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Bundesweiter Studieneignungstest für Bachelor-Psychologie BaPsy-DGPs 2024

Psychologie massiv überbucht
Der Bachelorstudiengang Psychologie ist seit Jahren stark überbucht. Zum
Wintersemester 2022/23 bewarben sich an deutschen Universitäten 41.621
Personen auf einen Studienplatz im ersten Semester Bachelor Psychologie
(ohne Fernuniversität Hagen). Zu besetzen waren aber nur 5.631
Studienplätze. Die Psychologie-Studienplätze waren also um den Faktor 7,4
überbucht.1 Die Auswahl von Studierwilligen erfolgte in der Psychologie
bisher weitgehend nach der Abiturnote – nur wer ein sehr gutes Abitur
aufwies, konnte einen der begehrten Studienplätze ergattern.

Abiturnote plus Test bringt Chancenplus
Das hat sich 2023 nun geändert. Hochschulen können zusätzlich zur
Abiturnote auch einen Studieneignungstest in ihr Auswahlverfahren
aufnehmen. „Wir freuen uns, den Studieneignungstest Bachelor-Psychologie
der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (BaPsy-DGPs) auch 2024 auf den
Markt zu bringen,“ sagt Dr. Peter Stumpf, Geschäftsführer der Gesellschaft
für Technologietransfer der mittelhessischen Hochschulen Philipps-
Universität Marburg, Justus-Liebig Universität Gießen und der Technischen
Hochschule Mittelhessen (TransMIT). „Viele Interessierte am
Bachelorstudiengang Psychologie können ihre Chancen auf einen Studienplatz
mit einem sehr guten Testergebnis deutlich verbessern.“

Koordination durch TransMIT
„Das Zentrum für wissenschaftlich-psychologische Dienstleistungen (DGPs)
in der TransMIT GmbH kann das Angebot des BaPsy-DGPs dank der vorzüglichen
Infrastruktur der TransMIT überaus effizient koordinieren“, sagt Prof. Dr.
Gerhard Stemmler, der das Zentrum leitet. „Wir bringen die Deutsche
Gesellschaft für Psychologie e.V., die die Urheber des
Studieneignungstests berufen hat und für die Qualität des Tests bürgt, die
Testteilnehmer*innen, die Hochschulen und die Ministerien der Länder
zusammen, organisieren die Testdurchführung und geben die Testbescheide
heraus.“ Für die Hochschulen ist der Test kostenfrei. Teilnehmende
bezahlen eine Gebühr von 100 €. Das Testergebnis kann bei allen
teilnehmenden Hochschulen fünf Jahre lang den Bewerbungen um einen
Studienplatz beigelegt werden. Im Jahr 2024 nehmen ca. 30 Hochschulen
teil.

Anmeldung
Die Anmeldeperiode für die Testung beginnt am 15. Dezember 2023 und endet
am 15. Februar 2024. Der Test selbst dauert ca. drei Stunden und findet am
25. und 26. Mai an 15 verschiedenen Orten in Deutschland statt. Die
Anmeldung erfolgt über https://studieneignungstest-psychologie.de.

1 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-
Forschung-Kultur/Hochschulen/Tabellen/studierende-anfaenger-bewerber-
sfh.html
, abgerufen am 21.11.2023.

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Vermögensverteilung in den USA: Jüngere Kohorten fallen zurück

Lange Zeit ist das Vermögensniveau in den USA von Generation zu Generation
gestiegen, doch dieser Trend hat sich inzwischen umgekehrt. Eine aktuelle
Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung zeigt: Bereits
die amerikanische Bevölkerung, die ab den 1950ern geboren wurden, besaß am
Median gemessen über den gesamten Lebenszyklus weniger Vermögen als die in
den 1940ern Geborenen. Die wachsende Vermögenskluft zwischen und innerhalb
der Generationen ist größtenteils auf Unterschiede bei den Ersparnissen
zurückzuführen und weniger auf Veränderungen bei Kapitalgewinnen oder
erhaltenen Vermögenstransfers. ...

... Der Rückgang der Ersparnisse wiederum erklärt sich durch niedrigere
Sparquoten und stagnierende Einkommen.

Das Wichtigste in Kürze:

• Eine aktuelle RWI-Studie zeigt, dass in den USA das Medianvermögen der
Kohorten, die vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 1940er Jahre
geboren wurden, in jedem Alter von einer Zehnjahreskohorte zur nächsten
gestiegen ist. Bei den Jahrgängen, die nach den 1940er Jahren geboren
wurden, ist das Medianvermögen jedoch von einem Jahrgang zum nächsten
gesunken. Gleichzeitig hat die Vermögensungleichheit innerhalb der
Geburtskohorten zugenommen.

• Die Studienergebnisse lassen darauf schließen, dass der
durchschnittliche junge Amerikaner von heute nicht das Vermögensniveau
früherer Generationen erreichen wird. Die Vermögenstrends unterscheiden
sich jedoch innerhalb der Vermögensverteilung. Während das
durchschnittliche Vermögen der obersten zehn Prozent jeder Geburtskohorte
im Generationenvergleich weiter steigt, ist das durchschnittliche Vermögen
der unteren 50 Prozent noch stärker zurückgegangen als das mittlere
Vermögen. Infolgedessen hat sich die Ungleichheit innerhalb der Kohorten
vergrößert.

• Nach bisherigen Studien war unklar, inwieweit die wachsende
demografische Vermögenskluft darauf zurückzuführen ist, dass heutzutage
erst später mit dem Vermögensaufbau begonnen wird, Vermögen dafür aber mit
dem Alter schneller ansteigen oder jüngere Generationen in jedem Alter
weniger Vermögen aufbauen. Die aktuelle RWI-Studie gibt Hinweise darauf,
dass letzteres der Fall ist. Außerdem ist die wachsende Vermögenskluft
zwischen und innerhalb von Kohorten größtenteils auf Unterschiede bei den
Ersparnissen zurückzuführen – viel weniger auf Veränderungen bei
Kapitalgewinnen oder erhaltenen Vermögenstransfers, wie beispielsweise
Erbschaften.

• Der Rückgang der Ersparnisse bei den jüngeren Kohorten erklärt sich
durch niedrigere Sparquoten und stagnierende Einkommen. Die Folge: ein
geringeres Immobilienvermögen. Gleichzeitig finden die Autoren keine
Hinweise darauf, dass der Vermögensrückgang auf einen geringeren Wunsch
der jüngeren Generationen nach Vermögensbildung zurückzuführen ist.

• Im Gegensatz zu früheren Untersuchungen verwenden die RWI-
Wissenschaftler den SCF+, einen neu verfügbaren Datensatz, der von
Wissenschaftlern der Universität Bonn erhoben wurde und historische und
moderne Wellen des Survey of Consumer Finance zusammenführt. Dadurch
können die Autoren mehrere Geburtskohorten über ihren Lebenszyklus hinweg
mit Daten aus sieben Jahrzehnten (1949 bis 2019) verfolgen. Frühere
Studien stützten sich in der Regel nur auf Erhebungswellen ab 1989.

„Es ist bemerkenswert, dass jüngere Generationen in den USA niedrigere
Sparquoten haben, obwohl ihr Wunsch nach Vermögensbildung sich nicht
messbar von älteren Generationen unterscheidet“, sagt RWI-Wissenschaftler
Philip Schacht. „Insbesondere innerhalb jüngerer Generationen könnte die
Vermögensungleichheit durch zu erwartende Vermögenstransfers, die in der
Regel sehr ungleich verteilt sind, noch weiter zunehmen. Jüngere
Generationen könnten dann verstärkt von Altersarmut bedroht sein.“

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Wissen schaffen – auf transparente und verantwortungsvolle Weise: Leitfaden für Forschung zur Ozean-Alkalinisierung

Wissenschaftler:innen haben einen Leitfaden für
die Forschung zur Alkalinisierung des Ozeans entwickelt, um auf das
wachsende Interesse und zunehmende Aktivitäten im Bereich dieses
ozeanbasierten Ansatzes zur Kohlendioxid-Entnahme zu reagieren. Der „Best
Practices Guide to Ocean Alkalinity Enhancement Research“ wird heute in
der wissenschaftlichen Fachzeitschrift State of the Planet veröffentlicht
und am 2. Dezember 2023 auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen
(COP28) in Dubai vorgestellt. Die Erstellung leiteten Professor Dr.
Andreas Oschlies vom GEOMAR und Professor Dr. Jean-Pierre Gattuso vom
CNRS.

Neben einer drastischen Verringerung von Treibhausgasemissionen muss eine
beträchtliche Menge Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre entfernt werden,
um wie 2015 im Übereinkommen von Paris international vereinbart die
globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und
Bemühungen zur Begrenzung dieser Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu
verfolgen. Nach Angaben des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on
Climate Change, IPCC) müssen im 21. Jahrhundert zwischen 100 und 1000
Milliarden Tonnen CO₂ entfernt werden.

Derzeit werden verschiedene Methoden der Kohlendioxid-Entnahme (Carbon
Dioxide Removal, CDR) bewertet und diskutiert, die von naturbasierten bis
hin zu technologischen Ansätzen reichen. Eine Methode ist die Erhöhung der
Alkalinität des Ozeans (Ocean Alkalinity Enhancement, OAE). OAE ahmt den
natürlichen Prozess der Gesteinsverwitterung nach und beschleunigt ihn:
Dem Meerwasser werden Mineralien wie Silikat oder Kalk hinzufügt, um seine
Alkalinität zu erhöhen und seine Fähigkeit zur Aufnahme von Kohlendioxid
zu verbessern.

Als Reaktion auf die rasch zunehmende Forschung und das Aufkommen von
Start-Ups hat ein internationales Team von Expert:innen in einem
kollektiven Ansatz der Wissenschafts-Gemeinde einen Leitfaden für die
Forschung zur Ozean-Alkalinisierung entwickelt. Der „Best Practices Guide
to Ocean Alkalinity Enhancement Research“ wird heute in der
wissenschaftlichen Fachzeitschrift State of the Planet veröffentlicht und
am 2. Dezember 2023 auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP28)
in Dubai vorgestellt.

Der Leitfaden beleuchtet die Stärken und Schwächen verschiedener Ansätze,
wissenschaftliche Unsicherheiten, biologische und ökologische
Auswirkungen, Wissenslücken und Forschungsbedarf. Er zeigt bewährte
Verfahren für den Versuchsaufbau von Labor-, pelagischen und benthischen
Mesokosmen- und Feldexperimenten sowie für Modellierungsszenarien und die
Überwachung, Berichterstattung und Überprüfung auf. Darüber hinaus
behandelt er Fragen zu Datenmanagement, rechtlichen Aspekten und der
Einbeziehung der Öffentlichkeit.

„Ziel dieses Leitfadens ist es, die Wissensgenerierung und den
Wissensaustausch zu beschleunigen und gleichzeitig Transparenz und
Verantwortung in unserer Forschung zu gewährleisten“, sagt Professor Dr.
Andreas Oschlies, Erdsystemmodellierer am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für
Ozeanforschung Kiel und Co-Vorsitzender der Forschungsmission „Marine
Kohlenstoffspeicher als Weg zur Dekarbonisierung“ (CDRmare) der Deutschen
Allianz Meeresforschung. „Dies wird auch die öffentliche Debatte
informieren und die Entwicklung einer effektiven Steuerung, Überwachung
und eines Risikomanagements erleichtern.“

„Die Entwicklung des Best Practises Guides wurde durch einen ähnlichen
Bottom-up-Ansatz inspiriert, der 2010 zur Entwicklung eines Leitfadens für
bewährte Praktiken in der Forschung zur Ozeanversauerung verwendet wurde“,
sagt Professor Dr. Jean-Pierre Gattuso, Biogeochemiker am Laboratoire
d'Océanographie de Villefranche, dem französischen Nationalen Zentrum für
wissenschaftliche Forschung (Centre National de la Recherche Scientifique,
CNRS) und Vorsitzender einer Initiative zur Erforschung von
Ozeanversauerung, anderer Veränderungen und entsprechender Lösungsansätze
der Stiftung Fürst Albert II von Monaco (Ocean Acidification and Other
Ccean Changes – Impacts and Solutions, OACIS). „Dieser Leitfaden hatte
einen enormen Katalysator-Effekt für die Entwicklung des Forschungsgebiets
der Ozeanversauerung, indem er Einstiegshürden senkte und den Vergleich
verschiedener Studien und die Erstellung von Syntheseprodukten
vereinfachte. Wir hoffen, dass der neue Leitfaden für die Forschung zur
Ozean-Alkalinisierung eine ähnliche Wirkung haben wird, um vergleichbare
und integrative Forschung für OAE und marines CDR im Allgemeinen
voranzutreiben.“

„Wir wissen, dass der Ozean ein starker Verbündeter des Klimas ist.
Zugleich mit der Erwärmung des Klimas nimmt er auch immer mehr
Kohlendioxid auf. Die Säure greift die schützenden Schalen von Austern,
Krebsen und anderen Tieren an, die für die Gesundheit der Ozeane und für
die Menschen, die für ihren Lebensunterhalt von den Ozeanen abhängen,
lebenswichtig sind. Die Alkalinität des Ozeans zu erhöhen, kann dem Meer
ein Gegenmittel geben und den Klimawandel bekämpfen – doch ist über diesen
Ansatz noch zu wenig bekannt. Der OAE-Leitfaden trägt dazu bei, die mit
diesem vielversprechenden Ansatz verbundenen Herausforderungen und Chancen
besser zu beleuchten“, sagte Dr. Jan Mazurek, Senior Director of Carbon
Dioxide Removal bei der ClimateWorks Foundation.

Projektförderung:
Der Leitfaden wurde von der ClimateWorks Foundation und der Prince Albert
II of Monaco Foundation finanziert.

Originalpublikation:
Original-Publikation:
Oschlies, A., Stevenson, A., Bach, L. T., Fennel, K., Rickaby, R.,
Satterfield, T., Webb, R., and Gattuso, J.-P. (Eds.): Guide to Best
Practices in Ocean Alkalinity Enhancement Research. Copernicus
Publications, State of the Planet,
https://sp.copernicus.org/articles/2-oae2023

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Gegen den Fachkräftemangel im Sozialsektor - Exklusivprogramme an der SRH

Im Frühjahr 2020 startete die SRH Hochschule in Nordrhein-Westfalen ihr
erstes Exklusivprogramm im Bereich der Sozialen Arbeit mit der Caritas in
Hannover. Rund 20 Mitarbeitende aus dem Caritasverband der
niedersächsischen Landeshauptstadt starteten damals ihr berufsbegleitendes
Studium und haben nun ihren Bachelor-Abschluss geschafft.

Im Sommersemester 2023 startete die 2. Gruppe der Hannoverschen Caritas
ihr Studium an der SRH. Das Exklusivprogramm mit dem Heilpädagogischen
Kinderheim der LWL wurde mit der Verabschiedung der Absolvierenden in
diesem Jahr erfolgreich beendet. Seit 2022 läuft eine Gruppe gemeinsam mit
der Bildungsakademie des Paritätischen NRW an der SRH.

Die Bildungsakademie des Paritätischen NRW ist ein Mitgliederverband, der
mehr als 3000 eigenständige gemeinnützige Vereine, Initiativen und
Organisationen aktiv auf nahezu allen Feldern der sozialen Arbeit
unterstützt. „Der Paritätische arbeitet innerhalb seiner Mitgliedsstruktur
eng zusammen und klärt potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten für ein
Studium zunächst über die Vorteile des berufsbegleitenden Studiums auf.
Oft wissen die Mitarbeitenden gar nicht, dass sie überhaupt studieren
dürfen, weil nicht unbedingt ein Abitur benötigt wird“, so Prof. Dr.
Benikowski. Er erläutert, wie unterschiedlich die Praxispartner und auch
die Absolventinnen und Absolventen ihre Qualifikation innerbetrieblich
nutzen. „Einige qualifizieren sich für höhere Aufgaben, andere gehen
direkt in eine Führungsposition und wieder andere schärfen mit dem Studium
ihren fachlichen Schwerpunkt innerhalb ihres Aufgabenspektrums“.

"Wir freuen uns sehr, dass unser Angebot bei den Sozialen Trägern so gut
angenommen wird und unsere Exklusivprogramme wachsen", sagte SRH-Prof. Dr.
Bernd Benikowski, der sich gemeinsam mit seinem Team federführend für die
drei bisherigen Partner und auch für zukünftige Kooperationen
verantwortlich zeichnet. „Wir laden jeden potenziellen Praxispartner ein,
auf uns zuzukommen, um Bedarfe abzustimmen und eine weitere Exklusivgruppe
auf den Weg zum akademischen Abschluss zu schicken“, ergänzt
Studiengangleiterin Petra Richter abschließend.

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