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Ringvorlesung der Berliner SAGE-Hochschulen: Antisemitismus im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen

Expert_innen der Sozialen Arbeit, aus Gesundheit & Pflege und Erziehung &
Bildung beleuchten verschiedene Dimensionen von Antisemitismus

Im Sommersemester 2024 laden die drei Berliner SAGE-Hochschulen Alice
Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin), Evangelische Hochschule Berlin
(EHB) und Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) zu einer
Ringvorlesung zum Thema „Antisemitismus – Herausforderungen und
Handlungsmöglichkeiten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen“ ein.
Infolge des terroristischen Überfalls und Massakers der Terrororganisation
Hamas am 7. Oktober 2023 sowie des dadurch ausgelösten Krieges sind
weltweit vermehrt antisemitische Vorfälle und Straftaten zu verzeichnen.

Vor diesem Hintergrund haben die drei Berliner Hochschulen eine hybride
Ringvorlesung konzipiert, die einen (selbst)kritischen Blick auf
Antisemitismus im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen richtet. An
sechs Terminen beleuchten Expert_innen aus den SAGE-Disziplinen (Soziale
Arbeit, Gesundheit & Pflege, Erziehung & Bildung) Antisemitismus u.a. in
der Diskriminierungsforschung, in der Kita, im Berufsfeld der Sozialen
Arbeit.

Die Abschlussveranstaltung ist am 10. Juli 2024 geplant und wird von den
Hochschulleitungen der SAGE-Hochschulen und Prof. Dr. Samuel Salzborn,
Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus, an der Katholischen
Hochschule für Sozialwesen Berlin gestaltet. Die Veranstaltungsreihe wird
vom Netzwerk Berlin Partner im Rahmen der Berlin gegen Antisemitismus-
Kampagne unterstützt.

Prof. Dr. Bettina Völter, Rektorin der ASH Berlin, betont: „Mit der
Ringvorlesung möchten wir dazu beitragen, dass Studierende, Lehrende und
Interessierte der SAGE-Fächer ein differenziertes Bewusstsein und eine
Haltung gegenüber Antisemitismus entwickeln, Antisemitismen in der eigenen
Profession und Disziplin aufspüren und aus antisemitismuskritischer und
intersektionaler Perspektive analysieren. Weder Antisemitismus noch
antimuslimischer oder jede andere Form von Rassismus haben an Hochschulen
einen Platz."

Prof. Dr. Sebastian Schröer-Werner, Präsident der EHB, sagt: „Angesichts
der gesellschaftlichen Herausforderungen ist es unsere Verantwortung, in
den Studiengängen Soziale Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung ein
Bewusstsein für Antisemitismus zu schaffen. Eine deutliche Haltung gegen
jede Form von Antisemitismus und Rassismus zu entwickeln, ist entscheidend
für Studierende und Lehrende in unseren gesellschaftsrelevanten
Studienfächern. Diese Ringvorlesung ermöglicht uns, Ergebnisse bisheriger
Forschungen vorzustellen und Strategien zu erarbeiten, um dieser Thematik
professionell zu begegnen.”

Prof. Dr. Gabriele Kuhn-Zuber, Präsidentin der KHSB, unterstreicht:
„Antisemitismus zerstört die Grundlagen einer solidarischen Gesellschaft,
für die unsere Studierenden, Absolvent_innen und alle Menschen, die in
sozialen Professionen arbeiten, eintreten. Die Ringvorlesung soll für
antisemitische Äußerungen und Handlungen sensibilisieren und Kompetenzen
vermitteln, wie diesen argumentativ begegnet werden kann. Wir sehen darin
einen Schritt, unseren gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen, uns für
eine vielfältige und diskriminierungsfreie Gemeinschaft einzusetzen.”

Die Berliner SAGE-Hochschulen
Die drei Hochschulen ASH Berlin, EHB und KHSB eint, dass sie Menschen in
Studium und Weiterbildung für Berufe in den Bereichen Soziale Arbeit,
Gesundheit, Erziehung und Bildung – kurz: SAGE – qualifizieren. Damit
tragen sie gegenwärtig und zukünftig besondere gesellschaftliche
Verantwortung. 2019 haben sich die drei Hochschulen zum SAGE-Verbund im
Land Berlin zusammengeschlossen. In diesem Verbund nehmen ASH Berlin, EHB
und KHSB ihren gemeinwohlorientierten Auftrag am politischen und
akademischen Standort Berlin gemeinsam wahr.

Die Kampagne Berlin gegen Antisemitismus
Gemeinsam mit der Berliner Wirtschaft, Wissenschaft und Politik hat das
Berlin-Partner-Netzwerk Anfang 2021 die Initiative „Berlin gegen
Antisemitismus“ ins Leben gerufen, um zu zeigen, dass Hass und Hetze in
einer vielfältigen, weltoffenen und toleranten Stadt wie Berlin keinen
Platz haben. Im Rahmen der Initiative werden sowohl nachhaltige,
unternehmensinterne Maßnahmen als auch öffentlichkeitswirksame Aktionen
umgesetzt, die das Thema Antisemitismus mehr in das Bewusstsein der
Belegschaften, Organisationen und der Gesellschaft rücken. Die drei
Berliner SAGE-Hochschulen unterstützen die Kampagne seit ihrem Start.

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Historische Schriftartefakte: Universität Hamburg schickt weltweit einzigartiges Containerlabor nach Indien

Um wertvolle Manuskripte auf der ganzen Welt zu erforschen, hat das
Exzellenzcluster „Understanding Written Artefacts“ an der Universität
Hamburg ein mobiles Containerlabor entwickelt. Die insgesamt sieben
Container werden am 7. April 2024 erstmals ins Ausland geschickt. In
Indien sollen in den kommenden anderthalb Jahren mit ihrer Hilfe
Palmblattmanuskripte untersucht werden, die zum UNESCO-Weltdokumentenerbe
gehören.

Im südindischen Puducherry lagern rund 12.000 unerforschte
Palmblattmanuskripte. Sie stammen aus dem späten 18. und 19. Jahrhundert
und gehören damit zu den ältesten erhaltenen Manuskripten dieser Art. Für
Historikerinnen und Historiker gehören sie zu den wichtigsten Quellen über
Religion, Geschichte, Astrologie und Medizin einer rund zweitausend Jahre
alten Schriftkultur, die zu den bedeutendsten der Welt gehört.

Weil jedoch die genaue Herkunft der Manuskripte fast immer unbekannt ist,
bleiben zahlreiche Fragen offen, beispielsweise zur Verbreitung bestimmter
religiöser Kulte. Nun wollen Forschende des Exzellenzclusters
„Understanding Written Artefacts“ (UWA) und Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler aus Indien einige dieser Fragen gemeinsam klären: durch
materialwissenschaftliche Analysen der Manuskripte in einem weltweit
einzigartigen Containerlabor. Es besteht aus insgesamt sieben Containern.
Fünf enthalten Laborräume, ein weiterer Stromaggregate und Wasservorräte,
ein siebter dient als Lager.

„Die benötigten Geräte stellen wir für diesen wie für jeden neuen Einsatz
individuell zusammen“, sagt Prof. Dr. Markus Fischer, Chemiker und Chef
des Container-Lab-Projekts an der Universität Hamburg. Fischer war
maßgeblich an der Entwicklung des Labors beteiligt, das nach den Vorgaben
des Hamburger Exzellenzclusters maßgefertigt wurde. Es ist beispielsweise
mit einem Reinraum für molekularbiologische Arbeiten ausgestattet, um die
Palmarten, deren Blätter als Schreibmaterial dienten, zu bestimmen.
Geschrieben haben die unbekannten Verfasser häufig mit einer Farbe aus
Ruß. Identische Rußpartikel oder wiederkehrende DNA-Strukturen bei
Palmblättern könnten einen gemeinsamen Ursprung verschiedener Manuskripte
belegen.

Einsatz bei Hitze und Dauerregen

Die Bedingungen während der sechswöchigen Seereise und das Klima in
Südindien stellen die Forschung vor große Herausforderungen. „Im Sommer
liegt die Durchschnittstemperatur dort bei mehr als 30 Grad, im Oktober
beginnt der Monsun mit seiner extremen Luftfeuchtigkeit. Wir haben viele
Geräte hier in Hamburg auf ihre Robustheit getestet und hoffen nun, dass
sie sich vor Ort bewähren“, so Fischer.

Der Forscher wird das Containerlabor für mehrere Wochen begleiten, wie
auch zwei Chemikerinnen der Universität Hamburg und der wissenschaftliche
Leiter des Projekts, der Indologe Dr. Giovanni Ciotti. „Eine große
Herausforderung besteht darin, dass nur nicht- oder minimalinvasive
Methoden für die Untersuchung der Manuskripte infrage kommen. Sie gehören
zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Da können Sie, salopp gesagt, nicht einfach
ein Stückchen abschneiden und unters Mikroskop legen“, sagt Ciotti.

Die Dokumente befinden sich auf dem Gelände des Institut Français und der
Ecole francaise d’Extrême-Orient in Puducherry. Sie gehören seit 2005 zum
Weltdokumentenerbe – ebenso wie beispielsweise die Gutenberg-Bibel von
1455 oder die Magna Charta von 1215. Die Untersuchung der
Palmblattmanuskripte führen die Forschenden des Exzellenzclusters UWA in
Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Institut
Français de Pondichéry (IFP) sowie des National Institute of Advanced
Studies (NIAS) in Bangalore durch.

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HM24: Automatisierte Zustandsüberwachung für Hochdruck-Speichersysteme

Forschende am Fraunhofer LBF entwickeln Technologien zur automatisierten
Zustandsüberwachung für Hochdruck-Speichersysteme. Druckbehälter können so
wirtschaftlicher betrieben werden, ohne Abstriche bei der Sicherheit in
Kauf nehmen zu müssen. Ziel ist z. B. die Unterscheidung kritischer von
unkritischen Ereignissen im Betrieb. Gegenüber dem rein turnusgemäßen
Austausch oder einer nur oberflächlichen Sichtprüfung werden Kosten
vermieden und die Sicherheit erhöht. So werden wesentliche Voraussetzungen
für die weitere Verbreitung der Wasserstoff-Technologie geschaffen. Mehr
Informationen gibt es auf der HANNOVER MESSE | Hydrogen + Fuel Cells
EUROPE, 22. bis 26. April 2024, Halle 13, Stand C47.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer LBF haben
automatisierte, maßgeschneiderte Methoden für die Zustandsüberwachung von
automobilen Wasserstofftanks zur Unterscheidung kritischer von
unkritischen Ereignissen gegenüber einem rein turnusgemäßen Austausch oder
einer oberflächlichen Sichtprüfung entwickelt. Damit können unnötige
Kosten bei erhöhter Sicherheit vermieden werden. Ein wirtschaftlicher
Betrieb ohne Abstriche bei der Sicherheit ist das Ziel.

Entwicklung von Sensorik für Tanksysteme

Wasserstoff ist ein Hoffnungsträger im Kontext der Energie- und
Mobilitätswende. Doch das Gas ist auch hochexplosiv und es bedarf strenger
Sicherheitsvorkehrungen, um Wasserstoff sicher zu verwenden. Aktuelle
Brennstoffzellenfahrzeuge führen den Wasserstoff gasförmig in Drucktanks
mit. Diese Kernelemente des H2-Antriebssystems müssen selbst bei maximalen
Betriebsbelastungen sicher bleiben. Um Gefahrensituationen zu vermeiden,
sind regelmäßige Wartungen der Hochdruck-Speichersysteme Pflicht. Doch die
aktuell im Abstand von zwei Jahren vorgeschriebene Prüfung des Tanks ist
nur eine äußerliche Sichtprüfung. Schäden im Innern des Tanks können mit
dieser konventionellen Prüfmethode nicht detektiert werden. Im
Verbundprojekt »HyMon« haben Forschende des Fraunhofer-Instituts für
Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF gemeinsam mit Partnern
eine sensorbasierte On-Board-Strukturüberwachung entwickelt, die eine
dauerhafte Kontrolle der H2-Drucktanks ermöglicht und so eine hohes
Sicherheitsniveau von Wasserstofffahrzeugen gewährleisten soll.

Sensorbasierte Strukturüberwachung

Durch die On-Board-Strukturüberwachung von Druckbehältern mittels
geeigneter Sensoren und Auswerteelektronik kann die Bewertung auf Basis
von Structural-Health-Monitoring-Daten (SHM-Daten) objektiviert werden.
Damit wird eine dauerhafte Überwachung in H2-Brennstoffzellenfahrzeugen
(H2-FCEV) möglich. Neben der Nutzung der SHM-Daten im Reparatur- und
Servicefall, eröffnet sich ebenso die Möglichkeit, im Rahmen von
Rettungseinsätzen bei Fahrzeugunfällen oder Missbrauchsfällen
zielgerichtete Maßnahmen für eine sichere Fahrzeugbergung einleiten zu
können. Projektleiter, Johannes Käsgen, steht ab Mittwoch, 24. April,
12 Uhr für Presseinterviews zur Verfügung.

Diese neuen Fraunhofer-Methoden unterstützen die Etablierung von
Wasserstoff als zukünftigen regenerativen Energieträger.

Highlight: Podiumsdiskussion »Wasserstoff & Brennstoffzellen«, Technical
Forum, Halle 13, Stand A30, Dienstag, 23.04.2024, von 11 bis 12 Uhr.
Fraunhofer-Institute stellen ihren Beitrag zum Thema »Wasserstoff« vor.
Prof. Saskia Biehl aus dem Fraunhofer LBF spricht über »Hydrogen in
series: Electrolysis | Reformer | Reliability | Fuel cell.«

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Neuer Fernstudiengang Medical Leadership (MBA) der AKAD University: Die ideale Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte

Seit dem 02.04.2024 gibt es einen besonderen neuen Studiengang
an der AKAD University. Mit dem MBA Medical Leadership können Ärztinnen
und Ärzte berufsbegleitend im Fernstudium ihre Führungskompetenzen ganz
einfach auf das nächste Level bringen.

Das Thema Leadership bedeutet im beruflichen Alltag viel mehr als nur
„Boss sein“.
Bosse treiben ihre Teams an, kritisieren, geben Befehle, betreiben
Mikromanagement und nehmen den größten Anteil der Kommunikation im Team
ein. Leader dagegen gehen ihrem Team begeisternd voran, ermuntern
Mitarbeitende, fragen mehr, hören zu und delegieren mit Vertrauen.

In diesem Fernstudium erhalten Studierende die notwendigen Methoden und
Werkzeuge, um gerade bei hohem zeitlichem Druck aufgrund von geringen
Personalressourcen die eigene Führungsrolle zu stärken und souverän im
Austausch mit Mitarbeitenden zu führen. Gerade im Hinblick auf den großen
Fachkräftemangel in der Medizin ist die Gewinnung und Bindung von
Mitarbeitenden ein wichtiges Kernelement, das in diesem Studium behandelt
wird.

Dabei kombiniert der Studiengang unter der Leitung von Frau Prof. Dr. med.
Sonja Güthoff die Weitergabe von wirtschaftlichen Kenntnissen mit heute
dringend notwendigen Digitalisierungsstrategien. Dies erweitert das
Skillset von Chefärztinnen und Chefärzten enorm und bietet eine effektive
Weiterbildung und Qualifizierung für beispielsweise eine eigene
Niederlassung.

Es ist wichtig, dass Ärztinnen und Ärzte die eigene Führungswirksamkeit
hinterfragen, indem sie überlegen, welche Methoden und Strategien sie
kennen, um ihre Führungskompetenzen wirksam einzusetzen.

Es gilt, sich zu fragen: Kennen sie ihre eigenen Verhaltens- bzw.
Motivations-Muster und wissen sie die unterschiedlichen Muster der
Mitarbeitenden zu erkennen sowie damit umzugehen? Sind sie sich über die
Steuerelemente der inneren und äußeren Haltung bewusst? Wie gut gelingt
die respektvolle Führung, indem auch Wahrnehmungsdifferenzen erkannt und
Perspektivenwechsel genutzt werden?

Wie ausgeprägt sind die Selbstführungskompetenzen, so dass sie gut auf
ihre gesunde Selbstführung achten und sich selbst sowie ihren Teams eine
resiliente, gesunde Arbeitsumgebung schaffen? Wurden für sich und das Team
Methoden entwickelt, Prioritäten im Arbeitsalltag zu setzen und
Multitasking zu vermeiden? Sind sie sich ihrer Vorbildfunktion für das
Team hinsichtlich positiver, aber auch negativer Verhaltensweisen und der
Verantwortung als Führungskraft für die Gesundheit der Mitarbeitenden
bewusst? Erkennen sie, welche Mechanismen Veränderungsprozesse erschweren
und wie sie bei sich selbst sowie im Team die Veränderungskompetenz
verbessern können?

Diese und viele weiteren Fragen lassen sich durch das erhaltene Know-how
im Studiengang Medical Leadership (MBA) viel einfacher beantworten. Das
flexible Studienmodell der AKAD University ermöglicht eine akademische
Weiterqualifizierung, die sich über unterschiedliche Elemente des
E-Learnings berufsbegleitend absolvieren lässt.

Das Online-Studium bietet neue digitale Lernmethoden (Übungen, Prüfungs-
Coachings, Web Based Trainings), die sicher durch das Studium begleiten.
So können sich Studierende besonders effizient auf Prüfungen vorbereiten.
Auch die Prüfungen lassen sich komplett online absolvieren. Der
ausgezeichnete und preisgekrönte Campus der AKAD University bietet
jederzeit und von überall aus 24/7 Zugriff auf Studienmaterialien,
Seminare und Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Studierenden und
Dozentinnen und Dozenten.

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