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Leibniz debattiert "Politik im Neuland – Demokratisierung von Online- Räumen"

Am 4. Dezember diskutieren in der Reihe „Leibniz debattiert“ Expertinnen
und Experten aus Politik, Wissenschaft und Internetwirtschaft über
Regulierungsbedarf und -möglichkeiten in Internet und Sozialen Netzwerken.
Die virtuelle Diskussion beginnt um 12 Uhr.

„Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“, lautet eine vielzitierte Binse,
wenn über politische Teilhabe auf Online-Plattformen debattiert wird.
Dabei treten die Betreiber der Plattformen dort nicht selten gleichsam als
Regelsetzer, Regeldurchsetzer und Richter auf – Gewaltenteilung und
Partizipation, die wir in der „analogen“ Welt für selbstverständlich
halten, finden in der digitalen nur bedingt statt.

Wer entscheidet über Freiheit und Recht in den sozialen Netzwerken? Wie
ist es heute um unsere Teilhabe an kommunikationsbezogenen Entscheidungen
auf digitalen Plattformen bestellt, in die sich signifikante Teile unserer
öffentlichen Diskurse verlagert haben? Wie können die Diskursregeln auf
Plattformen an öffentlichen Werten ausgerichtet werden und wie können wir
dafür sorgen, dass öffentliche Interessen und demokratische Normen
berücksichtigt werden? Zur virtuellen Debatte über diese Fragen laden wir
ein:

Leibniz debattiert "Politik im Neuland – Demokratisierung von Online-
Räumen"
4. Dezember 2023, 12-13 Uhr virtuell

Darüber debattieren:
• Sabine Frank, Leiterin Government Affairs und Public Policy für YouTube
in Deutschland, Österreich, Schweiz sowie Zentral- und Osteuropa
• Matthias C. Kettemann, Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-
Bredow-Institut in Hamburg
• Tabea Rößner, Mitglied des Deutschen Bundestags und Vorsitzende des
Ausschusses für Digitales

Bettina Böhm, Generalsekretärin der Leibniz-Gemeinschaft, wird die
Veranstaltung
eröffnen.

Es moderiert Harald Staun, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

Bitte registrieren Sie sich hier für eine Teilnahme an der Online-
Veranstaltung: <https://leibniz-gemeinschaft.zoom.us/webinar/register
/WN_a_5rTWEHTa-frAbkPujTyQ#/registration
>

Informationen zur Veranstaltung unter: <https://www.leibniz-
gemeinschaft.de/ueber-uns/neues/veranstaltungen/veranstaltungen-
single/event/leibniz-debattiert-politik-im-neuland-demokratisierung-von-
online-raeumen-2023-12-04-12-00
>

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft:
Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 - 471
Mobil: 0174 / 310 81 74
<herbort@leibniz-gemeinschaft.de>

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 97 eigenständige
Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-,
Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und
Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute
widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen.
Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den
übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten
wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte
Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im
Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und
informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-
Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen   u.a. in
Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen
Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und
unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen
Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft
gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.500 Personen,
darunter 11.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das
Finanzvolumen liegt bei zwei Milliarden Euro.
<www.leibniz-gemeinschaft.de>

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Lastschrift im Detail: So funktioniert Ihr Online-Zahlungsverkehr

Online bezahlen Symbolbild
Online bezahlen Symbolbild

In der Welt der Online-Zahlungen, einem wesentlichen Bestandteil des modernen Lebens, spielt das Lastschriftverfahren eine zentrale Rolle. Dieses System ermöglicht es Nutzern, direkt und unkompliziert von ihrem Bankkonto zu bezahlen, ohne auf Kreditkarten oder E-Wallets zurückgreifen zu müssen. Die Lastschrift zeichnet sich durch ihre Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit aus, wobei die SEPA-Lastschrift für eine reibungslose Abwicklung der Transaktionen sorgt.

In diesem Artikel werden wir uns eingehend mit dem Lastschriftverfahren beschäftigen. Wir untersuchen, wie es funktioniert, welche Vor- und Nachteile es bietet und in welchen Bereichen es eingesetzt wird. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis dieser beliebten Zahlungsmethode zu vermitteln und ihre Bedeutung im Kontext des Online-Zahlungsverkehrs zu beleuchten.

Was ist ein SEPA Lastschrift Einzug?

Das Lastschriftverfahren, auch bekannt als Bankeinzug, ist eine weitverbreitete Zahlungsmethode, die es ermöglicht, Geld direkt vom Bankkonto des Zahlungspflichtigen abzubuchen anstatt es selbst mit einer Einzahlung zu erledigen. Dieses Verfahren zeichnet sich durch seine Einfachheit und Effizienz aus. Beim Lastschriftverfahren erteilt der Kontoinhaber einem Zahlungsempfänger die Erlaubnis, Beträge von seinem Konto abzubuchen. Diese Genehmigung kann einmalig oder als Dauerauftrag für regelmäßige Zahlungen eingerichtet werden.

Das SEPA-Lastschriftverfahren, eine Schlüsselkomponente des Lastschriftsystems, wurde speziell für den Euro-Zahlungsraum entwickelt. Es erleichtert grenzüberschreitende Zahlungen und vereinfacht den Zahlungsverkehr in Europa erheblich. Nach der Erteilung eines Lastschriftmandats erfolgt die Abbuchung direkt vom Bankkonto des Zahlungspflichtigen, was den administrativen Aufwand reduziert und die Sicherheit erhöht, da Bankdaten nur einmalig hinterlegt werden müssen.

Lastschriftverfahren bieten eine praktische Lösung für regelmäßige Zahlungen wie Abonnements. Sie verringern das Risiko von Zahlungsverzögerungen und erleichtern den Nutzern die Kontrolle über ihre Finanzen, indem sie eine direkte und transparente Abbuchung auf dem Kontoauszug ermöglichen.

Für welche Bezahlvorgänge eignet es sich?

Der Lastschrift, ein traditionelles und immer noch weit verbreitetes Zahlungsmittel, findet seine Anwendung in verschiedensten Bereichen, darunter im E-Commerce, bei monatlichen Abonnements und im Online-Glücksspiel. Diese Bezahlmethode zeichnet sich durch ihre Einfachheit und Zuverlässigkeit aus, was sie besonders attraktiv für regelmäßige Zahlungen wie Abonnements oder wiederkehrende Dienstleistungen macht.

  • Besonders im Online-Casino-Sektor in Österreich und Deutschland genießt die Lastschrift hohe Beliebtheit. Diese Zahlungsart bietet zahlreiche Vorteile, wie beispielsweise die spätere Abbuchung vom Konto im Vergleich zu anderen Methoden, was den Spielern eine größere Flexibilität in ihrer Finanzplanung ermöglicht. Zudem erlaubt die Lastschrift relativ einfache Rückbuchungen, falls dies notwendig sein sollte. Ein SEPA-Lastschriftmandat erleichtert dabei die Abwicklung der Zahlungen. Für diejenigen, die Interesse an der Option haben, im Casino per Lastschrift zu bezahlen, bietet AustriaWin24.at eine umfassende Übersicht. Auf dieser Plattform werden die besten Casino per Lastschrift bezahlen des Jahres 2023 für österreichische Spieler vorgestellt und analysiert. Hier finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Anbietern, deren Zahlungsmodalitäten und den damit verbundenen Vorteilen, um eine informierte Entscheidung treffen zu können.
  • Im E-Commerce ermöglicht Lastschrift einen schnellen und unkomplizierten Zahlungsvorgang, was für Kunden und Händler gleichermaßen von Vorteil ist.
  • Wird Lastschrift häufig für monatliche Abonnements genutzt, wie bei Streaming-Diensten, Fitnessstudios oder Zeitschriftenabos, da sie regelmäßige Zahlungen ohne manuellen Aufwand ermöglicht. Ist sie auch bei der Zahlung von Rechnungen wie Strom, Miete oder Telefon praktisch, da die Beträge automatisch und pünktlich überwiesen werden. Lastschrift bietet somit eine bequeme Lösung für wiederkehrende und einmalige Zahlungen in verschiedenen Sektoren.

Der simple Prozess der Lastschriftabwicklung

Der Prozess der Lastschriftabwicklung für Online-Zahlungen erfolgt in mehreren Schritten und ist auf Effizienz und Sicherheit ausgerichtet.

  1. Zunächst erteilt der Kunde dem Online-Anbieter ein SEPA-Lastschriftmandat. Dies ist eine Einzugsermächtigung, die dem Anbieter erlaubt, Zahlungen direkt vom Bankkonto des Kunden abzubuchen.
  2. Nach Erteilung der Einzugsermächtigung gibt der Kunde die benötigten Bankdaten ein. Daraufhin initiiert der Anbieter die Zahlung, indem er die Lastschrift an seine Bank übermittelt.
  3. Die Bank des Kunden erhält diese Anfrage und überprüft die Gültigkeit der Einzugsermächtigung. Bei positiver Überprüfung wird der Betrag vom Konto des Kunden abgebucht und dem Konto des Anbieters gutgeschrieben.

Dieser gesamte Vorgang sorgt für eine schnelle und sichere Abwicklung von Online-Zahlungen.

Vor- und Nachteile im Überblick

Jede Zahlungsart besitzt unterschiedliche Vor- und Nachteile. Welche es beim Lastschrifteinzug sind, sind wie folgt einfach zusammengefasst:

Vorteile:

  • Bequemlichkeit: Einmalige Autorisierung ermöglicht eine wiederkehrende Einahlungen ohne ständige manuellen Eingaben.
  • Sicherheit: SEPA-Lastschrift bietet Schutz durch strenge Bankprotokolle und die Möglichkeit zur Rückbuchung.
  • Effizienz: Automatisierte Zahlungsabwicklung per Lastschrift spart Zeit und reduziert Fehleranfälligkeit.

Nachteile:

  • Kontrollverlust: Kunden haben weniger Kontrolle über den Zeitpunkt der Abbuchung, wenn sie per Lastschrift bezahlen möchten.
  • Rückbuchungsgebühren: Zahlung per Lastschrift verbirgt potenzielle Gebühren bei Rückbuchungen und können gegebenenfalls zusätzliche Kosten verursachen.
  • Eingeschränkte Verfügbarkeit: Nicht alle Online-Anbieter oder Banken unterstützen Lastschriftverfahren, was die Nutzung teils einschränken kann.

Sicherheit und Schutz des Lastschriftverfahrens

Die Sicherheit des Verfahrens ist durch eine Reihe von Maßnahmen gewährleistet, um die Integrität und den Schutz der beteiligten Parteien zu sichern. An erster Stelle steht die sorgfältige Überprüfung der Identität des Zahlungsempfängers und die Bestätigung der Gültigkeit des Lastschriftmandats, was unautorisierte Transaktionen minimiert. Zusätzlich überwachen Banken die Transaktionen fortlaufend, um frühzeitig verdächtige Aktivitäten zu identifizieren und darauf reagieren zu können.

Ein zentraler Sicherheitsaspekt ist das Recht des Kunden, Lastschriften innerhalb einer bestimmten Frist zu widerrufen. Dies bietet einen Schutzmechanismus gegen fehlerhafte oder betrügerische Abbuchungen und Auszahlungen. Darüber hinaus sind im SEPA-Lastschriftverfahren klare Regeln und Standards festgelegt, die sowohl für den Zahlenden als auch für den Empfänger gelten und ein hohes Maß an Transparenz und Sicherheit bieten.

Diese umfassenden Sicherheitsvorkehrungen machen das Lastschriftverfahren zu einem zuverlässigen und sicheren Mittel für Online-Zahlungen, das sowohl von Privatkunden als auch von Unternehmen weltweit geschätzt wird.

Unser Fazit über Lastschrift

Das Lastschrift Verfahren hat sich als eine der stabilsten und vertrauenswürdigsten Methoden für Online-Zahlungen etabliert. Die einfache Handhabung, hohe Sicherheit und direkte Abwicklung machen es zu einer bevorzugten Wahl für viele Nutzer. In einer Welt, in der elektronische Transaktionen immer mehr an Bedeutung gewinnen, bietet das Lastschriftverfahren eine nahtlose und effiziente Möglichkeit, finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen.

Durch die Integration des SEPA-Lastschriftverfahrens ist es zudem gelungen, grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb Europas zu vereinfachen, wodurch das Lastschriftverfahren eine noch größere Reichweite und Akzeptanz gefunden hat. Ob für regelmäßige Einzahlungen in Online Casinos oder für andere wiederkehrende Zahlungen, das Lastschriftverfahren erweist sich als eine zuverlässige und nutzerfreundliche Lösung, die den Bedürfnissen der modernen, digitalisierten Gesellschaft gerecht wird. Es erleichtert den Zahlungsverkehr und bietet gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit, wodurch es eine Schlüsselrolle im Bereich der Online-Zahlungen einnimmt.

Informationen wurden für den Leser von Chefredakteurin des Portals austriawin24.at Mike Friedmann bereitgestellt.

 

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„Gewohnter Wandel“: Über die Veränderungen von Wohnen und Gesellschaft

Die Gesellschaft verändert sich und mit ihr das Wohnen. Diesem
Zusammenhang soll ein gemeinsames Graduiertenkolleg von Goethe-Universität
Frankfurt und Bauhaus-Universität Weimar wissenschaftlich auf den Grund
gehen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt mit mehr
als sieben Millionen Euro.

Mehr als sieben Millionen Euro Fördermittel erhalten die Goethe-
Universität Frankfurt und die Bauhaus-Universität Weimar für das
gemeinsame Graduiertenkolleg „Gewohnter Wandel. Gesellschaftliche
Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens“ von der DFG.
Vom Herbst 2024 an werden Nachwuchswissenschaftler und
Nachwuchswissenschaftlerinnen an den Standorten Weimar und Frankfurt
interdisziplinär zur aktuellen Lage der Wohnungsversorgung forschen.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen und von elementarer Bedeutung
für individuelle und gesellschaftliche Entwicklung. Im Wohnen spiegeln
sich epochale Umbrüche und gesellschaftliche Wandlungsprozesse wider. Es
ist eine zentrale und große Herausforderung heutiger Stadtentwicklung,
mehr sozial gerechten Wohnraum zu schaffen.

Die gebaute Umwelt von morgen prägen die gesellschaftlichen Entwicklungen
von heute. Daher nimmt das Kolleg zum Beispiel Veränderungen durch soziale
Auseinandersetzungen, ökologische Ansprüche oder Digitalisierungsprozesse
in der Wohnumwelt in den Blick: Welche Herausforderungen, Probleme,
Widersprüche und Konflikte ergeben sich daraus für das Wohnen? Wie
beeinflusst die gebaute Wohnumwelt wiederum zukünftige gesellschaftliche
Entwicklungen bzw. wie sollte sie diese prägen?

Sebastian Schipper, stellvertretender Sprecher des Graduiertenkollegs und
Professor für geographische Stadtforschung an der Goethe-Universität
Frankfurt, erläutert: „Die im Kolleg entstehenden Arbeiten werden das
Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftlicher Transformation und
gebauter Wohnumwelt betrachten. Ziel ist es, Forschungsperspektiven zu
entwickeln, mit denen Fragen des Wohnens, seines Wandels und seiner
Zukunft aus gesellschaftlicher und baulich-räumlicher Sicht systematisch
erforscht werden können.“

Das Kolleg bringt dabei gezielt Fachkompetenzen der Goethe-Universität
Frankfurt am Main und der Bauhaus-Universität Weimar zusammen: Im
Konsortium sind einerseits Fachleute aus Weimar vertreten, die planungs-
und ingenieurwissenschaftliche bzw. entwurfsbezogene Perspektiven auf das
Wohnen einnehmen, andererseits Professorinnen und Professoren aus
Frankfurt, die das Wohnen aus vornehmlich gesellschafts- und
geisteswissenschaftlicher Perspektive erforschen.

Über die gesamte Förderdauer von neun Jahren können bis zu 36 Promotionen
zu Wohnungsfragen entstehen. Für die erste, fünfjährige Förderphase des
Graduiertenkollegs erhalten Bauhaus-Universität Weimar und Goethe-
Universität Frankfurt am Main zusammen insgesamt 7,2 Millionen Euro von
der DFG. Als Hauptantragstellerin übernimmt zunächst die Bauhaus-
Universität Weimar die Sprecherschaft für das Kolleg. Weitere
Kooperationspartner sind das Institut Wohnen und Umwelt Darmstadt, die
Frankfurt University of Applied Sciences (UAS), die Klassik-Stiftung
Weimar, die Stiftung Baukultur Thüringen sowie der Bundesverband für
Wohnen und Stadtentwicklung e.V.

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Ökologische Innovation aus Thüringen für den deutschen Wohnungsbau

Die Bauwirtschaft in Deutschland hat aufgrund ihrer Größe und ihrer
Verflechtung erhebliche Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung. 2022 betrug ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 12,3
Prozent und damit mehr als die gesamte Automobilindustrie“, machte Roland
Meißner, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. (FVKS)
die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Branche bei einem Austausch von
Vertretern aus Unternehmen und Forschung mit dem Bundestagsabgeordneten
Dr. Holger Becker am 24. November 2023 in Elxleben, unweit der
thüringischen Landeshauptstadt Erfurt, klar.

Die Baubranche zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen in
Deutschland und ihre Produkte, wie Gebäude oder Straßen, sind für unseren
Alltag unverzichtbar. Gleichzeitig ist Bauen rohstoff- und
energieintensiv. „Wir haben aktuell einen Bauüberhang von rund einer
Million Wohneinheiten in Deutschland, die aus den unterschiedlichsten
Gründen derzeit nicht gebaut werden. Momentan sieht sich die
Kalksandsteinindustrie, wie die gesamte Baubranche, einem scheinbar
unüberwindbaren Paradoxon gegenüber: Der Bedarf an Wohnraum ist größer
denn je, aber es wird nicht gebaut. Hierfür sind unter anderem stark
gestiegene Bauzinsen und Materialkosten, fehlende Förderprogramme sowie
weiter kletternde Energiekosten verantwortlich. Dabei ist der Bedarf an
Wohnraum bei einem Nettozuzug von fast 1,5 Millionen Menschen allein im
Jahr 2022 riesig. In der aktuellen Wohnungsbaukrise können wir es uns
daher als Gesellschaft nicht leisten, Baustoffe politisch einseitig zu
fördern. Vielmehr müssen wir technologieoffen alle Materialien in den
Blick nehmen. Deshalb sollten wir den Blick auf Baustoffe lenken, die
ökologisch und wirtschaftlich überzeugen. Kalksandstein ist hier im
besonderen Maße geeignet: Langlebig, nachhaltig, klimafreundlich und
ressourcenschonend - nicht umsonst ist er mit einem Marktanteil von über
40 Prozent das beliebteste Bauprodukt im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Die
Bauwirtschaft in Deutschland hat aufgrund ihrer Größe und ihrer
Verflechtung erhebliche Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung. 2022 betrug ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 12,3
Prozent und damit mehr als die gesamte Automobilindustrie“, machte Roland
Meißner, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. (FVKS)
die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Branche bei einem
Erfurt/Elxleben, 24. November 2023 - Die Baubranche zählt zu den
bedeutendsten Wirtschaftszweigen in Deutschland und ihre Produkte, wie
Gebäude oder Straßen, sind für unseren Alltag unverzichtbar. Gleichzeitig
ist Bauen rohstoff- und energieintensiv. „Wir haben aktuell einen
Bauüberhang von rund einer Million Wohneinheiten in Deutschland, die aus
den unterschiedlichsten Gründen derzeit nicht gebaut werden. Momentan
sieht sich die Kalksandsteinindustrie, wie die gesamte Baubranche, einem
scheinbar unüberwindbaren Paradoxon gegenüber: Der Bedarf an Wohnraum ist
größer denn je, aber es wird nicht gebaut. Hierfür sind unter anderem
stark gestiegene Bauzinsen und Materialkosten, fehlende Förderprogramme
sowie weiter kletternde Energiekosten verantwortlich. Dabei ist der Bedarf
an Wohnraum bei einem Nettozuzug von fast 1,5 Millionen Menschen allein im
Jahr 2022 riesig. In der aktuellen Wohnungsbaukrise können wir es uns
daher als Gesellschaft nicht leisten, Baustoffe politisch einseitig zu
fördern. Vielmehr müssen wir technologieoffen alle Materialien in den
Blick nehmen. Deshalb sollten wir den Blick auf Baustoffe lenken, die
ökologisch und wirtschaftlich überzeugen. Kalksandstein ist hier im
besonderen Maße geeignet: Langlebig, nachhaltig, klimafreundlich und
ressourcenschonend - nicht umsonst ist er mit einem Marktanteil von über
40 Prozent das beliebteste Bauprodukt im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Die
Bauwirtschaft in Deutschland hat aufgrund ihrer Größe und ihrer
Verflechtung erhebliche Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung. 2022 betrug ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 12,3
Prozent und damit mehr als die gesamte Automobilindustrie“, machte Roland
Meißner, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. (FVKS)
die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Branche bei einem Austausch von
Vertretern aus Unternehmen und Forschung mit dem Bundestagsabgeordneten
Dr. Holger Becker am 24. November 2023 in Elxleben, unweit der
thüringischen Landeshauptstadt Erfurt, klar.

Die Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. betreibt die
unternehmensübergreifende, praxisbezogene Forschung für die
Kalksandsteinindustrie und unterstützt vor allem kleine und mittlere
Unternehmen bei ihrem Forschungs- und Innovationsengagement. Aktueller
Schwerpunkt ist die Herausforderung, die Technologieumstellung der
Kalksandsteinproduktion und der Bauanwendung im Rahmen des „Green Deals“
zu meistern. Die FVKS ist eines von 101 Mitgliedern der AiF
Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von
Guericke“ e.V.

Lehmstein für die industrielle Fertigung

Im thüringischem Elxleben forscht das mittelständische Bauunternehmen Kimm
GmbH & Co. KG aus dem Kalksandstein-Industriebereich gemeinsam mit der
Materialforschungs- und Prüfanstalt an der Bauhausuniversität Weimar an
einer ökologischen Ergänzung für die Baustein-Herstellung: Ein
großformatiger Lehmstein, der auch für die industrielle Fertigung geeignet
ist und im Wohnungsbau und für andere wirtschaftliche Gebäude genutzt
werden kann. „Mit unserem Verfahren können wir erstmalig Lehmsteine, die
tragende Eigenschaften haben, in großen Mengen herstellen – eine wirklich
nachhaltige Alternative zum Beispiel für den Wohnungsbau“, erklärte Stefan
Kimm-Friedenberg, Inhaber und Geschäftsführer der Kimm GmbH & Co. KG.

Die Nachfrage nach diesem nachhaltigen Baustoff sei bereits merklich
gestiegen. Allerdings stehen für den Neubaubereich aktuell kaum tragende
Lehmsteine zur Verfügung. Die bisherigen Herstellungsweisen sind zu zeit-
und kostenintensiv, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu sein und können
kaum die Nachfrage decken. Hier setzt das Forschungsvorhaben an. Ein
Projektziel ist die Entwicklung eines Qualitätssicherungskonzeptes für die
industriell hergestellten formgepressten Lehmsteine, dass die stofflichen
Eigenschaften des Lehms wie auch die produktionstechnischen Besonderheiten
berücksichtigt. Die Herangehensweise, die in Thüringen umgesetzt wird, ist
laut Kimm-Friedenberg völlig neu: Dazu wird Stampflehm in großformatige
Bausteine mit entsprechendem Webzeug versetzt. „Auf der einen Seite wird
der Wohnungsbau teurer, auf der anderen Seite wird er dringend gebraucht.
Trotz der im Augenblick ungünstigen Finanzierungslage wird der Wohnungsbau
wieder zunehmen und wir werden mit unserem Lehmstein einen wichtigen Teil
beitragen können“, so Klimm-Friedenberg weiter.

Mittelständischer Forschergeist in Richtung Klimaschutz

„Das ist ein tolles Thüringer Beispiel für mittelständischen Forschergeist
in der AiF. Diese neuen Technologien stehen stellvertretend für die
nachhaltige Transformation einer klassischen Industriebranche, die extrem
wichtig für die Erreichung unserer CO2-Ziele ist. Gerade in schwierigen
Zeiten ist Forschung entscheidend, deshalb setze ich mich dafür ein“,
erklärte Dr. Holger Becker, Mitglied der SPD-Fraktion im Deutschen
Bundestag und Mitglied im Ausschuss für Digitales und für Bildung,
Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie Mitglied im AiF-Senat. Sein
Wahlkreis 191 liegt in der Region Jena-Sömmerda-Weimarer Land I.

Das Forschungsengagement des Unternehmens mit Sitz in Hessen und Thüringen
ist ein Bespiel für das nachhaltige und zukunftsorientierte Agieren des
Mittelstandes. Angewandte Forschung ist ein wesentlicher Faktor, um die
deutsche Wirtschaft, die zu 99,5 Prozent von mittelständischen Unternehmen
getragen wird, weltmarktfähig zu erhalten. „Bisher fließen zirka 80
Prozent der Förderungen in die Grundlagen- und viel zu wenig in die
anwendungsorientierte Forschung. Als Stimme des forschenden Mittelstandes
unterstützen wir seit Jahrzehnten erfolgreich die enge Kooperation von
Wirtschaft und Wissenschaft“, betonte Dr. Marko Häckel von der AiF
abschließend. Die AiF mache immer wieder die Wirkung von Innovationen aus
der Wirtschaft in Bezug auf Themen wie Kreislaufwirtschaft,
Ressourceneinsparung oder Wasserstoff-Nutzung gegenüber der Politik
deutlich.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von
Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen
Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als
Dachverband von 101 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit rund 2.500
direkt in die AiF eingebundenen und weiteren ca. 140.000 über die
Forschungsvereinigungen eingebundenen Unternehmen sowie über 1.200
beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag,
die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbs- und
Weltmarktfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF Projekt GmbH, eine
einhundertprozentige Tochtergesellschaft des AiF e.V., betreut die
Projektform FuE-Kooperationsprojekte des Zentralen Innovationsprogramms
Mittelstand (ZIM) und betreibt gemeinsam mit zwei weiteren
Konsortialpartnern die Bescheinigungsstelle Forschungszulage. Die AiF FTK
GmbH, ebenfalls eine einhundertprozentige Tochter, ist unter anderem
Initiatorin, Konstrukteurin und Koordinatorin des AiF-InnovatorsNet, eines
Netzwerks von Innovatoren für Innovatoren. Seit ihrer Gründung im Jahr
1954 lenkte die AiF rund 14 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in
neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 247.000
Forschungsprojekte auf den Weg.

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