen lassen. Die zugrundeliegende Software
Cadenza bietet eine große Vielfalt an Abfrage- und Darstellungsvarianten.
Nutzerinnen und Nutzer können den Datenbestand durch die Auswahl
unterschiedlicher Filter-, Such- und Sortieroptionen individuell ergründen
und chronologische oder geografische Veränderungen visualisieren. Die
Ergebnisse lassen sich als Karten, Diagramme, Grafiken oder Tabellen
darstellen, anpassen und exportieren. So können Nutzer zum Beispiel eine
Karte abrufen, die die Abgabemengen von Antibiotika in Deutschland nach
Postleitregionen zeigt. Das BVL-Datenportal ist über den Gastzugang unter
bvl.bund.de/datenportal erreichbar.

Hintergrund:

Cadenza ist eine Datenanalyse-Software mit Reporting- und GIS-Funktionen.
GIS steht für Geografisches Informationssystem. Im Rahmen einer Bund-
Länder-Behördenkooperation entwickelt die Firma Disy Informationssysteme
GmbH die Software gemeinsam mit den Behörden der Landes- und
Bundesverwaltung. Im BVL wird sie u. a. für die Erfassung und
Bereitstellung von behördlichem Datenmaterial genutzt.

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U Spirit Award: Innovationspreis für Dualstudierende erstmals von der IU Internationalen Hochschule verliehen

Die Auszeichnung würdigt Projekte, die durch ihre Innovationskraft,
praxisnahe Umsetzung und Anwendung aktueller Forschungsergebnisse
hervorstechen

•       Der IU Spirit Award wird zu Ehren und in Gedenken an den
ehemaligen IU-Prorektor Prof. Dr. Patrick Geus als Innovationspreis
verliehen.
•       Jonathan Siepmann erhält den Jurypreis für sein Projekt „LIFT-
Simulator“, ein neuartiges Aufzugsmodell mit einzigartigen und praxisnahen
Schulungsmöglichkeiten – selbst im Homeoffice.
•       Jasmin Saffari Esfahani und Elnara Valiyeva gewinnen den
Publikumspreis für ihren innovativen Workshop „Ich darf das!“, in dem die
zehn wichtigsten Rechte der UN-Kinderrechtskonvention aufgegriffen und mit
kreativen Methoden an Schüler:innen vermittelt werden.

Die IU Internationale Hochschule (IU), die größte Hochschule Deutschlands
mit über 130.000 Studierenden, verleiht erstmalig den IU Spirit Award.
Dieser Award würdigt Studierende im dualen Studium an der IU, die durch
Mut und Engagement ihren Innovationsgeist unter Beweis stellen. Sei es
durch ihre innovativen und kreativen Projekte oder überzeugenden
Abschlussarbeiten, nützlichen Applikationen oder beeindruckenden Kampagnen
und Initiativen, die sie während ihres Studiums entwickelt und umgesetzt
haben. Ausgezeichnet werden herausragende Arbeiten und Projekte, die in
besonderer Weise innovativ, praxisorientiert und auf der Höhe aktueller
Forschungserkenntnisse agieren. Für den IU Spirit Award 2024 wurden
insgesamt mehr als 40 Beiträge aus 13 verschiedenen Studiengängen
eingereicht.

„LIFT-Simulator“ – Ein Prototyp für ein physisches und virtuelles
Aufzugsmodell
IU Spirit Award-Preisträger 2024 (Jurypreis): Jonathan Siepmann

Der Jurypreis für den IU Spirit Award geht an Jonathan Siepmann
(Maschinenbau B.ENG.). Der Dualstudierende aus Düsseldorf wurde für sein
wegweisendes Projekt „LIFT-Simulator“ in Zusammenarbeit mit seinem
Praxispartner TÜV Rheinland Industrie GmbH ausgezeichnet.
Mit seinem LIFT-Simulator setzt Jonathan neue Maßstäbe in der Aus- und
Weiterbildung von Fachpersonal in der Aufzugswartung. Das innovative, an
der eigenen Konzernzentrale orientierte, Aufzugsmodell bietet einzigartige
und praxisnahe Schulungsmöglichkeiten - sowohl intern als auch für externe
Unternehmen. Insbesondere Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen
profitieren von dieser Trainingsmöglichkeit. Da es keine spezifische
Berufsausbildung für diese Tätigkeit gibt, bietet der LIFT-Simulator eine
einzigartige Möglichkeit, praxisnahe Kenntnisse für den Arbeitsalltag zu
erlangen und die Einarbeitung zu erleichtern. Neue Mitarbeitende können
durch das Projekt in realistischen Situationen am Modell für den Umgang
mit Aufzuganlagen geschult werden. Dadurch lernen sie sowohl die
technischen als auch die organisatorischen Tätigkeiten kennen, was die
Zusammenarbeit im Team verbessert. Dank des Einsatzes des LIFT-Simulators
auch im Homeoffice, trägt das Projekt zudem zu Nachhaltigkeit bei und
reduziert so Kohlenstoffdioxid-Emissionen. Darüber hinaus kann der LIFT-
Simulator auf Messen oder bei Hochschulveranstaltungen eingesetzt werden,
um potenzielle neue Mitarbeitende zu gewinnen. Ein weiterer wichtiger
Punkt ist die Nutzung des Modells für Tests in Sachen Cyber-Sicherheit, um
Aufzugsanlagen in sensiblen Einrichtungen wie zum Beispiel Krankenhäusern
vor Cyber-Angriffen zu schützen. Ein innovativer Ansatz, der aktuelle
Richtlinien und Normen gekonnt umsetzt und zukunftsweisend agiert.

„Wir haben uns für die Auszeichnung des LIFT-Simulators von Jonathan
Siepmann entschieden, weil seine einzigartige Verbindung von Innovation
und praktischer Anwendung wirklich beeindruckend und in diesem Bereich
bisher einmalig ist. Es erfüllt nicht nur den klaren Bedarf an Schulungen
für Fachpersonal, sondern zeigt auch zukünftige Möglichkeiten im
Maschinenbau auf,“ so Prof. Dr. Peter Neumann, Vorsitzender der Jury und
Professor für Tourismuswirtschaft an der IU Internationalen Hochschule.

„Ich darf das!“ – Ein Workshop: Alles, was Kinder über ihre Rechte wissen
sollten.
IU Spirit Award-Preisträgerinnen 2024 (Publikumspreis): Jasmin Saffari
Esfahani und Elnara Valiyeva

Die Gewinnerinnen des Publikumspreises des IU Spirit Awards sind die
Absolventinnen Jasmin Saffari Esfahani und Elnara Valiyeva aus dem
Studiengang Soziale Arbeit B.A.
Ihr Projekt „Ich darf das!“ greift die zehn wichtigsten Rechte der UN-
Kinderrechtskonvention auf und vermittelt diese durch einen interaktiven
Workshop für Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse. Die Innovation
des Projekts liegt in der ganzheitlichen Herangehensweise, die nicht nur
Wissen vermittelt, sondern die Zielgruppe aktiv in die Gestaltung des
Workshops einbindet. So werden kreative Methoden wie Rate- und
Rollenspiele, eigens von den Studierenden erstellte Hörspiele mit
integrativen und didaktischen Techniken kombiniert, um einen spielerischen
Lernprozess zu fördern. Entlang der Prinzipien von Empowerment, Aufklärung
und Partizipation lernen die Kinder, wie sie sich selbstbestimmt verhalten
können, welche demokratischen Werte wichtig sind und wie sie für ihre
Rechte einstehen und sich erfolgreich durchsetzen können.

Dank einer herausragenden Zusammenarbeit und Vernetzung mit Prof. Dr.
Kemal Bozay, Professor für Soziale Arbeit an der IU Internationalen
Hochschule und pädagogischer Leiter der Organisation interKultur e.V. in
Köln, wurde ein idealer Kooperationspartner gefunden. Mit der
Unterstützung von interKultur e.V. wurde die Projektidee erfolgreich als
Workshop entwickelt und umgesetzt. Gleichzeitig ist es den IU-
Absolventinnen Jasmin und Elnara gelungen, sich im Rahmen des
Bundesprogramms „Demokratie leben!“ mit ihrem Projekt zu behaupten. Als
Ergebnis erhalten die beiden von der Stadt Köln eine Unterstützung in Form
von Fördermitteln, die sich auf etwa 5.000 Euro belaufen. So konnte der
Workshop bereits an sechs Kölner Grundschulen umgesetzt werden, eine
langfristige Zusammenarbeit steht in Aussicht.

„Was dieses Projekt von Jasmin und Elnara auszeichnet und offensichtlich
auch das Publikum überzeugt hat, ist die kreative und wirkungsvolle
Herangehensweise zur Vermittlung der Kinderrechte. Sie binden die Schüler
und Schülerinnen aktiv ein und schaffen es, den Lernprozess durch
spielerische Methoden zu fördern. Eine solche Innovation und das
Engagement für so einen entscheidenden Bereich wie Kinderrechtsaufklärung
verdient unsere volle Anerkennung und Unterstützung,“ so Prof. Dr. Regina
Kostrzewa, Jurymitglied und Professorin für Soziale Arbeit an der IU
Internationalen Hochschule.

Über das duale Studium an der IU

Im dualen Studium an der IU sammeln Studierende neben der Theorie in
Vorlesungen und Seminaren gleichzeitig Praxiserfahrung in einem
Unternehmen in ihrer Region. Im Zeitmodell der geteilten Woche oder im
wöchentlichen Wechsel können die Studierenden so ihr gelerntes Wissen
direkt anwenden und erproben. Den theoretischen Teil absolvieren die
Studierenden entweder klassisch vor Ort am Campus, per Online-Lehre oder
ortsunabhängig am Virtuellen Campus.

Über den IU Spirit Award

Die IU Internationale Hochschule hat im Jahr 2024 zum ersten Mal den IU
Spirit Award verliehen und plant diesen jährlich auszuschreiben. Die
sechsköpfige Jury besteht aktuell aus Prof. Dr. Peter Neumann (Professur
für Tourismuswirtschaft), Prof. Dr. Julia Hilgers-Sekowsky (Professur für
Marketing-Management), Prof. Dr. Regina Kostrzewa (Professur für Soziale
Arbeit), Prof. Dr. Felix Wölfle (Professur für Tourismuswirtschaft) sowie
Prof. Dr. Nicola Zech (Prorektorin Campusstudium) und Alexander Krösser
(Chief Marketing Officer an der IU). Studierende im dualen Studium an der
IU haben die Möglichkeit, Einzel- oder Gruppenarbeiten – auch
Studiengangs- und/oder campusübergreifend – als Anerkennung für besonders
innovative, kreative und praxisorientierte Arbeiten oder Projekte
einzureichen. Der Publikumspreis wird im Rahmen eines Online-Pitches
ausgewählt. Dabei erhält jede Finalistin und jeder Finalist die
Möglichkeit, ihr bzw. sein Projekt im „Pecha Kucha-Verfahren“
vorzustellen, woraufhin durch das Publikum ein Online-Voting erfolgt. Der
IU Spirit Award wird zu Ehren und in Gedenken an den ehemaligen Prorektor
Prof. Dr. Patrick Geus als Innovationspreis verliehen und ist mit einer
Prämie in Höhe von je 500 Euro für den Jurypreis und den Publikumspreis
dotiert.

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Luisa Neubauer eröffnet das 2. Helmut-Schmidt-Zukunftsfestival

Was würden wir später bereuen, weil wir es nicht getan haben? Unter dieser
Frage laden die Wochenzeitung DIE ZEIT, die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-
Stiftung und die Leuphana Universität Lüneburg vom 13. bis zum 15. Mai
2024 gemeinsam zum zweiten Helmut-Schmidt-Zukunftsfestival ein. Das
Festival bringt 75 junge Zukunftsgestalter*innen auf dem Campus der
Leuphana zusammen, um die Zukunft des Klimaschutzes, der Demokratie und
der Künstlichen Intelligenz auszuleuchten.

Meik Woyke, Vorstandsvorsitzender der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-
Stiftung, über das Festival: „Wir brauchen die Ideen junger Menschen,
ihren offenen Blick auf die Demokratie und ihren Einsatz für demokratische
Werte.“ Mit welchen innovativen Gedanken und Projekten bewegt die junge
Generation andere Menschen? Im zweiten Jahrgang sind Studierende,
Auszubildende, Aktivist*innen und Gründer*innen aus Österreich, der
Schweiz und Deutschland aufgerufen, sich auf diese Frage zu bewerben. Beim
Zukunftsfestival treffen sie u.a. auf die Klimaaktivistin Luisa Neubauer,
Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda und die Gründerin Tiaji Sio sowie
auf den netzpolitischen Journalisten Markus Beckedahl und den
Geschäftsführer von ProjectTogether, Philipp von der Wippel.

Auf dem Zukunftsfestival werden Schlüsselideen entworfen, die Innovation
mit Verantwortungsbewusstsein verknüpfen. Zur Verleihung des Helmut-
Schmidt-Zukunftspreises nehmen sie am 15. Mai auf der Bühne des Thalia
Theaters Hamburg Gestalt an, wenn die Teilnehmenden ihre Ideen vor großem
Publikum präsentieren. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr Meredith
Whittaker, die KI-Forscherin und Präsidentin der Signal Foundation.

Jetzt besteht die letzte Chance live dabei zu sein. Junge Menschen aus
Deutschland, der Schweiz und Österreich können sich noch bis zum 7. April
2024 für das Helmut-Schmidt-Zukunftsfestival bewerben - mit einem 5.000
-Zeichen-Kurzessay oder einem Zwei-Minuten-Video. Alle Infos:
http://www.leuphana.de/zukunftsfestival

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Digitale Geschöpfe, Künstliche Intelligenz und existenzielle Fragen

Filmreihe „Digital und transhuman?“ des Exzellenzclusters „Religion und
Politik“ zeigt Filme über die Beziehung von Mensch und Maschine in Zeiten
der Digitalisierung – Vier Kinofilme erforschen Fragen des Menschseins –
Start der Reihe am 9. April im Schloßtheater Münster – Forschende des
Exzellenzclusters führen in die Filmvorführungen ein

Digitale Geschöpfe, Künstliche Intelligenz und existenzielle Fragen: In
der Filmreihe „Digital und transhuman?“ im Themenjahr „Die Digitalisierung
der Religion“ zeigt der Exzellenzcluster „Religion und Politik“ Filme über
das Verhältnis von Mensch und Maschine in Zeiten der Digitalisierung.
„Science Fiction befasst sich seit jeher auf kreative, herausfordernde und
manchmal auch verstörende Weise mit der Beziehung von Menschen und
Göttern,“ sagt Kommunikationswissenschaftler Thorsten Quandt vom
Exzellenzcluster. „Gerade in jüngerer Zeit haben die fortschreitende
Digitalisierung und Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz
die Fantasie der Filmschaffenden beflügelt. Ihre Werke greifen in diesem
Zusammenhang auch ethische und religiöse Fragen auf, etwa nach dem Umgang
des Menschen mit seinen künstlichen Schöpfungen und der Bedeutung der Idee
von ‚Gott‘ in einer zunehmend von Technologie geprägten Welt.“

Die vierteilige Filmreihe des Exzellenzclusters ist ab dem 9. April im
Programmkino „Schloßtheater“ in Münster zu sehen. Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler des Exzellenzclusters begleiten die Abende mit kurzen
Einführungsvorträgen. Im Anschluss an die Filmvorführungen besteht die
Möglichkeit zur Diskussion im Foyer des Schloßtheaters. Alle Filme werden
in Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt. Für die Teilnahme
ist eine Anmeldung unter veranstaltungenEXC@uni-muenster.de erforderlich.
Der Eintritt ist frei.

Über die Filme

Die Reihe startet am 9. April mit Ridley Scotts „Blade Runner“. Der
Science Fiction-Klassiker aus dem Jahr 1982 spielt in einer düsteren
Zukunft, in der die Menschen sich ein besseres Leben auf fernen Planeten
erhoffen. „Um diese fremden Welten zu erschließen, konstruieren sie
künstlich erschaffene Replikanten. Als diese auf die Erde zurückkehren, um
Fragen über ihre eigene Herkunft und Existenz zu beantworten, wird die
Menschheit mit ihrer Schöpfung und mit ihrer eigenen Menschlichkeit
konfrontiert“, erläutert Historiker Marcel Bubert, der in den ersten Abend
der Filmreihe einführt. „Der Film wirft zahlreiche existenzielle Fragen
auf und regt insbesondere im Spiegel moderner Entwicklungen zum Nachdenken
über Künstliche Intelligenz, die Natur des Menschen und die Ethik der
Mensch-Roboter-Interaktion an.“

Der zweite Abend der Filmreihe widmet sich dem Film „Her“, der die
Geschichte des einsamen Schriftstellers Theodore erzählt, der sich in eine
Künstliche Intelligenz namens Samantha verliebt. „Der Film aus dem Jahr
2013 ist eine bewegende Reflexion über Einsamkeit, Liebe und soziale
Verbindungen zwischen Menschen und von ihnen digital erzeugten Wesen“,
sagt Thorsten Quandt, der die Filmvorführung mit einem Einführungsvortrag
begleitet. „Samantha wurde als Betriebssystem für Computer geschaffen und
entwickelt fortschreitend menschenähnliche Fähigkeiten. Anhand der
emotionalen Bindung, die zwischen ihr und Theodore entsteht, erforscht der
Film die Auswirkungen von technologischen Entwicklungen auf
zwischenmenschliche Beziehungen.“

In „Ex Machina“ fühlt sich der junge Programmierer Caleb zu einem
weiblichen Avatar namens Ava hingezogen, dessen Fähigkeiten er testen
soll. „Der Film erforscht auf fesselnde Weise die Grenzen zwischen Mensch
und Maschine in einer zunehmend von Technologie geprägten Welt“, sagt
Quandt, der auch am 11. Juni in den dritten Filmabend der Reihe einführt.
„Das gefährliche Netz aus Manipulation und Intrigen, in das Caleb gerät,
wirft ebenfalls Fragen nach den Konsequenzen einer außer Kontrolle
geratenen Technologie und nach der Ethik von Mensch-Roboter-Interaktionen
auf.“

Den Abschluss der Filmreihe bildet die Vorführung der Komödie „Le tout
nouveau testament“ am 9. Juli. Der Film handelt vom christlichen Gott, der
als zynischer Tyrann in Brüssel lebt und die Menschen auf der Erde quält.
Seine Tochter Ea lehnt sich gegen ihn auf, indem sie sich in seinen
Computer hackt und die Todesdaten aller Menschen auf der Welt an ihre
Handys verschickt. „Ea schafft damit eine Welt, in der die Menschen ihre
eigenen Entscheidungen treffen können und Gott ein besseres, weniger
tyrannisches Wesen wird“, erläutert die Sozial- und Kulturanthropologin
Dorothea Schulz, die in den letzten Abend der Filmreihe einführt. „Der
Film greift Themen wie den Kampf gegen Unterdrückung und die Suche nach
Identität auf und streift dabei auch die Frage nach der Rolle von ‚Gott‘
in einer digitalisierten Welt.“ (fbu/pie/vvm)

Filmreihe „Digital und transhuman? Von Menschen und Göttern in Zeiten der
Digitalisierung“

9. April 2024, 19.00 Uhr – Blade Runner (1982)
14. Mai 2024, 19.00 Uhr – Her (2013)
11. Juni 2024, 19.00 Uhr – Ex Machina (2015)
9. Juni 2024, 19.00 Uhr – Le tout nouveau testament (2015)

Ort: Programmkino „Schloßtheater”, Melchersstraße 81, 48149 Münster

Anmeldung an: veranstaltungenEXC@uni-muenster.de

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