Hybride Fachtagung: AIEv – AI und Evidenz in Curriculumdesign, Serviceeinrichtungen und Hochschulverwaltung am 30.09.2024 an der Bergischen Universität Wuppertal
Über die AIEv
Die AIEv ist eine hybride Fachtagung rund um evidenzbasiertes Curriculumdesign, KI-basiertes Studienmonitoring und datengestützte Studienverlaufsplanung. Die Fachtagung bietet Wissenschaft und Hochschulverwaltung die Möglichkeit zum Austausch und zum Informieren über die Aktivitäten in diesem dynamischen Themenfeld. Neben Programmpunkten im Plenum wird die Tagung auch Raum zur Vorstellung Ihrer Projekte und Vorhaben bieten.
Alle Informationen zu möglichen Themen, Fristen, Formaten sowie zur Tagung selbst finden Sie im anhängenden pdf.
Universitätsmedizin Magdeburg besetzt deutschlandweit erste Vollzeit Univ.-Professur für Geschlechtersensible Medizin mit klinischer Tätigkeit
Zum 1. März 2024 wird an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg eine neue Stiftungsprofessur für das Fachgebiet Geschlechtersensible Medizin mit der Professorin Dr. med. Ute Seeland von der Charité-Universitätsmedizin Berlin besetzt. Ziel dieser bundesweit ersten Professur in Vollzeit und mit klinischer Anbindung ist es, das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Unterschiede in der Medizin zu schärfen und innovative Ansätze für eine gerechtere und individuellere Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Finanziert wird die Stiftungsprofessur von der Margarete-Ammon-Stiftung.
Wie unterscheiden sich die Symptome und die Behandlung von Krankheiten bei Frauen und Männern und warum ist es wichtig, diese Unterschiede zu kennen und auch zu berücksichtigen? Mit diesen und weiteren zentralen Fragen befasst sich Professorin Seeland im Rahmen ihrer neuen Stiftungsprofessur für Geschlechtersensible Medizin. „Besonders wichtig ist es mir, das bisher theoretische Fachwissen in die klinische Praxis zu bringen, um eine geschlechtersensible personalisierte Medizin für alle Geschlechter anbieten zu können und den ärztlichen Nachwuchs zu fördern“, so Seeland. Im Rahmen dieses innovativen Konzepts wird sich die Gendermedizinerin nicht nur auf Lehre und Forschung konzentrieren, sondern auch eine Ambulanz für Prävention und Geschlechtersensible Medizin aufbauen. „Magdeburg bietet mir die einmalige Möglichkeit, interdisziplinär sowohl mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Grundlagenwissenschaften als auch mit den klinisch Tätigen und etablierten Forschungsverbänden wissenschaftlich und klinisch zu arbeiten. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Erforschung der geschlechterspezifischen Ursachen von Bluthochdruck.“
Die Wissenschaftlerin hebt hervor, dass das weibliche Geschlecht in Studien häufig unterrepräsentiert ist, so dass die Wirkung von Medikamenten und Therapien bei Frauen oft unzureichend erforscht wird. „Frauen einzubinden, gilt als kompliziert, da ihre Reaktionen auf Medikamente hormonell bedingt variieren können. Mittlerweile wächst aber das Bewusstsein dafür, dass es wichtig ist, Diagnose, Therapie und Prävention an die unterschiedlichen hormonellen Phasen anzupassen.“
Prof. Dr. Daniela C. Dieterich, Dekanin der Medizinischen Fakultät Magdeburg, betont: „Wir freuen uns außerordentlich über das Vertrauen der Stiftung in die Universitätsmedizin Magdeburg. Die bundesweite Erstbesetzung einer solchen Vollprofessur ermöglicht es uns, einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und zur Förderung der Chancengleichheit zu leisten. Die Arbeit von Professorin Seeland wird nicht nur den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis maßgeblich vorantreiben, sondern auch das Bewusstsein unserer angehenden Ärztinnen und Ärzte für die gesellschaftliche Relevanz dieser Thematik schärfen.“
Die Möglichkeit, Magdeburg als ein Zentrum für Geschlechtersensible Medizin aufzubauen und innovative Ansätze für eine gerechtere und individuellere Gesundheitsversorgung entwickeln zu können, ist nicht zuletzt der 2022 mit 100 Jahren verstorbenen Stifterin Margarete Ammon zu verdanken. Sie erkannte schon in den 1980er Jahren die enorme Bedeutung der geschlechtersensiblen Medizinforschung.
„Frau Ammon war überzeugt, dass wir nur, indem wir Unterschiede berücksichtigen, Krankheiten verhindern und unsere Lebensqualität steigern können. Sie hat sich ein Leben lang für mehr Gerechtigkeit in der Medizinforschung eingesetzt und es war ein großes Geschenk, dass sie die Zusage aus Magdeburg für die Etablierung des Lehrstuhls für Geschlechtersensible Medizin noch erleben durfte“, erklärt die Vorständin der Margarete-Ammon-Stiftung Dr. Andrea Hübner.
Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann betonte: „Stiftungsprofessuren sind ein Glücksfall für die Forschung sowie zugleich deutliches Zeichen überregionaler wissenschaftlicher Reputation und sichtbaren Potenzials. Das gilt erst Recht in einem Bereich wie Gendermedizin, der künftig noch an Bedeutung gewinnen wird. Von Risikofaktoren und Symptomen, über Krankheitshäufigkeit und -verlauf, bis hin zur Medikamentenverträglichkeit: In vielen Bereichen der Medizin bestehen große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Daher freue ich mich, dass die Unimedizin Magdeburg unter Dekanin Daniela Dieterich zu diesem Zukunftsthema eine Stiftungsprofessur einwerben konnte. Dies wird Forschung wie Lehre zur geschlechtersensiblen Medizin voranbringen und ermöglicht zudem die gezielte Förderung von hoch qualifiziertem Nachwuchs.“
Zur Person:
Prof. Dr. med. Ute Seeland wurde in Berlin geboren. Ihr Studium der Humanmedizin absolvierte sie an den Universitäten Berlin, Marburg und Göttingen. Im Anschluss konnte sie als Postdoc mit einem Lise-Meitner- Stipendium an den Universitäten Köln und des Saarlandes in Homburg/Saar ihre Kenntnisse in den Grundlagenwissenschaften und der Klinik vertiefen. Die Promotion erfolgte 1999 an der Universität Marburg. Für Ihre Forschungsarbeiten erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. den Wissenschaftspreis des Deutschen Ärztinnenbundes, der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und eine Anerkennung von der European Society of Cardiology für ihre Arbeit an den Leitlinien zu kardiovaskulären Erkrankungen in der Schwangerschaft. Seeland ist Fachärztin für Innere Medizin und habilitierte 2021 für das Fach Innere Medizin/Geschlechtersensible Medizin an der Charité- Universitätsmedizin Berlin. Sie ist Mitglied mehrerer nationaler und internationaler Fachgesellschaften, darunter auch die Deutsche Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin e.V. (DGesGM®), wo sie seit 2021 den Vorsitz innehat. Dr. Seeland wechselt im März 2024 aus ihrer Position als Wissenschaftlerin und Expertin für den Teilbereich Geschlechtersensible Medizin am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité- Universitätsmedizin Berlin an die Universität Magdeburg.
Über die Margarete-Ammon-Stiftung:
Die 2002 gegründete Margarete-Ammon-Stiftung widmet sich der Förderung des Gemeinwohls sowie der Unterstützung von Kreativität und Erfindungswesen in den Bereichen Naturwissenschaft, Technologie, Ökologie und Kultur. Die Stiftung fördert ausgewählte gemeinnützige Vorhaben Dritter, setzt aber auch eigene Projekte um. Einer der Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegt auf der Förderung der Forschung im Bereich der Humanmedizin, insbesondere mit Fokus auf Geschlechtersensible Medizin.
Stiftungsprofessuren werden durch Drittmittelgeber finanziert und tragen dazu bei, innovative Forschungsfelder in einer spezifischen Fachrichtung zu fördern.
Hintergrund: Um in Sachsen-Anhalt eine Professur an einer Universität zu erlangen, muss gemäß §36 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) ein Berufungsverfahren durchgeführt werden. Geeignete Kandidat:innen durchlaufen dabei ein umfangreiches Verfahren. Eine mit mehreren Expert:innen besetzte Berufungskommission begutachtet die Leistungen der Kandidat:innen in Forschung, Lehre und Krankenversorgung.
Anfang 2024 wurde der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier vom Exekutivkomitee des Sustainable Development Solutions Network (SDSN) einstimmig als Mitglied aufgenommen.
Das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) wurde im Jahr 2012 unter der Schirmherrschaft von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gegründet. Das SDSN unterstützt praktische Lösungsansätze aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, mit denen nachhaltige Entwicklung sowohl auf lokaler, regionaler, nationaler als auch auf globaler Ebene realisiert werden soll. Die Arbeit des SDSN erfolgt in thematischen Gruppen zu Kernfragen der nachhaltigen Entwicklung, wie zum Beispiel der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen, Landwirtschaft, Klima und Energie, nachhaltige Stadtentwicklung oder Gesundheit für alle. Über 1.800 Institutionen aus Wissenschaft und Praxis und aus mehr als 145 Ländern bündeln aktuell ihre Expertise, um die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) und die Umsetzung der Agenda 2030 voranzubringen. In der deutschen Sektion (SDSN Germany) engagieren sich 38 führende deutsche Nachhaltigkeitsinstitutionen und unterstützen Strategieprozesse wie die Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Die Mitgliedschaft ist auf Antrag nur für Organisationen möglich, die ihre fundierte Expertise im Bereich nachhaltige Entwicklung bereits unter Beweis gestellt haben. Mit seiner Mitgliedschaft reiht sich der Umwelt- Campus Birkenfeld damit in die Reihe bereits renommierter Mitgliedsorganisationen in Deutschland ein, wie z.B. dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE), dem Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE), dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS), dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) oder dem Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie. Zum SDSN-Beitritt erklärt Prof. Dr. Klaus Helling, Dekan des Fachbereichs Umweltwirtschaft/Umweltrecht: „Das Sustainable Development Solutions Network ist die ideale Vernetzungsplattform für den Umwelt-Campus Birkenfeld, um unsere Expertise in den Bereichen angewandtes Stoffstrommanagement und Kreislaufwirtschaft einzubringen und gemeinsam mit Partnern weltweit Lösungen für eine nachhaltige und gerechte Zukunft zu entwickeln.“ Dass diese Expertise bereits für wissenschaftsbasierte Politikentscheidungen gefragt ist, zeigte sich zuletzt in der Berufung von Prof. Klaus Helling in den Zukunftsrat für Nachhaltige Entwicklung des Landes Rheinland-Pfalz durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die das seit 2016 bestehende Engagement des Umwelt-Campus als Partner im bundesweiten RENN-Netzwerk lobte, welches die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene unterstützt. In der Sektion RENN.west kümmert sich der Umwelt-Campus gemeinsam mit drei weiteren Partnern hier um die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Außerdem ist der Umwelt-Campus Birkenfeld als grünster Hochschulstandort Deutschlands und Drittplatzierter im weltweiten Vergleich von 1.183 teilnehmenden Hochschulen aus 85 Ländern im renommierten UI GreenMetric- Ranking ein gefragter Partner in der Mitgestaltung des sozial-ökologischen Wandels. „Wir freuen uns, diese Expertise als SDSN-Mitglied nun auch noch stärker auf globaler Ebene einbringen zu können. Unsere vielfältigen Forschungs-, Transfer- und Lehraktivitäten in den drei Profilbereichen „Nachhaltigkeit“, „Gesundheit“ und „Digitalisierung“ an der Hochschule Trier leben von dem internationalen Austausch mit Nachhaltigkeitsexpertinnen und Nachhaltigkeitsexperten aus der Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis. Die SDSN-Mitgliedschaft stärkt unsere internationale Sichtbarkeit und Vernetzung in diesen Kernbereichen“, so der Vizepräsident für Forschung Prof. Henrik te Heesen.
Jean YvesThibaudet interpretiert Debussys Preluden.
Martha Argerich und JeanYvesThibaudet spielen sichtlich vergnügt
Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel
Besetzung und Programm: Jean-Yves Thibaudet Claude Debussy réludes, Livre I und réludes, Livre II Jean-Yves Thibaudet & Martha Argerich Claude Debussy Petite Suite» – Suite für Klavier zu vier Händen Kit Armstrong Franz Liszt Fantasie und Fuge über den Choral «Ad nos, ad salutarem undam»
Zauberhafte Klangreisen: Jean-Yves Thibaudet in Debussys “Préludes, Livre I und II”
In einer atemberaubenden Performance entfaltete der renommierte Pianist Jean-Yves Thibaudet die zauberhaften Klangwelten von Claude Debussys “Préludes, Livre I und II”. Die Aufführung versprach eine fesselnde Reise durch die subtile Schönheit und Vielfalt von Debussys impressionistischen Meisterwerken.
Livre I: Poesie und Farbenpracht
JeanYvesThibaudet interpretiert Debussys Preluden
Thibaudet betrat die Bühne und entführte das Publikum mit Debussys “Préludes, Livre I” in eine Welt der Poesie und Farbenpracht. Der Pianist meisterte die Vielfalt der Charaktere in jedem Prélude mit einer beeindruckenden Leichtigkeit. Von den zarten Klängen von “Danseuses de Delphes” bis zur lebhaften Energie von “Minstrels” gestaltete Thibaudet die musikalischen Tableaus mit subtiler Virtuosität und klanglicher Raffinesse.
Sensibilität und Virtuosität: Thibaudets Interpretation von Livre II
Nach dem Übergang zu “Préludes, Livre II” nach einer kurzen Pause, führte der gebürtige Lyoner das Publikum in eine weitere Dimension von Debussys musikalischer Welt. Mit einer einzigartigen Sensibilität und Virtuosität erkundete er die Zwölf Préludes, darunter das faszinierende “Feux d’artifice” mit seinen atemberaubenden Klangexplosionen und das introspektive “Canope” mit seiner zarten Melancholie.
Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl
Thibaudet zeigte eine beeindruckende Beherrschung der klanglichen Palette von Debussys Préludes. Jeder Ton wurde mit einfühlsamer Nuancierung platziert, und die subtilen Schattierungen der impressionistischen Harmonien wurden mit großer Präzision ausgearbeitet. Des Franzosen Spiel zeugte von einem tiefen Verständnis für Debussys komplexes harmonisches Vokabular.
Mystik und Raffinesse: Die Kunst der musikalischen Erzählung
In “La cathédrale engloutie” schuf der französische Ausnahmekönner eine faszinierende Atmosphäre von Mystik und Raffinesse. Die erzählerische Kunst des Pianisten ließ die Legende der versunkenen Kathedrale vor den Ohren der Zuhörer lebendig werden. Jedes Prélude wurde zu einer eigenständigen musikalischen Erzählung, kunstvoll interpretiert und meisterhaft vorgetragen.
Fazit: Meisterhaftes Debussy-Erlebnis mit Thibaudet
Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl
Jean-Yves Thibaudets Aufführung von Debussys “Préludes, Livre I und II” war zweifellos ein meisterhaftes Erlebnis. Der Pianist verband technische Virtuosität mit einer tiefen musikalischen Sensibilität, um Debussys komplexe und vielschichtige Werke in ihrer ganzen Pracht zu präsentieren. Das Publikum wurde auf eine fesselnde Reise durch die zauberhaften Klangwelten von Claude Debussy mitgenommen, erlebt durch die künstlerische Brillanz von Jean-Yves Thibaudet,
Das Publikum war überwältigt und überschüttete den Franzosen mit wahren Applauskaskaden, bis dieser sich «erbarmte» und eine kurze Zugabe gewährte..
Klavierzauber zu Viert: Argerich und Thibaudet in Debussys “Petite Suite”
Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl
Die “Petite Suite” von Claude Debussy, gespielt von den Martha Argerich und Jean-Yves Thibaudet in einer mit Spannung erwarteten Aufführung für Klavier zu vier Händen, entfaltete sich zu einem wahren Klavierzauber. Die außergewöhnliche Zusammenarbeit der beiden Virtuosen präsentierte die subtile Schönheit und tänzerische Leichtigkeit dieses Werks auf faszinierende Weise.
Klangliche Synergie: Die Magie des Klavierduos Argerich und Thibaudet
Das Auftaktstück, “En bateau,” eröffnete die Aufführung mit einer sorglosen Eleganz, die durch Argerichs und Thibaudets klangliche Synergie verstärkt wurde. Die beiden schufen eine magische Verbindung, die es ermöglichte, Debussys impressionistische Klangwelten in ihrer ganzen Pracht zu erleben.
Tänzerischer Rhythmus: Lebendige Interpretation von Debussys Meisterwerk
Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl
In “Cortège,” dem zweiten Satz der “Petite Suite,” entfaltete sich ein tänzerischer Rhythmus, der von Argerich und Thibaudet mit lebendiger Freude interpretiert wurde. Die Kommunikation zwischen den beiden Künstlern schien fast telepathisch, während sie die delikaten Passagen und rhythmischen Elemente mit bezaubernder Präzision ausarbeiteten.
Zwischen Melancholie und Frohsinn: Sensible Ausdrucksstärke
Martha Argerich und JeanYvesThibaudet spielen sichtlich vergnügt
Die “Petite Suite” bietet ein breites emotionales Spektrum, das in “Menuet” und “Ballet” besonders deutlich wird. Argerich und Thibaudet übertrugen mit sensibler Ausdrucksstärke die zarten Melancholien des Menuet und den sprühenden Frohsinn des Ballet. Jeder Tastenanschlag trug zur feinen Balance zwischen Melancholie und Lebendigkeit bei.
Feuriges Finale: Virtuosität und Energie in “Boléro”
Martha Argerich und JeanYvesThibaudet geniessen die Akklamation
Das Finale, “Boléro,” erstrahlte in feuriger Virtuosität. Argerich und Thibaudet meisterten die rasenden Läufe und leidenschaftlichen Akzente mit beeindruckender Energie. Die mitreißende Dynamik des Schlusssatzes setzte einen beeindruckenden Schlusspunkt und hinterließ das Publikum in staunender Begeisterung.
Fazit: Ein zauberhaftes Klaviererlebnis
Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl
Die Aufführung der “Petite Suite” für Klavier zu vier Händen durch Martha Argerich und Jean-Yves Thibaudet war zweifellos ein zauberhaftes Klaviererlebnis. Ihre einzigartige Interpretation zeugte von einer tiefsitzenden musikalischen Verbindung und einer beeindruckenden künstlerischen Sensibilität. Die Magie des Klavierduos Argerich und Thibaudet entfaltete sich in jeder Note, und die “Petite Suite” Debussys erstrahlte in ihrer ganzen Eleganz und Lebendigkeit. Das Auditorium würdigte das Zusammenspiel der beiden Pianogrössen mit einem stürmischen, langanhaltende Applaus.
Majestätische Klangwelten: Kit Armstrong interpretiert Liszts “Fantasie und Fuge” auf der Goll-Orgel im KKL Konzertsaal
Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel
In einem atemberaubenden Konzert im KKL Konzertsaal entführte der Pianist und Organist Kit Armstrong das Publikum in die majestätischen Klangwelten von Franz Liszts “Fantasie und Fuge über den Choral ‘Ad nos, ad salutarem undam'”. Die Aufführung auf der beeindruckenden Goll-Orgel versprach ein musikalisches Erlebnis von erhabener Intensität.
Klangliche Pracht: Die Goll-Orgel im KKL Konzertsaal
Der KKL Konzertsaal mit seiner akustischen Exzellenz und der imposanten Goll-Orgel bildete die perfekte Kulisse für Liszts monumentales Werk. Kit Armstrong, bekannt für seine Virtuosität und sensible Interpretation, trat an die Orgel, um die klangliche Pracht und die tiefen Dimensionen von Liszts Komposition zu entfesseln.
Von den ersten Tönen an fesselte Armstrong das Publikum mit einer einfühlsamen Interpretation. Die “Ad nos, ad salutarem undam”-Choralmelodie durchzog das Stück mit einer spirituellen Tiefe, während die Fantasiepassagen von Liszt mit meisterhafter Virtuosität zum Leben erweckt wurden. Armstrong schuf eine faszinierende Balance zwischen erhabenen Klängen und expressiver Intensität.
Orgel als Orchester: Armstrongs virtuose Beherrschung der Goll-Orgel
Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel
Die Goll-Orgel erwies sich als klangliches Wunder, und Armstrong als ihr virtuoser Meister. Er entlockte dem Instrument eine orchestrale Vielfalt, die das gesamte Klangspektrum der “Fantasie und Fuge” zum Strahlen brachte. Die beeindruckende Fähigkeit des Organisten, die Orgel als ein ganzes Orchester zu nutzen, verlieh dem Stück eine klangliche Opulenz.
Dynamische Kontraste: Liszts Meisterwerk in vielschichtigen Facetten
Armstrongs Sensibilität für dynamische Kontraste wurde besonders in den differenzierten Passagen der Fuge deutlich. Die wechselnden Stimmungen von Kontemplation bis hin zu dramatischen Ausbrüchen wurden von ihm mit einer bemerkenswerten Präzision dargeboten. Die musikalische Reise durch Liszts Meisterwerk war von einer klanglichen Vielfalt und emotionalen Tiefe geprägt.
Fazit: Eine triumphale Orgel-Aufführung
Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel
Die Aufführung von Liszts “Fantasie und Fuge über den Choral ‘Ad nos, ad salutarem undam'” durch Kit Armstrong auf der Goll-Orgel im KKL Konzertsaal war zweifellos eine triumphale Vorstellung. Armstrongs meisterhafte Beherrschung der Orgel, gepaart mit seiner einfühlsamen Interpretation, verschmolzen zu einem musikalischen Ereignis von unvergesslicher Größe. Die Goll-Orgel erwies sich als majestätisches Instrument, und Armstrong als virtuoser Organist entführte das Publikum in eine Welt klanglicher Erhabenheit und spiritueller Tiefe die vom Publikum mit einem langanhaltenden Schlussapplaus belohnt wurde.